augustine
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Verzeih' die Stichgwortartigkeit, Gerd.
Wortfelder, die mir aufgefallen sind:
GEWALT: binden/Strick/Gewand ánwinden/Zwingen (Verb oder Subst. pl. oder beides?)/abwetzen
KRIEG (oder einfach auch GEWALT?: Wut/Wehr (aktiv) /rennen (pass.)/wild/Flammen/Schmerz/Schild (pass.)/Banner (akt.)
"so mancher" lese ich als "fast alle" - fast alle wollen mir Gewalt antun; aus denen ist ein Du herausgehoben, dem dergleichen wohl zuvor nicht zugetraut war; das Gewand: eine Zwangsjacke?
Gewand/Strick/Zwinge (wie Schraubzwinge?) sind bis aufs Blut gegangen (Rilke: 'auf meinem Blut tragen')
es entsprechen sich: "dein Flehen mir vergebens"/"mein Blick dir wild"; 'sie', nach aller Gewalt, die sie anzuwenden versucht hat, fleht nun, ist von der ihr entgegenschlagenden Wut entsetzt , die sie nicht erwartet hat, wirft "den Pelz" ab/hat ihn abgeworfen (Schafspelz, in dem ein Wolf steckt?), greift nicht an, rennt nicht weg, wird vom wilden Blick gebannt
sie soll "sich zeigen", sich unverhüllt, also eigentlich auch: nackt, wahrhaftig, soll zu erkennen geben, ob sie die Flammen der Ichs (gewesene Liebe, die es zu verzehren drohte) erkennt;
aber sie zeigt sich nicht, bangt nur; Verlustangst?
das Ich aber hat sich enthüllt, steht nackt auf kahlem Fels - ausgesetzter kann niemand sein; aber es gibt nicht auf, es VERbrennt nicht; es hat keine Waffen mehr, aber nimmt die Waffenlosigkeit zum Schild und das Brennen zum Banner: es steht zu sich selbst, es wird nicht vernichtet ...
Sag - verfehlt oder nicht verfehlt? Johanna

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