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Latenta
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Erlebtes zu reflektieren ist….
wie ein junger schöner Schwan
tot an dem Ufer seiner Welt….
stinkende Müllberge in einer blühenden Landschaft….
Die Last ist das was du trägst
die Lust das was du umgehst
Das Alte wiederholt sich im neuen Gesicht
Der Schein lässt uns ertragen
Lieber nichts wagen

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arisia (Gast)
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hi, Latenta,
hi, Latenta, so richtig überzeugen mag mich das Gedicht nicht.
Ich sehe eine LI, daß die Reflexion von Erlebtem als Last empfindet. Ich gehe mal davon aus, daß alles bisher Erlebte gemeint ist.
Die Zeilen
"wie ein junger schöner Schwan
tot an dem Ufer seiner Welt…."
verstehe ich so, daß das Erlebnis ein Schönes war ("junger schöner Schwan), aber es ist unwiederruflich vorbei, der Schwan ist tot.
In dieser Zeile hingegen
"stinkende Müllberge in einer blühenden Landschaft…."
erscheint mir das Erlebnis ein Übles gewesen zu sein, während außerhalb der Problematik des LI die Welt dynamisch weitergeht (blühende Landschaften).
Die Zeilen 1 und 4, die ich ja wohl so
" Erlebtes zu reflektieren ist….
stinkende Müllberge in einer blühenden Landschaft…."
gelesen werden sollen, irritieren mich wegen der Grammatik.
Die Aufgabenstellung der Liste ist nicht elegant gelöst, entweder keine "wie", oder zweimal, z. B., dann stört mich auch der Plural im bei "Müllberge" im Verhältnis zum "ist".
Soweit das Statement des LI.
Mit
"Die Last ist das was du trägst"
wird vom Statement zur Belehrung gewechselt.
Ich sehe hier nicht ein explizites individuellen LD angesprochen, soderns das "du" als die Allgemeinheit, der nun die Ansprache gilt. Lehren, die das LI erfahen hat, werden verallgemeinert und kommen recht binsig daher.
Inhaltlich kann ich so auch nicht zustimmen, denn Reflexion verhindert Wiederholung.
Könnte es sein, daß du eigentlich nur sagen willst:
Zuviel Grübeln hält uns vom Leben ab?
Das würde ich dann aber anders verpackt sehen wollen.:)
So mal meine subjektive Sicht.
liebe Grüße
arisia

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Marcel Frank
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Zwei Einwände gegen die vorstehende "Analyse":
1. Es ist eine Notiz, sie könnte am Kühlschrank kleben, es behauptet sich - in der Kategorie - nicht als Gedicht. So oder so: Was schon erwartet man von einer Notiz, von einem Gedicht ?
2. Die Grammatik ist nicht eine Grammatik des "Liebe ist PunktPunktPunkt". Die einzelnen Zeilen sind nicht das PunktPunktPunkt.
Ein Einwand gegen die Notiz zugunsten einer Notiz:
Für mich ist sie "zu lang".
Das Zugunsten:
Wenn ich die ersten drei Zeilen ignoriere (überlese), oh kognitiver Effekt, ergibt sich ein ernstzunehmender Text (eine "krude impression").
Oh ja, die ersten drei Zeilen amputieren, auf einmal wird es richtig kalt und damit gut. Dumm reden ist immer Wärme. Drei Zeilen weg: Kalt. Gut.

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zuppanova
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1. ja, auf jeden fall eine gute idee, die amputation!
besagten kognitiven effekt kann ich bestätigen:
die ersten drei zeilen wegzulassen ...
ist wie eine "konzentration" ...
2. ein junger schöner schwan, der dann auch noch tot ist,
könnte zudem alsbald unerwünschten
metaphernverwesungsgeruch verströmen,
da am ufer seiner welt -
3. weiterhin wär mein vorschlag noch, auch das
"uns" in der vorletzten zeile rauszuschneiden:
der schein läßt ertragen -
"uns" ist so saturiert belehrend (find ich. ich für mich hab
fast nie lust, mich in ein "uns" hineinziehen zu lassen, nicht
einmal beim lesen. das ist mir meistens zu warm).
4. so, aber mich interessiert nun,
was du, latenta,
zu diesen kommentaren meinst.
lg, zuppa.

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augustine
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Find ick ooch, jetza wär mal 'ne Antwort der Autorin dranne.
Im Übrijen:
1) Icke bin 'ne Reflekteuse und find den Anfang INHALTLICH gut
2) vielleicht jeht die Aussaje noch mehr zu verdichten, und et wird een Aphorismus draus.
LG a.

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Latenta²
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ist schweigen nicht auch eine Form von Kommunikation ;)
bedank mich über die regen reaktionen meiner Gedankenwelt...
finds sehr spannend welch vielfältige Interpretationen herangetragen werden...
dies Gedicht ist jeglich eine kurze Notiz/Entwurf/Skizze meiner Gedanken..wohl ohne den "nötigen" Feinschliff .......
und bin weiter gespannt was noch..............
l

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