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Jolante
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08.10.2006, 21:18 / 2 x geändert
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Guten Abend, arisia,
gerade habe ich dein Gedicht nochmal gelesen. Es spricht mich sehr an und löst einen Widerhall in mir aus, ja.., ich finde es recht originell und pointiert. Dennoch möchte ich einige Punkte aufzeigen, wo ich es nicht so gelungen finde:
1. Treppen fädeln Massen in Reihen
Massen in Reihen zu fädeln, das geht irgendwie nicht
Vorschlag:
Treppen zwingen Menschen in Reihen
2. Wachleute an den Ein-Ausgängen würde ich umdrehen.
Vorschlag:
an den Ein-Ausgängen
Wachleute
an ihren latenten.......
3. reiht sich der Chirurg vorbei
Kann man sich an etwas vorbei reihen ?
Nach "Rolltreppe runter" würde ich einen Absatz machen, damit die Pointe noch deutlicher wird.
Liebe arisia, das sind ganz spontane Vorschläge, rein subjektiv, vergiss sie, wenn sie dir nicht gefallen. Andere möchten vielleicht auch noch das eine oder andere Wörtchen dazu sagen, nur zu !
Liebe Grüße
Jolante

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augustine
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Also, irjentwat is hier, war schon jestern und heute nach 9 -
2. Versuch trotzdem; wird kürzer, wa, weil jefrustet:
aber:
Jolante 1) Treppen fädeln ein, finde ick nu jrade jut, det zeicht doch sehr schön die Zwangsbeförderung in EKZ's oder so; Bahnhöfen
Jolante 2) Wachleute zuerst: ooch jut: denn det isset ja ehmd, man kann uns nich loofen lassen, wie wa wolln; die Mörder sind wieder unter uns; eh wa uns da tummeln können, wo't anjeblich Spaß macht, wer'n wa erstmal anjekiekt, ob wa nich ...
Jolante 3) det mit den Chirurg würd' ck nu ooch anders sajen (is aber ooch zu rechtfertijen: er reiht sich vorbei, weil er sich vorher einjefädelt hat)
Pointe sehe ick so:
Treppen sind eine Art Zufallsgenerator; der Chirurg als Kunde fährt ruff und runter, die Wachleute aba stehn sich de Beene in'n Bauch, und irjendwann kriejen se Krampfadern und landen denn unter det Messer von den Schneidemeesta, den sie schon öfters bejechnet sind - und so wir alle, ohne det wa det wissen ...
So unjefähr sendet jetz hoffentlich aujustine

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arisia (Gast)
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09.10.2006, 13:49 / 1 x geändert
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hi, Jolante, hi augustine,
danke euch beiden für eure Beiträge zu den Treppen.
Ich denke mir in einem sog. "modernen" Gedicht, kann sich der Chirurg schon vorbeireihen.
Wir haben ja doch auch die Möglichkeit der Neologismen in der dichterischen Sprache.
Ja, augustine, die Treppen sind schon sehr selbstständig, und eigenmächtig fädeln sie uns ein, ob wir wollen oder nicht. So habe ich es zumindest in dem Augenblick des Wahrnehmens empfunden.
@ Jolante,
einen Absatz will ich nicht machen, damit gerade das unterschwellige der Pointe erhalten bleibt, das Unterschwellige, daß wir uns alle auf die eine oder andere Art begegnen können, ohne um das weitere Geschick zu wissen. Der Absatz würde auch den Fluß der Treppe stören, die ich so auch mit dem Zeilenumbruch darstellen wollte.
liebe Grüße
arisia

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