| |
|
rollerball
|
Demokratie
Schwarze, Rote, Grüne, Gelbe,
mögen sie sich auch nicht gleichen,
woll´n sie letztlich doch das Selbe
und geh´n dafür über Leichen.
................ Version für Österreicher:
............... Schwarz und Rot, Orange und Blau
............... und die Grünen kannst du wählen.
............... Doch bedenke erst genau:
............... Wer wird dich am ärgsten quälen?
Statt die Wähler zu vertreten
und des Volkes Interessen,
scheffeln gierig sie Diäten.
Die sind wahrlich zum Vergessen!
Was wird da nicht gar versprochen,
dass sich schier die Balken biegen,
und im Handumdreh´n gebrochen.
Doch nur so kann man wohl siegen.
Auf die Wahlen folgen Qualen:
Ist die Stimme abgegeben,
musst du mundtot Lehrgeld zahlen.
Sprachlos wird dein Bürgerleben!
P.S.:
Wenn ein Versicherungsvertreter Versicherungen verkauft,
was verkauft dann wohl ein Volksvertreter?

|  |
arisia (Gast)
|
30.04.2007, 10:04 / 1 x geändert
|
|
hi, rollerball,
es bleibt mir nichts übrig, als deinem handwerklich sauber gearbeitetem Text inhaltlich zuzustimmen. Sogar bei den rot-roten sind die Dinge nur unwesentlich anders, letztendlich. Macht korrumpiert, ob in der weltlichen oder der kirchlichen Politik, und es wird sich nichts ändern, wenn die Bevölkerung nicht selbst ihren Lebensstil verändert. Aber leider reagiert Mensch erfahrungsgemäß nur auf äußeren Druck, und so wie es aussieht, wird der nicht vom Staat kommen, sondern von der Umwelt. Traurig, daß wir nach so vielen Jahrtausenden Menschheitsgeschichte noch immer nicht vorausschauend aus Einsicht handlen können. Der Einzelne kann das schon, manche zumindest, aber die Dynamik der Masse ist leider eine andere, es herrschen die selben Gesetzt wie in der Physik, je größer die Masse, umso größer das Beharrungsvermögen, sprich die Trägheit.
Wir müssen wohl damit leben, auch wenn es manche von uns schier zur Verzweiflung treibt.
arisia hellwach
Zorn am frühen Morgen bekommt meinem Haushalt, lol
P.S.
ich hadere etwas mit der Überschrift, denn all diese Dinge gelten ja nicht nur für die Demokratie, sie ist ja auch nicht ursächlich verantwortlich für die heutigen Zustände. evtl. fällt dir dazu ja noch was anderes ein.

|  |
rollerball²
|
hi arisia,
ich war mir ja wegen des Titels selbst nicht so sicher, hatte auch überlegt, ein Fragezeichen daranzuhängen. Churchill hat ja gesagt, Demokratie sei die schlechteste Regierungsform die er sich vorstellen könne, er wisse nur leider auch keine bessere. Ich möchte ja auch nicht Demokratie prinzipiell in Frage stellen, sondern würde mir vielmehr eine direktere Demokratie, sogar noch weiter gehend als in der Schweiz, wünschen. Ich möchte keiner einzelnen Partei mit meiner Stimme eine Pauschal-Vollmacht für ihr ganzes Programm geben, es sollten lieber verschiedene Fachleute für einzelne Resorts mit ihrem Programm zur Wahl stehen und auch mehr bindende Volksbefragungen zu besonders wichtigen Fragen durchgeführt werden. Die Macht den Parteien zu lassen kann nicht der richtige Weg sein!
Ich hoffe, du bist nicht um den Schlaf gebracht, denkst du an Deutschland in der Nacht ...
LG, rollerball

|  |
ajfs
|
Ach wie wohlfeil ist es doch auf die Politiker einzudreschen. Tucholski soll gesagt haben, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient. Wenn ihr es denn besser könnt, dann macht es doch besser.
Das Volk will verdummt werden, jeder wusste, dass die Wiederbereinigung – besser Vereinigung, denn in dieser Form hat es ja Deutschland vorher nicht gegeben – nicht zum Null-Tarif zu haben wäre. Und dennoch hat man den Kohl gewählt mit seinen Versprechungen der blühenden Landschaften.
Mit kaum einem Wort wird so viel Schindluder getrieben, wie mit dem Wort Demokratie. Wahlen sind weder ein ausreichender noch notwendiger Beleg für Demokratie. Und wenn es so sein sollte, dass dieses System nicht mehr dem Volk dient, wie auch immer, sei es durch Unfähigkeit oder sei es durch Bereicherung oder Korruption, dann ist es keine Demokratie. Egal wie viele Wahlen abgehalten werden.
Demokratie ist ein Ideal, eine Utopie. Die Realität wird nie diese Utopie erreichen. „To fall short“ wäre der Ausdruck, den ich im Englischen benutzen würde. Vielleicht sollte man daran arbeiten, dem Ideal näher zu kommen.
Schimpft doch nicht auf die Utopie, wenn ihr die Realität meint, nicht auf das Ideal, wenn ihr die Politiker mit ihren Fehlern meint, schimpft auf das System, dass ihr zumindesten billigend unterstützt. Ihr solltet Euch selbst kritisieren.
Andreas Stübs
|  |
augustine
|
Allerdings ist es ebenso wohlfeil, auf das in der Tat wohlfeil Gedroschene nochmal einzudreschen. Dazu ist hier zu wenig Platz, d.h. das Thema brauchte x-fach mehr Argumentation. Selbst eine ganze Tagung oder ein Semester-Seminar brächte nur Ansätze von angemessenerem Sprechen. Dabei ist das Thema natürlich brandaktuell (und das ist nicht mal eine Metapher): China, Russland + Satelliten, ganz Afrika sind keine Demokratien ...
Es war schon gut vor einem Jahr, dass wir dies und ähnliche Themen nicht weiter verfolgt haben.
Grüße von augustine

|  |
|
|