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H.vanderPursch (Gast)
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Tue hiemit der hochlöblichen, stets wertzuschätzenden Leserschaft kund:
Daß ich in ureigenster Person mich willens und im Stande sehe, ein September-Rätselchen bereitzustellen. Wenn es denn die Herrschaften auch wirklich wollen!
So bräuchte sich das holde, wundersamsten alchymischen Wandlungen (selbige könnten mich wohl interessieren, wie alles unalltägliche, geheimnisvolle mich doch stets gefangennimmt, zumal wenn es sich im Dunstkreise einer zarten Schönen zu ereignen beliebt) ausgesetzte Gretchen nit weiter belasten mit Denkereien, Suchereien, und auch die hohe Dame augustine nicht und niemand sonst.
Wärs genehm so?
Wer googelt, wird’s natürlich einfach haben - das ist nun einmal so, das Netzerl ist ein Dorf, worin sich alles putzig spiegelt, die ganze liebe Welt. Es gibt nichts mehr, was nit im Netz hängt, und doch ratbar wär ... ich müßt euch sonst in meinen eigenen Kopf hineinraten lassen, der hängt noch nit im Netz, doch was da alles drin ist, könnt ihr eben wieder nimmer raten ...
Rüstig grüßt der van der Pursch!

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Jolante
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Nur zu und nicht gezieret, ich habe Euch schon vermisst, Herr von der Pirsch !
Jolante

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ear
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Verehrtester Herr van der Pursch,
Suffolk verfolgt mit angehaltenem Atem, was aus dero allerwertestem Munde uns Kunde kommen moege in Bezug auf ein Raetsel. Es moege geschehen, wir erbitten es untertaenigst, ear.

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Elise
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Nun, auch ich hätte nichts gegen ein Rätsel, Herr Wanderer.
Mitlesen tu ich alleweil -
ob ich dann auch
etwas zu sagen wüßt -
das sei dahingestellt.
Mit freischweifenden Grüßen: Elise.

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augustine
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04.09.2006, 01:46 / 1 x geändert
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Ich wollte den Herrn Johannes den Wanderer, der nicht bleibt, aber doch wiederkommt, einer eigenen Rätselprüfung unterziehen. Doch alles zu vergoogeln gebricht's mir an Zeit, der wundersamen, kostbaren. So sei ihm auch von mir kundgetan: Sis willekomen! augustine

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augustine
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Nun wohl, Herr Johannes, will einmal auch ein Rätsel versuchen. Kann aber erst ein November-Rätsel werden, weil's ja, wie der Herr selber wissen, der Vorbereitung manche braucht.
Auch mitraten kann ich erst wieder im letzten Monatsdrittel. So fordere Er heraus, oder danach auch Sie, vielmehr 'du'. Wir werden uns schon verständigen. Sagt augustine

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H.vanderPursch (Gast)
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Wohlan, es sei: das Rätsel im September!
Wo kommts nur her? Was fallet Euch, Ihr Holdinnen und Unholde, denn alles dazu ein?
Mit herzhaft-frohgemutem Gruß,
der Euere, der van der Pursch!
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Alles wurde eingerichtet, wie er es wollte. Im Kamin seufzte und stöhnte es wie ein klagendes Kind. Zwei Stunden lang strichen wir umher, fast ohne ein Wort zu reden, wie es sich für Busenfreunde geziemt. Wenn jemand hier und da einzelne Angaben zu unbestimmt findet, so soll er bedenken, daß ich für meine Zurückhaltung gewichtige Gründe habe.
"Gut so?" fragte er.
"Bei Gott!" rief ich aus, "wunderbar".
Bei Holmes kam man mit Schmeichelei oft recht weit, aber genauso - um bei der Wahrheit zu bleiben - indem man sich seine Freundlichkeit zunutze machte. Seine Wangen waren gerötet und seine Augen glänzten vor Freude, wie sie der Meister empfindet, der sich seiner Aufgabe gewachsen fühlt. Es ist eigentlich sonderbar, daß sein Körper unter diesen Umständen so leistungsfähig blieb; aber das lag wohl daran, daß er stets sehr mäßig lebte. Von gelegentlichem Genuß von Kokain abgesehen.
"Lieber Gott!" schrie Holmes plötzlich auf.
Die Tür flog auf, und ein Neger von gewaltiger Größe stürzte in das Zimmer. Mich überfiel ein kalter Schauer, und fast sträubten sich meine Haare. Als ich mich umdrehte, sah ich in ein zuckendes Gesicht und zwei irre Augen.
"Holmes!" schrie er auf. "Wer ist dieser Herr hier?", sagte er, auf mich zeigend. Holmes zuckte die Achseln.
"Er ist ein Bekannter von mir. Wir arbeiten gelegentlich zusammen." Mein Freund lächelte und legte mir die Hand auf den Arm.
"Wie?" schrie ihn der Neger an. "ich verstehe überhaupt nichts." -----

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arisia (Gast)
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12.09.2006, 12:54 / 1 x geändert
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hi, Herr Wanderer,
ich verstehe nicht so ganz, nach was gefragt ist.
Sicher spielt einmal Sherlock Holmes mit in der Geschichte.
"Busenfreunde" könnte auch noch mit dem Porno-Darsteller John Holmes zu tun haben, der Gerüchten zufolgen auch homosexuell veranlagt war.
Dann kommt mir noch der Jazz-Musiker Richard "Groove" Holmes in den Sinn, allerdings habe ich ihn noch nie mit "irren" Augen gesehen.
verwirre Grüße
arisia

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ear
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Verehrter Herr Wanderpursch, wenn es der gewisse Holmes waere, der die Kriminalfragen loesen kann, so ist klar, dass er durch persoenlichem Gebrauch mit Drogen vertraut war und unter solchem Einfluss wahrscheinlich sich "seiner Sache gewiss" war. Etwas Aussergewoehnliches muss passiert sein, wenn der Neger mit ersichtlicher Erregung herein"stuerzt" und offensichtlich nicht erbaut sondern zornig ist ueber die Anwesenheit eines ihm fremden Mannes. Zweifelnd, ear.

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augustine
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Hallo! Den Holmes halte ich für eine absichtlich falsch gelegte Spur; auch die "Tastatur". "Feder" stimmt wohl eher. "Busenfreunde": das könnte ein romantisches Freundespaar sein - ergo: 200 Jahre zurück. Auch: "Neger" ist inzwischen ein Unwort; "Kamin" gibt's noch (und ist wahrlich schön), aber hier vielleicht die übliche Heizung --> Schloss als Schauplatz?
schrieb's: augustine

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H.vanderPursch (Gast)
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Oho, arisia, augustine, Ihr hohen, holden,
dazu immer und vor allem klugen Damen!
Was sag ich nur?
Es ist ein junger, junger Text,
2005 kam er heraus als Büchlein,
nicht zu dick, recht bunt gemischt,
mit vielerlei garnieret
und äffet manches nach:
so auch den guten alten
Doyle. In London damals 1908,
da lernte ich ihn kennen by the way,
man traf die Welt dort, bei den Spielen.
Doyle selbst war stets ein Herr mit Herz
und engagierte sich, wo er es nötig hielt -
doch wie Ihr, geschätzte Dame augustine, so recht erkanntet:
hier ist er nichts als eine listig ausgelegte falsche Spur.
Der Wanderer durch Raum und Zeit
erfreuet sich an Euerm Raten!
Wie las ich jüngstens hier:
der Weg ist doch das Ziel!
So lasset Euch nur nicht verdrießen,
wenn’ s einmal nicht gelingen mag!
Der Eure, stets!

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augustine
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25.09.2006, 01:13 / 1 x geändert
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Herrn Hansen dem Wanderer Gott zum Gruße!
Kam auf eine andere Idee: Weil da doch einer "manches äffet nach" - geht's vielleicht um literarische Parodien? Und fände man wohl was bei Robert Neumann, Mit fremden Federn?? Das Büchlein ist alt, ja doch, aber ein everseller. Eigentlich sollte ich es nur aus dem Regal nehmen müssen - aber ich find's nicht. (Sprachen wir nicht mal über die Schwierigkeit, Bücher wiederauffindbar aufzustellen???)
Sag er, Hanns: hilft dies vielleicht weiter? Wag' er eine Rede dazu, ich bitte. augustine mit Gruß

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H.vanderPursch (Gast)
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augustine! Hohe Dame!
Wie lieblich öffnet Ihr die zarten Lippen! Und sanfter Klugheit
helle Stimme hör ich stets aus Eurem Mund!
Ihr macht mich unverortet ganz am Rande der Gesellschaft
trübselig Tag um Tag dahinverlebenden
elendiglichen Burschen
endlich einmal
froh!
Das ist ein Wörterl: Parodie! Ein Spur habt Ihr entdecket,
mit augustinisch scharfem Sinn.
So heiß, die Spur. Jedoch:
den Neumann müßt Ihr gar nicht suchen!
Der ist schon viel zu alt. Sucht einen jungen
Autorn, Baujahr 71 Essen, mit dem schönen Namen:
Marc. Suchet ein schmales Bändchen, darin das Beste
steht aus schlechten Büchern, auszugsweise, 4x7.
Da habt Ihr Lesepröblein aus
einem gar garstigen Schlüsselroman voll von
chicken, unschicklichen Festen, schnellen
Nummern al pasar, o bien descubierto o en bagno,
da habt ihr Koksexzesse, lachhaft widerlich, so allzumüd,
mein Seel! Zu lesen weiter in dem Büchlein sind Passagen
eines Sportromanes, Auszüge aus Erotik-Diaries,
klein Bröckchen Raverprosa,
gar etlich Sätzlein aus einem
Internet-Sucht-Roman, aus einer
Langzeitstudenten-Novelle, aus einem
Anti-Globalisierungs-Epos, und dergleichen
Abgefucktes mehr.
Den Autoren also suchet und dies Büchlein,
und Ihr werdet dorten finden:
auch den Holmes.
Mit herzerwärmt gerufnem Gruß:
yours y suerte,
van der Pursch!

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augustine
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25.09.2006, 16:13 / 1 x geändert
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So viel verraten nun, mein hochgeschätzter, liebwerter Wandersmann!
So viel verraten, dass sie nun leicht mir ward, des feinen Rätsels Lösung,
Das Ihr so unterhaltsam dargebracht uns allen - recht vielen Dank dafür!
Denn lest und sehet alle:
Marc Degens ist der Name dieses Autors,
und sein Buch heißet, vielgelobt in Rezensionen:
Unsere Popmoderne oder Das Beste aus schlechten Büchern.
Das Letzte war ergoogelt, kluger Herr,
Jedoch ich halte dieses auch für nicht verboten.
Die Suchmaschine gab den Text nicht von dem Herren Holmes.
(Oder ich hab' allzu eilig, mag ja sein, die Texte durchgesehen.)
So seid so freundlich, lasset uns die Parodie hier lesen.
Doch weiter geht des Rätselns fein von Euch hierher geschenkte Freude!
Nur: Kann denn wohl ich es gleich gut tun wie Ihr, Geübter?
Lasst es mich wissen!
Und unverortet sein, so bloß am Rande der Gesellschaft -
Doch Euer freier Wille ists!
Willkommen wärt Ihr jederzeit.
Doch scheint: Des Wanderpurschen Leben sei Euch wohl gemäßer
Und Euer Unverortetsein Euch lieb.
So grüßt Euch herzlich auf den Weg,
Mein wertgeschätzter Hanns:
Die Rätselfreundin augustine

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H.vanderPursch (Gast)
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Fein getroffen, gut gegoogelt,
gewitzte Rätselfreundin augustine!
Ja, alles was Ihr sagt, Dame augustine,
ist nichts weniger denn - wahr.
Hier geb ich Euch den Holmes-Text aus dem Bändchen ganz,
Ihr lieben lyrisch holden Damen
und Ihr wackeren Herren auch zumal:
http://www.literature-online.de/thema388.htm
Was mich betrifft: muß immer unverortet
bleiben. Wo ich mich binde, leidet alsbald meine Seele,
wird abgeschnürt und schreit nach Luft, nach Freiheit,
nach Gelassen-Sein. Zu schnell seh ich mich dort und hier
vereinnahmt,
nein,
ich bind mich nicht und nimmermehr. Ist alles gleich auf Erden,
lohnt doch nicht, ein Würzelchen zu schlagen wo,
und meines Herzens Wünschen, Sehnen
hab ich ertötet vor schon langer Zeit. Ja, so bin ich beschaffen,
vogel-frei.
Nun aber mutig,
augustine, und Ihr andern all,
ein neues Rätsel angedacht -
sobald Oktober kömmet!
Der Eure, wenn auch vogelfrei, doch immer noch:
Hanns van der Pursch.

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Gretchen
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Ohmanno, van der Pursch!
Nicht gez wegen dem Buch, sondern
wegen dir: dat klingt mir abba
viel traurig in die Ohren, was du
über dich
sagst und wenn ich
mich schon entschieden hätte,
DASS es eine Seele GIBT, dann würd ich gez sagen:
die deine / die meine: die könnten verwandt sein.
Abba lassen wir das: iss Off-Topic (wenn du verstehst, was ich meine -
du scheinst ja von weit her zu kommen ... wat weiß ich ... )
Treuherzig aufmunternd grüßt in stiller Verbundenheit:
Grete Karo (alias Gretchen).

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H.vanderPursch (Gast)
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Oh, holdestes kariertes Gretchen,
hört!
Um mich muß Euch nicht bange sein, ich
leb und das ist viel genug und kann es mehr
genießen als Ihr denken möget!
Aber: mir ist bang um Euch, denn:
Ihr zweifelt an der Existenz
der Seele, der unsterblichen?
Da schneidet Ihr ein Glaubens-Thema an:
das las ich ähnlich heute schon. Dame Jolante
sprach davon, und auch arisien hört ichs nennen ...
Von mir sag ich: die Seele glaub ich!
Muß nur um mich schauen, so werd ich meiner
eignen Seel in allem unbelebten Ding, in
jeder Kreatur gewahr. Die ganze Welt ist mir,
der ich ein Mensch mich heißen darf, zum Spiegel!
Ist's nicht so, Ihr Lesenden?
Es grüßt mit dieser runden Frage Euch
der immer wackere Wander-Pursch!

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augustine
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Freilich ja, Herr Vogelfrei - wenn irgendetwas könnte ausgesaget sein von Seele oder was die Menschen gar wagen einen Gott zu nennen: der Herr Spinoza sagt' es ähnlich und mir sehr willkommen: deus sive natura. Oder hab' ich Euch falsch verstanden?
Doch hat das, mein' ich, nichts zu tun damit, ob Würzelchen zu schlagen möglich oder gut sei in der von uns bewohnten Welt. Da mag ein jedes seines Lebens Einsicht folgen.
Mit Gruß dem doch, nur unbekannt, Verorteten. Und, mag dies erlaubt sein noch sagen: Er kommt ja oft hierher, er ist sogar recht treu, der Un-Verwurzelte; nicht wahr?
Und dies fiel auf der augustine

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H.anderPursch (Gast)
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Nicht ungereimt assoziiert,
belesene Dame augustine!
Jaja, der Herr Spinoza, ein
alter Pantheiste. Ich sag "die Seele glaub
ich!" und das meint: ich setz es eben so.
Kann ich nicht alles setzen, was ich will,
und jeden Tag aufs Neu und anders? Ist das
nicht Privileg des Menschengeistes? Allein,
mir scheinet nur, es gab schon alles ...
darum bescheid ich mich und halte mich an den
Spinoza, oder auch an andere und steige in die Stapfen die
vorhanden sind ...
Was Treue angeht: rundherum reis ich beständig, und da
geschieht es, daß ich den und jenen Ort auf meinem
Schlängelpfad noch - noch - und noch einmal besuche!
Es ziehet mich bald da- bald dorthin.
Hie aber sind so viele schöne
Seelen, hie ist Geist, hie find ich Damen, die parlieren können,
wie es mir gefällt. Wie sollt ich da nicht treu sein,
liebste augustine? - sagt -
Es grüßt wie stets: der Hanns.

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Elise
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Hallo, und mal so dazwischengestreut:
Dieser Pantheismus, was ist das für ein Gottesbegriff? Ist es nicht so, daß was auch immer Gott genannt wird, eben ein "asylum ignorantiae" ist, ein menschengemachter Fluchtpunkt, um ein wenig zur Ruhe kommen zu können und eben nicht so viel Offenes aushalten zu müssen?
Und noch: nett, wirklich sehr nett, ja, bezaubernd eigentlich (mich bezaubert es jedenfalls), daß es Euch immer wieder hierher-zieht-oder-treibt, Herr van der Pursch!
Elise. Heute nicht elegisch.

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augustine
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03.10.2006, 00:38 / 2 x geändert
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Wir sind uns einig, jedenfalls so ungefähr (auch so, wie es Elise ausgesprochen hat) - was das betrift, den "menschengemachten Fluchtpunkt", der, einmal durchschaut als solcher, nichts helfen kann. Doch woll'n wir dies wohl lieber lassen - die einen stört's, und dies hier ist kein Vortrag in Religionsgeschichte.
Vielmehr, verehrter Hanns, Johannes also eigentlich, das sagt das zweite 'n', belieben Sie doch freundlichst, sich nun auch am neuen Rätsel zu erproben. (Oder ist es etwa so, dass Ihr es schon für Euch gelöset habt und wisst, wo dieser Dichter spricht - oder auch nicht??)
Lasst also hören, bitt' ich, wenn Ihr (wie ich denke: bald, denn allzu weit entfernt seid Ihr wohl gar nicht) - wenn also Ihr hier wieder vorsprecht.
Und einen Gruß zur Nacht sendet Euch augustine

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H.vanderPursch (Gast)
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Liebste, klügste augustine, sagt!
Ihr meint, wir stören -
wen !? -
mit unseren leisen Plaudereien?
Den Hausherrn gar am Ende?
Sagt? Oder andere, die da lesen mögen?
Was nun das Rätseln anbelangt:
bin ich doch der, der stets die Rätsel
gibt. Hab meiner Lebtag noch
nie eines lösen können, hohe Frau!
Und Ihr, sanftherzige, friedmütige Elise,
verratet mir doch einmal: was glaubt Ihr denn?
So insgeheim, so ganz für Euch - was ist denn
Euer Fluchtpunkt?
Winzige Fräglein nur
sinds
vom Johannes van der Pursch.

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Elise
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Lieber Herr van der Pursch!
Zwar bin ich nicht wenig überrascht, von Euch nach meinem "Glauben" gefragt zu werden, um eine Antwort aber dennoch nicht verlegen.
Muß auch gar nicht lang und breit ausholen:
Mein Fluchtpunkt ist eben - meine Mitte. Sie spricht zu mir und was sie sagt, glaube ich. Sonst (fast) nichts. Versteht Ihr, was ich meine?
Friedlich, natürlich, und sanft, immer: Elise.

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arisia (Gast)
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hi, Herr Wanderer,
jetzt will ich diesen Faden auch noch etwas besenfen. :)
Wozu glauben? Wir können annehmen, vermuten, wissen, nicht wissen, all dies kann moderat besprochen, diskutiert und fabuliert werden. Sobald es aber um "glauben" geht, werden mir die Diskussionen und Monologe der Gläubigen aller Couleur zunehmend zu heftig, als sei Moderat grad ausgestorben. Gesichter röten sich und der Atem geht schneller.
Fluchtpunke gibt es vektormäßig in jeder Richtung, man/frau sollte halt als mal wieder zurückkommen, andererseits warum? Was weiß ich schon?
Ich komme mit wissen, nicht wissen und vermuten ganz gut zurecht, muß mich nicht streiten, und das beste ist, ich kann immer wieder von dem nächsten Schnipsel Wissen überracht werden und drüber staunen.
Seele ist für mich im Grunde mit Gemüt synonym. Das Unsterbliche sehe ich im Kreislauf von Zelle zu Asche und zurück. Aber Seele, mit von den meisten unterschwellig gemeintem "Ich", eine Ich-Seele, eine Seele, die soviel ich ist, daß sie in "Fegefeuer" oder "Hölle" leidenfähig wäre, oder überhaupt nur sich als Seele erkennend, nein, da kann ich nicht mehr mit. Das Land ist auch zu unbekannt um auch nur Vermutungen anzustellen, fremder als heutzutage für uns unser Nachbargalxis Andromeda. Lassen wir uns doch überraschen.
Wenn ich eine Reise tu, bereite ich mich vor. z. B. verlasse ich die Wohnung so, daß ich mich wohlfühle, wenn ich zurückkomme, das zumindest kann ich vor der letzten Reise tun, zur Beruhigung, zur Einstimmung. Über alles andere gibt es keine für mich verifizierbaren Aussagen. Ist das nicht spannend?
es grüßt entspannt
arisia

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augustine
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Damalen vor vier Jahren und ein wenig mehr, da habt ein erstes literarisch Rätsel ihr gestellt in diesem Forum. Sicher wisst ihrs noch. Ist lange her, für wahr. Dann suchtet ihr ein Dach für euer Haupt und wolltet später wieder hier euch zeigen. Ich jedenfalls verstand es so und glaubte auch zu wissen, wo - nicht fern von einem Sprachgitter wäre es, so dachte ich. Nun fühlt ihr aber doch euch in der Fremde, und es geht euch gar nicht gut? Sagt an, soweit ihr mögt.
Das fragt und bittet euch die augustine

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