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rollerball
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Da lässt man sich gern mitreißen von diesem Wind, der einen so sanft und leicht auf eine Reise durch eine idyllische Welt voll sinnlicher Genüsse entführt. Beschwiingt und perlend fließen die Worte, dass es eine reine Freude ist - da kommen Frühlingsgefühle auf!

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Jolante
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Ja, dieser fröhliche Junker namens Sonnenwind treibt auch mir die Frühjahrsmüdigkeit aus den Knochen und beflügelt meinen Alltag. Dem Gehalt des Gedichts kann ich nur freudig zustimmen und seine Gestalt ist "So nett".
Nicht mehr und nicht weniger
sagt Jolante

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zuppanova
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"Der Sonnenwind ist der Sternwind der Sonne" -
hab ich gelesen, und dann ward es gleich komplizierter -
zum glück aber nicht hier im text, hier bleibts leicht und gleitend.
der sonnenwind ist eine sanfte trägerwelle, von der ich mich
jetzo erquicklich in den schlaf werde tragen lassen: in hoffnung
auf neu geborene lebenskräfte - morgen früh.
lg, die zuppa (von des tages müh und last grad so abgeschürft,
dass sie weiter nicht tief schürfen kann). gute nacht.

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Gretchen
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Hei, arisia, hab mal versucht, ein Reimschema von dem Sonett zu erstellen. Da blick ich aber nicht ganz durch. Jedenfalls sind alle Versenden verweiblicht, die beiden Terzette sind reimtechnisch schön ineinander verschränkt, aber bei den Quartetten sind Reime (rein/unrein) und Assonanzen gemischt.
A - ergriffen
B - Ziehen
(B) - blühen
C - nippen
C - Lippen
B - fliehen
B - verliehen
C - nippen
D - wissen
E - verloren
D - Kissen
E - geboren
D - vermissen
E - verloren
Klanglich fließt es aber doch gut, find ich, und schließ mich mal den Vorkommentierenden an: ja, nimmt mich auch mit. Von den Motiven und Bildern her erinnert es mich auch ein bisschen an deine Gedichte bei "Surrealismus".
Und hat auch nen zart erotischen Beiklang (für mich).
Ville Grüße von der Karo Grete.

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augustine
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03.05.2007, 23:15 / 2 x geändert
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[Wollte das Reimschema richtig aufschreiben; aber was der Editor noch richtig zeigte, war dann im Beitrag zerstückelt. Sei's drum. augustine
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arisia (Gast)
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04.05.2007, 09:26 / 2 x geändert
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hallo, ihr Lieben,
da freu ich mich aber, daß dieses Sonett soviel Zuspruch bekommt. Eines von denen, an dem ich nicht rumbasteln mußte, ist in einen Rutsch entstanden, die Zeilen sind mir nur so zugeflogen, wie von selbst. Mein Bleistift hat mal wieder fast ganz ohne mein Zutun geschrieben, ich mußte ihn nur halten. =)))
War auch mal Zeit, daß die Lebenenergie wieder hochkommt.
@zuppa
ja, den kenn ich auch, den astronomischen Sonnenwind, den meinte ich nicht, aber Sommerwind wäre auch nicht das gewesen was ich meinte, auch nicht Frühlingswind. Ein Wind eben, der mir subjektiv von der Sonne ausgelöst schien, ohne Rücksicht auf seine astronomische Bedeutung.
@Gretchen
hm, das Reimschema stimmt schon, das erste A - ergriffen, ist eine Assonanz zum zweiten A - nippen.
Gut, Assonanzen [Wörter bei denen nur die Vokale gleich sind] werden üblicherweise als Binnenreim verwendet, aber es gibt sie auch als Endreim, außerdem sind sich f und p so ähnlich, daß sich regional eins ins andere verwandeln kann, da fällt mir gerade zu ein, daß “Griff” im englischen “grip” heißt, und in Deutschland verläuft ungefähr bei Köln die sog. “Appel - Apfel Grenze”, demnach ist das Schema -
abba abba cdc dcd
ganz klassisch italienisch, in dem die Endungen auch alle weiblich sind. bei wp - Sonett
Da dieses Sonett doch sehr klingend ist, was ein Sonett von seiner Wortbedeutung her ja auch soll, fällt es auch beim lesen kaum auf, beim Hören eher gar nicht. Ich finde nicht, daß die Assonaz stört, auch nicht der “unreine Reim” der Bs in der ersten Strophe.
Unreine Reime findet man/frau üblicherweise zwischen den Buchstaben e - ö und i - ü.
auch bei wp nachzulesen
Ja, wenn ich es jetzt so lese, finde ich auch den leicht erotischen Touch, war zwar keine Absicht, aber bei so hochschießender Lebensenergie spielt die Erotik wohl immer mit hinein. Ich habe mich jedenfalls in dem Moment körperlich sehr elektrisiert gefühlt. big “ggg”
Rollerball, dir ist das wohl auch aufgefallen, mit deinem Hinweis auf die “Frühlingsgefühle”, und auch dir Jolante, da du den Sonnenwind als “Junker” [junger Mann, Junggeselle] bezeichnest. In alten Filmen erscheinen die Junker [obwohl es da noch eine andere Bedeutung gibt] oft als diejenigen, die ohne sonstige feste Funktion um die Frauen herumschwänzeln. = )
Ja, augustine, habe den Editor mal getestet, macht soweit alles richtig, kann keine Fehler finden. Schade.
so, heute ist es hier im Saarland etwas, aber nur etwas trüb, ich wollte, es würde ein wenig regnen, so gehts, nie sind wir mit dem Wetter zufrieden.
liebe Grüße
arisia

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zuppanova
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ja, zu dem wind noch: einen blossen sommer- oder frühlingswind
hätt ich persönlich kitschig gefunden an der stelle. da ist der sonnenwind
schon eleganter, und die mitenthaltene astronomische bedeutungsebene
stört nicht, find ich, im gegenteil: wirkt weitend.
und (ganz kleingeschrieben am rand bemerkt) das "an den haaren ziehen" -
das sei ein recht gängiger pornographischer stereotyp, hab ich mir einmal
sagen lassen ... also, ich mein halt jetzt wegen der subebenen des textes :)
lg, zuppa.

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arisia (Gast)
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05.05.2007, 08:45 / 1 x geändert
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hi, zuppa,
hm,hm,
“ pornographischer stereotyp”
provoziert in mir ein Bild, so in der Art -
“Neandertaler schleift Gefährtin an den Haaren in die Höhle” lol.
Es ging mir zwar um die psychische Befindlichkeit, aber der Auslöser war schon ein leichter,
die Haar lüpfender Wind [meine Haare sind sehr leicht], der den Nacken umschmeichelte.
Nun, dann ist mir unbewußt ein Gedicht mit erotischem Touch gelungen, auch nicht schlecht. :)))
liebe Grüße
arisia

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ferdi
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09.05.2007, 11:00 / 2 x geändert
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Hallo Arisia!
Das Sonett als solches gefällt mir auch, zur formalen Gestaltung möchte ich aber doch etwas kritisch anmerken.
Das "ergriffen" stört ziemlich. Auch, weil es das erste Auftauchen des Reims ist und man eigentlich erwartet, dass es so weitergeht, du dann aber auf "nippen" etc wechselst.
Rein lautlich sind sich "f" und "p" auch nicht sonderlich ähnlich - da haben "p" und "b" wesentlich mehr miteinander zu tun.
Und die "regionale Uberführbarkeit" der beiden Laute ist so auch nicht gegeben, die Unterschiede zwischen oberdeutschem "f/pf" gegenüber niederdeutschem "p" ( Pfeffer - pepper, Pipe - Pfeife, Paard - Pferd etc) gehen auf die sogenannte "2. Lautverschiebung" zurück - und die ist nun auch schon wieder weit mehr als 1000 Jahre her. Seitdem sind diese Worte aber eben nicht mehr "ähnlich" (oder austauschbar).
Langes "i" auf "ü" zu reimen ist dagegen überhaupt kein Problem, denke ich.
Das doppelte "verloren" der Terzette steigert dann noch den Eindruck der "formalen Flüchtigkeit".
Aber wenn es spontan & am Stück geschrieben wurde, dann sollte man es vielleicht einfach als Zeugnis dieses Prozesses so lassen, wie es ist :)

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augustine
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09.05.2007, 14:03 / 1 x geändert
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Ich bin froh, ferdi, dass Du die Schwächen bei der Gestaltung dieses Gedichts benannt hast.
Und Dir, arisia, möchte ich sagen, dass ich es manchmal peinlich finde, wie Du solche Schwächen in Deinen Beiträgen eher verteidigst als verbesserst. Statt in Büchern nach Bestätigungen für 'erlaubte' Reime nachzusuchen, hättest Du doch besser Deinen Text bearbeitet.
Wenn er, wie Du schreibst, plötzlich 'da' war, dann ist das schön, es hob Deine Stimmung rundum gerade in einer schwierigen Zeit für Dich, von der Du ja auch schreibst. Wenn Du einen solchen Text dann nicht privat bei Dir behalten und Dich so an ihm freuen kannst, sondern die Freude gesteigert wird durch Veröffentlichung - dann ist es eben so. Mit einer entsprechenden Bemerkung über Schwächen, die Du doch in Wahrheit selber erkannt haben musst, würden manche Deiner Leserinnen und Leser hier ihn leichter zunächst als Lebenszeugnis nehmen können und dann gern auf eine (auch deklarierte) Bearbeitung warten, -
meint augustine

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arisia (Gast)
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hi, ferdi, hi augustine,
danke für eure Rückmeldungen.
Wie ihr an anderen Beispielen hier im Forum sehen könnt, bin ich in den meisten Fällen gerne bereit, Texte nochmal zu überarbeiten.
An diesem Sonnet möchte ich aber nichts mehr tun. Es singt und klingt, mir gefällt es so, wie es ist, außer daß mir evtl. zu dem doppelten verloren noch was einfällt. [Auch der doppelte Reim ist nicht ganz unüblich]
Ich finde es auch kein bisschen peinlich, ab und an mal einen Text zu verteidigen. Das tust du übrigens auch, ich erinnere an die “Zeitreise”.
Liebe Grüße
arisia

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