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augustine
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Vom verlorenen Sohn (Lukas 15):
11Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie. 13Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort abrachte er sein Erbteil durch mit Prassen. 14Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land, und er fing an zu darben 15und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. 16Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm. b 17Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! 18Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. c 19Ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! 20Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küßte ihn. 21Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße. 22Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße 23und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; laßt uns essen und fröhlich sein! 24Denn dieser dmein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
a: Spr 29,3 b: Spr 23,21 c: Ps 51,6; Jer 3,12-13 d: Eph 2,5
25Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen 26und rief zu sich einen der Knechte, und fragte, was das wäre. 27Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat. 28aDa wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. 29Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre. 30Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verpraßt hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. 31Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. 32Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.
Sicher einer der bekanntesten Bibeltexte, auch einer, der vielfach literarisch verarbeitet worden ist.
Predigten über diesen Text seit der Reformation zeigen, dass tatsächlich jede der hier vorkommenden Personen irgendwann von irgendeinem Prediger für die zentrale gehalten wurde.
Auch dies als eine Schreibidee. augustine

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Schreibtisch
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Wie ist das genau gemeint mit der Schreibidee, augustine?
Dass zwischen zwei Versen Text eingetragen wird? Oder auch in die Verse hinein? Oder was noch?
fragt der Schreibtisch
fern der Heimat
(wenn ich wieder an meinem eigenen Schreibtisch sitze, möchte ich mich gerne zu den Lesarten der letzen Tage äußern, das kann ich von hier aus nicht, aber wohlwollend-weidwunde Grüße sende ich an Euch alle hier...ist jetzt hier wohl nicht der richtige Ort, dies zu schreiben, tu es, weil ich nicht hier was schreiben kann ohne das andere mitzudenken, mitzufühlen.)

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Schreibtisch
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....ich hab das hier noch einmal hervor geholt...
vielleicht den Text mal Vers für Vers mit Leerzeilen dazwischen setzen? Dann liest er sich einfacher.
Und möchtest du, augustine, noch mal was sagen zu der Schreibidee hier?
Das würde mich freuen.
Schreibtisch grüßt und freut sich offtopoic über dein Wiederhiersein

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augustine²
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Danke, Sabine, für das Wiederhervorholen vom Verlorener-Sohn-Text und für die Begrüßung!
Nein, reinschreiben war nicht gemeint. Sondern etwa so: sich jede der Personen vorstellen, jede allein für sich und im Verhältnis zu den anderen; überlegen, ob man die Begründungen für das jeweilige Verhalten einleuchtend findet, es ändern möchte oder erweitern; überlegen, wer denn 'Recht' hat oder ob überhaupt einer; in eine andere Zeit transponieren vielleicht; André Gide hat einen dritten Bruder erfunden ... Insgesamt: nicht etwa in anderen Worten das Gleichnis nacherzählen.
Dass du schon früher nach meiner Schreibvorstellung hierzu gefragt hast, hatte ich nicht vergessen.
Ich kann auch sagen: es 'geht': Erfahrung aus einem Schreibkreis. Es war sogar verblüffend, wie viele unterschiedliche und jeweils gut begründete Versionen geschrieben und bei einer Veranstaltung auch vorgelesen wurden.
Doch, ich fänd's sehr schön, wenn dies hier mal Schreibanlass würde. Es ist schon was da, darum die Hürde fürs Schreiben nicht so hoch. Andererseits ist das Thema natürlich anspruchsvoll und ganz was anderes als so mal eine schnell abgesonderte sinnfreie Wortreihe oder ein Plagiat.
Liebe Grüße! Und ich bin gespannt! augustine

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