Der dunkle Ort · Freya · ·


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      Freya



Der dunkle Ort

   21.09.2006, 21:00



nicht mehr lachen
verzerrt Gesichter
will ich nicht machen
will ausdrucksloser sein

nicht singen
auch nicht tanzen
nicht warme Worte
nicht schöne Orte

nie wieder fliegen
am Boden liegen
den Kopf versteckt
Gebiss gebleckt

vom Leben rücken
die Augen blicken
so bitterkalt und völlig leer
will auch keine Hilfe mehr

fang an zu graben
es ziehn mich Raben
gedankenlos
zum Grund hinab.

 

      Elise



RE: Der dunkle Ort

   03.10.2006, 00:37



Hallo, Freya!
Mal ein Antwort-Versuch:

Mir scheint, das müßte nicht unbedingt unter "Tod" stehen, "Psyche" könnts auch sein.
Das LyrIch ist recht vital - der dunkle Ort ist innerhalb einer Psyche, die Stelle, wo das Ich sich nach Regression sehnt, oder auch depressiv wird, jedenfalls weg möchte von all dem, was "man" tut. Keine Erwartungshaltungen anderer Iche mehr befriedigen, nicht mehr schön lächeln, schön tun mit warmen Worten, vielleicht auch: sich nicht mehr verlieben (fliegen)?
Statt dessen: nach innen gehen, dahin, wo es am dunkelsten ist, auch am ehrlichsten möglicherweise ... nicht mehr nachdenken.
Da sind fünf Strophen, in der mittleren steht etwas (meiner Meinung nach) Wichtiges ausgesagt über das LyrIch: den Kopf versteckt, aber:
Gebiss gebleckt.
Da ist die Vitalität!
Muß sie verborgen werden?

Nun ja, das war einfach mal so ein Ansatz ... ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit usw. ---

Liebe Grüße von Elise (nachtwach).




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