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lost
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einTitel und sieben Pakete. hermetisch ist es nicht.
Beschreibung einer eher nicht erbaulichen Befindlichkeit ('Psyche').
recht gefallen will es mir nicht. der Titel steht beziehungslos
oben, 'aufgerissen' wird versprochen - und löst sich nirgendwo
ein. eher 'abgerutscht' oder 'kompliziert' oder 'ratlos' oder 'einsam'.
die ersten drei Pakete sind redundant: was gesagt werden muss,
um die Befindlichkeit, die gemeint ist, zu beschreiben, steht in
Paket 4, 5, 6, 7, das andere ist überflüssiger Vorspann: ein
Kokettieren des lyr. Ich mit seinem Zustand.
das "waage recht" liegen im Bett gar hat einen tückischen
Beigeschmack unfreiwilliger Komik.
wenn ich es hin und her bedenke: mir genügten die
Pakete 4, 6 und 7 (6 ein wenig umgemodelt, dem Metrum,
dem Fluss zuliebe) - der Rest ist mir zu sehr zurechtgedrechselt.
best regards, lost.

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Schreibtisch²
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02.07.2007, 13:55 / 1 x geändert
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redundant...hm...für mich ist es der immer wieder neue Versuch...
noch ein Anlauf und noch einer, Versuch einer Bekräftigung und Bestätigung,
Frage und Selbstvergewisserung,
vielleicht ein Umkreisen von diesem "ich will" (...fallen...) - solange bis... bis es "reicht"...und noch reicht es nicht,
niemals und nicht und heute nicht reicht es...
musste auch an Cioran denken, mit einem Grinsen auf dem Gesicht, einem Katzengrinsen: "Sich im Kreise drehen: Sich vertiefen. "-
herzlich, der Schreibtisch

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lost
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Katzengrinsen ... hm ... ob das ausreicht, um den Text gelenkiger zu machen ... und da du Cioran erwähnst:
war er nicht ein Meister der Sentenz, scharf und aphoristisch knapp vom Alltagsleiden ins Metaphysische stoßend, schlackenlos punktgenau in seiner Sprachpoesie? war er nicht virtuos verkürzt in seinem depressiven Zorn, ein Meister des stechenden Schreies? dabei exzessiv selbstkritisch, die eigene Sprache schonungslos in Frage stellend? und hatte er nicht einen ausgeprägten Sinn für jene prekäre Schnittstelle, an welcher das heiligernste Geschäft der Lebensführungsvertiefung ins heillos Lächerliche umschlägt? nicht jedermensch, der um sich selbst kreist, ist gleich auch ein Cioran im Ausdruck ... nicht jedes Selbstsichumkreise(l)n vertieft ... nun, das weißt du sicher besser als ich ...
regards. lost in a flurry of speculations.

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Schreibtisch²
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03.07.2007, 11:15 / 1 x geändert
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ja, gut getroffen. Mir fehlt allerdings noch das Selbstmitleid und die Selbstvergessenheit im Schmerzwühlen. Er selbst schrieb nach eigenem Bekunden nur dann, wenn es ihm nicht gut ging...wusstest Du das? Er schrieb, um das "Böse" auszudrücken und somit loszuwerden. Wenn er glücklich war - und das gab es durchaus! - konnte/wollte/musste er nicht schreiben.
Ich muss "aufgerissen" nicht schmieren, damit es gelenkiger wird...das ist nicht mein Ziel...Yoga reicht mir für meine Gelenkigkeit. Ich versteh schon, was Du mir sagen willst,
aber...will auch gar kein "Cioran im Ausdruck" sein...passt nicht zu mir...
kreisen/kreiseln: MIA: "Ich bin ein Kreisel und ich muss mich drehen, beweg dich selbst und du wirst mich verstehen..." feine deutsche Popmusik - jetzt hör ich aber auf mit den Zitaten...
habs gut-

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Schreibtisch²
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04.07.2007, 22:31 / 1 x geändert
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- nein, nein, nein, lost,
Ausdruck, ja klar, will ich und will und immernoch will, aber doch nicht in dem Sinne von, dass ich jetzt auch so wie der Rumäne - ne, ne, ne, gelenkig passt nicht zu "aufgerissen"- so ist es gemeint. Ehrlich gesagt hatte ich tatsächlich versucht, Deine Änderungsvorschläge umzusetzen, aber es blieb nur trockenesZeugs übrig...das ging gar nicht...vielleicht ist es einfach kein besonders geschmeidiges Gedicht, hm-hm-hm...
(bezieht sich auf Deine Worte im wohlgesonneFaden)
(ach, übrigens, dass Du mit dem Titel nichts anzufangen weißt, mag ich gar nicht glauben)

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lost
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wenn ich nun so sagte:
"mag aufgerissen nicht
optimal gelenkig sein,
so ist es doch immerhin
schreibtischauthentisch" -
wäre das nicht ein akzeptables Wort,
um die Diskussion zufriedenstellend
zu beenden?
making every endeavor: lost.

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