Herrscherlob ... · augustine · ·


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      augustine



Herrscherlob ...

   15.11.2006, 18:34 / 1 x geändert



... pflegt schwachsinnig zu sein.

Hier zwei Beispiele:

(aus: Der Neue Conrady, Düsseldorf und Zürich 2001, 717)

Heinrich Anacker:
Deutsche Ostern 1933

Hört ihr die Osterglocken
frohlocken?
So haben wir noch zu keiner Frist
des Festes Sinn verstanden
wie heute ...Denn Deutschland selber ist
leuchtend auferstanden.

Hört ihr die Osterglocken
frohlocken?
Auch Deutschland erlitt sein Golgatha
und ward ans Kreuz geschlagen -
nun hat das Bittre, das ihm geschah,
herrliche Frucht getragen.

Hört ihr die Osterglocken
frohlocken?
Auch Deutschland hatte der Mütter viel
mit dem Schwert im blutenden Herzen -
nun läßt sie das österlich-hohe Ziel
vergessen alle Schmerzen.

Hört ihr die Osterglocken
Frohlocken?
Auch Deutschlands Grab ist heute leer:
Das Volk hat heimgefunden -
und war der Stein auch noch so schwer,
es hat ihn überwunden.

Hört ihr die Osterglocken
frohlocken?
So haben wir noch zu keiner Frist
die Botschaft tief verstanden -
denn Deutschland ist, wie der heilige Christ,
leuchtend auferstanden!



aus: Du Welt im Licht. J.W. Stalin im Werk deutscher Schriftsteller. Hrsg. und eingeleitet von Günter Caspar. Berlin: Aufbau-Verlag 1954, S. 219–223):

Johannes R. Becher
Danksagung

[1] Neigt euch vor ihm in ewigem Gedenken!
O sag auch du, mein Deutschland, Stalin Dank.
Er kam, ein neues Leben dir zu schenken,
Als schon dein Land in blutgem Schnee versank.

[2] Er kam, aus deiner Not dich zu erretten,
Wo immer neues wächst, gedenke sein.
Hochhäuser ragen über Trümmerstätten
Und ihr Willkommen lädt uns herzlich ein.

[3] Es wird ganz Deutschland einstmals Stalin danken.
In jeder Stadt steht Stalins Monument.
Dort wird er sein, wo sich die Reben ranken,
Und dort in Kiel erkennt ihn ein Student.

[4] Dort wird er sein, wo sich von ihm die Fluten
Des Rheins erzählen und der Kölner Dom.
Dort wird er sein in allem Schönen, Guten,
Auf jedem Berg, an jedem deutschen Strom,

[5] Allüberall, wo wir zu denken lernen
Und wo man einen Lehrsatz streng beweist.
Vergleichen wir die Genien mit den Sternen,
So glänzt als hellster der, der Stalin heißt ...

[6] Dort wirst du, Stalin, stehn, in voller Blüte
Der Apfelbäume an dem Bodensee,
Und durch den Schwarzwald wandert seine Güte,
Und winkt zu sich heran ein scheues Reh.

[7] Am Wendelstein und in den Isarauen
Sind wir begegnet deinem Angesicht,
Wir sind begegnet dir im Abendblauen,
Und sind begegnet dir im Morgenlicht.

[8] In seinen Werken reicht er uns die Hand.
Band reiht an Band sich in den Bibliotheken,
Und niederblickt sein Bildnis von der Wand.
Auch in dem fernsten Dorf ist er zugegen.

[9] Mit Marx und Engels geht er durch Stralsund,
Bei Rostock überprüft er die Traktoren,
Und über einen dunklen Wiesengrund
Blickt in die Weite er, wie traumverloren.

[10] Er geht durch die Betriebe an der Ruhr,
Und auf den Feldern tritt er zu den Bauern,
Die Panzerfurche – eine Leidensspur.
Und Stalin sagt: „Es wird nicht lang mehr dauern!“

[11] Er spricht im neuen Hüttenkombinat.
Wie brüderlich und schlicht sagt er: „Genossen!“
Ein jedes Wort, das Stalin spricht, ist Tat,
Aus einem Stück sind Wort und Tat gegossen.

[12] In Dresden sucht er auf die Galerie,
Und alle Bilder sich vor ihm verneigen.
Die Farbentöne leuchten schön wie nie
Und tanzen einen bunten Lebensreigen.

[13] Mit Lenin sitzt er abends auf der Bank,
Ernst Thälmann setzt sich nieder zu den beiden.
Und eine Ziehharmonika singt Dank,
Da lächeln sie, selbst dankbar und bescheiden.

[14] Die Jugend zeigt euch ihre Meisterschaft
In Sport und Spiel – und ihr verteilt die Preise.
Dann summt ihr mit die Worte „lernt und schafft“,
Wenn sie zum Abschied singt die neue Weise.

[15] Nun lebt er schon und wandert fort in allen
Und seinen Namen trägt der Frühlingswind,
Und in dem Bergsturz ist sein Widerhallen
Und Stalins Namen buchstabiert das Kind.

[16] Wenn sich vor Freude rot die Wangen färben,
Dankt man dir, Stalin, und sagt nichts als: „Du!“
Ein Armer flüstert „Stalin“ noch im Sterben
Und Stalins Hand drückt ihm die Augen zu.

[17] Dort wirst du sitzen mit uns in der Runde
Und teilst mit uns die Speise und den Trank.
Wir heben, grüßend dich, das Glas zum Munde
Und singen dir und sagen Stalin Dank.

[18] Stalin: so heißt ein jedes Friedenssehnen.
Stalin: so heißt des Friedens Morgenrot,
Stalin beschwören aller Mütter Tränen:
„Stalin! O ende du des Krieges Not.“

[19] Wer je wird angeklagt des Friedens wegen,
Aufrecht stehst du in dem mit vor Gericht.
Die Richter aber ihre Hände legen
Vors Auge, denn sie blendet soviel Licht.

[20] Du trittst herein, welch eine warme Helle
Strömt von dir aus und was für eine Kraft
Und der Gefangene singt in seiner Zelle,
Er fühlt als Riese sich in seiner Haft ...

[21] Im Wasserfall und in dem Blätterrauschen
Ertönt dein Name, und es zieht dein Schritt
Ganz still dahin. Wir bleiben stehn und lauschen
Und folgen ihm und gehen leise mit.

[22] Du Freund der Völker, du, ihr allerbester,
Was je war rühmenswert, blüht dir zum Ruhm.
Es spielt, den Weltraum füllend, ein Orchester
Das hohe Lied von Stalins Heldentum ...

[23] Gedenke, Deutschland, deines Freunds, des besten.
O danke Stalin, keiner war wie er
So tief verwandt dir. Osten ist und Westen
In ihm vereint. Er überquert das Meer,

[24] Und kein Gebirge setzt ihm eine Schranke,
Kein Feind ist stark genug, zu widerstehn
Dem Mann, der Stalin heißt, denn sein Gedanke
Wird Tat, und Stalins Wille wird geschehn.

[25] Vor Stalin neigt euch, Fahnen, laßt euch senken!
Es soll ein ewiges Gedenken sein!
Erhebt euch, Fahnen, und weht im Gedenken
An Stalin bis hinüber an den Rhein.

[26] In Stalins Namen wird sich Deutschland einen.
Er ist es, der den Frieden uns erhält.
So bleibt er unser und wir sind die Seinen,
Und Stalin, Stalin heißt das Glück der Welt.

[27] Die Völker werden sich vor dir erheben,
Genosse Stalin, und zu dir erhebt
Mein Deutschland sich: in unserm neuen Leben
Das Leben Stalins ewig weiterlebt.
1953

 

      juey dai jia ren



RE: Herrscherlob ...

   15.11.2006, 19:18



Zitat:
Original von augustine
Herrscherlob pflegt schwachsinnig zu sein.



Liebe augustine,
Die Bezeichnung "schwachsinnig" hat einen diskriminierenden Effekt, da sie Menschen über ihre »Unzulänglichkeiten« definiert. Jedoch sind sie - wie die People-First-Bewegung es fordert - zuerst einmal als Menschen zu begreifen. Sie sind in ihrem So-Sein zu akzeptieren und zu unterstützen. Wie bei anderen Menschen gilt es auch bei ihnen, Fähigkeiten und Begabungen ins Auge zu fassen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu schaffen. Veraltete diskriminierende Bezeichnungen für Menschen mit Behinderungen sollten deshalb abgeschafft werden.

juey

 

      augustine²



RE: Herrscherlob ...

   15.11.2006, 19:49



Herrscherlob ist schwachsinnig. Ich wiederhole es. Wer Herrscherlob für Massenmörder verfasst, ist selber schwach-sinnig. Hitler und Stalin waren Massenmörder, wie man entweder weiß oder, besser noch, studieren sollte. Du machst Dich lächerlich mit Deiner Pseudo-Argumentation ("Menschen mit Behinderungen"!!!! -ja, hirn- und herzenskrank) und zeigst Dich in dem, was Du bist. a.

 

      juey dai jia ren



RE: Herrscherlob ...

   15.11.2006, 20:03



Liebe augustine,

Ich kann mich gar nicht daran erinnern, über Hitler oder Stalin geschrieben zu haben.
Ist das der Schwachsinn? Der beginnende? Oder schon die Endphase?
Andererseits, wenn ich gar nicht über die beiden schrieb, warum bin ich dann schwachsinnig?
Die waren doch schon tot, als ich geboren wurde.
Was sollte ich denn da noch schreiben?
Das wäre doch Schwachsinn. Oder schwachsinnig.
Vielleicht auch beides.
Ist schwachsinnig zu sein keine Behinderung? Was denn dann?
So viel Schwachsinn...Du bringst mich ganz durcheinander. Vor lauter Schwachsinn.

juey (debil?)

 

      augustine²



RE: Herrscherlob ...

   15.11.2006, 20:28



Warum schreibst Du was in diesem Textbeitrag? a

 

      juey dai jia ren



RE: Herrscherlob ...

   15.11.2006, 20:40



Liebe augustine,

da ist doch über deinem Text oben rechts ein Antwort Button.
Ich dachte der wäre zum antworten.
Du benutzt ihn doch auch.
Warum sollte ich ihn nicht benutzen?

juey




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