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arisia (Gast)
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13.05.2007, 21:13 / 1 x geändert
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Nur ein grüner Stein
Ich habe einen grünen Stein gefunden
Auf meinen Wegen durch die Welt,
Noch ungeschliffen, ohne Fassung,
Ich glaubte, daß er dir gefällt.
Ich schrieb dir: "Komm, und schau mit mir hinein,
Laß dich aufs Spiel der Sonnenstrahlen ein,
Die Feuerfunken in den Tiefen wecken,
Laß dich aufs Spiel der Sonnenstrahlen ein!"
Das schrieb ich dir - und blieb allein.
Ich habe einen grünen Stein gefunden
Auf meinen Wegen durch die Welt,
Mein Herz sprang auf vor seinem Lichte,
Ich glaubte, daß er dir gefällt.
Ich schrieb dir: "Komm, und laß dich mit mir ein,
Laß uns zusammen hüten diesen Stein,
Der Feuerfunken auch im Mondlicht birgt,
Laß uns zusammen hüten diesen Stein!"
Das schrieb ich dir - und blieb allein.
Ich habe einen grünen Stein gefunden
Auf meinen Wegen durch die Welt,
Ich trag' ihn offen auf den Händen,
Ich glaubte, daß er dir gefällt.
Ich schrieb dir: "Komm und laß mich nicht allein,
Und laß uns Freundschaft schließen mit dem Stein,
Einem Geschenk des Himmels und der Erde,
Und laß uns Freundschaft schließen mit dem Stein."
Das schrieb ich dir, du bliebst daheim.
Ich habe einen grünen Stein gefunden,
Ich glaubte, daß er dir gefällt,
Ich nehm' ihn mit in meinem Sehnen
Auf meinen Wegen durch die Welt.
zum Teil angeregt vom "grünen Stein" in Alexis Sorbas
wieder in Erinnerung gerufen vom “grünen Mann”

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ear
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15.05.2007, 09:18 / 1 x geändert
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Ein gruener Stein.- Es koennte ein ungwoehnlicher Amethyst sein , wie der Paseolit, oder nur ein gewoehnlicher gruener Stein, welche durch seine Form und Faerbung dem LI ungewoehnlich erscheint.
Fuer das LI entwickelt dieser Stein magische Kraefte , die eingesetzt werden, um geliebte Menschen enger zu binden. Doch weder Sonnen- noch Mondstrahlen koennen erreichen, dass sich die Geliebten durch magische Kraefte des Steines einfangen lassen. Das LI verlaesst sich auf einen Stein, statt auf die Menschen selbst zuzugehen und sich ihnen uneingeschraenkt zu oeffnen. So bleibt die Suche erfolglos und das LI wird weiterhin mit dem Stein durch die Welt ziehen muessen.

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Jolante
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16.05.2007, 12:12 / 3 x geändert
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arisia, du schreibst, dass dich der Grüne Stein in Alexis Sorbas u.a. zu diesem Gedicht angeregt hat. Leider kenne ich bisher -obwohl legendär- weder Buch noch Film, so dass es mir für die Kommentierung vielleicht an Hintergrundwissen fehlt. Ich will es auf meine Weise trotzdem versuchen, denn grüne Steine ziehen mich magisch an. (Das gilt auch für grüne Augen, Juwelenaugen, mit der intensiven Leuchtkraft von Chromturmalinen).
Da versucht ein lyrisches Ich auf seiner Lebensreise vergeblich, ein DU für das Außergewöhnliche zu gewinnen, ihm Magie begreiflich zu machen, mit ihm gemeinsam das Ursprüngliche, geheimnisvoll Funkelnde zu genießen, das sich oft hinter den Dingen verbirgt und entdeckt werden will. Das lyr.Ich wird nicht erhört, es bleibt allein mit seinem Sehnen, seiner Illusion von erfüllter Zweisamkeit. Der grüne Stein begleitet es "auf seinen Wegen durch die Welt" als ein Symbol für inneren Reichtum, der nicht materiell erworben werden kann. Diese Gedanken hast du in eine gelungene Form gebracht, die mir durch ihre Eindringlichkeit und Einfachheit gefällt.
Etwas sensibilisiert durch Marcel Franks "Efilieren" könnte ich mir vorstellen, dass dein Gedicht durch Weglassen der Strophen 5 u. 6, die im Grunde keine neuen Aspekte enthalten, an Dichte noch gewinnen könnte.
Liebe Grüße
Jolante

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