Ein Leben ohne Papier? · ear · ·


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      ear



Ein Leben ohne Papier?

   31.08.2006, 22:08



Vor einer Woche kam von der Universitaet in Edinburgh eine Pergament- Rolle , Din A 3 Format mit der lateinischen Fassung des Summa cum laude in Arabic fuer meine Tochter. Handgeschrieben mit verschnoerkelten Buchstaben, einem roten Siegel und persoenlich darunter gesetzten Unterschriften. Zum Einrahmen? Weglegen und Vergessen?
Kaum ein Bereich unseres taeglichen, noch so profanen, oder intellektuellen und kuenstlerischen Lebens kommt ohne Papier in irgendeiner Form aus.
On-Line? Wie steht es denn mit der Langzeitaufbewahrung von Daten?
Wie waer's mit einer Diskussion ueber "Papier"?ear

 

      ear²



RE: Ein Leben ohne Papier?

   01.09.2006, 08:51 / 2 x geändert



Ja, acerdoux, kein Bild entsteht ohne erst einmal auf Papier konzipiert zu sein. Der Gedanke,die kuenstlerische Umsetzung aufs Papier, festgehalten in mehreren Versionen , obwohl oft der erste Entwurf die staerkste Ausstrahlung hat, ist sehr wichtig. Dann denke ich auch nicht an die Baeume, denen ich das Papier verdanke(obwohl mir Baeume unendlich viel bedeuten).
Der Gang zum Zeitungsstand, um sich zu informieren, frische Luft, Begegnung mit Fremden oder Bekannten, belangloses Austauschen ueber Wetter und oertliche Begebenheiten, sind ein willkommener Start in den Tag.
Frueher hiess es, weggeworfene Zeitungen verunstalteten und bedrohten Natur, heute hat man groessere Noete mit duennen Plastiktueten , die als unschoene Verzierung in der Naehe von Supermaerkten an Baeumen haengen.
Zeitungspapier so ideal zum Formen, Verkleiden von Drahtgestellen, bevor das Formen einer Skulptur beginnt.
Oder, wie hiess noch der Tip? Bratpfannen mit Salz und mit Zeitungspapier reinigen. Fensterscheiben mit Essigwasser saeubern und dann Zeitungen zum Nachreiben verwenden. Papier ist unersetzbar fuer mich. L. G. ear

 

      Moulin



RE: Ein Leben ohne Papier?

   01.09.2006, 11:47 / 1 x geändert



Papier ist sicher unersetzlich im täglichen Ablauf des Menschen.

Wenn das Frühstück in den Körper wandert, beim Lesen der morgendlichen Zeitung, dessen Geschichten die Haare zu Berge und das Blut zum Wallen bringen, angeheizt durch Peristaltikfördernde Adrenalinschübe der gelesenen Artikel, dann will sich auf der anderen Seite auch alsbald etwas verabschieden.

Hat man es sanft, sind´s der Lagen vier, hat man es hart, sind der Lagen (k) eine.




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