lost
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"salz auf ihren zungen, salz in jedem wort, salz auf der messer spitze und tief unter die haut, salz in alte wunde, ihn zu lieben kostete sie fast das leben."
mit Verlaub, Seraphina, was ist das? ist da irgendwo ein freier Rhythmus, ein Sprachduktus, Metaphorik, eine geführte Bildsprache, eine abgerundete Figur?
ich lese nur eine redundante Aneinanderreihung von Klischee-Worten (mittels Betätigung der enter-Taste sekundenschnell zum "Gedicht" geadelt), um die Befindlichkeit einer "sie" auszudrücken (Bewältigungslyrik), von der zum Schluss dann berichtet wird, es habe sie "fast das Leben gekostet", "ihn" zu lieben - sieh da, 1 Sätzchen, unverhofft, ganz am Ende der Reihung. mitleidheischendes Sätzchen (seufze, Leser, sei betroffen!), welches übrigens genau so in der Gala stehen könnte (über Dita von Teese, die sich endlich von Marilyn Manson scheiden läßt. der ihr gar nicht gut tut mit seinen Spleens, neinnein!) oder in Echo der Frau (über eine von Boris Becker in der Besenkammer Benutzte. die Ärmste! das Schwein!) oder in der Bildzeitung (über Verena, die Freundin von Olli Kahn, oder aber auch über Conny, die Frau von Olli Kahn. beide so tapfer, ohja!).
mag der Schmerz (über das, was "er" "ihr" tat - oder eben: nicht tat) auch echt und tief empfunden sein, mag die Autorin dieser lyrisch (???) beschriebenen "sie" auch empfindungsvoll nahe sein - mit einem Gedicht hat der obige Satz so viel zu tun wie Marilyn Manson mit Conny Kahn. entern, alles klein und Messerspitze auseinander geschrieben "macht" noch keine Lyrik.
stelle die Wortreihung doch unter Notizen, das wäre ehrlicher, passender.
sollte ich dir zu nahe getreten sein, tut es mir leid. aber ich habe einen schlechten Geschmack im Mund, von einem heftig versalzenen Wassersüppchen (Tränensalz, year, I suppose), so dass meine Worte auch salzig sind. pardon.
regards, lost.

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