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mmazzurro
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11.10.2007, 20:23 / 2 x geändert
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Zehn Tage in Deutschland (26. September bis 5. Oktober 2007)
Letztes Jahr musste ich wegen der Krankheit meines Mannes die geplante Reise nach Sylt absagen, diesmal aber konnte ich mit meiner Tochter Lois gemeinsam Deutschland erleben, obgleich sich unsere Wege trennten, da ich noch an unserem diesjaehrigen Klassentreffen in der Naehe von Nuernberg teilnehmen wollte, waehrend Lois, voellig frei, Hamburg erlebte.
Idyllisch war unsere Unterkunft in einem ehemaligen Forsthaus , direkt am Wald gelegen in Tesperhude. Der Hausherr,Gunter, pflegte jeden Morgen seinen gehasst/geliebten Maulwurf Grabowski zu “waessern” mit einem langen Gartenschlauch. Gunter kennt seine Gaenge ganz genau, hat alles katalogisiert (er war Ingenieur im Geesthachter Forschungslabor) und laesst Grabowski gewisse Freiheit in festgelegtem Masse. So muss Grabowski immer mal wieder neue Versuche einstellen, in verbotenes Revier einzudringen, wegen Ueberflutung seiner Gaenge. Einmal trug Gunter Grabowski in den Wald, aber er kam sofort zurueck. Seit der Zeit herrscht gegenseitiges Respektieren. Der Pfeifenstaender im Wintergarten hat neun staendig auszuwechselnde Pfeifen, die dem Raum ein angenehmes Aroma geben. Der grosse Garten,ohne Zaun zum Wald, bringt manches Wild . Zur Zeit der letzten ueberreifen Pflaumen sahen wir ein Reh, immer leicht betrunken, welches regelmaessig, zu neuem Erlebnis dieses Zustandes, in den Garten kam. Ein paar Tage war Gunter mit Freunden auf dem vor 40 Jahren gemeinsam erbauten grossen Segler unterwegs auf der Elbe nach Neuwerk.
Christine hat ein neues Buch ueber Ernaehrungswissenschaften veroeffentlicht, es geht immer um Hinweise und Hilfen bei Allergien, Alternative, Vorbeugen bei Fehlernaehrung und Uebergewicht und Bio-Einkauf.
Das neue Semester hatte bereits begonnen, sodass sie sich um ihre Studenten kuemmern musste.
Trotzdem hatten wir zwei Ausfluege nach Moelln zur Nikolaikirche, zum Eulenspiegel –Brunnen, einschliesslich der Ehrenplakette fuer G.B. Shaw und danach in Ratzeburg zum Barlach-Museum. Seine Skulpturen auf Sockeln kommen in guter Beleuchtung zur Geltung. Unser Blick aus den Fenstern faellt auf den Dom. Die gleichwertige Darstellung von Barlachs literarischem Schaffen, gab einen umfassenden Eindruck. Mir war nicht bewust, wie sehr Goethes Gedichte Barlachs Schaffen beeinflussten, in Skulptur und Holzschnitten zur Walpurgisnacht.
Der Dom in seiner schlichten Ausstattung beeindruckte durch die Wucht seiner Ausmasse (fuer mich Erinnerungen an Konzerte mit Werken von Rudolf v. Oertzen). .Einen kleiner Eindruck ueber die gewaltigen Restaurationen in der ehemaligen DDR brachte uns ein kurzer Besuch im Kloster von Zarrentin, wo wir eine Ausstellung von Heinz Kupfernagel (Meisterschueler Ernst Heckels) erlebten. “Ausschuettung des Heiligen Geistes”, das Triptychon des “Gemarterten”, sowie “Bluehende Baeume” blieben mir ebenso intensiv in Erinnerung wie ein Edel-Maraenen-Essen am Ratzeburger See. In Lueneburg kamen wir in eine Vernissage mit Bildern und Skulpturen von H.-G. Pykta und U.S. Kiefen, bevor wir eine Fuehrung im schoenen Rathaus erlebten. Abschliessend besuchten wir das Textil-Museum des Klosters Luene mit dem Wurzel-Jesse Teppich,, dem Gewirkten Teppich des Isaac-Opfers, der Altardecken und Fastentuecher, sowie der Banklaken, Fuerleger und Abendmahlstuecher aus feinster Stickerei. Der mittelalterliche Klosterstich war sparsames Auslassen auf der Unterseite des Stoffes.
Jeder Tag machte uns klar, wie gesund und wohlschmeckend das Brot in Deutschland war. Dazu Rotwein und Kaese…Kerzenlicht … anregende Gespraeche…viel mehr war eigentlich nicht noetig.
Meine Schwaegerin Brenda und Ehemann Jan holten uns aus Luebeck-Blankensee ab und brachten uns am letzten Morgen dorthin zurueck. Auf schoensten Waldwegen fuhr uns Jan nach Wentorf zum ueppigen Fruehstueck und zu einem festlichen Abendessen. In Bergedorf kaufte Lois kleine Geschenke im Kunstgewerbeladen “Frau Holle”. Wir trafen unsere Freunde Horst und Monica und wanderten lange durch das schoene Bergedorf.
Im Kupferstich –Kabinett der Hamburger Kunsthalle sahen wir drei Kaesten des grossen Bestandes an Skizzen unseres Vorfahren Prof. Hermann Kauffmann, der als Fuehrer der Hamburger Schule galt. Von der reichen Ausstellung der Kunsthalle sahen wir aus Zeitgruenden nur C.D Friedrich. Dann war Lois so fasziniert von Rodins Bronze-Statue “Pierre de Wissant” welche sie auf schwarzem Papier in Silberstift festhielt, dass wir dort verweilten, bis zur Schliessung der Kunsthalle. Lois konnte mehrere sehr gelungene Skizzen in Hamburg und Bergedorf und Reinbek machen, inklusive eines Portraets der beiden Kinder von Lois’s Cousine Gisela, Emily (4) und Tom (2 ½), welche ein spannendes Kinderprogramm am Fernseher verfolgten, sodass sie so lange stillsassen. Lois erhielt das Angebot, im Februar in einem beruehmten Hamburger Restaurant “Ristorante Farinelli da Franco”eine Ausstellung ihrer Bilder zu machen. Nach Hafen-Rundfahrt und Alsterrundfahrt hatten ihr Cousin Jens und Frau Angela Lois zu Franco gebracht, der sich fuer Lois’s Kunst.begeisterte.
Mein juengster Bruder Lutz und seine polnische Frau Ula verwoehnten uns mit Blattspinat, Lachs und Salat, einen Tag vor ihrer Reise nach Polen zum Golfspiel.Ula mit ihrem schoenen Sopran sprach vom kommenden Brahms-Requiem im Michel. Als ich schon in Weissendorf bei Nuernberg war, erlebte Lois eine beeindruckende Auffuehrung der “Schoepfung” von J. Haydn im Michel.
Auf der recht froehlichen, durch Picnic und Wein gepraegten Reise im ICE von Hamburg fuhren wir als Achter-Gruppe nach Nuernberg. Dort erwarteten uns die restlichen Klassenkameradinnen mit drei
Privatautos, sodass wir unser Gepaeck ablegen konnten. Im Bratwursthaeusle gab es ein wuerziges Frankenessen. Wir sahen die St. Sebaldus Kirche, den Schoenen Brunnen und die Frauenkirche.
Dann fuhren wir in unser Quartier in der Tagungsstaette des Edith Stein Hauses in WeisenDorf.
Am Abend nahmen wir an einer Meditation teil, wobei ich am Keyboard die musikalische Untermalung uebernahm. Uns wurde mit Lesung aus Werken, mit Biographie und Photos das tragische Schicksal der durch den Papst heilig gesprochenen juedischen Edith Stein nahegebracht, in Wuerdigung ihres Wesens und Schaffens als Philosophin, Schriftstellerin und Nonne der Discalded Carmelites (barfuessig). Ihr Name war Teresa Benedetta della Croce.
Auf einer langen Rundfahrt durch Nuernberg sahen wir das Colosseum sowie einige weitere der unvollendeten Bauten des Dritten Reiches und den einzigartigen Friedhof, auf dem Duerer und Anselm Feuerbach begraben sind. Die Steinplatten liegen eng beieinander. Sie erzaehlen in Bildern ganze Familien-Geschichten. Man kann die Grabstaetten nur 50 Jahre lang mieten und muss staendig fuer frischen Blumenschmuck sorgen, sodass ein Bluetenmeer entsteht. Der Eindruck der Burg, der langsame Abstieg an den schoenen Fachwerkhaeusern vorbei, die trotz des Zerbombens so stilecht renoviert wurden, dass man vergisst, wie gross die Zerstoerung war.
Wir besichtigten das A. Duerer -Haus und das aelteste noch erhaltene Patrizier- Fembo-Haus in Nuernberg. Duerer bewohnte das Vier-Etagen-Haus von 1509 bis zu seinem Tode 1528. Interessant waren der Raum , welcher die Herstellung der Farben zeigte und die Druckerei. Im Fembo-Haus faszinierten mich die Decken in Stuck, als Taefelung und in der Malerei nach Ovids Metamorphosen.
Nach dem Abendessen in Weisendorf berichtete eine der weltlichen “Nonnen”, warum sie diesen Weg gewaehlt habe. Diesmal konnte ich musikalische Einlagen am Fluegel einbringen. Es dauerte 50 Jahre, bis das Schloss nach dem Krieg wieder richtig bewohnbar war. Es liegt in einer grossen Parkanlage. Der Gaestehaus-Trakt hingegen ist modern.
Am letzten Tag unsereres Klassentreffens waren wir im grandiosen Schloss Weissenstein zu Pommersfelden., bevor wir nach Hoechstadt fuhren, wo Inken und Heinz wohnen, die das Beisammensein organisierten. Bei Kaffee ,Tee und selbstgebackenen Torten sassen wir in Inkens herrlichem Haus mit Talblick, machten einen kurzen Spaziergang an uebervollen Schlehenbueschen vorbei, redeten und sangen und beendeten den Abend mit einem feudalen Karpfenessen.
Unsere viereinhalbstuendige Rueckfahrt im ICE verlief wie im Nu. Ein letzter gemuetlicher Abend bei Christine und Gunter, Wiedersehen mit Lois und erster Austausch unserer gegenseitigen Erlebnisse. Am Freitag um 11.30 Uhr holten Brenda und Jan uns ab und brachten uns nach Luebeck. Wir gingen in die Marien-Kirche mit der Astronomischen Uhr und den Glocken der Bombennacht des Palmsonntags 1942,als Britische Kampfflieger grosse Teile der Altstadt Luebecks in Truemmer legten.. Lois war beruehrt von der Schoenheit der Kirche.
Ein kurzer Besuch im Buddenbrooks-Haus, oder dem Haus der Grosseltern, Mengstrasse 4 und weiter an den Barlach-Figuren vorbei zum Guenter Grass-Haus. Lois war beeindruckt von ihm als Kuenstler. Er hat immer Komposition und Schrift zur Einheit verschmolzen. Mir sagen seine Graphiken und Skulpturen mehr als seine Buecher. Natuerlich brauchten wir eine Ruhepause bei Niederegger und den Einkauf von Marzipan, bevor uns ein Bus zum Flughafen brachte. Um 22.50 Uhr hob das Ryanair-Flugzeug ab, um uns nach Stansted in England zurueckzubringen. Wir waren 1.24 Uhr am 6. Oktober wieder zu Hause, wo uns John erwartete.

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Elise
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Liebe ear,
wie du hoffentlich weißt, lese ich deine Reisenotizen gern und bin immer dankbar, wenn du mich durch einen Bericht hier im Forum an deinem Erleben teilnehmen läßt. Du wählst einen faktenbetonten Stil, und für mich ist es so, dass ich dadurch Schritt für Schritt mitgehen kann zu den von dir aufgesuchten Orten und Erlebnispunkten, und selbst eine kleine Erfahrung davon machen kann, mich in Gedanken damit beschäftigen kann - auch wenn ich die Orte aus eigener Anschauung nicht kenne.
Leider kam ich nicht eher dazu, dir das zu schreiben.
Aber das sollte doch nicht so schlimm sein.
Mit vielen Grüßen,
Elise.

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ear²
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Deine freundlichen Zeilen zu meinem Reisebericht kamen unerwartet,ich danke dir sehr.
Ich weiss, dass Deutschland fuer euch das Normale und das euch im Alltagsleben Umgebende ist.
Doch fuer mich bedeutet es ein kurzes Wiedererleben der Heimat, die ich manchmal sehr vermisse.
Dass unsere Klassengemeinschaft (die Meisten verliessen mit der 10. Klasse das Gymnasium) nach vielen Jahrzehnten noch so fest ist, muss wohl als Ausnahme gelten Uns wurde deutlich, die Anzahl der Witwen steigt mit jedem Jahr. Ein Gedanke, der uns unser Alter bewusst machte, l. G. ear.

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Gretchen
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Heia ear,
war für mich gut, dass Elise zu dein Reisebericht geschrieben hat, so happ ich ihn auch noch mal angeguckt - und da fiel mir so richtig der Grabowski auf, von dem hatten wir ja schon gesprochen. Hab also kapiert, dass hier wohl die Wurzel deines Maulwurf-Gedichts liegen könnte. Stell mir gezz dauernd den Ingenieur Gunter bei der Maulwurftunnelkartografie vor (das Quartier da, bei Gunter in dem Ex-Forsthaus, stell ich mir sowieso schön vor, irgendwie gemütlich eben), das ist lustig. Dat Grabowski-Buch iss sonn’e Kindheitserinnerung von mir, hat meine Mam mir vorgelesen, deshalb ...
Forsthausgrün tannennadelig: Gretchen.

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Jolante
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31.10.2007, 19:44 / 3 x geändert
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Liebe ear,
deine Deutschlandreisen sind ja immer "Heimreisen" und so merkt man auch diesem Bericht deutlich an, dass er mit Herzblut und Detail-Verliebtheit geschrieben wurde. Neben der Freude über die Begegnung mit Verwandten oder alten Freunden spielt bei dir auch immer die Entdeckerfreude eine große Rolle. Kultur und Natur stehen gleichberechtigt nebeneinander. Der Maulwurf Grabowski und das von überreifen Pflaumen leicht betrunkene Reh sind ebenso erwähnenswert wie die Gemütlichkeit des Forsthauses, die Begegnung mit Kunst und Kultur oder das Treffen mit ehemaligen Schulfreundinnen. Mir gefiällt auch gut, dass du deiner Tochter Lois deine alte Heimat nahebringst, und dass du durch ihre "jungen" Augen das eine oder andere auch für dich neu entdeckst. Ja, sie sind immer originell, deine Reiseberichte, und sie regen mich an......, zumindest zu Reisen im Kopf, und diese sind oft die schönsten.
Reisefreudig aber nicht reisetauglich
grüßt Jolante

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ear²
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Ich gruesse dich, tannen-nadelliges forsthaus-gruenes Gretchen. Deine Kindheitserinnerung, das Buch. aus einem Antiquariat in Berlin, ist auf dem Wege zu mir. Ich freue mich auf die Bekanntschaft mit einem so bekannten, literarischen Grabowski.
Die Kartographie des Forsthaus-Grabowski-Tunnelbauers aendert sich Tag fuer Tag. Das Kraeftemessen von Mensch und Tier ist ein ergoetzliches Spiel. Da es weder vom Einen noch vom Anderen als ‘Krieg’ angesehen wird, besteht keine ernste Gefahr . Ein Segen , dass es Internet gibt, damit kann der Hausherr staendig neue Kartographien anfertigen.
Liebe reise-freudige, aber leider zur Zeit noch nicht wieder reise-taugliche Jolante, auch als ‘Armchair-Traveller’ kann man Neues erleben, mein Mann ist ein Beispiel dafuer.
Das betrunkene Reh machte uns etwas Sorgen, aber , als wir damals den Foerster anriefen, beruhigte er uns, das sei eine kurzfristige Sache und schade dem Reh nicht wirklich. Danach sahen wir nur noch die Komik dabei und genossen es, das Reh in etwas seltsamen Bewegungen zu beobachten. Es kam uns reichlich ‘menschlich’ vor. Und damit kam ich auf das Maulwurf-Gedicht, welches lost dann durch das mir noch nicht bekannte Wilhelm Busch-Gedicht ‘kommentierte’.
Ja, die Augen meiner Tochter brachten mir Vieles in neuem Licht.
Ich bedanke mich fuer eure netten Gedanken, l. G. ear.

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zuppanova
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Ein trunkenes Röh
wär ein feines Sssüschöh
für ein neues Gedicht -
oder nicht?
(bin grad noch kopfscheu von einem fußballspiel, wo der FCB gewonnen hat und ich weiß aber nicht, soll ich patriotisch frohlocken oder preußisch fluchen darob, denn zwei seelen wohnen, ach, in meiner brust ... deshalb fällt mein kommentar heut so kurzgereimt und halbert offtopic aus, verzeihung bittschön und liebe grüße rundum, zuppa im fußballfieber.)
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ear²
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01.11.2007, 08:53 / 1 x geändert
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Das Trunkene Reh
Aus dunklen Tannen kam ein Reh,
Das ich noch immer vor mir seh’.
Bedaechtig auf den ranken Beinen,
Sucht es den Baum sich, seinen Einen
An dem es findet, was voll Hoffen
Er spaeter dann entlaesst: besoffen.
Die uebersuessen , reifen Pflaumen
Zergehn genuesslich auf dem Gaumen
Ins Innere des Bauches gleitet’s
Und Wohlbefinden dort bereitet’s.
Das Reh schluerft emsig Pflaumenmus,
Es hebt den Kopf, als wie zum Gruss,
Es hebt die Vorderbeine an
Und rempelt gegen Buesche dann.
Die Augen leuchten heller nun,
Das Reh muss eine Weile ruhn.
Dann springt es auf, doch seine Beine,
Sie wanken, zickzack, von alleine
Doch wohlgesaettigt heim es kehrt,
Wo’s Menschenaugen bleibt verwehrt
Zu spaehen. Morgen kommt’ aufs Neue,
Ein junges Reh kennt keine Reue.
Einen speziellen Gruss an zuppa, haelt dein fussballfieber weiter an?? L.G.ear

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zuppanova
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kruzibamberl, das ging aber schnell, ear.
(in so einem tempo bring ich die fortsetzung meiner Porgy/Lotti-stories fei nicht hin ...)
"Wo’s Menschenaugen bleibt verwehrt
Zu lauschen."
diese stelle wär vllt. zu ändern, denn "augen" können ja nicht "lauschen".
mein vorschlag:
Wo’s Menschenaugen bleibt verwehrt
Zu spähen.
mit lg, die allerheiligenzuppa.
(ff klingt allmählich ab bzw. wird abgekühlt durch typische allerheiligen-familien-pflichten.)

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ear²
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01.11.2007, 16:23 / 1 x geändert
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Familienpflichten, nach der Verlobung meines Sohnes, auch bei mir. Prima, dein Vorschlag wird sofort eingesetzt. Dankend gruesst ear.

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