leichter Sinn · augustine · ·


Aphorismen · Forum für Literatur & Germanistik
 

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      augustine



leichter Sinn

   11.11.2006, 22:51



Leicht-Sinn, dein Name ist Spaß. Du denkst nur wie Dose und Stecker.
Irgendwann fehlt es am Strom. Dann ist der Sinn nur noch schwach.

 
        arisia
        (Gast)

RE: leichter Sinn

   14.11.2006, 10:22



hi, augustine,

dieser Aphorismus gefällt mir. Leicht, spöttisch, die Anknüpfung des Leicht-Sinns an ein seit Jahrzenhnten aktuelles Thema, wird auch noch eine Weile aktuell bleiben, das Thema, von daher ist der Aphorismus auch noch lange nachvollziehbar. Auch das Spiel von "Leicht-Sinn" und "Sinn ... schwach" ist sehr amüsant, kommt an.
In der ersten Zeile allerdings ist mir etwas unklar:
in der zweiten Halbzeile:
"Du denkst nur WIE Dose und Stecker."
müßte es da nicht heißen:
Du denkst nur AN Dose und Stecker ?
Denn kann jemand WIE "Dose und Stecker" denken?
Ich bemühe selbst häufig den Satz:
"Du denkst wohl, der Strom kommt aus der Dose?", dann setze ich voraus, daß mein Gegenüber AN die Stromdose denkt, nicht daß es WIE die Dose denkt.

So mal meine Gedanken dazu.

liebe Grüße
arisia

 

      juey dai jia ren



RE: leichter Sinn

   14.11.2006, 10:27



Zitat:
Original von augustine
Dose und Stecker


liebe augustine, die Vulgärerotik des Textes zieht ihn bisschen runter.
Wie du zum Schluss schreibst:
"schwach"

Schade

juey

 

      augustine²



RE: leichter Sinn

   14.11.2006, 18:40



Gerade Du hast es nötig, Dich über Vulgär-Erotik aufzuregen, eine, die sich geilt mit der (im Übrigen nicht direkt unbekannten) Vorstellung vom Weg des Schwanzes im Körper.
Welche Löcher Du nun bei Dir zu- oder offenhältst, sei egal. Nur den Mund solltest Du halten.
a.

 

      juey dai jia ren



RE: leichter Sinn

   15.11.2006, 14:49



Zitat:
Original von augustine
Welche Löcher Du nun bei Dir zu- oder offenhältst, sei egal. Nur den Mund solltest Du halten


Liebe augustine,
an sich mag ich ja solche Geplänkel, sowas ist immer mal eine Abwechslung und amüsant.
Da ich aber das Gefühl habe, dass es sich hier bei deiner Antipathie mir gegenüber um eine - für dich - todernste Angelegenheit handelt, in die du dich regelrecht "verbissen" hast, macht es mir keinen Spass, dich da noch mehr zu echauffieren, wenngleich dein Verhalten und deine Äusserungen ja allmählich groteske Aussmaße annehmen.
Aber ich bin dir nicht böse, wir sind allzumal nur Menschen, mit all unseren Fehlern und Schwächen. Und das macht uns ja irgendwo auch liebenswert, denke ich.
Meine Schwäche z.B. ist, dass ich partout den Mund nun mal nicht halten kann.
Da bitte ich um dein Verständnis und dein Verzeihen.

Liebe Grüsse

juey

 

      lost



RE: leichter Sinn

   19.11.2006, 15:59



1. das Wort „wie“ ist meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang vollkommen passend! geht es doch darum, die FUNKTIONSWEISE des Leichtsinns darzulegen, mithin: es geht NICHT darum, zu beschreiben, WORAN der leichte Sinn denkt, sonder WIE er eben denkt, in welcher Struktur, Dimension etc. - hierzu gegeben wird der Vergleich: „wie Dose und Stecker“, um die leichtsinnige Denkungsart zu durchleuchten, ihre Art und Weise verständlich zu machen.

2. eine Diskussion über „Vulgärerotik - ja oder nein?“ ist m.E. (bezogen auf obigen Text) vollkommen müßig. Gebrauch vulgärerotischen Sprachmaterials liegt de facto nicht vor, die Diskussion hätte sich demzufolge auf einem Areal zu bewegen, welches Christian Reitzer bereits in seiner Dissertation (Giessen 1992) „Autor - Text - Leser. Grundstrukturen von Rezeptionsmodalitäten unter besonderer Berücksichtigung psychosozialer Konstituenten bei recipiens vulgaris“ als ‚jenseits der Schnitte’ klassifizierte (womit gemeint ist: auf der Leserseite der Autoren-Leser-Schnittstelle, also ganz im Bereich der Rezeption liegend). somit käme, Reitzers (inzwischen in Fachkreisen allgemein anerkannter) Argumentation folgend, die erste Hypothese zur personimmanenten Basiskonstellation bei recipiens vulgaris in Anwendung, welche besagt, dass Textrezeption eher vom subjektiven Kontext des Rezipienten gelenkt wird als von der Intention des Autors (‚personal reading coherency factor’) - wobei dem Autor die Möglichkeit offen bleibt, potentielle Rezeptionsmechanismen vorwegnehmend den Leser dennoch zu lenken, ohne dass dieser sich jedoch dessen bewusst wird (vgl. Reitzers weitere Rezeptions-Hypothesen). vulgärer und sehr verkürzt ausgedrückt: Leser entnimmt dem Text zunächst das, was er bereits kennt.
(an dieser Stelle hebt natürlich jene prekäre Frage ihr häßliches Haupt: warum eigentlich schreiben/sprechen? Sinn/Unsinn-Aporie!)

regards, lost. as usual.




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