Monolog über ein bekanntes Thema · arisia · ·


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        arisia
        (Gast)

Monolog über ein bekanntes Thema

   17.05.2007, 16:58 / 1 x geändert



Des Dramas einer Teil, irgendwo im zweiten Akt

eine verhüllte Gestalt betritt die Bühne, gebeugt gehend bis fast zum Rand,
langsames sich Aufrichten, tiefes Einatmen -
hallendes Sprechen


Monolog über ein bekanntes Thema

Wer hoch sich zu der Sonne Glanz gesellt,
der fällt oft tiefer, härter in die Nacht.
Der eig'nen Hoffart schutzlos preisgegeben,
das ist kein Spaß, das ist nicht nett, vielleicht
wird nochmal nachgedacht, was es bewirkt,
das wilde Feuerspeien, der rüde Tadel,
der harrsche Ton. -
Bewirkt's nicht Einsamkeit?

Bewirkt's nicht, daß das eigne Herz erstarrt,
in dunkler Kälte Furcht erwacht, uns greift,
uns drückt und uns den Atem nimmt, den Alb
in uns're Träume bringt und uns erschreckt,
so daß wir schlaflos, traumlos, ohn' Erholung
die Nacht verwünschen, vor dem Tag uns graut?
War das gewollt? -
War das der Mühe Ziel?

seufzendes Ausatmen, Gestalt versinkt in sich selbst,
gebeugter Abgang

 

      Ismael Samanth



Monolog über ein bekanntes Thema

   14.02.2010, 05:46



Meines Erachtens ist es das Wesen des Dramas, dass das Böse über das Gute siegt. Dies dient zur Läuterung der Zuseher. Heute gibt es angeblich keine echten Dramen mehr, ich weiß nicht, aber ich glaube, die Welt ist einfach zu überhäuft mit Katastrophen um das was eigentlich das menschliche Drama ausmacht noch erkennen zu können.

Jeder Mensch der ein Drama schon erlebt hat, weiß, dass es einen verändret. Und wenn man aus der subtilen Abhängigkeit der Geschichte herausgetreten ist, geläutert ist, von falschen Vorstellungen und Ideologien, von allem was während des Dramas die Handlung war.
Wenn das Drama endet, siegt zwar das Böse im Stück, aber der Mensch erhält durch die Kunst die Möglichkeit sich selbst zu ändern und auf einem ungeahnten neuen Level der Erkenntnis über die Gnade Gottes dass er das Drama enden lies und es vorbei ist von forne anzufangen und sein Leben neu zu orientieren.

Das Böse das siegt muss vergehen mt dem letzen Ende der Seite, die Hoffnungslosigkeit der Figuten im Drama ist verflogen, man sieht die Welt mit neuen Augen, man erlebt die darauffolgenden Tage bewusster und kann sich sammeln und - nicht vergessen - sondern verarbeiten, was da passiert ist.
Das ist einer der Gründe, warum ich meine Dramen aufgeschrieben habe.
Ich will nichts leugnen, nicht lügen, ich WAR so im Moment als ich das schrieb. Aber das Stücke - bis auf eines was noch in der Vorstellungsrunde im Foyer ist, sind zu Ende und wie dieses Drama ausgeht weiß ich nicht, ich stecke noch in einer Phase des Experimentierens in den Lösungsmöglichkeiten, aber es wird ein Drama werden, denn für das Schreiben eineer Bibel einer neuen WEltreligion - da bräuchte es mehr als nur einen Mann - das weiß ich und darum wird diese Dramenszenenfolge auch wieder NUR ein Drama werden oder als Notiz unbeachtet irgendwo im Forum verschwinden. Und das ist gut so, wenn es so ist.




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