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ear
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In Anthony de Mellos Buch "Warum der Schaefer jedes Wetter liebt" fand ich Weisheit in kuerzester Form dargestellt.
Ein alter Mann konnte stundenlang still in der Kirche sitzen. Eines Tages fragte ihn ein Priester, worueber Gott mit ihm spraeche.
"Gott spricht nicht. Er hoert nur zu", war die Antwort.
"Was redest du dann mit ihm?"
"Ich spreche auch nicht. Ich hoere nur zu."

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Klaus
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Liebe ear,
wunderbar! Genau das ist die Erkenntnis der
Mystik: Er und Ich sind dabei nur Hilfsbegriffe,
um überhaupt "darüber" eine Aussage zu
ermöglichen. Die volle Leere, die gefüllte Stille -
da ist Nichts und Alles in Einem, eine Aufhebung
der Begrifflichkeit - bis wir wieder anfangen zu
sprechen, dann sind wir wieder vordergründig
getrennt, es/er ist aber immer da und wartet...
In Anthony`s Buchtitel ist ja das Wort "Schaefer=
Hirte" enthalten, da wollte der gute alte Mann den
Priester wahrscheinlich beschützend nicht noch
weiter überfordern. Sehr leise und weise...
LG Klaus

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juey dai jia ren
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Man redet häufig nur, weil man nicht zu schweigen versteht.
(Hl. Ambrosius)
juey

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arisia (Gast)
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hi, ear,
ja, das ist das, was Bhagwan mal so beschrieb:
"Das Klatschen einer Hand".
zuzeiten können wir in einem solchen Bewußtsein leben,
zu anderen Zeiten kommt es uns wieder abhanden,
auch Erleuchtung ist ein Prozess in Wellen, und es dauert
eine Weile, bis wir eine Ebene halten können.
Trotzdem schön, daß wir wegisten ab und an einen
Glimbs erhaschen, und schön, daß dieses Erlebnis
ab und an gut und treffend formuliert werden kann.
liebe Grüße
arisia

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Elise
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Tractatus Logico-Philosophicus, Wittgenstein:
Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen -
(fröhliches Zitatesammeln zum Jahresende ... )
Elis.

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Klaus
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28.12.2006, 15:25 / 1 x geändert
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Da lieb ich auch den Meister Eckhardt:
"und wenn in der Kirche niemand wäre,
müßte ich es dem Opferstock predigen".
Reden ist silber, schweigen ist gold...
beides ist edel, wenn es klar ist...
LG KLaus

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Elise
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Den Mystikern bin ich zu manchen Zeiten gar nicht abhold, weil sie den Abgrund, die Leere, das Nichts umkreisen. Ein Schüler Meister Eckarts, Johannes Tauler, wird so zitiert:
“Man vermag dem Wort nicht besser als mit Schweigen und Hören zu dienen.“
Also wünsche ich euch passende Stille beim Schritt über die Jahresschwelle.
Liebe Grüße an alle,
Elise.

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Klaus
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29.12.2006, 07:21 / 4 x geändert
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So ist es - die Stille ist der Erfahrungsraum.
Tauler hat natürlich auch gesprochen -
er bezog sich ja gerne auf Meister Eckhart.
Schweigen - Sprechen - alles zu seiner Zeit...
Der Meister lachte -
die Schüler schauen staunend
in ewigem Raum
LG Klaus

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Klaus
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29.12.2006, 11:28 / 2 x geändert
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Es ist zum Lachen
sie suchen im Gedachten -
das ewige Spiel
Kein Haiku - einfach Spaß.
Und jetzt schweige ich brav...
LG Klaus

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rollerball
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Der Wissende redet nichts.
Der Redende weiß nichts.
Chinesische Weisheit

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ear²
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Herzlichen Dank fuer das Hervorholen und lieben Dank fuer eure Beitraege, die so ganz aufnahmen und weiterspannen, was in dem Zitat gesagt ausgesagt wurde.
Das beredte Schweigen zwischen zwei Menschen , welches mehr ausdruecken kann, als ein Zwiegespraech. Die kleinste Bewegung, das unwesentliche Veraendern der Koerperhaltung, das
Sich-Vertiefen in den Anderen, bringt Augenblicke tiefsten Verstehens.
Wie geschwaetzig und laut
Der Tag sich uns zeigt-
Die Nacht hoert zwar alles,
Aber sie schweigt.
Der hat es recht getroffen,
Wer sich genau praegt ein:
Das Herz muss immer offen,
Der Mund geschlossen sein.

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