Gretchen
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Hei Erik,
habb mich mit deinem Text beschäftigt und sag dir paar Gedanken dazu, ja?!
Für mich nen schwierigen sperrigen Text, wirkt auf mich sehr befeilt, also durchgearbeitet, was ich prinzipiell auch wichtig finde und richtig und gut, hier aber noch am Überlegen bin, ob es nicht fast "überkonstruiert" ist (für mich).
Die Textmessage kann ich nur so assoziativ einkreisen: denke, es geht um so was wie Spannung zwischen einer Innenwelt (virtuell, im Kopf) und einer äußeren Realität: der Sprecher möchte einen Stein, um zu zerschlagen, was ihn trennt von der Welt da draußen. Er steckt irgendwo fest (in sich selber? in seinem grauen Graupelalltag?), wo kaum was gedeiht oder passiert, weiß aber, dass irgendwo üppiges Wachstum ist - Grün, Pflanzen, Sonne, eine andere Welt, aber von seinem momentanen Erleben abgetrennt, nur als Erinnerung, Vorstellung, Ein-bildung verfügbar. Das Sprecher-Ich möchte ausbrechen, hinein in die Wirklichkeit - in die Wärme? Den Titel bring ich nicht richtig mit dem Text zusammen.
Die Bilder sind ziemlich homogen, Wetterbeschreibungen, Stadt, Wachstum von Pflanzen, Erde, Dünger - herausgehoben iss dadurch die Stelle, wo ein "Knopf", eine "Tastatur" ins Spiel kommt. Als Stilmittel gebrauchst du auch Groß- und Kleinschreibung, abweichend von der üblichen Rechtschreibung - also, ich denk mal, es ist kein Zufall oder Schlamperei, dass manche Hauptwörter klein geschrieben sind - außerdem das Zusammenschreiben von Wörters, was sich zum Textende hin häuft: die letzten drei Zeilen sind komplett zusammengehängt. Mein Gretchenhirn vermochte abba nicht zu entschlüsseln, ob und wenn ja: welche Gesetzmäßigkeit hinter der veränderten GroßKleinSchreibung steckt, und iss mir auch nicht so richtig klar, was damit bewirkt werden soll. Das Zusammenschreiben, denk ich, zeigt sowat wie den steigenden Innendruck, die Beschleunigung des Frustprozesses, ist Hinsteuern auf die beinaheKlimax zum Schluss.
Mir iss so ergangen, dass der Text interessanter wurde, je öfter ich ihn las, zugänglicher auch. Anfangs hatt ich total Mühe, mich überhaupt einzulassen. War auch irritiert durch die langen Schachtelsätze, auch durch bestimmte Wiederholungen (bis es anfängt, kleben zu bleiben ..., bis er sich weiß und langsam ...), auch durch eine gewisse Adjektivlastigkeit.
Naja, keine Ahnung, ob du damit gezz viel anfangen kannst?
Auf jeden Fall mal
grüngeblümte SamstagsSonnenGrüße.
Gretchen.

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