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Gerd
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schmerzende Zeit
Dir
muss ich
mich ergeben
meinen Apfel
noch
so klein
hast Du
vom Baum gerissen
bevor
er den Herbst gesehen
und
seine Bäckchen gerötet

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ear
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19.12.2006, 08:14 / 1 x geändert
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Schmerzende Zeit, unsere jetzige qualvolle Zeit und das Weihnachtsgeschehen , vielleicht aus der Sicht der Mutter Maria gesehen, welche das Schicksal ihres Sohnes ahnte. Jesus Christus wird in alten Carols oft mit dem Apfelbaum in Verbindung gebracht."Christ the Appletree". Maria, muss ihren Sohn geopfert sehen, sie die "Handmaid" "muss sich ergeben".
Der Tartarus ein Wort , das sowohl den Gott wie den Ort bezeichnet, einen Ort, der in allen Religionen unter verschiedenen Namen erscheint , der in der Iliad und Aeneid beschrieben wird als zutiefst im Innern der Erde liegend, ein Ort der ewigen Verdammnis, in welchem die Gefangenen von Riesen bewacht werden(griechische Mythologie), oder ein Ort, der den schlimmsten Suendern vorbehalten ist.
Gerd, wieder kannst du in wenigen Worten so viel Tiefes ausdruecken.ear

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Jolante
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22.12.2006, 12:27 / 1 x geändert
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Lieber Gerd,
an dein Gedicht habe ich mich fast nicht rangetraut, so traurig ist es. Du machst mit wenigen Worten fassbar, welche Höllenqual (Tartarus ?) es ist, einen jungen Menschen zu verlieren, der jäh aus dem Leben gerissen wird. Der Apfel ist ein Symbol für jugendliche Frische und Lebendigkeit (Freya). In deinem Gedicht ist er noch klein (ein Kind ?) und seine Bäckchen sind noch nicht vom Herbst "gerötet" (eine junge Frau?). Das lyrische Ich ergeht sich nicht in Wehklagen, es fügt sich in sein Schicksal, "ergibt sich der schmerzenden Zeit". - Wie schon so oft, hast du ein ergreifendes Gedicht geschrieben, gerd, Es ist trotz seiner Kürze sehr elegisch. Ich musste an die "Kindertotenlieder" von Rückert, vertont von Gustav Mahler denken.
Liebe Grüße
Jolante

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Gerd²
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Hallo Ihr Lieben,
ich danke Euch sehr für Eure Kommentare und möchte nun selbst meine überfällige Antwort (bedingt durch Abwesenheit) nicht länger schuldig bleiben.
Eine liebe Freundin von mir musste lange warten, bis sie den Mann fürs Leben fand und noch länger, bis der ersehnte Kinderwunsch in Erfüllung zu gehen schien. Dieses sehnliche Glück war ihr jedoch nicht beschieden und der Traum vom eigenen Kind endete schmerzlich vor der Zeit. Meine Zeilen sind einen Versuch, ihre Nachricht an mich zu lesen. In ihren Worten fand ich keine Wut, nur Ergebenheit in diese weitere Prüfung ihrer doch schon so oft mit Schmerzen versuchten Seele. Obwohl sie nicht klagte, war doch zu spüren, dass sie Höllenqualen leidet. Ich habe selbst zwei Kinder und kann doch kaum ermessen, was ein solcher Verlust bedeutet.
Das Bild des Apfelbaums wollte mir zu ihrem Wesen passen, da sie sehr viel Natürlichkeit ausstrahlt, ein liebevoller Mensch ist und einen persönlichen Bezug zum ihrem Glauben hat.
Noch einmal Danke, für Euer mitfühlen und Einlassen auf meine Zeilen.
Liebe Grüße
Gerd

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