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Lucy
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Es schlich sich an,
langsam herein,
um zu verfärben unser rosarot.
In ein schwarzes Ding,
vor lauter Dunkelheit nicht mehr zu greifen.
Den Blick nach vorn,
die Stacheln aufgerichtet
und doch dringt Blut aus unserer Haut.
Jetzt, da wir liegen,
platt,
auf der Mitte der Straße,
die nicht mehr die unsere ist.

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arisia (Gast)
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hi, lucy,
ich habe deinen text mehrere male gelesen, ehe ich eine ahnung davon bekam, was du meinen
könntest.
verzeih, wenn ich total daneben liegen sollte, aber ich sehe in dem text einen von einem auto
überfahrenen igel, durch dessen ursrünglichen wanderungsweg nun eine straße führt.
die formale gliederung in 5 und 7 zeilen ist gefällig,
platt
als alleinstehende zeile konzentriert die aufmerksamkeit auf diesen moment.
aber wenn ich diese lesart wähle, habe ich probleme mit den ersten beiden zeilen
Es schlich sich an,
langsam herein,
ein auto fährt ja eher schnell, und wieso herein, fragezeichen,
ich würde HERAN an dieser stelle erwarten,
und nach rosarot sollte meiner meinung nach ein komma stehen, kein punkt.
vielleicht magst du uns ja aufklären.
verzeih die kleinschreibung, gänsefüßchen hab ich auch keine, auch keinen doppelpunkt,
großschreibung geht nur mit drücken von drei ungewohnten tasten, seufz.
liebe grüße
arisia

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zuppanova
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servus, möcht hier einige sätze schreiben!
der text steht unter 'Liebe', möchte sich also (wenn das ganze posting nicht ironisch gemeint ist, wovon ich aber erst mal nicht ausgeh) als liebesgedicht gelesen wissen. gemeint wäre dann etwa folgendes:
"wir waren ein liebespaar in einer rosaroten wolke oh-es-war-wunderbar, da schlich sich ganz unversehens und natürlich, ohne dass wir es wollten, ein böses, dunkles etwas heran, wir wussten nicht wie uns geschah, so schwarz war alles auf einmal, wir konnten gar nicht umgehen damit, so schlimm war es, so zerstörerisch, wir haben alles versucht, unsere stacheln aufgerichtet, dagegen gekämpft, versucht, unseren weg weiterzugehen, immer gradeaus geschaut, aber das half alles nichts: jetzt ist die liebe zuende, wir wissen gar nicht warum, aber es ist so, viele verletzungen haben stattgefunden, und wir gehen den weg/die strasse nicht mehr gemeinsam, so ein jammer aber auch gell."
ja, so etwa könnte es gemeint sein, allerdings wird das unzureichend transportiert, denn auch mir drängte sich (und zwar gleich beim ersten lesen) das bild von den plattgefahrenen igeln auf, das aber (so denke ich) wohl eher nicht beabsichtigt war. oder doch?
erste und zweite versgruppe sind nicht zusammengeführt, es fehlt sowohl eine innere logik (hat arisia bereits ausgeführt) als auch sprachliche stimmigkeit und durchformung. die bilder hängen unverbunden, lose im raum - in der ersten gruppe taucht auf:
"rosarot" <--> "schwarzes Ding", das wird aber nicht weitergeführt, bricht ab zugunsten der "armen platten blutigen igel mitten auf der strasse" in der zweiten versgruppe. das ist sehr ungünstig, und kann bei entsprechender leserdisposition eine gar nicht beabsichtigte heiterkeit erzeugen.
verzeih bitte, lucy, aber ich empfinde den text als ein
ziemliches "allgemeinplätzchen", von der aussage her einerseits
(was an sich gar nicht so schlimm ist, denn es gibt im grunde nichts,
was nicht schon einmal gesagt worden wäre),
andererseits aber auch sprachlich recht "dünn",
und das wiegt (meine ich) in diesem fall schwerer.
der text könnte gründlich überarbeitet und kon-zentriert werden.
es wäre sicherlich mehr herauszuholen.
lg und nix für ungut, zuppa.

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