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Gerd
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am Rand
zum Dunkel
ist
Dein Schatten
festgefroren
wie
sollt ich Dich retten
wo ich
für Dich
doch Winter bin
kann mein Kuss
Dich nur
mit
Eisblumen verzieren

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ear
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Lieber Gerd, wie schon so oft, hast du ein sehr gelungenes, lautmalerisches Gedicht geschaffen.
Der Rand koennte einen ‘Schlagschatten’ darstellen, ein Bild sein, in welchem ‘Dein Schatten festgefroren’ ist.
Wie ein in Malerei und Photographie gewollter Gegensatz zum hellen Hintergrund wird es durch
’wo ich fuer Dich doch Winter bin’ kontrastiert.
Winter kann ein Symbol fuer Tod sein, oder vergebliche Hoffnung. Da bleibt nur ein kleiner Hoffnungsschimmer.
Ein Kuss, der Feuchtigkeit enthaelt, haette vielleicht die Moeglichkeit, den Schatten mit Eisblumen zu verzieren, welche wachsen , den Gesamtschatten bedecken und eventuell gar zum Schmelzen bringen koennten.

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augustine
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Lieber Gerd,
wie immer versuche ich mich einem Gedicht von Dir über Anschauung zu nähern; die kann falsch sein, aber jetzt weiß ich keine andere: das angeredete Du sehe ich in einer Helligkeit, wie sie um die Flamme einer Kerze entsteht - allerdings könnte das leicht ein Heiligenschein sein, und das meinst Du wohl nicht; aber es ist etwas um das Du, das einen Zugang nicht zulässt. "festgefroren" ist aber nur sein "Schatten" , die andere Seite, die in uns allen ist, nicht das Du selbst, das (vielleicht wie im Märchen) den Schatten um sich gelegt hat, weil es den Zugang zu sich nicht will - derzeit nicht will, nicht auf alle Zeit nicht (wie nicht auf alle Zeit Winter ist). Es empfindet den geliebten Anderen als "Winter", und so wären seine Küsse "Eisblumen". - Aber das Ich weiß, dass nicht das Du festgefroren ist, sondern eben nur sein Schatten. Darin liegt die Hoffnung, dass dies Gedicht nur einen Augenblick, eine Phase vielleicht bezeichnet.
So etwa? Liebe Grüße von augustine

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ferdi
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26.01.2007, 21:19 / 1 x geändert
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Gefällt mir wirklich gut :)
Am Anfang habe ich ein wenig mit dem "verzieren" gehadert - mir wäre da "geschmückt" lieber gewesen - aber inzwischen habe ich auch damit meinen Frieden gemacht. Alles ist gu, so, wie es ist :)

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Gerd²
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Hallo Ihr Lieben,
ear hat die wesentlichen Punkte schon aufgezeigt, doch augustine hat selbst die Details gefunden. Ja, kein Heiligenschein, sondern das Kerzenlicht, die Hoffnung, dass es sich nur um eine Phase handelt, die in diesem Augenblick festgehalten ist.
augustine, jede einzelne Deiner Silben beschreibt völlig treffend, was in meinem Kopf vorging als ich dies schrieb. Kannst Du von Hamburg über meine Schulter sehen? Du scheinst eine Astralreisende zu sein, die mir hie und da einen Besuch abstattet, wenn ich nachts zu später Stunde noch sitze und schreibe. Wenn dem so ist, sei willkommen.
ferdi, schön, dass Du mit dem „verzieren“ Deinen Frieden gemacht hast. Freut mich natürlich, wenn ’s gefällt.
Ich danke Euch, für ’s Antworten, Hineindenken, Einfühlen und auch Ringen mit einzelnen Worten.
Liebe Grüße
Gerd

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