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Phaidros
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05.12.2006, 16:10 / 4 x geändert
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Weißt du noch…
Wie damals Alles war
Wie wir uns liebten
Ich machte sich so oft rar…
Es war Alles so furchtbar neu,
wir tranken so gierig…
wie ich das Alles bereu
Mit Achtung und Vorsicht,
taten wir Schritt für Schritt
wie ich nun über all das richt’…
ganz heimlich wird ich mir all dessen gewahr…
und wie wir schon damals wussten,
wie wahr schon damals alles war…
weißt du noch…?

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augustine
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05.12.2006, 17:02 / 1 x geändert
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Wo hat dieser Text auch nur das geringste Bisschen lyrischer, ja sogar: gedanklicher Qualität?
Wo liegt irgendeine Begründung, Leser mit dergleichen zu belästigen?
augustine
Und was tut dies Gestammel unter der Rubrik 'Politik'?

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Latenta
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05.12.2006, 17:16 / 1 x geändert
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Woher hat die Konigin nur ihr Zepter?
worüber soll der Zepter richten?
Das dicke Fell entstand wohl im Sturm vorm Spiegel?
wann nimmt der Kritiker sich zurück?
warum lässt man den Schreiber kein Glück?
Das Zepter hart und kaltes Herz so voll mit Schmerz?
und zieht doch zurück in schwacher Form
l

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Phaidros²
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Hallo Augustine,
Zum einen bin ich n bißchen erfreut über ne emotionale Regung in diesem Forum (fast ehrt mich dies) und belustigt über deine immer gleiches Muster an Reaktionen auf Texte, von denen ich glaube, dass Du sie nicht wirklich erfassen kannst.
Ich bin kein Profi im Schreiben, was auch immer das sein mag und wer auch immer sich anmaßen mag, einen solchen zu berufen und doch, vielleicht deshalb fühl ich mich frei entspannt ans Formulieren zu gehen.
Zum Anderen frag ich mich warum Du ständig nach Außen greifst? Du fragst , forderst, hetzt...
Naja, bin ja kein Psychologe...
Liebe Grüße,
Phaidros

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lost
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05.12.2006, 18:50 / 1 x geändert
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nun, auch ich rätsle über diesen Text ...
... was der Autor wohl mitteilen möchte
... auch warum der Text in 'Politik' gestellt ist ...
es ist so, Phaidros, dass auch ich Fragen habe:
nimmst du deine eigenen Texte ernst?
stehst du zu ihnen?
kannst du erklären, was du an den Leser herantragen möchtest?
möchtest du überhaupt etwas transportieren zum Leser hin?
möchtest du Reaktionen vom Leser? wie beschaffen?
ist Schreiben eine Art von Regression für dich (Entspannung)?
ist Schreiben ein Spiel? was für ein Spiel?
mit anderen (=Lesern) oder gegen andere?
ist Schreiben für dich so: wenn der Innen-Druck
stark genug ist: hinhocken und rauspressen? danach Erleichterung?
du kannst dich ärgern über diese Fragen. oder nicht.
sie sind nicht höhnisch gemeint. sie sind gestellt, weil sie auftauchen
in mir, hier, an dieser Stelle. du gibst einen Text, er wird gelesen,
Reaktionen kommen von anderen Menschen.
von mir diese Fragen. warum sollte ich sie zurückhalten?
du kannst sie
aufnehmen, bedenken, beantworten. oder nicht.
an und für sich schadet es nicht, das eigene Schreiben
zu reflektieren.
regards, lost.

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Phaidros²
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05.12.2006, 23:35 / 1 x geändert
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Lieber, nun doch bissig gewordener(?) Lost,
ich wiederum frage mich wie du darauf kommst ich könne was gegen Fragen und Selbstreflexion haben.
Im Gegenteil, worin wiederum meine Abneigung gegen retorische und selbstdarstellende Fragen begründet liegt. Sie verhindern genau dies!
Da also euer beider Fragen keine Fragen scheinen, die zu einr wirklichen Kommunikation einladen, verzichte ich diesmal darauf zu antworten.
Man kann Texte auch einfach nur respektvoll lesen, schauen ob sie berühren oder nicht und dann und aus dieser Haltung Kommentieren oder auch nicht.
In diesem Sinne und noch immer mit Hoffnung,
Phaidros
P:S.: Regression hat mit Entspannung nicht viel zutun. Diese Frage macht so kein Sinn...

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lost
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Phaidros,
dass du unterscheidest zwischen Regression und Entspannung,
das ist eine Antwort. und zwar eine,
die ich begrüße und die mir auch etwas über dich mitteilt.
die Frage hat also doch "Sinn gemacht".
ansonsten: Du weichst aus - so komme ich darauf,
dass du etwas gegen Selbstreflexion hast.
für mich gibt es mehr Kriterien an einem Text,
als dieses eine: ob er mich berührt oder nicht.
es gibt Texte, die mich überhaupt nicht "berühren" -
die ich aber aus anderen Gründen schätze.
wenn du Texte öffentlich machst, musst du damit rechnen,
dass jemand dir antwortet und sagt:
"ich lese das und meine, dass es sehr, sehr grob gemacht ist. es ist nicht verdichtet, ich finde keine Metaphorik, es behauptet sich nicht als Gedicht. es ist kein freier Vers, es ist nicht rhythmisiert, es hat aber auch keine klar erkennbare andere Form, die Reime sind sehr ungeschickt und unsauber, man weiß nicht genau, ob sie überhaupt beabsichtigt sind, es wirkt in der Schrift schlampig und schnell dahingehauen, der Inhalt erschließt sich mir nicht. was hat es mit Politik zu tun? warum hast du es dahin gestellt?"
so etwas zu sagen, das ist nicht unbedingt respektlos (wie du mir unterstellst), es könnte ja auch ganz einfach ehrlich sein. dass es weniger angenehm ist, als wenn ich sagte: "du hast ein wunderbares Werk geschrieben, welches mich zuinnerst berührt" - das verstehe ich wohl. aber: sollte ich deinen Speichel lecken? sollte ich lügen? wäre dir damit geholfen?
freilich kommt es nun ganz darauf an an, was du mit deinem Schreiben willst. das entscheidest du, das ist klar.
ich hoffe, du verstehst nun, dass meine Fragen weder rhethorisch noch selbstdarstellerisch getönt waren. nimm sie doch einfach als das, was sie sind: etwas unangenehme --- Fragen.
auch ich bin hoffnungsvoll, lost.

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Phaidros²
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06.12.2006, 01:20 / 1 x geändert
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Lieber Lost,
da ich optimistisch davon ausgehe, dass du den Begriff der Regression wohl doch kennst, muss ich wohl doch von Rhetorik ausgehen... So wie :ist Schreiben
für dich so: wenn der Innen-Druck
stark genug ist: hinhocken und rauspressen? danach Erleichterung?" durchaus unterhaltsam ist, aber nicht rhetorisch?
Auch muss hier keiner sein und sich mit diesen Texten beschäftigen! Daher gehe ich schon davon aus, dass wir auf die Texte reagieren, die uns berühren,
zu denen wir einen Bezug finden, die uns in irgendeiner Form ansprechen.
Ich mag Kritik! Doch du und vor Allem Augustine habt Fragen aneinandergereiht, dessen Beantwortung nur euren Spott krönen würde. Warum sollte ich mich auf
dies oder Ähnliches einlassen?
Weder dich noch Irgendwer versuche ich zu verpflichten mein Text gut zu finden, nur ein respektvoller Blick und Umgang wäre schön und verhindert keine Konstruktivität,
sondern bildet die Basis.
Lasst doch Fragen wie was dieser Text mit Politik zu tun habe einfach mal unbeantwortet im Raum.
Ich fühle mich nicht verpflichtet einem Pfleger gleich offene Münder augenblicklich zu stopfen nur weil sie schreien... und wehe dies passiert nicht sofort...
Ihr legt zuweilen eine arrogant anmutende Konsumhaltung zutage, die, wie ich finde, einem wirklich kreativem Klima, einfach Gift ist.
Und nun mag dies angepisst klingen, doch Lost! Wäre dein Geplänkel wenigstens wirklich versiert oder unterhaltsam, ich könnte mich an diesem erfreuen… Sollte
der Wolf tatsächlich in die Jahre kommen?
In abnehmender Hoffnung…Phaidros

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lost
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nun, Phaidros, plänkeln wir noch ein wenig: ich unterhalte mich recht gut dabei!
du weichst weiterhin aus.
Begriffe wie: respektvoller Blick, Konstruktivität, kreatives Klima, Konsumhaltung: sind wertlose Worthülsen, in die Luft geworfene Schlag-worte, wenn einer sie (wie du es tust) ohne klar umrissenen Bezugsrahmen verwendet.
was genau ist beispielsweise ein "kreatives Klima"? und was haben all diese Begriffe mit deinem Text und mit meinen Fragen zu tun?
entlarvend ist dein Satz:
"Ich fühle mich nicht verpflichtet, einem Pfleger gleich offene Münder augenblicklich zu stopfen, nur weil sie schreien... " -
hier stellst du ein Foucoult'sches System auf, eine Hierarchie der Rollen (Altenheim, Psychiatrie ect.), und phantasierst dich selbst in die Rolle des Mächtigen (= Pfleger) und deinen Gesprächspartner (also mich) in die Rolle des Ausgelieferten (= der mit offenem Mund schreiende Alte oder psychisch Kranke). in dieser Rolle des Mächtigen darfst du dich getrost zurücklehnen, abwinken und sagen: "ich fühle mich gerade nicht verpflichtet". das ist natürlich sehr bequem, bequemer als Auseinandersetzung und Sich-Konfrontieren allemal. freilich, so funktioniert weitestgehend das System, in dem wir leben, du wählst also einen kon-formen Weg. mit Selbstreflexion hat dieser allerdings nicht viel zu tun, schon eher damit, sich etwas in die Tasche zu lügen.
ob nun mein Geplänke, wie du es nennst, für dich unterhaltsam ist, schert mich wenig.
dass du sagst, es sei nicht versiert, ist eine unbewiesene Behauptung. wenn du erläutern kannst, was genau denn nicht versiert ist an meinen Worten (Bezug), und wenn du begründen kannst, warum und in welchem Zusammenhang es nicht versiert ist: dann tue es doch. meine Vermutung: du bist nicht in der Lage dazu. stattdessen wirst du eine weitere Ausweichmöglichkeit finden (siehe oben: "ich fühle mich nicht verpflichtet ...").
best regards and smooth dreams,
lost.

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Phaidros²
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Na Lost?
Nu hab ich doch ne Weile überlegt wie, wenn überhaupt, ich dir antworten mag, damit wir nicht in ne klebrige Spirale geraten. Im Folgenden das Resultat:
Ich habe nichts gegen die Form deiner Sprache! Nicht versiert finde ich Sprache wenn sie Fachbegriffe benutzt, mehr wenn dies unnötig und am Meisten wenn dies gar falsch oder missbräuchlich geschieht. Nun der Bezug zum Text(?) Mehr zu unserer Auseinandersetzung:
Mit dem Effekt des „Foucoult'sches System“ lenkst du vom Gesagten ab, wertest es weiter vorher sogar pauschal und ohne Begründung als Worthülsen .Ä. ab. Der Inhalt bleibt: Menschen die fordernd Fragen nach Außen richten (manchmal scheint mir die Existenz von Fragen allein schon ein Kriterium für mindere Qualität) und ablehnen was nicht in die eigene oder erlernte Form passt, legen eine selektierende Konsumhaltung an den Tag, die für Neues(Kreativität) nicht wirklich Raum lässt.
Auch „Regression“ scheint mir weiterhin nett verpackt und och falsch verwendet.
Und nu,weil ich deine Fragen dennoch nicht unbrauchbar find, ein paar Antworten:
Ich stehe zu meinen Texten, meistens, und nehme sie aber nicht all zu ernst!
Mit dem Transportieren von Botschaften… Es ist mehr so, dass ich, wenn ich schreibe, an Was dran bin/war und wenn ich’s veröffentlich glaub ich, dass andere Menschen davon provitieren könnten… oder ich von ihnen.
Ob Schreiben ein spiel sei…? Manchmal vielleicht! Spräche was dagegen?
Nun… und das mit dem Hinhocken und Rauspressen… Vielleicht stimmt auch das zuweilen. Manchmal mag’s mir besser gehen, wenn draußen ist, was großen Druck erzeugte. Ist es deshalb immer ne Wurst?
So… und wenn du nu überdenkst, was wir hier tun,und dies in Beziehung setzt, zum Beispiel zum Titel, kommst du vielleicht auf die Antwort zu deiner Frage, was dies Alles wohl mit Politik zu tun habe…
In guter Absicht und Resthoffnung) P

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lost
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wohl, Phaidros,
bin es zufrieden. zwar ist deine Haltung zum Fragen
sehr verschieden von der meinen:
magst du es wie Stochern mit spitzen Stöcken empfinden,
wenn einer dir Fragen stellt,
so sind für mich die Fragen wie Fühler
hinaus zu dem anderen hin ---
jedoch, es bleibe fürs erste einmal so stehen,
und das Focault'sche auch.
deine Antworten nehm ich und sage:
lassen wir in diesem Sinne die klebrige Spirale
links liegen und stellen stattdessen in guter Absicht
uns auf eine gemeinsame Resthoffnungsplattform.
mir wäre es recht.
regards, lost.

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arisia (Gast)
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hi, phaedros,
ein bißchen spät habe ich deinen Text endeckt. :)
Einmal, alles ist Politik, vor allem das allg. sog. Privatleben.
Ich kann aber auch den Bezug zu dem sehen, was wir allgemeinhin als Politik bezeichen -
das Verhältnis von Merkel zu Müntefering -
"!ch machte sich so rar", d.h. für mich, die Koalition war zu diesem Zeitpunkt wichtig, das
"Ich" der jeweiligen Partei stand nicht so im Vordergrund, Hauptsache war, an die Macht zu
kommen. Nun kriechen langsam die "Ichs" wieder aus ihren Löchern, aber Harz IV ist
immer noch wahr, als Fakt, nicht als Überzeugung, aber an der Gesundheitsreform trennen
sich die Geister langsam.
Was ich lassen würde, wären die "So's, ich würde Zeile 3,4,5 so bevorzugen:
...
Ich machte sich oft rar
Es war Alles furchtbar neu,
wir tranken gierig…
die "So's" sind überflüssige Füllsel, verwässern den Text, meiner Meinung nach.
So mal meine Ideen zu deinem Text,
liebe Grüße
arisia

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