| |
|
ferdi
|
19.11.2006, 21:37 / 3 x geändert
|
|
Trübe war dieser Tag, doch gut geeignet zum Dichten!
Hört, was ich heute ersann, während der Regen noch floss.
Einer uralten Strophe der Griechen gebührt hier der Anfang!
Regen war auch jener Zeit und jenem Ort wohlbekannt.
Regen trommelt aufs Dach, gibt erst am Abend Ruh.
Geht und kommt bald zurück, prasselt nun an die Tür;
Als ich öffne, steht draußen
auch sein alter Kumpan, der Wind.
Eine Momentaufnahme aus vier vergnüglichen Zeilen
Setzt nun die Reihe fort! Wer außer mir wohnt im Dach?!
Mein Dach hat ein Fenster,
An das klopft der Regen:
„Ach, lass mich herein!“
„Bedaurere: Nein.“
Lest nun als drittes ein Werk in zwei Teilen, von denen der erste
Hoch in den Wolken spielt – Blicke, was schweift ihr zum Dach?!
Tick, Tick, Tick.
Im Wolkenreich
die Regenuhr:
Pro Tick fällt nur
ein Tropfen.
Tack, Tack, Tack.
Mir fällt aufs Dach
mit stetem Schlag
den ganzen Tag
der Regen.
Schweigen will ich vom Dach nun! Mein lächelnder Blick geht zum Boden;
Zwar ist er nasser als nass, doch auf ihm schwimmt auch Humor.
„Aus Wolken werden Pfützen,
Aus Pfützen werden Seen,
Wem kann denn das wohl nützen,
wer soll denn das verstehen?“
So fragt genervt die Feuerwehr
Und pumpt den nächsten Keller leer.
Damit ist sie beendet, die kleine Reihe von Werken,
die euch vom Regen erzählt, auf dass ihr diesen vergeßt.

|  |
Gretchen
|
Hei ferdi!
Hast eine richtige kleine Regen-"Strecke" gemacht, vier Momentaufnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, so Vignetten vielleicht, eingerahmt mit odysseischen Hexameterfriesen.
Am liebsten mag ich die Regen-Uhr statt Sonnen-Uhr,
einmal Tick
einmal Tack
und fertig iss die (Regen)Laube.
Ich wohn ja im 2. Stock, unterm Dach, Keller hab ich nicht so wirklich, und deshalb kann ich der Feuerwehr auch ganz gelassen zugucken.
Bin eigentlich kein sonn' Wettermensch, zwar red ich davon, weil dat alle immer tun, weiß abba manchmal kaum, was fürn Wetter denn iss. Muss demnächst aber mal zu mein Dachfenster hinlauschen - fällt mir womöglich auch ein Regen-Gedicht ein - oder ein Sonnen-Gedicht, wennse so richtig da drauf knallt ...
Wie gehts der Frau Flaum?
Schöne Grüße von der Regen-Grete.

|  |
|
|