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Gerd
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Abenddämmerung
von glitzernden Eisblumen
nichts ist geblieben

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arisia (Gast)
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28.08.2006, 18:49 / 1 x geändert
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hi, Gerd,
ich hab mich mal drangemacht dieses Haiku, (wenn es denn eines ist, ich kann mit der Überschrift "kanáshii" nichts anfangen, sieht mir aber sehr nach Haiku aus), aufzudröseln.
Übergänge finden statt, einmal von Tag zum Abend
zum anderen vom Winter hin zum Frühjahr
| Zitat: |
von glitzernden Eisblumen
nichts ist geblieben
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ein Gegensatzpaar, vom Hellen zum Dunklen zuerst,
dann vom dunklen zum Hellen, das dann aber ins Nichts läuft.
ich denke es mir so:
Abend <=> Herbst <=> Lebensabend
Ein LI, das im Herbst seines Lebens steht, jahreszeitlich aber noch mal einem Frühjahr entgegengeht und feststellt, daß die Schönheit (Eisblumen = regelmäßige Kristalle, Sinnbild für Harmonie und Schönheit) des Lebens vergangen ist, keine Struktur mehr (Eisblumen), bis hin zur vollständigen Auflösung im Tod (nichts ist geblieben).
Eine andere Lösung wäre:
Eine Beziehung geht ihrem Ende entgegen, das LI geht zwar in ein neues Leben (ins Frühjahr), aber von der gewesenen Schönheit und Harmonie der Gefühle ist nichts mehr geblieben, kann auch nicht mehr an-oder nachgeschaut werden, kein Bild mehr, selbst die Eisblumen sind weg.
Formal stimmig, gefällt mir gut, hat mich ein Weile hineinziehen können in die weite Welt der Assoziationen. :)
liebe Grüße
arisia
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Gerd²
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Hallo arisia,
lieben Dank Dir, für das noch einmal Ausgraben und Beschäftigen mit dem kleinen Stückchen.
Es geht primär um eine beendete Beziehung. Trauer an der Schwelle. Sekundär spielt das Motiv des Todes mit, des gleichen der Schönheit und Harmonie. Der rhythmische Ansatz ist schon ein Stück weit erschlossen.
Liebe Grüße
Gerd

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