| |
|
Online
|
gregor libkowsky
mmazzurro
|
|
ear
|
Am 17. Juli las ich einen kurzen Bericht vom Boersenblatt , betitelt: Wohin mit all den Buechern?
Im Jahre 2006 wurden 94.716 neue Buecher gedruckt, d.h. 260 neue Buecher pro Tag, inklusive der Sonn-und Feiertage.
Woher sollen die Leser kommen? Wer kauft all diese Neuerscheinungen?
Nur ein kleiner Teil davon wird eine Buchhandlung erreichen. Und selbst wenn ein Buch solche Huerde passiert hat, wer motiviert die Kunden zum Kauf des unbekannten Schriftstellers?
Kein Wunder, dass manches Buch im Internet angeboten wird fuer eine kleine Lesergruppe.
Autoren, die keine Buecher in Stock haben, lassen ihr Buch auf Bestellung hin kurzfristig und billig drucken.
Die meisten Neuerscheinungen wandern sofort zu ‘Bibliophile’ oder ‘Postscript’, welche sich auf Remittenden beschraenken und diese preisguenstig anbieten. Sie haben Websites und verschicken farbig produzierte Prospekte oder einfach Zeitungsaehnliches mit hoechst verlockenden Angeboten.
Bestsellers werden immer einen Absatz finden. Manches Buch ist im Internet nachdruckbar. Es gibt die Moeglichkeit , in Book Towns und Charity Shops Buecher preiswert zu erstehen: ich halte es fuer sinnlos, 260 neue Buecher pro Tag zu drucken, die keine Chance haben, ein Bestseller zu werden.
So sieht es hier aus. Ich konnte es nur von England her beschreiben,
Wie sieht es wirklich in Deutschland aus?

|  |
augustine
|
Hier weiß ich nicht, worauf du abzielst, ear. Deine Frage am Schluss ist leicht zu beantworten: Ja.
Was also sonst? Verlage sammeln Rechte, für... (was weiß ich); Autoren sind die Gelackmeierten, in der Regel.
Doch das kannst du kaum gemeint haben, denn das wirst du gleichfalls schon gewusst haben. Was also? Vermutungen über Ursachen und mutmaßliche Entwicklungen?
Eine zuvor sorgfältig recherchierte Satire wäre denkbar. Oder bloß eine über die Angebote reduzierter Bücher, die einem ins Haus kommen. Bei mir waren es heute immerhin alle 4, bei denen ich in der Tat beziehe, alle 4 auf einmal! Und ich bringe es nicht fertig, sie ungeöffnet in den Papierkorb zu werfen; ja: ein gewisses Suchtpotential. Dazu kommt zvab.
Und bei amazon kannste das Gekaufte gleich wieder verkaufen...
Na, bin gespannt, ob jemand 'ne Satire schreibt. augustine

|  |
lost
|
erschütternde Fakten.
darf mich wohl glücklich preisen, dass ich vollkommen frei von Suchtpotentialen in oben angesprochener Richtung bin (zvab usw.).
für mich ein rasch gezogenes Fazit:
schreibe auf literature-online, das ist auch nicht schlecht (-er als ein Buch zu veröffentlichen)!
satirisch erregt die Thematik mich kaum, muss ich gestehen ...
regards, lost.

|  |
ear²
|
Ciao, lost, ich hatte zwar nicht an Schleich-Werbung fuer die literature-online.de gedacht, aber dein Beitrag ist spritzig wie immer. Du hast es getroffen, wenn jemand schreiben will, so ist ihm diese Tuer geoeffnet.
Doch augustine, danke, ja ich wuerde gern mehr erfahren ueber die Ursachen und etwaige Tendenzen; welche Massnahmen getroffen werden koennten, wie sich Autoren verhalten und Aehnliches mehr, ear.

|  |
augustine
|
Weder kann ich das mal so eben, ear, noch finde ich, dass solcherlei Recherchen hierher passen, Recherchen, die du außerdem selbst unternehmen kannst.
Du könntest aber ja mal eine Satire versuchen, und die Zutaten wären: du kaufst ein Buch bei amazon, versuchst es möglichst spurenlos zu lesen, gehst evtl. noch damit zu einer Vor-Lesung und lässt es signieren (bringt ein paar Euros), bietest es an und machst deine Erfahrung und dann vielleicht noch eine und noch eine. Und dann schreibst du was darüber ...
Lg augustine

|  |
|
|