Chronograph subkutan · Erik · ·


Konkrete Poesie · Forum für Literatur & Germanistik
 

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      Erik



Chronograph subkutan

   28.07.2007, 01:38 / 1 x geändert



Chronograph subkutan
(02.04.2007 ; 01:27 Uhr)


...Schlaglichter,
tickender Themenabend, unter Deck
Diashow...Der Star: Ein narbensüchtiges
Leben plus standartisiertem Wunsch nach Bluten...
Weit entfernt scheint das Klingenreiten, dabei ihre
Augen zwischendurch mindestens drei Promille weit
weg, weil ewig aus dem Reden Starren angesagt,
da Unvereinbarkeit klemmt zwischen
allen Lenzen, seit der
liebliche
Sc
h
n
itt
vor`m Schlafen
gehen fehlt und der alljährliche
Körperkampf voranjagt mit trockener Haut
und Haarverlust. Ist schon so lange her, oder nicht?
Besser doch warten, bis die Hunde von der Kette
gelassen und mal die Anderen füttern? Oder doch
wieder nur das lange Sterben üben, das man
in Kneipen - wie früher – weggeträumt,
bei vollstem Bewusstsein, Kippen
und `nem kleinen Schnaps...










Hi. Ich hab keine Ahnung, ob man sich hier irgendwie zuerst vorstellen muss. Aber es ist gerade noch Nacht, da seid ihr sicher gnädig.

Erik

 

      augustine



RE: Chronograph subkutan

   30.07.2007, 00:33



Hallo, Erik, du überraschst mit Neuem.
Drehpunkt: "der/liebliche/Sc/h/n/itt/vor'm Schlafen/gehen" - die Zeit gemessen hier von einer konkret abgebildeten Sanduhr. Was in der von ihr gemessenen Zeit abläuft, geht unter die Haut (subkutan).
"Themenabend" bringt mich auf die Fährte: Fernsehen, das auch oft schrecklich nah dran ist/zu sein vorgibt: hier scheint es jemand zu sein, der/die sich immer wieder schneidet, fast schon gewohnheitsmäßig und ohne im Suff recht zu merken, dass es schon wieder die Rasierklinge war || dann wird die Sanduhr umgedreht: Entzug, mal wieder, mit allen Symptomen, die sagen: doch lieber wieder schneiden, saufen, ein kleiner Schnaps ist ja nicht so schlimm ... Und so immer weiter ...
Das ist, was ich verstanden zu haben glaube.
Grüße von augustine

 

      Erik²



RE: Chronograph subkutan

   30.07.2007, 21:08 / 1 x geändert



Ein erster Blickwinkel...
Nun, Schnitte in Realität und eher "psychisch"...und natürlich Vergangenheiten, die einen nie wirklich verlassen können...da können noch so viele Jahre vergehen...Erinnerung ist immer...alles so lang her, aber wer ist schon Herr seines Hirns?...
Wie ähnlich sind sich Suff und Schnitte? Der Text klingt hoffentlich nicht wie so ne pubertäre Borderline-Romantik...dazu bin ich hoffentlich zu alt...
...faszinierendes Gefühl, wenn sich wer mit einem eigenen Text befasst, von dem man außer dem Nick nichts weiß...muss ich schon sagen...

Thx

Erik




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