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Moulin
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15.09.2006, 12:41 / 2 x geändert
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gelöscht

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ear
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15.09.2006, 13:37 / 1 x geändert
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Hi, Moulin, der Ruf des Cellos ist so stark in dir, lass den E-Bass weiter ruhen. Zwar gibt es kein Cello im Charity Shop,, aber eine Suche in Zeitung oder Net koennte dir den Weg zeigen.
Der Ruf des Cellos , der deine Geschichten durchdringt, er und der Regenbogen sie sind so erdnah, urig,unverwuestlich. du musst einfach ein Cello bekommen! Cellisten wie Pianisten haben kurze,lange oder mittelere, dickere oder schlankere Finger; egal, wie sie sind, ein Spielen sogar auch professionell ist durchaus moeglich! Auch gibt es Celli in verschiedenen Groessen, also kein wirkliches Problem. Der Regenbogen und der Cellobogen gehoeren in die gleichen Bereiche.
Ein Stangen-Radio (?bless its heart!) war der Retter nach all den Qualen , kein Koeppke von der Tagesschau oder Familie konnte dich abhalten , den Cello-Wunsch zu aeussern.Streicher, vielleicht nicht unbedingt ein Kontrabass wie bei Patrick Sueskind, der ist besser nur zu lesen..., aber der Ruf des Cellos verhallt nicht, du musst ihm folgen. Nimm dir Vivienne als Beispiel , wie zielsicher sie verfaehrt. Vielleicht wartet dein Cello nur ein paar Strassen entfernt in einer Loft,oder ein aelterer Musiker waere bereit, dir deinen Herzenswunsch zu erfuellen. zuppa gab uns ein wunderbares Beispiel eines idealen Cellisten in Franz Lichenstern.L. G.ear

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Jolante
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15.09.2006, 18:28 / 1 x geändert
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Schön ironisch und auch ein wenig melancholisch erzählst du diese Geschichte, moulin, ich wurde gleich in sie hineingezogen. Ich sehe die Melodica vor mir. Meinen Sohn (1966 geboren) habe ich -ich weiß nicht mehr in welchem Alter- zu Weihnachten auch mit diesem Folterinstrument beglückt, er hat zwar keinen sichtbaren Schaden davongetragen, aber er hat sie gehasst, diese bunte Melodica, genauso wie kurz danach die Blockflöte. Er wollte Schlagzeug spielen, aber ich habe ihn davon abgebracht, sehr diplomatisch und mit anderen Versprechen, die ich auch gehalten habe, aber dennoch abgebracht. Ich bekam ein ganz schlechtes Gewissen, als ich deine Erzählung gelesen habe. Wie das F deine Sehnsucht nach einem Cello hervorrief, das beschreibst du so schön, dass es mir richtig unter die Haut gegangen ist. Da kann ich mir gut vorstellen, wie vernichtend das Urteil des vermeintlichen Pädagogen auf dich gewirkt haben muss. Zum Glück kam ja dann der E-Bass, und du hast ihn geliebt. Eine Liebe, zwar nicht auf den ersten Ton, aber für die erste Lebenshälfte, das ist doch schon sehr viel, oder ?
Ich hab sie gerne gelesen, deine Erzählung, trotz oder gerade wegen meines schlechten Gewissens.
LG Jolante

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Moulin²
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15.09.2006, 20:22 / 1 x geändert
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arisia (Gast)
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hi, moulin,
du kannst so wunderbar erzählen, ich sehe die einzelnen Szenen dirkt vor mir. Vor allem die Szene, als statt des Saxophones eine Melodika daherkam. Welch ein Schrecken, welch eine Enttäuschung muß das gewesen sein. Wahrscheinlich machte sich bei diesem Geschenk auch das Vertrauen und der Glaube an den Weihnachtsmann davon.
(Es ist nicht ganz klar im Text, im welchen Alter du die Melodika bekamst).
Ich sehe jedenfallst einen zutiefst enttäuschten kleinen Jungen, der ungläubig auf die bunten Tasten starrt, die Welt und den Weihnachtsmann nicht mehr versteht.
Schön, daß du wenigsten zum E-Bass gefunden hast. So wie diese Geschichte deiner Musikentwicklung gelaufen ist, hast du noch Glück, oder die Musik hat Glück, daß du dich überhaupt noch dafür interessierst, daß du nicht ganz entnervt aufgegeben hast.
liebe Grüße
arisia

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zuppanova
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servus.
auch ich. eine grünliche (sopran), meine schwester eine weinrote (alt). wir haben das spuckeloch nicht zugeklebt, sondern harmonische muster auf den teppichboden getropft. es war faszinierend und befriedigend. unterricht gabs nicht. kein melodicalehrer weit und breit in der einöde, wo wir aufwuchsen.
beide melodicas gehören heute mir, sie funktionieren noch, und ich leihe sie bisweilen an meine kinder aus, wenn die lust auf was ganz tolles haben. die gehen dann raus auf die strasse und spielen ein lied am andern und machen schöne spucktröpfchenmuster auf den teer (auf den teppich dürfen sie nicht. bin sehr streng). komischerweise lässt man uns immer weiter hier wohnen. mitleid wahrscheinlich.
wenn Rudi Trommlers Hypothesen stimmen, müsstest du, Moulin, ein melancholisch getönter mensch sein. Rudi T. bringt kindern das geige- und bratschespielen bei und sagt, dass kinder selbst am besten wissen, für welches instrument sie gut seien (und vice versa) und dass das temperament dabei eine grosse rolle spiele.
also, Phlegmatiker wollten von sich aus lieber kein instrument spielen, wenn es dennoch gelinge, sie dazu zu motivieren, würden sie oft brauchbare, friedliche, geduldig die dramatischen sänger(innen) begleitende klavierspieler.
Sanguiniker, das sind dann die holzbläser, querflöte, auch saxophon, die orchestral und ensamble-isch den belebenden drive bringen.
die Choleriker müssen ein blechblasinstrument haben (pauken + trompeten) oder trommeln zum draufhauen.
und die Melancholiker, das sind die melodiösen emotional gesteigerten streicher, die weinenden jubelnden schmelzenden singenden geigen, und die geige ist der menschlichen stimme am nächsten von allen instrumenten, modulationsmässig.
sagt Rudi Trommler.
das wollt ich nur mal so als denkgefüge hier dazutun.
zuppa, prestolitt wie üblich im sturzflug vorbeigeschossen, was reingerufen und den besen wieder nach oben gezogen und weg.

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