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ear
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Warum schreibt man eigentlich?
Wir bemuehen uns in diesem Forum um das Schreiben kleiner Beitraege, helfen uns gegenseitig, besser zu werden und lernen durch Anregungen.
Wie steht ihr dazu? Liebt ihr den Geruch von Bleistift und Papier? Was bringt euch dazu, ein leeres Blatt fuellen zu wollen? ear.

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Klaus
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Liebe ear!
Danke für deine Unterstützung! Du fragtest, warum
wir ein leeres Blatt beschreiben, hierzu ein Gedicht:
Das leere Blatt
Das leere Blatt ruft laut nach frischen Stiften,
es will beschrieben werden mit Geschichten,
sich auf das eigne Leben einzurichten
durch die Familie, die doch kann dichten!
Jetzt schreiben alle ausser Rand und Band,
nicht selbst erkennend ihre eigene Schand,
sie geben munter weiter, oft verdeckt
das Schoene, das sie fuehlen und den Rest.
Das Blatt wir angefuellt ganz still und leise,
die anderen drehen sich im eignen Kreise,
so sucht es dann, das Meiste zu vernichten,
um selbst einmal zu schreiben und zu dichten!
Das leere Baltt, jetzt frei und ungebunden,
sucht seinesgleichen, ist sich selbst genug -
ist es nicht schoen, die Zukunft auszumalen,
zu zeigen, dass man ist des Lebens klug?
Das Weisse wird gefüllt mit bunten Stiften,
der eigne Rahmen faellt zu kraeftig aus -
die Ideale sind verloren, nein, mitnichten,
so kehrt die Seele Vieles wieder raus...
Nicht mehr in fremden oder eignen Banne,
weht es im Unbekannten / Unbenannten -
das Blatt sich selbst jetzt schon im Kreise dreht
und leider auch die Welt nicht mehr versteht.
So faengt es wieder bei seinem Anfang an,
mit zarten Stiften beschrieben werden kann:
Dass alles kommt und alles geht - in ewig Einem -
da laesst sich`s liebevoll in Ruhe reimen!

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ear²
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Das ist eine sehr originelle Idee, das leere Blatt zu Personifizieren .
Das Blatt ruft zum Schreiben auf und laesst eine ganze Familie dies tun. Es moechte endlich sein eigenes Leben haben, wissen ,was die Zukunft bringt.
Der Erfolg ist spontan, die Familie schreibt darauflos, was ihnen so in den Sinn kommt.
Doch das Resultat ist unbefriedigend, so beschliesst das Blatt, selbst taetig zu werden.
Es geniesst die bisher unbekannte Freiheit und malt sich seine eigene Zukunft, voller Ideale und geht in “Unbekanntes” ,”Unbenanntes” vor. Doch da kommt es zum Stoppen, es versteht die Welt nicht mehr.
Wieder beginnt es mit Schreiben und Dichten, diesmal mit “bunten Stiften“ .Das Eigene wird stark betont. Ideale sind weiter da und Vieles wird aufgedeckt.
Doch ein nochmaliger Versuch wird begonnen: Diesmal waehlt es “zarte Stifte”, Ideale sind weiter da und jetzt geniesst das Blatte die Moeglichkeit, ohne weiteres Ueberlegen einfach “in Ruhe zu reimen”.
Klaus, das ist ein Gedicht voller Kreativitaet. Wunderbar.

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Jolante
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Hallo ear,
was bringt mich dazu, ein leeres Blatt füllen zu wollen ? - Nun, es ist ganz einfach der Wunsch, mich auszudrücken. Schreiben als Hoffnung und Versuch, "gelehnt an Luft" (Johannes Kühn), Halt zu finden in der Welt. Das klingt pathetisch, ist aber so. Mit dem Bleistift fing es an, dann kam die kleine Reiseschreibmaschine, dann die elektrische Schreibmaschine, irgendwann sogar mit Korrekturtaste, dann kam der PC, mein Assistent und Kollege, der das Schreiben zu einem sinnlichen Vergnügen macht. Dem Bleistift -ich höre entsetzte Aufschreie- bin ich untreu geworden. Viel lieber treibe ich es mit der Tastatur !
Abendgrüße in die Runde
Jolante

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juey dai jia ren
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| Zitat: |
Warum schreibt man eigentlich?
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Weil man Illusionen hat.
Weil man glaubt, etwas wäre wert, aufgeschrieben zu werden.
Weil man denkt, es würde andere auch interessieren.
Weil man hofft, etwas zu erschaffen, was bleibt.
Weil man glaubt, etwas sei wichtig oder gut, oder gar beides, zu schade um als flüchtiger Gedanke vergessen zu werden.
Also aus Illusionen heraus, die natürlich völlig unrealistisch sind.
Man weiss das, wenn man sich selbst gegenüber ehrlich ist. Dennoch tut man es.
Es ist eine Manie. Ein psychischer Defekt. Man muss schreiben. Andere zucken mit den Augen oder haben sonst eine Macke. Und manche müssen halt schreiben.
Es gibt sogar welche, die damit Erfolg haben. Die haben aber Glück gehabt :-)
juey
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Elise
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Wozu schreiben? Ich hinterfrage das nicht.
Manchmal ist da etwas, was sich herausschreiben möchte, und es findet keinen anderen Kanal als mich. Also stelle ich mich zur Verfügung und bringe es heraus, und ich arbeite so lange daran, bis ich fühle: jetzt ist es ganz da. Dann durchtrenne ich die Nabelschnur. Ich "hänge" nicht an meinen Texten. Ich will nichts bewirken mit Schreiben. Es gibt die Erinnerung daran, wann, wie, warum ich einen Text gemacht habe, wie es war, als er herausgeschrieben werden wollte, dass es gut getan hat, ihn zu schreiben. Das ist alles. Wenn etwas kommt und mich als Kanal benutzen will, um sich zu Sprache zu formen: bitte.
Zur Zeit ist da aber nichts. Ich bin stumm. Die Sprache schläft. Vielleicht bleibt es so. Ich weiß nicht. Es hängt davon ab, welche Menschen mir begegnen. Immer will etwas geschrieben werden zu einem bestimmten anderen Menschen hin.
Elise.

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Elise
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Hallo, arisia,
eine ähnliche Erfahrung (kühl oder 'bewusst' ans Schreiben herangehen) kenne ich auch, denn ich schrieb eine ganze Zeit 'Gebrauchstexte' für eine Zeitschriftenredaktion. Da musste dann bei dead line der Artikel da sein, sauber recherchiert und sauber geschrieben, und zwar für den Leser und nicht für mich und mein Selbstwertgefühl, und der deal war ganz simpel: bei guter Ware Geld aufs Konto.
Also kein Raum für Gefühlsduselei, für narzisstische Selbstbeschau und Selbstüberschätzung und Eigenlobhudeleien aller Art. Ganz coole Sache eigentlich - und ich denke eben, dass das wesentlich weniger anstrengend war als mein lyrisches Dilletieren hier, so mit allem Drum und Dran.
Viele Grüße, Elise.

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Jolante
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Hallo Elis,
auch ich habe viele Jahre Gebrauchstexte geschrieben, hauptsächlich Reden, Geleitworte für Festschriften, Texte für Broschüren und Presseerklärungen. Da musste ich auch ganz pragmatisch rangehen, viel lesen, viel recherchieren. Jetzt, im Ruhestand, genieße ich das freie (zweckfreie) Schreiben, bei dem ich erstmal Widerstände überwinden muss, um in Fluss zu kommen. Doch auch hier sehe ich (bei mir) keinen Raum für Gefühlsduselei, narzisstische Selbstbeschau u.ä., wie du, Elise, das gerade beschrieben hast. - Doch vor allem in deinen Texten, Elise, finde ich nichts dergleichen. Dein Schreiben wirkt auf mich sehr inspiriert, manchmal auch distanziert, aber immer völlig uneitel, .....und das gefällt mir !
Gruß Jolante

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Elise
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Ach, Jolante,
wär ich ein Mensch, wenn ich mich nicht freute über das, was du da geschrieben hast?
Uneitel ... ich denke, man kann es über die meisten sagen, die hier unterwegs sind ...
Mit vielen Grüßen -
Elise -
sonderbarerweise an Santa Klaus mit einer Narrenkappe denkend ... (was aber gar nichts zu bedeuten hat ... ) -

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juey dai jia ren
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aber immer völlig uneitel
Uneitel ... ich denke, man kann es über die meisten sagen, die hier unterwegs sind ...
Die gegenseitige Beteuerung der eigenen Uneitelkeit ist ein psychologisches Phänomen, man nennt es "aktive Verdrängung".
Oder - als Laie "sich selbst etwas vormachen"
juey

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Elise
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Nun, und wenn schon, wo läge das Problem, juey?
Nichts Menschliches sei uns fremd ...
Mit Gruß, Elise.

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juey dai jia ren
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Ich habe kein Problem damit, bin selbst eitel, deshalb weiss ich das ja!
Ich wollte euch nur an meinem Wissen teilhaben lassen.
juey

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Elise
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Ja, gut, genau das hatte ich mir schon gedacht,
und eigentlich könnten wir nun,
wo alle (du, ich, die anderen) Bescheid wissen, worum es geht,
uns in aller Ruhe gegenseitig die kleinen Eitelkeiten gönnen ...
Elise.

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juey dai jia ren
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Liebe Elise,
die Eitelkeiten haben oft ganz andere Gründe.
Ich hatte mal eine Therapeutin, die hat mich auf Bärbel Wardetzki aufmerksam gemacht und ihre Bücher.
Das ist aus einem ihrer Bücher, und das finde ich sehr interessant und aufschlussreich:
Viele Frauen besitzen kein stabiles Selbstwertgefühl. Nach außen zeigen sie eine intakte, selbstbewusste Fassade, hinter der sie sich jedoch verletzt, unsicher und minderwertig fühlen. Selbstwertschwache Frauen versuchen deshalb durch besonders gute Leistungen, Perfektionismus und Attraktivität einem Idealbild von sich zu entsprechen. Bei Kränkung, Zurückweisung oder Kritik werden sie schnell unsicher und fühlen sich ungeliebt. Damit gehen Schwierigkeiten in Beziehungen einher, die sie zwischen den extremen Ängsten bewegen: der Angst, verlassen zu werden, und der Angst, vollkommen vereinnahmt zu werden...
Aus: Weiblicher Narzissmus. Der Hunger nach Anerkennung.
Bärbel Wardetzki
juey

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Elise
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Na, das ist ja erfreulich, juey, wenn du bei der Wardetzki was gefunden hast, was dich weiterbringt.
Elis.

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Jolante
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19.10.2008, 11:23 / 6 x geändert
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Sollte wer unter den Schreiberlingen und Schreiberlinginnen dieses Forums sein, der/die gelegentlich davon träumt, seine/ihre Werke nicht nur den unerschrockenen Besuchern dieses Mixi-Planeten vorstellen zu wollen, sondern auch Millionen potentioneller Leserinnen und Lesern der großen weiten Welt, der/die lese bitte folgenden Spiegel-Artikel. Vielleicht bietet er auch ein wenig Diskussionsstoff über das hier lange vernachlässigte Thema "Warum schreibt man eigentlich?".
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,584468,00.html
Immer noch erkältete Grüße
in die Runde von Jolante
P.S.: Diejenigen, die sich ausdrücklich nicht als Hobby-Schreiber/innen sehen, bitte ich, sich nicht zu empören. Sie sind natürlich nicht angesprochen. (:

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kirmesbollo
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19.10.2008, 14:21 / 2 x geändert
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Ja, Diskussionsstoff bietet die Lektüre des Spiegel-Artikels wirklich, aber erstmal zur Motivation. Da findet sich meine Motivation in den obenstehenden Beiträgen auch irgendwo dazwischen wieder. Kompensation, Kommunikation, ja sogar Geschwätzigkeit. Manchmal auch das Gefühl, durch das Geschriebene etwas weniger „allein“ zu sein, denn wer liest nimmt Teil und umgekehrt kann das auch funktionieren, via Resonanz.
Zum Thema e-books und online-Veröffentlichung von ambitionierten Projekten bin ich eher unentschlossen. Wo es über myspace und ähnliche Plattformen schon einigen gelungen ist, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren und so auch zu Bekanntheit und auch Geld (!) zu kommen, scheint mir das bei literarischen Veröffentlichungen eher problematisch. Auf lange Sicht, gibt es nur wenige Wege, die an der „Industrie“ vorbei führen. Das gilt gleichermaßen für den Schreiber, der meint „etwas zu sagen zu haben“, als auch für jene, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen wollen. Ein Interpret, eine Band verdient letztendlich weniger durch den Verkauf von veröffentlichtem Material, als durch die Livepräsenz der von ihnen komponierten Musik. Wie sieht das im Fall der digital kopierbaren Literaturveröffentlichung aus? Wieviele Möglichkeiten am Autoren vorbei an das Material zu kommen wird es da geben? Da bin ich eher pessimistisch, die Musik verkommt, bis auf wenige Ausnahmen zur Ware auf einem globalen Markt, warum, betrachtet man die Entwicklung in der e-Literatur, sollte es dort anders aussehen? (Die Todesfuge als funky Klingelton, um mal polemisch zu werden). Gut für den Wald, schlecht für die Autoren. Vielleicht sehe ich das zu drastisch, das sei eingeräumt, aber ich finde es nach wie vor chic, ein Buch zu lesen, und nicht auch noch bei der Lektüre von Belletristik, oder Lyrik auf einen Bildschirm zu starren, auch wenn man Haptik, Typographie und all das außer Acht lässt. Bis dahin mal so ein kurzes Brainstorming von meiner Seite.
dkb

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ear²
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20.10.2008, 16:13 / 1 x geändert
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Wahrscheinlich liegt es an meinem Alter. aber ich verabscheue es, ganze Seiten am Bild-Schirm zu lesen.
Wie anders ist es, ein altes Buch in der Hand zu haben, den etwas modrigen Duft zu empfinden, die Finger ueber duenne Seiten mit Text und Graphik gleiten zu lassen, jederzeit unterbrechen zu koennen, ein paar Seiten oder ein Kapitel zurueckzublaettern,weil ein Satz, eine Wortwahl ungewoehnlich erschien. Das alles wuerde ich vermissen am Bildschirm.
Auch habe ich eine Tendenz aus Studienzeiten beibehalten, gewisse Dinge anzustreichen, Ideen zu vermerken , um sie schneller wiederzufinden.
Eigenes Schreiben konzentriert, regt an zum Verbessern.
'Books on Demand'wird sich nur bei ausgefallendsten Themen rentieren, wegen der Kosten. Ein kuenstlicher Schatten, um Falz vorzutaeuschen, ein Klicken, statt zu blaettern, verbessern schlechtes Schreiben nicht.
Was hat BookRix mit Demokratie zu tun? Bei der Fuelle staendig entstehender richtiger Buecher, die gerade gedruckt schon als Ladenhueter gelten, kann das Interesse der Verlage an Neuentdeckung nur gleich Null sein.
Sollte eine Kritik von Lesern in BookRix zu Verbesserungen fuehren, waere etwas Positives erreicht.
Wie kirmesbollo ausfuehrte, Baeume werden verschont, aber.....
es war nett von dir, Jolante, das Alte auszugraben und den Spiegel- Bericht zugaenglich zu machen. Dir und kirmesbollo herzlichen Dank, ear.

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Schmetterling
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Ich glaube man kann diese Frage nicht generell beantworten, aber ich kann sie für mich beantworten, im Stillen. Ich kann leise darüber nachdenken, und doch die Antwort schon tief in mir wissen, bevor ich noch die Frage gestellt habe.
Für mich ist das Schreiben ein Ausgleich, wie es für manch anderen vielleicht laufen oder Fußballspielen sein mag. Es lenkt mich ab, vom Alltag des Lebens und der Eintönigkeit mit der die Wochen und Monate vergehen.
Aber viel wichtiger noch als die Ablenkung, ist das Kennenlernen eines neuen 'Ichs'. Jemanden in mir, den ich nur durch das Schreiben bemerke, jemanden der so anders als ich ist, und doch zu mir gehört, wie eine Hand, wie meine Seele, mein Geist.
Jeder Satz, jedes einzelne Wort bringt mich auf dem Weg zu mir selbst weiter, leitet mich zu dem tiefsten Inneren, welches sich sogar vor mir selbst nur offenbart wenn ich Schreiben.
Dieses beschreiten eines sonst unbekannten Weges macht das Schreiben auch zu einer Sucht nach dem unglaublichen Glücksgefühl, welches mich nach dem Fertigstellen einer Geschichte, oder auch nur dem Schreiben eines Satzes überkommt.
Zu dem Bericht kann ich eigentlich nicht viel sagen, da es für mich unvorstellbar wäre, meine Texte und Geschichten im Internet zu veröffentlichen, zu sehr persönliches steckt hinter den Worten.
Allerdings lese ich gerne Texte in Foren, und versuche mich auch selbst ein wenig an den Vorschlägen zu orientieren.
Um auch selbst die Texte anderer zu kritisieren fehlt mir oft die Erfahrung, und auch wenn ich etwas ändern würde, kann ich nicht den Mut aufbringen diese Idee dann zu posten da ich mich einfach zu jung fühle.

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augustine
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Schmetterling -
kennst du von Christa Wolf den Satz: ..."daß ich nur schreibend über die Dinge komme"? ihrer Christa T. in den Mund gelegt.
"Über die Dinge" wirst du beim Schreiben schon auch kommen, nicht nur 'über dich selbst'. Aber es gefällt mir, was du geschrieben hast; auch, weil du deine Jugend reflektierst und nicht sieben oder 17 geschriebene und gepostete Zeilen schon für bedeutsam halten würdest. Das ist leider das, was üblich ist.
Aber ich frage mich - und dich -: wenn du deine eigenen Texte gar nicht herzeigen möchtest/kannst/noch nicht kannst - warum hast du geschrieben, dass du NICHT hier schreiben möchtest?
Vermutlich hast du aber in diesem Forum manches gelesen und wirst es wohl weiterhin tun. Vielleicht schreibst du dann doch mal was ...
Das würde jedenfalls gerne lesen
augustine

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Schmetterling
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19.05.2009, 22:25 / 1 x geändert
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Hallo augustine,
Christa Wolf's Satz war mir bis jetzt nicht bekannt, aber ich werde ihn mir gut merken, denn in gewisser Weise beschreibt er kurz und genau warum ich schreibe.
Auch um auf Zitate wie dieses zu stoßen, welches in so wenigen Worten beschreibt, was ich in einigen Absätzen nicht vermag, habe ich mich nach einiger Zeit des stillen Mitlesens nun hier angemeldet.
Meine Jugend ist ein Vorteil, sie macht mich einsichtig, gibt mir die Chance Erfahrungen zu sammeln und für das Leben zu lernen.
Doch genauso ist es ein Nachteil jung zu sein, denn oft sind einem die Pläne die man schon im Kopf hat, noch nicht möglich. Man muss warten bis man alles nötige weiß, und erst dann kann man seinen Wünschen auch mit Aussicht auf Erfolg nachjagen.
Für mich gibt es noch sehr viel zu Lernen, und ich werde in diesem Sinn, so hoffe ich, noch lange Zeit jung bleiben.
Bedeutung ist ein sehr interessanter Begriff, den für mich selbst hat jedes Wort welches ich sage oder schreibe einen Wert. Dennoch bin ich nicht so anmaßend zu glauben, dass jeder dieselben Gefühle oder Gedanken wie ich haben muss.
Aber wie du bereits erwähnt hast, denken und fühlen viele Menschen in meinem Alter wohl anders als ich, auch wenn es für mich unbegreifbar ist, wie man sich selbst für den Mittelpunkt des Raumes und der Zeit halten kann.
Es ist eben das Lesen und Lesen-Lassen ein Teil, der schon bereits angesprochenen Erfahrung, die ich erst sammeln muss, denn noch nie habe ich einen selbst geschriebenn Text durchgelesen.
Noch nicht einmal bei den Deutsch-Schularbeiten in der Schule kann ich mich dazu durchringen ihn nur auf Rechtschreibfehler zu korrigieren.
Auch das Herzeigen meiner Texte fällt mir sehr schwer, und nur Personen die mein größtes Vertrauen genießen, dürfen das ein oder andere Mal Kurzgschichten oder ähnliches lesen.
Das Nicht-Posten in diesem Forum, war eher auf eben diese Geschichten bezogen, und nicht auf die Unterhaltungen selbst.
Und vielleicht werde ich mich dann doch eines Tages hier eine kleine Geschichte veröffentlichen, ich hoffe dass ich den Mut dazu finden werde.
Schmetterling

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augustine
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Hallo, Schmetterling -
ich hab' mich gefreut über deine schnelle ausführliche Antwort. Dies jetzt nur einfach als kurze Rückmeldung.
lg augustine

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Gerd
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20.05.2009, 08:50 / 1 x geändert
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Ciao Schmetterling,
ich weiß, Du wolltest Dich noch nicht vorstellen und nicht in die offiziell gewordene Vorstellungsrunde einreihen, wie dies auf unserer bella isola Lyrica inzwischen üblich ist, für jene, die hier schreiben, doch sind Deine beiden Antworten für mich so eindrücklich und das eigene selbst beschreibend, dass ich diese kaum anders sehen kann. So viel Bewusstheit gepaart mit einer aufrichtigen Bescheidenheit ist mir bei einem Menschen Deines Alters, auch hier, selten begegnet. Und ich meine, Bewusstheit ist es, das es zum lebendigen Schreiben braucht.
Lass Dir Zeit mit dem Posten eigener Texte solange Du magst und lies Dich durch unsere Täler und unsere Höhen, bis Du selbst ein Stück anfügen möchtest.
Benvenuto mia farfallina piccola

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zuppanova
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Grüß Dich, Schmetterling.
Als kleine Randnotiz noch hergeschrieben:
Es gibt einen Faden (Link), da können "erste Versuche" hergezeigt werden, ohne dass mit Kritik am Text gerechnet werden müsste.
LG zuppa
(... einen Gruß in den Äther an ear, da ich grad ihren Namen les ...)

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Schmetterling
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Hallo!
Danke augustine, für deine Rückmeldung!
Und auch herzlichen Dank an zuppanova für den Tipp, auch wenn ich meine Texte wohl doch in einem eigenen Thread posten werde, da Kritik, wie negativ sie auch ausfallen würde, sehr wertvoll für mich wäre.
Gerd, wie du richtig erkannt hast, wollte ich mich noch nicht vorstellen, da es mir nicht richtig erscheint in einem Forum welches sich den Texten widmet, meine Persönlichkeit vor diese zu stellen. Und eben deshalb werde ich mich auch erst dann vorstellen, wenn ich es geschafft habe eine meiner Kurzgeschichten oder Erzählungen zu posten.
Mir war nicht klar wie sehr auch kurze Antworten für sich sprechen können, wie viel sie zu erzählen haben. Und so kennst man einen kleinen Teil meines Charakters schon, wenn ich vielleicht schon früher als ich gedacht hätte, hier einen Text veröffentlichen werde.
Mich freut, dass du mich für bescheiden hältst, glaubst dass vielleicht ein Fünkchen Bewusstsein in mir reift, auch wenn ich es selbst noch nicht in mir entdecken kann, so mag es sich mir möglicherweiße in der Zukunft offenbaren und von großem Nutzen sowohl für das Schreiben als auch für das Leben sein.
Liebe Grüße,
Schmetterling

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Gretchen
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Heiala, Schmetterling, jetzt hast Du's geschafft, hast mich e c h t so was von neugierig gemacht, ob und wann und wie Dein erster Text vom Himmel fällt ... oder fliegt. Ja, die Bescheidenheit ist eine Zier --- so lange sie nicht instrumentalisiert wird.
Grüße von Gretchen Ohnezier

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Jolante
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Hallo Schmetterling,
nach so viel unbewusster Bescheidenheit oder bewusster Tiefstapelei, ich vermag das nicht zu beurteilen (bin aber zugegebener Maßen etwas argwöhnisch), hast du immerhin mein Interesse geweckt. Ja, ich bin gespannt auf einen Text von dir, und sei er hinsichtlich seiner Qualität auch noch so bescheiden. Um ein abgegriffenes Sprichwort zu bemühen: Wir kochen hier (fast) alle nur mit Wasser.
Es grüßt Jolante

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Schmetterling
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Hallo an alle,
habe leider im Moment nicht all zu viel Zeit, wollte nur, da jemand Interesse an einem Text hat, schnell erwähnen, dass ich einen unter Entwürfe gepostet habe.
Über Verbesserungsvorschläge würde ich mich freuen.
Schmetterling

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