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gregor libkowsky
mmazzurro
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Katzenschatten
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Es rinnt aus meinen Händen
verliert sich in weißen Wänden
auf dem Boden, auf der Erde
alles legt sich und ich sterbe.
Wo ist Kraft, die ich einst spürte,
wo ist der Glaube, der mich führte?
Wo ist der Mensch, der ich bin?
Warum macht das alles keinen Sinn?
Es vergeht langsam ohne Ton
alles in mir gleitet davon
ich kann keine Wärme mehr spüren
alles was war, beginn' ich zu verlieren.
Wo ist die Hoffnung, die ich fand?
Wo ist das Wasser in all diesem Sand?
Wo ist das Licht in dieser finsteren Nacht?
Oder habe ich mir, dies nur ausgedacht?
Es verschwindet ohne ein Wort
es ist nicht mehr hier an diesem Ort.
Es war und es wird niemehr sein
und ich bleibe zurück, verzweifelt allein.
Wo ist die Sonne, die mir strahlt?
Wo ist das Bild, das mein Leben malt?
Wo ist mein Ziel auf diesem steilen Weg?
Wer will dass ich mich zum Sterben hinleg?
Es zerfiel wie ein vergessener Traum.
Gefällt, am Boden, wie ein alter Baum,
morsch die Knochen, zum Ende bereit,
es wird vergehen wie die Lebenszeit.
Wo ist die Freude, zu der ich lachte?
Wo ist die Wahrheit, die ich einst dachte?
Wo ist sind die Freunde, wie ich sie nannte?
Wo ist der Weg, den ich damals rannte?

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lost
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mit Verlaub, Katzenschatten,
dir ist hier ein exorbitant schlechtes Gedicht gelungen:
der Overkill an pubertärem Weltschmerz,
gereimt auf Büttenreden-Niveau,
metrisch verrumpelt und
depressiv geplättet.
dein Werk arglos lesend, erlitt ich einen Erstickungsanfall.
glücklicherweise rettete Rosa,
eine gute Bekannte von mir, just anwesend,
mich durch Mund-zu-Mund-Beatmung,
so dass ich dir nun einen konstruktiven Verbesserungsvorschlag
machen kann:
das Werk ist ca 8 Strophen zu lang.
verdichte es zu einem kompakten Zweizeiler:
"achach, achach, macht das denn Sinn,
dass ich ein armes Würstchen* bin?"
und stelle den bei 'Humor' ein.
best. lost.
_________________
*wahlweise auch: "Würmchen".

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Katzenschatten²
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Overkill an pupertärem Weltschmerz... genau das.
Aber es geht noch besser:
Ins Nichtmehrsein
Mein Weg führt mich nach unten,
doch falle ich nicht,
denn da ich gesprungen bin,
fliege ich im Licht;
hinein in das Dunkel
des Nichtmehrseins.
Dies Leben ist beendet;
es war ja nur meins.

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arisia (Gast)
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hi, Katzenschatten,
nun ja, das Spielen mit Paradoxa ist nett, sollte aber gekonnt sein. Auch Paradoxa folgen einer ihr innewohnenden Logik, die ich im “Nichtmehrsein” nicht finden kann.
ansonsten, falls du Vegetarier sein solltest, könnte die Einflechtung von lost so modifiziert werden -
“achach, achach, macht das denn Sinn,
dass ich ein armer Bratling bin?"
arisa, den Kopf wiegend

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ferdi
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29.04.2007, 13:50 / 1 x geändert
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Lost, da ist dir, andererseits & mit Verlaub, aber auch ein exorbitant schlechter Kommentar gelungen, mit allem, was man so braucht, um es jedem mit Ausnahme eines Heiligen unmöglich zu machen, die dargebotene Kritik annehmen zu können, ohne Abwehrreaktionen zu zeigen. Schreib statt eines solchen Kommentars lieber gar keinen und nutze die gewonnen Zeit, die hohe Kunst der einfühlsamen Formulierung zu erlernen.
Katzenschatten, dein Gedicht ist definitiv zu lang. Du umschreibst immer wieder dasselbe mit nur leicht abgeänderten Formulierungen. Das kann die Aufmerksamkeit eines Lesers nicht halten. Von daher: Entscheide dich für ein paar wenige Aussagen, feile an diesen noch ein wenig herum, und das Ergebnis kann sich dann sicher sehen lassen.

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Schreibtisch
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Hallo Katzenschatten, hast Du etwa in meinen Schubladen gewühlt, in den Kartons, oben auf dem Dachboden? Also: Ich bekenne: Ich schrieb solche Zeilen, es waren etwa 28756328563756382 an der Zahl, auch - im zartesten Alter von 14 - ja ziemlich lange...ich glaube, bis weit in die Zwanziger hinein...ich kenne diese Zeilen und vor allem kenne ich das Gefühl, das dahinter steht, nein, ich verbessere: Ich weiß noch gut, welches Gefühl damals hinter meinen Zeilen steckte und Deine Zeilen erinnern mich daran. Ich bin froh, dass ich diese Zeiten mit wechselnden Verzweiflungsursprungsorten überlebt habe...
und deswegen:
LOST: finde ich es unerträglich, wie Du mit diesen Zeilen umgehst. Sachlich blablabla magst du recht haben, aber warum lässt Du Dich nicht ein wenig anrühren von dem, was unter dem marinierten-manirierten Versgestapel liegt? Achachach, dein Hochmut tut mir weh!!
Hast Du niemals solche Zeilen geschrieben? Sei ehrlich! Ich kriegs sowieso raus, lächel.
Den Vorschlag zu Kürzen, Ferdi, finde ich gut. Kürzen ist meistens gut.
Also: aus jeder Strophe eine Zeile und: OHNE REIM!
Das ist doch eine schöne Hausaufgabe für Dich, Katzenschatten!
Übrigens, wusstest Du, dass der Satz: Ich will nicht mehr leben - bei 90 % derer, die ihn sagen, bedeutet: Ich will so nicht mehr leben -? (sagt die Fachfrau)
Liebe Grüße vom Schreibtisch

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Schreibtisch
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Jetzt tut sie es schon wieder...
Katzenschatten: Ich habe letztens gute Erfahrungen damit gemacht, mir sozusagen von einem Alter Ego einen eigenen Kommentar zu einem Gedicht zu schreiben...würde gerne grade jetzt auch nach diesen Rückmeldungen einen Kommentar von Dir an Dich zu Deinem Gedicht lesen...ausprobieren? Fünde ich spannend!

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Katzenschatten²
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Hallo,
zunächst einmal vielen Dank für die Kritiken. Dieses hier sind meine ersten Gehversuche in "ernstgemeinter" Kunst, bis vor kurzem schrieb ich meine Reflexionen, denn nichts anderes sind meine Verse, auf subkultureller Ebene, in der eine gewisse Klischeeüberlagerung meist sehr gerne gesehen wird.
Zum ersten:
Ja, pupertärer Overkill. Ich hätte dieses Gedicht durchaus so nennen können, denn aus einem ähnlichen Gefühl habe ich es auch geschrieben. Der Tod steht bei mir meistens für eine Veränderung, bzw. das Ende eines Lebensabschnittes und ich war und bin des Jammerns müde und konnte es von meiner Umwelt ebenfalls nicht mehr ertragen. Ich habe versucht meine persönliche Überreizung des Themas "Ich will nicht mehr/Ich will sterben/Das Leben ist schlecht..." durch verschiedene Beschreibungen/Empfindungen ein und der selben Sache zum Ausdruck zu bringen.
Meine Gedichte sind für mich ein Mittel negatives zu bannen, damit ich frei davon werde, obwohl einige der Themen des öfteren zur Rückkehr in mein Bewusstsein neigen. Ich habe nie gelernt Gedichte zu schreiben, ich mache das nur seit einer sehr langen Zeit.
Zum zweiten:
Mit Paradoxen spielen heißt ausprobieren, der Versuch ist wohl fehlgeschlagen, aber das passiert eben, ich probiere es einfach nochmal.
Ich habe wohl noch einen weiten Weg zu gehen, ein erster Schritt war die Bedeutung der Metrik (danke lost!) nachzulesen und zu verstehen.
Das Selbstkommentieren fällt mir etwas schwer, da ich mir der Ironie der beiden Gedichte bewusst bin, allerdings würde ich den Schreiberfinken nicht kennen, die beiden Werke todernst-gemeint sehen, dann würde ich eher tröstende Worte suchen, aber auch gleichzeitig sehr direkt darauf hinweisen, dass die Lösung sehr einfach sein kann, egal wie pupertär/kindisch sich es auch für mich anhören mag. Ferner glaube ich fest daran, dass ein kurzer "Armes-Würstchen"-Spruch nur dazu dient zu sagen: Ich verstehe Dich nicht und deshalb bist Du blöd.
wishes
Katzenschatten

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Katzenschatten²
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29.04.2007, 20:00 / 2 x geändert
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Ich möchte es gerne noch einmal versuchen, frei jeder Ironie:
Der Tod
Die finale Nacht,
sie zwingt mich hinab,
in mein dunkles Grab
mit all ihrer Macht.
Doch noch ist es Tag!
So schön ist das Licht!
Es scheint auf den Sarg
der dort wartet auf mich.
Was wird von mir bleiben
nach meinem Scheiden?
Vielleicht ein Stein
mit Blumenschmuck?
Reicht mir den Wein!
Noch einen Schluck!
Ich will nicht gehen,
will ihn nicht sehen.
Er kommt zu mir!
Ich kann es spüren!
Er will mich jetzt
zum Ende führen.
Lieber Tod, bitte lass mich
noch ein kleines bißchen hier.
Dann empfange ich dich
lass es geschehen mit mir.
... an der Hausaufgabe sitze ich noch, aber es ist nicht einfach gewollte Übertreibung zu kürzen, aber vielleicht wird was gutes daraus, sozuagen in einem anderen Sinne...

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arisia (Gast)
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29.04.2007, 23:15 / 1 x geändert
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hi, Katzenschatten,
ja, in dieser Form wird zumindest die Ironie deutlich, aber mit der letzten Strophe habe ich noch Probleme, viel mehr mit der letzten Zeile.
Sinngemäß soll sie wohl bedeuten -
“und i ch lasse es geschehen mit mir.”
So wie du es geschrieben hast müßtest du ein Apostroph bei “lass” setzen, und ein Komma hinter die dritte Zeile, sonst stiftet die Zeile Verwirrung, weil das “lass” als Imperativ verstanden werden könnte. Jedenfalls ist in der jetztigen Form dieser Zeile unklar, wer gemeint ist.
lg
arisia

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lost
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30.04.2007, 00:08 / 1 x geändert
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nun, Katzenschatten, mein Kommentar meinte nicht DICH, sondern DEINEN TEXT. das wäre zu trennen.
ich postuliere nach wie vor:
wer in einem Lyrikforum (nicht Selbsthilfe-bei-Weltschmerz-Forum o.ä.) einen (sprachlich, inhaltlich) schlechten Text präsentiert, muss damit rechnen, dass einer ("lost") daherkommt und ganz einfach 'schlecht' nennt, was schlecht ist.
dass ich DICH wohl verstanden haben mag, zeigt deine Reaktion auf mein Wort vom 'Overkill'.
hier, auf dieser Plattform, steht der Sinn mir nicht danach, die Rolle des einfühlsamen Seelsorgers und warm Berührten zu spielen. wirke ich antipathisch dadurch, so nehme ich dies in Kauf. die Rolle des hilfreichen Gutmenschen überlasse ich getrost sonstwem - verbiegen will ich mich nicht, und meine Zeit, ferdi, werde ich weiterhin nach eigenem Gutdünken nutzen und da "einfühlsam" formulieren, wo ich selbst es für geboten halte.
kurzum: ich lese hier den einen oder anderen Text und schreibe gelegentlich einen Kommentar, der den Text auf die ein oder andere Weise zu spiegeln versucht. mehr nicht.
wer das nicht aushält, mag mich ignorieren, mich böse nennen, hochmütig - in diesem Faden immerhin löste mein Kommentar schließlich weitere Antworten aus, und den Gesprächsprozess, der entstand, nenne ich nun so schlecht nicht. auch deine Antworten, Katzenschatten, las ich nicht ungern. in diesen Antworten verstehe ich tatsächlich ein wenig: DICH.
machte es, Schreibtisch, diesen Text hier besser, wenn ich - pubertierend - je ähnliches geschrieben hätte? selbst wenn ich es getan hätte, vor Jahren, Jahrzehnten - es bedeutet hier heute nichts.
was du schreibst in diesem Faden, speist sich aus einem ganz anderen Impuls als das, was ich schrieb. nehme mir heraus, zu behaupten, beiderlei Impulse hätten gleiche Berechtigung. du tust, was dir passend erscheint, ich ebenso.
wishes around: lost.

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augustine
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30.04.2007, 00:09 / 1 x geändert
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Hallo, Katzenschatten - zum ersten Gedicht hätte ich Dir wohl einen Kommentar geschrieben ähnlich wie lost. Dass (noch) Schlechtes auch so genannt wird, muss sein dürfen und ist dem Schreibenden nach einer Zeit hilfreich.
Deine ersten Versuche in ernstgemeinter lyrischer Sprache: warum hast Du es nicht dazu geschrieben? Das wäre für alle leichter gewesen. - Kürzen musst Du unbedingt. Helfen dazu könnte: Dir die GEDANKEN aufschreiben, die Du mitteilen willst. Du wirst dann merken: so viele sind es nicht. Mein Rat ist: nicht den vorhandenen Text bearbeiten, sondern einen neuen formulieren. - Wie der letzte Vers dann aussieht, ist erstmal ganz unwichtig. Und ironisch sind Deine Texte ja gerade nicht und auch nicht so gemeint.
Gut ist der Rat, Dir selbst einen Kommentar zu schreiben.
Deine Gedichte sind für Dich ein Mittel, mit psychischen Schwierigkeiten fertig zu werden. Ja, auch das eines, das gut sein könnte. Die Gedanken vor einer Veröffentlichung der eigenen Kritik zu unterwerfen, kann ebenso hilfreich sein (Metrum - kundig machen!), Reim eher nicht versuchen, Dir Rechenschaft geben, was Du eigentlich möchtest, dass andere erfahren.
Sei gegrüßt! augustine

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Schreibtisch
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30.04.2007, 21:44 / 1 x geändert
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Lost!
Nein, meine Dachbodentexte und Deine nicht geschriebene Pubertätstexte verändern diesen Text hier nicht. Aber sie können den Blick auf den Text beeinflussen und in meinem Fall sanfter und auch ein bischen wehmütig machen. Hilft das dem Text? Ich fürchte, dem Text ist das ganz schnuppe. Hilft das dem Autor? Das weiß ich nicht. Er bekommt hier -dank Dir, denn Du hast es ja ein bischen herausgelockt aus uns- einen bunten Teller an Rückmeldungen geschenkt und entscheidet, welche Köstlichkeit er naschen will. Und das ist doch ganz wunderbar so. Finde ich. Unterschiedlichste Schreibimpuse und wohl auch Affekte kommen zusammen und stehen im Idealfall gleichberechtigt nebeneinander. Das eine gegen das Andere auszuspielen war nicht mein Anliegen. Wie etwas wirkt, was bewirkt wird, liegt sowieso außerhalb dessen, was wir beeinflussen können, weitestgehend. Ich zitiere gerne noch einmal meinen Lehrer: Tu was Du willst und übernimm die Verantwortung.
In diesem Sinne und in vielen anderen auch grüßt herzlich das Schreibtischmädchen heute gefühltes Alter dank Migräne ca. 57, ja, ich weiß ich sollte gar nicht...

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lost
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... Tangente.
ja, prisca Zsabou,
hier stimme ich zu.
sunny: lost.
(was das 57-er Gefühl betrifft: du magst zuversichtlich sein ... )

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Schreibtisch
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Ihr Lieben,
ich hänge auch immernoch an der Frage, inwieweit eine Trennung zwischen Text und Autor möglich ist...ich vermute, Ihr habt die Frage schon "gehabt", mögt es mir aber nachsehen, dass ich sie hier nochmal stelle...ich sehe es schon ein, dass es sinnvoll sein kann, den Text zu betrachten und die Autorin mal mehr mal weniger nah am Text zu lassen...oft ist es ja auch so, dass ich erst durch die Distanz etwas sehen kann...aber letztendlich, zuerst und zuletzt ist ein Text doch immer "mein Text", gehört zu mir, auch wenn ich ihn entäußert habe. Naja, der Vergleich ist ja banal und platt, aber für mich sind es tatsächlich auch meine Kinder...und wenn ich sie in dieses Sozitop hier freilasse, dann gibt es wie in jedem anderen sozialen Gefüge auch unterschiedliche Rollen, die besetzt werden: strenge, große Brüder und Schwestern, romantische Mitteljugend, solidarische Cousinen, verspielte Neffen, wohlwollend oder belustigt eher zurückhaltend Begleitende,
und ich entscheide mich von mal zu mal, welche Rolle ich grad übernehmen will. Schön, wenn es nicht nötig ist, jemanden auf etwas Bestimmtes festzulegen. Und schön auch, dass der Ausgleich oder das Gleichgewicht sich wie von selbst einstellt. So etwas haben wir ja grad hier erlebt.
Um im platten aber mir heute morgen sehr gemäßen Bild zu bleiben: Geboren wird zu Hause, erst wenn sie flügge zu sein scheinen, schicke ich sie in die Welt hinaus, in dem Zutrauen, dass ich Ihnen Gutes mitgegeben habe und sie nun auf ihre Weise groß werden können. Sie groß werden zu lassen, bedeutet aber nicht, sie preiszugeben. Notfalls ist eine Löwenmutterrollenübernahme möglich. Okayokay, hier mischen sich die Bilder. Gut ist jedenfalls, wenn nicht nur die biologischen Eltern miterziehen. So gesehen ists hier für die Textkinder ideal.
Es grüßt zum 1. Mai, verhalten revolutionär, der Schreibtisch samt Mädchen,
heute schon wieder so ca. 41, Tendenz fallend.
an Lost: ich bevorzuge die Tangente, nicht wahr.

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Elise
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Da gibt es einen Faden bei 'Diskussionen' --> unter 'Themen':
Warum schreibt man eigentlich?
Eine Auseinandersetzung mit der von dir, Schreibtisch, und anderen
hier angesprochenen Thematik
hatte in jenem Faden begonnen - und könnte (sollte)
bei Bedarf dort fortgesetzt werden.
Grüße von Elis.

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