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lost
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09.04.2007, 00:51 / 3 x geändert
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Meerfrau
denk dir, ich fand beim Spaziergang am Strand eine Flaschenpost,
von einer Meerfrau auf blau, schwarz und hellblau
schillernde Fischhaut mit rosa gefärbtem Milchschaum geschrieben
an mich, also lost, lag in der Flasche die folgende Post:
"weißt du, ich liege und träume: von Wäldern und warmem Licht.
von zarten Farben, von leichtem Spiel mit rosa'nen Bändern, die binden
und binden dich nicht. von wahrhaftiger Nähe und wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehen. von gelösten Rätseln, vom Vollbringen,
Gelingen. von deiner Hand, die mich findet, und ich muss nicht mehr fliehen.
ich liege hier unten und träume: am dunklen Grunde des Seelensees.
ich bin mit mir selber allein. doch ich schicke dir Post
von dem heilen, dem bunten, dem zärtlichen, lachenden, weinenden Sein."
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(ein Text, inspiriert von S. - ob gut oder schlecht: wen-kümmert-das-schon!)
-> Chaiselongue
-> big polis
-> das Überleben der Spezies
-> deep impact: die Bedrohung
-> Schwarzwasser
-> Podcast (Schwarzwasser und big polis)

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Schreibtisch
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Lost!
mit sich selbst all-eins
und dennoch - nein, und deswegen: Post!
Das gefällt mir gut!
Nichts mehr erwarten...nicht mehr an Land müssen...
vielleicht aber noch eine Sehnsucht
Träume mitteilen zu können, teilen zu können?
Einen feinen Brief hast Du da bekommen, lost,
sogar Rilke gibts unter Wasser,
so einen Brief würde ich auch gerne mal bekommen
und bekomme ihn ja, weil Du ihn hier reingestellt...
aber...ob das der Meerfrau gefiele?
So viele Augen...
sind doch scheue Wesen, oder
fragt der Schreibtisch

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augustine
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09.04.2007, 16:47 / 1 x geändert
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Hat nicht Rosa hier geantwortet? auf den Brief, der da hieß: "Rosa! Lies!" Ob sie nun "all-eins" ist, weil mit sich selbst allein, das möchte ich bezweifeln. Aber abgetaucht in die Regionen einer Märchenwelt, wo die rokokotändelnden Rosenbänder nicht mehr binden (sollen), die Rätsel gelöst sind, aber es eben dennoch Sehnsüchte gibt und deshalb Post an lost. Den dunklen Grund, den "Seelensee", den liebst Du ja und spinnst Dir eine Privatmythologie, die diesmal kein?/auch? "Schwarzwasser" zum Spiel-Raum hat, doch buntere Fische und helle Gedanken. Freilich: leuchtende Fische, dunkel-leuchtende gab es dort auch.
Für mein Empfinden ... Aber das ist egal. So egal wie Dir, ob das Gedicht gut oder schlecht ist, also ob z.B. ich dies geschrieben habe oder nicht. Aber nicht, ob überhaupt einer antwortet hier.
Versuchen wir den letzten (vorletzten, überhaupt einen) Ring.
Rosa ist nicht Erda.
augustine mit Grüßen an einen so doch sicher sanft beruhigten Un-Verlorenen.

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Jolante
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09.04.2007, 21:06 / 1 x geändert
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Auch ich dachte zuerst an Rosa, die Paul noch eine Antwort auf seinen Brief schuldet. Zweimal wird in dem Text die Farbe Rosa erwähnt, aber ist damit der Zusammenhang zu "Rosa lies" schon hergestellt ? Ich denke, eher nicht. Die Flaschenpost einer Meerfrau geht nicht an Paul, sondern an lost, und sie kommt von ganz unten, aus dem "dunklen Grunde des Seelenraumes", seines Seelenraumes. Da ist einer, bei dem etwas hochgespült wird, das "mit rosa gefärbtem Milchschaum geschrieben" ist. Der Empfänger der Post traut seinen Gefühlen nicht. Rosa Schaum, das könnte Kitsch sein, eben so wie das "leichte Spiel mit rosa`nen Bändern", Requisiten aus einer lange vergangenen Romantik-Epoche. Aber Kitsch hin oder her, die Sehnsucht einer tief empfindenden Seele nach dem "heilen, dem bunten, dem zärtlichen, lachenden, weinenden Sein" ist echt und legitim. Da streiten der Wunsch nach Freiheit und die Angst vor dem Unbehaustsein miteinander. Es geht in dem Brief um "wahrhaftige Nähe" und um "wachsende Ringe",- Jahresringe, die Alter und Erfahrung anzeigen ? An den Ring des Nibelungen und Erda, wie von augustine assoziiert, denke ich nicht, kann mich natürlich irren. Der Text lässt viele Deutungen zu, das spricht für seine Qualität. Ich glaube nicht, lost, dass es dir egal ist, ob man ihn gut oder schlecht findet. Dafür legst du nach meinem Empfinden die Messlatte -auch und vor allem an dich- zu hoch.
Mich macht der Text ebenso sehnsüchtig wie melancholisch, und wenn das Kitsch ist, dann bekenne ich mich dazu !
Jolante

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lost²
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an Schreibtisch: nun, du hast recht mit deinem Einwand, und ich werde wohl nachträglich die Lizenz zur Veröffentlichung von der Meerfrau erbitten müssen. sie sind scheue Wesen, ja. und ich bin noch wenig erfahren im Umgang mit ihnen. eben, weil man sie so selten trifft.
an augustine: natürlich ist es mir egal, ob mein Text gut oder schlecht ist, denn: ich habe ihn gemacht, und es tat mir gut, diesen Text zu machen, und also verhalte ich mich solidarisch zu meinem Text, wie denn auch nicht? oder anders ausgedrückt: ich denke selbstverständlich, dass meine Texte die besten, niveauvollsten und tiefgründigsten hier im Forum seien. das bedeutet aber keineswegs, dass es mir gleichgültig ist, was andere über den Text sagen. also: lass mich (und die anderen) doch wissen, was dein Empfinden zu dem Text ist (das meine ich nicht mockingbirdmooded). ich bin sogar dankbar für jeden Verriss, wenn er nur ein wenig am Text begründet ist. und ich gebe zu: möglicherweise sind in der letzten Zeile zu viele Adjektive aneinandergereiht - allerdings wäre dies kein Versehen. mag weiterhin sein, dass die Assonanzen und Binnenreime schlichterdings zu penetrant sind. ich weiß es nicht. also? any replies?
an Jolante: danke für dein ernsthaftes Lesen und deine Aufmerksamkeit.
mit der Erda hast du recht: es enträtselt sich mir nicht, was Wagners Erda mit dem Text zu tun haben könnte, oder besser gesagt: warum augustine sie überhaupt erwähnt. der Ring ist es ja nicht, den ich zitiere ... ? geht es womöglich um ein Abscannen des Bildungshorizontes?
so viel at the moment.
regards, lost.
ach ja … Rosa: den Gedanken, es könnte eine Antwort von Rosa sein, hatte ich nicht beim Schreiben - jedoch … wer weiß …

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ear
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Hallo lost, das Wasserwesen, halb Mensch mit einem oder zwei Schwaenzen macht wahrscheinlich eine enge Beziehung zu einem Menschen ein wenig schwierig. Doch deine mermaid hat geschrieben. Vielleicht waere ihr eine platonische Freundschaft genug. Sie kann nicht sprechen, aber du bist gewandt mit Sprechen und Schreiben.
Ein paar Schwierigkeiten blieben: dass sie dich von deiner Arbeit abhalten koennte, dass ihr Gesang betoerend ist und dass du nicht unter Wasser leben und atmen kannst.
Manatees und Dugons waren wohl die Wesen, denen wir durch Seeleute unzaehlige Geschichten und Sagen verdanken.
Unsere Welt waere aermer ohne ‘Russalka’, ohne ‘Melusine’, ‘Undine’, ohne Eliot’s ‘Prufrock’, ‘Peter Pan’ oder Anderson’s ‘Mermaid’.
‘Comic Relief’ bekam grosse geldliche Zuwendungen durch Rowling’s Buch ‘Fantastic Beasts and Where to Find Them’ (Sirens, Selkins and Merrows). Du koenntest ihren Spuren folgen durch deine ungewoehnliche Mermaid-Beziehung. Englische Zeitungen waeren bestimmt bereit, dir ungeheure Summen zu zahlen fuer exclusive Berichterstattungen,
augenzwinkernd,ear.
P.S. Welcher S. hat dich inspiriert?

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lost²
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11.04.2007, 01:31 / 1 x geändert
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an ear: die von dir genannten Probleme dürfen nicht
auf die leichte Schulter genommen,
sondern wollen gründlich bedacht werden!
und die Sache mit den Exclusivberichten ebenso!
zurückgezwinkert: lost.
Inspiration (u.a.):
Seamus, Heaney.
‘Maighdean Mara’

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augustine
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11.04.2007, 01:43 / 2 x geändert
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Nein, lost, es war natürlich nicht Wagners Ring, sondern Rilkes. Es war/ist eine Meerfrau, und Erda ist eine Erdfrau.
Und Erda singt: "Wie alles war, weiß ich;
wie alles wird, wie alles sein wird,
seh' ich auch:
der ew'gen Welt Ur-Wala,
Erda, mahnt deinen Mut. [...] (Rheingold)
und:
"Mein Schlaf ist Träumen,
mein Träumen Sinnen,
mein Sinnen Walten des Wissens."
[...] (Siegfried)
Es liegt mir fern, Wagners TEXTE verteidigen zu wollen; aber liegt es so fern, dass mir Erda einfiel?
Sei gegrüßt. augustine
Btw: breitest auch eine ganze Menge Wissen aus heute nacht, nicht? Und? Ist es nicht erlaubt?

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lost²
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13.04.2007, 18:33 / 1 x geändert
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an augustine:
Wissen aus breiten er laubt (spontane Dichtung)
heute Nacht breit ich Wissen aus
morgen send ich Töne hinaus,
in der dritten Nacht werf ich
wer weiß was hin,
kommt ganz darauf an, wo ich bin -
(mag sein, ich bin ein Spiegel. oder ein Chamäleon, auch möglich ... )

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Jolante
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13.04.2007, 22:10 / 2 x geändert
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Lost, du hast zwar explizit augustine angesprochen und nicht mich, aber mir fällt zu deinem Kommentar gerade Rumpelstilzchen ein. Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ?
Ach, wie gut ist, dass niemand weiß....
Märchenhaft
grüßt Jolante

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Elise
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Ganz direkt, lost:
ein beseelt spielerisches, leichtes, tiefes Gedicht, das auch beim dritten bis sechsten Lesen nicht mich ermüdete.
Formal kunstreich und durchdacht ausgeführt, verschiedene Stil- und Gestaltungsmittel nonchalant eingesetzt, gekonnt simulierte komplexe Einfachheit.
Tricky: das vorgeschobene "Outing" des Autors als Sprecher.
Strukturierte Vielbödigkeit, auch formal.
Das Gedicht behauptet sich als "Liebes"Gedicht - ich behaupte, es könnte genauso gut unter Philosophie, Psyche, Einsamkeit, Religion, Natur, stehen. Die Auslegungsmöglichkeiten sind vielfältig, was aber hier nur positiv ist: weder belehrende, die Welt in zwei oder fünf (Kata)Strophen erklärende Eindimensionalität, weder Reusen, Fingerzeige, (An)Klagen, noch bedeutsamelndes Geraune oder undurchdringlich verkryptiziertes Gesäusel, sondern schlicht: Angebote. Freilassend. Danke.
Mythologisch-symbolisches Material wird referenziert: das Nixen-Motiv (ear führt dazu einiges an) ist ja nun wirklich gängig in der Literatur - und hier auf sehr originelle Weise aufgegriffen. Ebenso die Wasser-Symbolik: stimmt man sich nur ein klein wenig auf die mythisch-menschheitsgeschichtlichen, kollektiven Aspekte des Themas "Wasser" ein, so erkennt man, dass eine Wortbildung wie "Seelensee" nur zu treff-lich ist. Anklänge an archetypisches Material (Jung, Animus/Anima) sind vorhanden. Geschickt und passend finde ich die Rilke-Referenz eingeflochten. Sehr re-flexiv. Es geht um Leben. Aber auch um Schreiben. Es geht um "Post": man könnte über Metapoetisches nachdenken. Oder über die Funktion der Sprache, der Schrift, die von der einen Einsamkeit, der einen Individualität, zu einer anderen hinüberzureichen versucht (natürlich, das ist eines meiner Themen ... aber es hat guterdings Platz in diesem Gedicht ...).
Es beschäftigten mich auch die surreal anmutenden Elemente: ein Brief auf einer Fischhaut geschrieben, die Tinte ist "rosa gefärbter Milchschaum". Kann man Weiblichkeit verdichteter ausdrücken als in der Wendung "rosa gefärbter Milchschaum"? Rosa ist diese emotionale y/o erotische Farbe, die Frauenfarbe (ach, mir fallen gleich meine unsäglichen pinkshots ein und Männer, die auf rosa Fleisch stehen); aus Schaum (Meerschaum) ist die Venus geboren; und Milch: da haben wir das Mütterlich-Weibliche (eine Schnittstelle am Ende zwischen Meerfrau und Erda?).
Die Fischhaut hingegen ist ... blau, hellblau und schwarz ... die Schrift rosa und das "Blatt" blau ... warum gerade blau? Was bedeutet dieses: blau, hellblau, schwarz? Ich erkenne es nicht. Ein Anklang an romantische Motivik?
Die Bänder hingegen sind klar: sie schaffen Ver-bindung, aber ohne den anderen (fest) zu binden: das interpretiere ich als einen schönen Entwurf von "Beziehung" (leider selten verwirklicht).
Sehnsucht natürlich ist da in dem Gedicht, aber unaufdringlich: Sehnsucht nach dem ganzen Sein in aller möglichen Fülle. Diese Sehnsucht kennt der Mann, kennt die Frau, und das Gedicht (so eine meiner Lesarten) möchte aufzeigen, wie jene Sehnsucht erfüllt werden mag: Animus und Anima müssen zueinanderfinden.
Es fiele mir noch viel mehr ein - jedoch ...
Viele Grüße. Elise (inspiriert).

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lost²
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liebe Jolante,
das Rumpelstilzchen! nein, daran dachte ich nicht.
aber nun, da du es erwähnst: ja.
ob ein Zeichen gut oder schlecht, das weiß man
manchmal erst viele Jahre später.
und:
"Wär nicht das Auge sonnenhaft,
die Sonne könnt' es nicht erblicken."
will sagen: da Jolante ein Rumpelstilzchen sieht,
dürfte sie auch in sich solch ein Stilzchen rumpeln
haben. ab und an zumindest.
best regards. lost.
an Elise: dein Kommentar erschüttert mich.
ist es Ironie?
lost: dazed & dizzied, befogged & baffled, puzzled & raddled,
garbled & mazed, distracted & tangled,
just: completely confused.

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Jolante
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24.04.2007, 13:09 / 1 x geändert
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verehrter lost, das ist mir schon klar, dass du bei deinem Schlagabtausch mit augustine nicht das Rumpelstilzchen im Sinn hattest. Mir ist vor allem eine formale Ähnlichkeit deiner Aussage mit der des R. aufgefallen:
"Heute back ich,
morgen brau ich,
übermorgen hol ich der
Königin ihr Kind......"
Jede/r hat andere Assoziationen, denn wir sehen nur, was wir wissen. Mein Kommentar war auch eher augenzwinkernd gemeint. Ja, manchmal rumpelt es auch in mir noch ziemlich heftig, jedoch werde ich nie so zornig, dass es mich zerreißt. Aber irgendwie mag ich Rumpelstilzchen. Es konnte immerhin Stroh zu Gold spinnen. Das kannst du mit Worten auch, und so erwarte ich deinen nächsten Text mit einer gewissen Vorfreude. Und das ist jetzt keine Ironie !
Liebe Grüße
Jolante

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Elise
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Aber lost -
hätte ich bislang in diesem Forum einen Hang zur Ironie gezeigt?
Dieser ausführliche Kommentar an dich, das war mein 200. Beitrag hier.
Sollte ich solch Jubiläum mit Ironie würzen wollen?
Elise, nun: lost-like confused.

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arisia (Gast)
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hi, lost,
erst einmal, weit weg von aller Analyse, finde ich den Text anrührend und auch ergreifend schön.
Ich hab ja jetzt nicht so nah am Wasser gebaut, aber dieser Text schaffte es, daß einige Tränlein mir einfach aus den Augen rollten.
Es wird so eine Sehnsucht provoziert von diesem Text, Post an einen Verlorenen, also lost, von einer Verborgenen, der Meerfrau.
Nach vielem Lesen, Nachspüren und wieder Lesen, drängt sich mir der Gedanke auf, ob mit der Verborgenen, der Meerfrau, evtl. die Yin Seite des LI gemeint sein könnte, die die Flaschenpost an das Yang schickt, an das Verhärtete, das hinter den Mauern seiner Verhärung sich verloren fühlt.
Dennoch, die Post hat das LI erreicht, unabsichtlich, in einem unbewachten Moment, ward gefunden ohne Suche und dadurch eine Tür geöffnet, durch die das Yang mit dem Yin in Verbindung treten kann, Heilung des Risses stattfinden kann, der sich in den Zeitenläufen zwischen Yin und Yang aufgetan hatte. Das Yin flieht nicht mehr, sondern wartet auf Antwort, traut dem Yang zu, daß es nicht mehr verletzt wird, daß das Yang in den Zeiten der Trennung gelernt hat
“Gelingen. von deiner Hand, die mich findet”
achtsam mit den Gefühlen umzugehen.
Mag sein, daß es blühender Unsinn ist, was ich grad schrieb, so jedenfalls mein ganz subjetktives Empfinden.
liebe Grüße
arisia

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lost²
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was du schreibst, arisia, lese ich gerne als
Fortführung / Erweiterung des Animus-Anima-Themas,
von Elise angesprochen.
lost, der Verlorene - und die Verborgene, the hidden
woman, womöglich gar: the forbidden woman -
das ist eine interessante Paar-ung und vermöchte es
wohl, zu einem neuen Text anzuregen.
best. lost.

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