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Moritz Reiser
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14.12.2005, 01:14 / 4 x geändert
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Marcel Frank
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da ergreift der dichter das wort (für uns) ! also, um 6 uhr, wenn man die kontaktpaläste ("lachen der nacht") verläßt, physiognomisch wodkaverstaucht, da fallen die masken ab. alles andere haben wir im griff ? aufsetzen und absetzen ? vielleicht sieht man den meisten doch durch die augen direkt ins hirn ? "fegt ein morgenstrahl" PUNKT. das hätte mir gefallen. ich hätte gedacht, womöglich fegte er den dreck weg. oder das mütterliche erloschene (tough). so ist es, + letzter vers, ein text mit aussage geworden, und sie gelte für uns alle. es ist ein stimmungsgedicht (mond macht immer stimmung), in erster linie. es ist auch: reflektierte stimmung. da geht wer in sich hinein (biographie, "mütterliche augen"). es raunt etwas. "über verbrauchte masken", wäre eine spontane fortsetzung des vorherigen, des weitesgehend subjektlosen, gewesen. so raunt es allumfassend, knebelt das - auf einmal eingeführte - subjekt (wir). der titel klingt so schön aussagefrei. ich ringe.
m

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Moritz Reiser²
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das "wir" gab auch mir zu denken. weg ist es. skrupel habe ich auch bezüglich des "mondes", wegen romantik eben. allerdings fällt mir keine alternative ein. ja, und der morgenstrahl: wäre er "kalt" besser als "trostlos"? ich weiß nicht.
mr

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Marcel Frank
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muss alles ein adjektiv verpasst bekommen ? und wenn er einfach gar nichts wäre ? das wäre eine dritte alternative. über den "geist der stadt" erführe ich gerne noch mehr. wenn es dann noch duisburg wäre, machte ich luftsprünge. - so wie es jetzt da steht, ist es weniger aufdringlich.

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