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Jolante
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09.07.2007, 22:34 / 2 x geändert
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wenn ich das gefühl habe
kein gefühl mehr zu haben
und mich dabei so leer fühle
dass ich ganz voll davon bin
wenn ich mir wünsche
mir nichts mehr zu wünschen
und mich am ende sehe
wo ich erst angefangen hab`
dann hilft mir nur
wenn niemand mir hilft

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augustine
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10.07.2007, 01:55 / 1 x geändert
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Liebe Jolante,
nach der pn ist mir noch eingefallen, dass ich ja nun wieder das getan habe, was du am (bisherigen) Schluss der 'Bekenntnisse' von überwiegend auch verschlafenen Seelen bedauerst: ich habe nichts zum Gedicht als Gedicht geschrieben.
Aber zumindest erklären kann ich das, glaube ich. Beide kurzen Gedichte leben ganz und gar von Gegensätzen, die du sehr prononciert neben- und eben gegeneinanderstellst. Das kannst du gut. Trotzdem habe ich das Gefühl: da ist so viel von dir drin, auch beim neuen Gedicht, soviel Privates, dass ich wieder jetzt Scheu habe, was 'auseinanderzunehmen'.
Das wenigstens sollst du lesen können, wenn du morgen früher oder später dem Schweinehund die Zähne gezeigt hast oder er dir.
Liebe Grüße von augustine

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Jolante²
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Ich danke dir für deinen einfühlsamen Kommentar, augustine.
In meinen Texten steckt natürlich Privates, wie sollte es nicht ! Es sind aber nicht ausschließlich meine eigenen Gefühle und Erfahrungen, sondern auch solche, die ich bei meinen Mitmenschen beobachte. Insofern können sie auch zur Identifikation einladen. Ob ich mit dem jeweiligen Text Gefühltes, Gedachtes, Phantasiertes oder Erlebtes wirklich verarbeiten kann, sei dahingestellt. Wir schreiben ja mehr oder weniger alle, um etwas von uns auszudrücken und über den Augenblick hinaus festzuhalten.
Wenn ich das Geschriebene hier einstelle, also öffentlich mache, dann entlasse ich es aus der Privatheit. Dann kann sich jeder, der das liest, auf seine Weise damit auseinandersetzen. Kritik ist ausdrücklich erwünscht !
LG Jolante

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rollerball
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Liebe Jolante,
du spielst da sehr schön mit Paradoxien, mich erinnert das fast schon an ein Koan aus dem Zen. Ich denke auch nicht, dass der Text zu privat sein könnte, denn wohl so mancher von uns hat schon zuweilen Ähnliches gefühlt, wenn auch nicht so trefflich auszudrücken gewusst - jedenfalls eine sehr berührende Botschaft, die unter die Haut geht ...
Herzliche Grüße von rollerball

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zuppanova
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serv.s Jolante,
mir scheint, dass das sprecher-ich hier schon sehr abgeklärt + reflektiert seinen zustand beschreibt, nämlich aus der distanziertheit des (wort)spielenden umgehenkönnens mit den eigenen gestimmtheiten und der selbstpointierung in gegensätzen heraus. die Souveränität des lyr.Ich zeigen mir auch die beiden letzten zeilen. die les ich nämlich so in der richtung: << mitleid ist die kleine schwester von scheisse, also bleibts mir vom leib, leut >> (zuppamässig ausgedrückt).
so denk ich nun, der text will die Leere nicht vermitteln in wildem aufschrei aus akuter betroffenheit und qual, sondern zeigt sie dem leser, indem er sie nachdenklich umkreist.
wo ich holpere beim lesen und hängen bleibe: bei zeile acht. habe überlegt, wie man hier umformulieren könnte, bin aber nicht weitergekommen, kann auch nicht richtig fassen, was genau mich denn irritiert an dieser zeile (wenig hilfreich, ohmei ... ). vllt dieses "wo" ... ? ich weiss es nicht.
viele lg, zuppa.

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ear
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Liebe Jolante, erst spaet komme ich dazu:
rollerballs und zuppas Beitraege moechte ich voll unterstuetzen. Auffallend ist der dreimalige Gebrauch des Bedingungssatzes mit 'wenn'. Anfang und Ende sind Conditionalsaetze fuer die vorletzte Zeile, deshalb ist es dem Lyr.Ich moeglich,Distanz zu bewahren. Ich wuerde nichts an der 8. Zeile veraendern.
L.G.ear.

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