Sexistischer Aphorismus · Gretchen · ·


Aphorismen · Forum für Literatur & Germanistik
 

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      Gretchen



Sexistischer Aphorismus

   24.05.2007, 00:27



Sexistischer Aphorismus ohne Anspruch

Die meisten Männer
haben ihre Achillesferse
zwischen den Beinen.

 

      Marcel Frank



RE: Sexistischer Aphorismus

   24.05.2007, 01:40



Wenn schon einfach, warum nicht verspielter:

Zwischen den meisten
Beinen der Männer
[f|v]ersen die Achillesse.

o.ä.

(ich guck' mir my comment gerade an und will's löschen, ich habe nicht nachgedacht ...)

Was wollte er eigentlich ? Nein, nicht einen dummen Alternatiworschlag machen, sondern darauf hinweisen, dass sich v.a. bei Kurztexten die Aufmerksamkeit von der "Aussage" umpolen ließe auf den "Träger" (Wörters). Wie auch immer. Damit ist nix gewonnen, auch nix verloren, ein solcher Kommentar um diese Uhrzeit folchlich obsolet.

 

      augustine



RE: Sexistischer Aphorismus

   24.05.2007, 15:58



Da möchte ich Ihm doch sagen, dass Gretchens kleiner Text zu zuppas Fundstück VIEL Besser ist als Sein Gegenvorschlag, den Er (un?-)freundlicherweise hat stehen lassen, damit z.B. ich jetzt sagen kann: "Achillesse" ist nichts als fürchterlich, da es ja nur einen gegeben hat, und so ist der Kommentar in der Tat obsolet. Ich weiß ja, Er mag "Aussagen" nicht und ist "wörters"-verliebt - nur wörters allein transportieren leicht UN-Sinn (und Schlimmeres auch). augustine

 

      Marcel Frank



RE: Sexistischer Aphorismus

   24.05.2007, 19:27



"'Achillesse' ist nichts als fürchterlich, da es ja nur einen gegeben hat": Ich sehe nicht, dass der alternative Dreizeiler behauptet, es habe mehrere gegeben: Die augustines in diesem Forum dürften das anders sehen. Verteidigen will er es aber ebf. nicht. Dennoch:

Den Gefallen der Selbstausradierung leistet er aus Gleichgewichtsgründen nicht. Er will wissen, warum ein normaler Satz nicht nur Aphorismus, sondern zugleich ein Gedicht sein soll ("Verspausen benötigt"). Den Begriff "Achillesferse" kennen (kennt ?) Hinz und Kunz.

Die Verbindung von Achilles(ferse) und Johannes(se) wäre zumindest eine/die clevere aphoristische Beobachtung. Er wünschte sie sich etwas "breiter im Bild". Er las gerade "ein paar Lichtenberg-Aphorismen" und hat versucht, sie "kalkülmäßig" (das ist fürchterlich !) auf einen Nenner zu bringen:

- semantische Kontrastierung oder Verschiebung
- enttäuschte Erwartung
- Widerspruch
- Groteske
- Hyperbel

Was stört:

1. (zu) kurz (Aphorismen sollen nur kurz sein)
2. Versform
3. Was ist mit denen, die nicht zu den meisten gehören ? (Haben sie ihre am After ?)

Nachtrag: Er selbst kann es nicht besser. Aus einem parallel laufenden Thread ergab sich ihm z.B. folgendes: "Über Werturteile: Geschniedelte Begründungen erhöhen ihre Steifigkeit."

 

      Gretchen²



RE: Sexistischer Aphorismus

   26.05.2007, 11:28



Ohmanno, meine soaps(!) sind zu lang(!) und mein Affochissmuz(!) zu kurz(!), ich bin eine tragische Figur.

Aber, im Ernst, ich find:
er hat recht, wo er recht hat (dat Marzell).
1.) sticht, und 2.) auch, ich seh ein:
mein Achillesferschen iss zu kurz und zu klein
und plustert sich per Vers(erweise) auf, um fülliger zu wirken.
3.) find ich ja strittig: warum denn nicht bisschen Spannung erzeugen
und die Möglichkeit offen lassen, es gäbe welche (nicht-meiste), die
ihre Achillesferse(n) woanders (muss ja nicht gleich im Analbereich sein)
oder womöglich gar keine (mehr) - hätten.
Das regt doch den Leser zum Denken an, oder? Hat ja bei ihm auch funktioniert, irgendwie.
Andererseits, der Hyperbel zuliebe sollte man abba dann doch freistossmässig voll durchziehn.

Obsolet find ich nix - oder alles hier. Ein schlechtes Beispiel zu haben plus
ein Kommentar dazu, der begründet, warum das Beispiel kein gutes ist,
das ist doch was, oder?
Und das kann man lerntransfermäßig (aua) auch weiterverwenden.

Transferierversuch mal:

Im Schritt phallozentrisch achillesgeferst penetriert Mann sich so durch die Welt.
(kommt immer noch ziemlich kurz ... vielleicht war aber auch die aphoristische Beobachtung einfach nicht clever genug ... )


. . . . . . . . . . . Durch und durch metaphysisch karogeverst
. . . . . . . . . . . grüßt geschmackvoll, doch ungeschniedelt: das Gretchen.

. . . . . . . . . . . . . -> zum Nachtmahl (klick!)

 

      Gretchen²



RE: Sexistischer Aphorismus

   28.05.2007, 20:48



Hey!

Hab vergessen, den Nachtrag zu würdigen.

Siehe! Er kann es! Selber und besser!
Gut genug allemal!
Wie die gesteift verschniedelten Werturteile
zeigen!


Gretchen grüßt, pistenwärts strebend ...

... ... ... -> zum armen Wort (klixen!)

 

      wohlgesonne



RE: Sexistischer Aphorismus

   03.07.2007, 05:24



Tausend Euro ins Phrasenschwein.

 

      Gretchen²



RE: Sexistischer Aphorismus

   03.07.2007, 07:02



Hei danke für die 1000 Fetzen. Immer willkommen hier.
Weiter so.

Greetz G.

 

      lost



RE: Sexistischer Aphorismus

   03.07.2007, 10:14



wie wäre es so:



Kulturanthropologie

Im Schritt phallozentrisch achillesgeferst penetriert Mann sich so durch die Welt.




(kleiner Vorspann/Titel, um Lesererwartungen in die falsche Richtung zu biegen.)

 

      wohlgesonne



RE: Sexistischer Aphorismus

   09.09.2007, 06:38 / 3 x geändert



Alle Frauen
haben ihre 'Achillesferse'
zwischen den Beinen.

And I love it!

More than any burger or

Apfeltasche.

 

      W. Strapinski



Sexistischer Aphorismus

   03.12.2011, 19:44



die achillesferse des mannes ist eine ewig klaffende wunde
- der frau.
(die ist auch mit keinem feigen-blatt vor'm mund zu verdecken!)

 

      Jochen18



Sexistischer Aphorismus

   04.12.2011, 19:30



Die Verletzbarkeit des Mannes Achillesferse zu nennen, geht ganz in Ordnung.
Die Verletzbarkeit der Frau Achillesferse zu nennen, geht genauso in Ordnung.

 

      Gretchen²



Strapinski, wo sinssi?

   08.01.2012, 16:13



Ist es nicht häufig und/oder ganz generell so, dass des einen Menschen Achillesverse(n)
Schritt für Schritt oder auch schneller zu eines anderen Menschen Wunde werden/wird?
Da hat Kellers Schneider seinen Finger also nicht unklug gelegt.
Findet
. . . . . . . Gretchen

. . . . . . . . . . . . . . . . . . -> Worte




Das Feige(n)blatt vorm Mund, das ist gut, ha!

 

      Jochen18



Strapinski, wo sinssi?

   08.01.2012, 18:01 / 1 x geändert



Ach, gretchen. Selbst geniale Menschen wie Sie machen - wir wissen es - Fehler wie:

Die meisten Männer
haben ihre Achillesferse
zwischen den Beinen.

Eine einzige Gedichtzeile von Ihnen wie:

Sonnenzuckerkringelsüß sind meiner Kindheit grüne Frühlingshälmchen

gleicht das alles wieder aus.

P.S.: Wer ist denn eigentlich dieser Strapinski?

 

      Gretchen²



Bin überhaupt nicht genial.

   08.01.2012, 18:42



Bin, wie User Bananenfisch andernorts so schön schreibt, ein Stückchen Katzendreck in einer auf einem grauen Bord liegenden Tüte mit massig ungesundem, faul, fett und herzkrank machendem Zeugs drin; da greift man wahllos zu und zuckt zurück - es sei denn, man hätte (unmöglich ist ja gar nichts!) DOCH einen pur güldengriebigen 18-Karat-Klunker erwischt, der einen nach Einverleibung direkt ins Krankenhaus und/oder ins Grab befördern wird ... nuja, das ist aber jetzt eine andere Geschichte, führt uns viel zu weit weg von den Achillesversen, die einem stumpfsumpfigen, anspruchslosen Katzengrätchen wie mir gar wohl anstehen.


. . . . . . . Gretchengrüße

. . . . . . . . . . . . . . . . . . -> Das Glühen (klick)


Strapinski? Wer das ist? Na, der Wenzel doch: http://home.arcor.de/fros/pr/deutsch/de.html
(Womöglich war dieser Strapinski sogar ein Ahnherr vom Felix Krull ...)

 

      Jochen18



Bin überhaupt nicht genial.

   08.01.2012, 21:45 / 2 x geändert



Ja, ja.

Und sonst? Alles im rotem Bereich?

Aus der Hüfte:

Pilze

Es sind nicht die Hüte auf ihren Köpfen,
sind nicht einmal die Köpfe,
die dafür sorgen, dass es meinem
Gemüsehändler gut geht.

Es ist das Wurzelwerk, das
keines ist, ist das Leben
unter der Oberfläche,
das dafür sorgt,
dass es meinem Gemüsehändler
gut geht.

Und allen anderen Händlern auch.

P.S.: Sie schreiben: (Womöglich war dieser Strapinski sogar ein Ahnherr vom Felix Krull ...).
Mag sein.
Was er eindeutig nicht ist: Ein Enkel von Th. Mann.

 

      alesan



Sexistischer Aphorismus

   13.01.2012, 17:58



So wir, die Männer unsere Schwächen haben.
Die Frauen, wo wären, ihre leiblich festzuhalten
einzufangen, um sie danach an den Lyrkpranger zu stellen.

 

      Gretchen²



Ichweißnicht. Wassollesbedeuten?

   13.01.2012, 18:53 / 1 x geändert



alesan:
>> So wir, die Männer unsere Schwächen haben.
Die Frauen, wo wären, ihre leiblich festzuhalten
einzufangen, um sie danach an den Lyrkpranger zu stellen.
<<


Was will er mir mit diesen Zeichen, mit dieser mysteriösen
Wörterklitterung wohl sagen, der Herr alesan?
Ja, wer‘s verstünde, wäre besser dran ...


. . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . . . -> Alles ist eitel (klick!)

 

      alesan



Ichweißnicht. Wassollesbedeuten?

   13.01.2012, 19:20 / 1 x geändert



Es muss ja eine Spiegelung zum Thema auf die Schwächen der Frau geben. Dieses Zwischending der Männer, an den kann man einen Lyrikfaden hängen. Nur Frauen selbst können über ihre Schwächen reden, weil sie davon wissen. Ich mag die Häme nicht.

 

      Gretchen²



Verständnishalber nachgehakt:

   13.01.2012, 20:51



>> Ich mag die Häme nicht. <<

An wen genau richtet sich diese Bemerkung?


. . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . . . -> zum LYRIKauTomaten (klick!)

 

      alesan



Verständnishalber nachgehakt:

   14.01.2012, 09:11



Zum Kommentar: Zum Inhalt des Textes.

 

      Gretchen²



Verständnishalber nachgehakt:

   14.01.2012, 12:18 / 1 x geändert



>> Zum Kommentar: Zum Inhalt des Textes. <<

Hm? Wie? Ich verstehe nicht, was Du meinst.
Der Kommentar ist Häme?
Welcher Kommentar? Wessen Kommentar? Meiner?
Der Inhalt des Textes ist Häme?
Dieser Aphorismus ist Häme?
Was?
Hilfe ...

Nein, schade, ich verstehe noch immer nicht, wo genau denn nun die "Häme" steckt, die Du nicht magst.


. . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . . . -> de pressione vitae (klick!)

 

      alesan



Verständnishalber nachgehakt:

   14.01.2012, 13:11



Zum Kommentar: ganz oben, Ihr Gedicht.

 

      Gretchen²



Verständnishalber nachgehakt:

   14.01.2012, 14:46



Aha. Gut. Also, nun meine ich immerhin verstanden zu haben, dass alesan in Gretchens Aphorismus eine Häme wahrnimmt, die ihm nicht gefällt. - Das wäre ja ein erstes Ergebnis.

Zur monierten "Häme": Dieser mein Text da oben will ja kein Gedicht, sondern ein Aphorismus sein. Da ist eine gewisse rhetorische Überspitzung, die wohl auf alesan hämisch wirkt, nachgerade Pflicht, denn:

Was ist eigentlich ein Aphorismus? => http://www.literature-online.de/thema1925.htm


. . . . . . . . . . . Grete Karo

. . . . . . . . . . . . . -> zur Spülbürste (klick!)

 

      Elise



Verständnishalber nachgehakt:

   14.01.2012, 15:04



@alesan

Bitte schau in Deinen Posteingang.
Du hast eine Nachricht von mir.

Elise

 

      W. Strapinski



Verständnishalber nachgehakt:

   14.01.2012, 16:24



Joch 18
P.S.: Sie schreiben: (Womöglich war dieser Strapinski sogar ein Ahnherr vom Felix Krull ...).
Mag sein.
Was er eindeutig nicht ist: Ein Enkel von Th. Mann.


Werter Herr Rat, wo ihr Recht habt, habt ihr Recht.
Ich bin eher der Neffe eines Bastards des armen Heinrichs!

Mögen Sie (sich) auch im vierten Glied das Buddenbrooksische bewahren.




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