| |
|
neopia
|
tel aviv
hinterm rücken, deine skyline, geld riecht durch die fassaden durch.
staubweisser sand rinnt durch meine nervösen finger.
menschen rennen, in stranddynnamisch angepasster weise, bällen und scheiben hinterher.
ihre stimmen, ein chorus von panischer freude
smaragdes salzwasser bricht sich am horizont ins türkis.
weisser milchschaum ziert die spitzen gebrochener wellen und legt sich auf den feuchten sand am menschenbetanzten ufer.
weise tauben suchen nach dem was wir nicht mehr wollen. erinnern daran das sie früher symbol des friedens, heut jedoch übersehen, weil keiner an den krieg denken will, welcher 4 städte weiter den weissen sand am smaragden meer purpur färbt.
sicher nicht der ausgeglichenste farbkontrast.
das will man hier nicht fühlen,.
meine fragen danach geblockt durch den hinweis darauf, nicht zu viel zu denken.
die tauben gehts nicht an, auch wenns der eigene krieg ist. kann man im sand, am meer, den olivenbaumzweig finden?
wenn die taube nur die reste menschlicher bedürfnisse pickt, und fett von unsrem überfluss nur noch taumelnd, nicht mehr fliegen mag?
kleines kind mit bunter, wasserwerfenden pistole versucht den eigenen vater, vor meiner sonnenverbrannten nase zu erschiessen.
bin zu sensiblisiert um darüber lachen zu können.
denn 30km weiter ein ähnliches spiel.
kann diese paradoxie nicht aus meinen hirnwindungen spülen, durch immer wieder, fast manisch angebotenen freizeitspass.
übelkeit durch traurigkeit
traurig sein macht müde
müdigkeit macht benommen
benommenheit führt zu erblindung
wer blind ist sieht nicht was traurig macht
so stolpern alle über die strassen
keiner sieht den anderen
keiner sieht sich
nur mir wird schlecht
ich sag es sei die hitze
sag es sei von nichts
blas den sand von meinem körper
spül den unmut weg ins meer
ist die sonne weggetaucht stinkt mein handeln nach spass
verdrängen macht hässlich, weil echtes lächeln liegt da nur gedacht, und gemacht ist aber eine grimasse die sich in unschöne falten legt.
entscheide somit, keine spiegel mehr zu kreuzen, dann geht das schon.
die erinnerung ans verdrängen scheint fast schlimmer als das was man eigentlich verdrängt, entschliesse ich zu denken und beginne erneut die leute um mich nervös zu machen mit aufzeigungen des eigenen standpunkts. gespräche werden schnell reger und zwischen rechtfertigungen und antihaltung findet sich kaum ein schöner gedanke, der es wert wäre mit worten weiter getragen zu werden.............
man wird radikaler und merkt es nicht, als schwappe das gefühl von neorotischer defensive, mit den worten anderer, auch in die eigene denkstruktur ...
davon erschrocken, mach ich weiter
rede rede rede......
bis meine gegenüber, ertappt beim verdenken, sich selber verraten. dann unumgänglich eingestehen das nichts gehalten werden muss nur weils immer da war...
macht mich nicht weniger traurig , nur das ego bettet sich weicher, wenn man weiss das man mehr weiss und andere ins nichts führen kann....die freude darüber hält gleich drauf ein, mit dem wissen das es nichts zu wissen gibt und man sich wieder nur selbst verarscht hat.....aber die anderen freuen sich obdenn übers neu erdachte, aufgezeigte land, dessen grenzen sie jetzt schützend mit rechtferigungen und antihaltungen verteidigen müssen. tel aviv ce´ la vie

|  |
augustine
|
Neopia, ich wollte noch einmal einen Deiner Texte sachlich durchgehen. Dazu hätte z. B. gehört der Hinweis, dass man die Wirkung eines Symbols kaputt macht, wenn man es erklärt (die weiße Taube als Symbol des Friedens).
Danach wird nach dem ersten Absatz der Text immer länglicher, zerfasert - möglicherweise hast Du einfach abgeschrieben, was Du am Strand von Tel Aviv notiert hast.
Die Szene mit dem kleinen Wasserpistolenjungen (als ob's die aber nicht hier auch gäbe!)könnte Material sein für eine Übung in der Art von Jolantes kurzen prägnanten Texten, die dem einzelnen Wort Bedeutsamkeit zumessenden. Dies hier ist Logorrhoe.
Die beiden letzten langen Absätze klingen nach latentem Antisemitismus, der mal probiert, wie das denn ankommt. DAS PROBIERST DU KEIN ZWEITES MAL!!!
Und überhaupt: warum fliegst Du an den Strand von Tel Aviv und lässt Dir die Nase braun brennen? Um Dich zu erregen über die Leute, die das auch tun? Was da sich abspielt, konntest Du alles von hier aus erkundet haben.
Was Du in Dein Tagebuch schreibst als Reisebericht, ist Deine Angelegenheit. Jeder, wie er kann, wenn er nicht dazu lernen möchte. Aber was Du hier zu lesen gibst, sollte schon zeigen, dass Du einen kleinen Formanspruch an Dich hast.
augustine

|  |
neopia²
|
04.11.2006, 01:29 / 2 x geändert
|
|
ist nicht deine ernst oder?
ja es sind notizen...zusammegewürfelt, sowie die zeit dort auch ein puzzel aus auf´s und ab´s waren...
ich war dort in der zeit als es krieg war....
und ja, ich lag dort am strand, sowie alle anderen bewohner der stadt auch...
glaube mir, wenn ein mensch sich zu dieser zeit dort nicht mit ausblendung zerstreuen wollte dann ich.aber die leute dort, und das wollt ich auch vermitteln haben sich extrem zerstreut...ich war noch nie in einer stadt wie dieser, in der die menschen die ganze zeit meinen, feiern zu müssen...
das hat mich in permanente ambivalenzen gestürzt.
vielleicht kann man mein geschriebenes nicht verstehen, wenn man selbst nicht dort gewesen ist.
aber antisemitisch?das nun wirklich nicht. lediglich eine kritik an die bewohner israels, (oh entschuldigung, ja es sind zum grössten teil juden die dort leben...was jedoch nicht ausschliesst das sich in diesem land und in seiner politik, negative dinge wiederfinden)
welche da fröhlich badend krieg spielen...und kaum einer sich dessen wirklich bewusst war.........
ganz ehrlich augustine, vieleicht hab ich nicht den richtigen rahmen für meine worte gefunden, aber inhaltlich kann ich mir nichts vorwerfen....
und empfinde deinen kommentar als absolut unkonstruktiv
n

|  |
augustine
|
Ich finde nicht immer genug Anlass, konstruktiv zu sein, das schrieb ich schon mal.
Ernst ist mir gewesen, was ich geschrieben habe, SEHR sogar. Und wie recht ich leider habe, zeigt Deine Bemerkung (wie mir scheint: nachgeschoben; kannst Du trefflich dazu Dich exaltieren), als falle Dir erst jetzt ein, dass, ach ja, die Mehrzahl der Einwohner Israels Juden sind
Ich bin, anders als Du unterstellst, in Israel gewesen, auch am Strand von Tel Aviv. Und ich kenne Geschichte und aktuelle Ereignisse dort. Du auch?
augustine

|  |
neopia²
|
04.11.2006, 01:55 / 1 x geändert
|
|
gib mir meine sätze wieder mit deinen interpretationen darüber......wo genau siehst du antisemitismus darin...?
vielleicht hab ich einen stark emotionalen bezug zu dieser zeit dort....ich weiss es nicht
aber ich habe noch nie ein land besucht aus welchem ich mit so vielen gefühlen heimgekehrt bin.
negative wie positive
ich weiss warum die leute dort abwehrhaltung stark in ihrer mentaliät verfestigt haben und das eben diese vergangenheit keine gute für sie war...dennoch ist heute heute...und ich empfinde das auch sie anderen menschen in manchen bezügen unrecht tuen..eben im jetzt und heute und unabhängig vom geschehenen
wusstest du, nur als klitzekleines beispiel, das die wenigen moslems die noch in dem land leben, mittels der sozialstrukktur dieses landes benachteiligt werden? und ja, es sind juden über die ich rede, es könnten auch deutsche oder amerikaner sein und ich würde den selben ton anstimmen. ich rede nicht über die vergangenheit, nicht über religion, nicht über rassische unterschiede(ahhhhhhhhhhhh)
ich rede von heute von der gegenwart und ich rede von einem eindruck.....fand einfach nur ein paar sachen die offensichtlich waren beengend und schrieb darüber....selbst in israel finden demonstrationen für das bild statt, welches ich in ihrer politik aufgreife.
zudem mache ich mir diese gedanken nicht weil ich mir etwas zusammenreime...sondern weil ich mit israelis gelebt habe und das land, sowie du es sicher annimmst, nicht vom hotel mit pool aus, beobachtet habe, sondern wirklich dort mit den menschen lebte....
deine ersten aussagen kann ich annehmen, aber den rest möcht ich soweit möglich klären wollen....
möchte nicht als antisemit in diesem forum herumschwirren, das ist nicht fair, bevor du mich aufgeklärt hast woran du das fest machst.
n

|  |
Phaidros
|
Hallo Augustine,
ich musste den Text schon mehrmals lesen um überhaupt eine Idee zu haben was du mit "Antisemitisch" meinen könntest. Davon abgesehen, dass dies ein heftiger persönlicher Angriff ist, so wie eigentlich der Rest deiner "Kritik" auch, bitet dieser Text, für diese Unterstellung meiner Meinung nach , nicht den geringsten Anlass. Und dann die Drohung: Das machst du nicht nochmal"...
Ich weiß nicht, ob du in irgendeiner Form persönlich von dieser Thematik betroffen bist oder ob du ein persönliches Problem mit Neopia hast!? Auf jeden Fall demonstrierst du eindrucksvoll was Neopia sehr plastisch beschreibt: Krieg, wie macht man das und wie fühlt's sich an...
Phaidros

|  |
neopia²
|
das empfinde ich tatsächlich als einen schönen vergleich, ohne hackig werden zu wollen.
gutes beispiel für einen krieg im unkonstruktivem dschungel....
will niemanden ab oder aufwerten, aber fühle auch das augustine nach anstoss an meiner person sucht und möchte wissen auf was sich dieses gründen könnte?
sei´s drum, wär ich schlecht im schreiben, muss man eklig werden um das auf zu zeigen?
eines der negativ anlastensten dinge in diessem land ist antisemitismus....
man sollte sich selbst nicht damit schmücken, noch andere damit dekorieren und reinstecken in die schnell ausgesprochene rassistenschublade.
aua
nur das

|  |
arisia (Gast)
|
hi, neopia,
ich kann deinen Eindruck von Tel Aviv "heute" nur bestätigen, zwar nicht aus eigener Anschauung "heute", (ist schon eine Weile her, daß ich in Israel war), aber von Berichten von israelischen Schriftstellern in deutschen Zeitung, und vom Erzählen einer libanesischen und einer israelischen Familie, beide Nachbarn einer meiner Töchter, und beide haben ihr jeweiliges Land aus den gleichen Gründen verlassen, weil sie mit der Politik ihrer jeweiligen Länder nicht mehr einverstanden sind.
Ich kann auch nichts antisemitisches an deinem Text finden. Man kann's aber mit der Lupe herbeisuchen. Vielleicht ist mein Text "Der Zypressenbaum" beim mehrmaligen Lesen ja auch antisemitisch zu verstehen? Wer weiß das schon, finden kann man immer was.
Zum Text:
neopia, dein Text steht nicht unter "Notitzen", sondern unter Reiseberichte, daher sollte er meinem Geschmack die Groß- und Kleinschreibung beachtet werden, ein Reisebericht ist etwas, das in die Öffentlichkeit soll, und sollte daher auch von der Form her gut lesbar sein. ("c'est la vie" schreibt man so).
Ich sehe deinen Text eher als emotionales Stimmungsbild denn als Reisebericht, sprachlich für mich zwischen Prosagedicht und lyrischer Prosa. Die von dir benutzten Bilder finde ich größtenteil gelungen, wenn auch an der Form, damit es ein Reisebericht wird, oder ein Prosa-Gedicht doch noch zu arbeiten wäre.
Ich kenne die Situation auch aus eigener Anschauung, auch wenn meine Reise schon einige Jahrzehnte zurückliegt, aber zur Zeit des 6-Tage Krieges herrschte in Tel-Aviv dieselbe, fast hysterischer Feierlaune. Aber ich denke, daß ist normal für ein Land, daß sich im Krieg befindet. Es ist unmöglich, ständig daran zu denken, dann kann man nicht mehr leben. Eine so extreme Bedrohung, löst extreme Reaktionen aus, rein um Überleben zu können. Das ist, vom psychologischen Standpunkt her gesehen ein eingebauter Selbstschutz.
Ich kannte eine alte Dame hier in Saarbrücken, die mir erzählte, daß sich sich gegen Kriegsende, als es auch für Geld nichts mehr zu essen gab, einen absolut exaltierten Hut kaufte. Der Hut hat sie die nächsten Wochen und Monate am Leben gehalten.
Mit reiner Textkritik kann ich so leider nicht dienen, da fehlt mir die Ausbildung für, bei Gedichten fällt es mir leichter, da ist das Feld enger.
@augustine
Zitat von dir
" Ich finde nicht immer genug Anlass, konstruktiv zu sein, das schrieb ich schon mal."
Schade, du bist doch Profi, ich dachte immer Profis können zu jedem Text konstruktiv und sachlich schreiben, das lernten sie doch, aber evtl. bin ich etwas naiv. Im übrigen finde ich dein Verhalten unmöglich und nicht dem Forum dienlich, du weiß wahrscheinlich, auf was ich noch anspiele.
Noch ein Beispiel aus deiner Feder im Beitrag zum "Narr von Lemberg"
"Nee, arisia - und wenn Du's mir wieder übelnimmst als Belehrung: Vampire sind eher in
Rumänien "zu finden".
Ich nehme Belehrung nie übel, wenn sie gescheit daherkommt und nicht persönlich verbrämt ist. Dein o.a. Satz hätte auch so gereicht:
"Nee, arisia - Vampire sind eher in Rumänien "zu finden".
Es ist der Ton, der die Musik macht, und deinen Ton finde ich in vielen Beiträgen als einer Profi nicht angemessen. Mir drängt sich jedenfalls der Eindruck auf, daß du gerne nachtritts.
Zitat von dir
"DAS PROBIERST DU KEIN ZWEITES MAL!!!"
Das ist wohl absolut kindisch, Schaufeln im Sandkasten, oder wie? Woher nimmst du dir das Recht solche Drohungen auszustoßen? Und, hast du auch die Mittel, deine Drohung wahrzumachen? Oder ging mal gerade wieder nur dein Vulkan hoch? Drohungen auszusprechen ohne sie durchsetzen zu können, damit macht man/frau sich nur lächerlich.
Jemandem auf Grund dieses Textes "Logorrhöe" zu unterstellen ist schon ein starkes Stück, und sich dann noch nicht mal die Mühe zu machen, es am Text zu beweisen, warum kommentierst du dann überhaupt, wenn es dir das alles nicht wert ist?
Ich stelle diese Frage schon mal in einem anderen Zusammenhang.
Über Logorrhöe hier nachzulesen.
So langsam hab ich keine Bock mehr hier zu sein und mich und andere deinem immer wieder hochkochendem Mißmut ausgesetzt zu sehen. Und vor allem gefällt es mir nicht, daß du hinter den Kulissen andere Mitglieder dies Forums so niedermachst, daß sie
ihre Texte löschen lassen, und beinahe das Forum verlassen.
lg
arisia

|  |
|
|