Das Leben eines Künstlers · Dana · ·


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      Dana



Das Leben eines Künstlers

   31.08.2006, 11:56



Ich will und muß gehen
In mir das Scherbenwort der Zeit
Wachsend durchdrängt die Stille
Einsamer Wind wehe!
Der Wille, es zu verstehen
Schaukelt die Sinne weit und breit
Und wärmt mich in ihrer Fülle
Und ich hebe meinen Blick und sehe ...
Jeder Schritt befruchtet die tage
In einem Chor ein Bild und ein Wort
Ihre Charge tief erkennend
Entpuppt wird die Zeitcollage
... Dass ich es mich wage...?
... Frei ist der Ort !!!
Obwohl oft trennend
Und ohne gezielte Gagenfrucht
Enthüllt wird die verborgene Schlucht
Viele brotlose Körpertage lebend
Nun, meine Seele ist gesättigt und frei
In der Suche nach der Wahrheit bebend
Oft gepeitscht von dem Unverständnis der zeit
Gehe ich... in Ihr.

 
        arisia
        (Gast)

RE: Das Leben eines Künstlers

   02.09.2006, 11:27 / 1 x geändert



hi, Dana,

der Weg einer Künstlerin in der Zeit. Ein altes und doch immer wieder neues Thema. Künstler auf dem Weg nach ihrer Wahrheit, die immer wieder auf das Unverständnis der jeweiligen Zeit treffen, sich "gepeitscht", gepeinigt fühlen von diesem Unverständnis, dennoch auf ihrem Weg beharren und sich selbst befreit fühlen vom eigenen Wirken.
Der unbedingte Willen des LI diesen Weg zu gehen kommt schon in der ersten Zeile zum Ausdruck, das LI springt mit diesem Willen in das Thema hinein
Zitat:
Ich will und muß gehen

es muß auch mit einer gewissen Geschwindigkeit gehen, ehe ihm die Zeit den Willen und die Eindrücke zu Scherben werden läßt.
Stille und Ruhe werden gebraucht, um dem "Schaukeln" der eigenen Sinne folgen zu können, es sind so viele Eindrücke, die auf das LI einwirken
Zitat:
Jeder Schritt befruchtet die tage

und sie alle wollen verstanden und in ein Bild umgesetzt werden, und das LI wagt den Schritt und findet sich an einem Ort wieder, frei von Raum und Zeit, der Ort des Tuns.
Ein Tun, das nicht gesteuert ist vom Erlangen materiellen Gegenwerts
Zitat:
Und ohne gezielte Gagenfrucht

im Gegenteil, "brotlose" Tage werden in Kauf genommen im doppelten Sinn, auch die Nahrungsaufnahme während des künsterlischen Schaffens könnte marginal sein, denn die Seele wird gesättigt durch das kreative Tun, und in Erwartung der Wahrheit, die dieses Schaffen ans Licht bringen soll, bebt die Seele, bezieht Kraft aus sich selbst heraus, um für den weiteren Weg in der Zeit gerüstet zu sein.

Ja, Dana, ein sehr eindringliches und einfühlsames Werk über das "Wie" und "Warum" des künstlerischen Gestaltens und den damit verbunden Schwierigkeiten, die aus der Außenwelt auf das LI einwirken. Die einfache Sprache, die durch die Art und Weise ihrer Darstellung dennoch zauberisch wirkt, nimmt den Leser/die Leserin mit in den Schaffensprozess.

liebe Grüße
arisia

 

      Dana²



RE: Das Leben eines Künstlers

   05.09.2006, 11:17 / 3 x geändert



Ja Arisia,
oft das Unverständniss der Gegenwart gestaltet den Weg zu einem deftigen Regen. Aber auch da, in der völligen Befreiung, von der Realität der Äußerlichkeiten schafft man zwischen den Regentropfen zu tanzen.
Jede Art aber in die Tiefe des Essentiellen rein zu kommen endet leider aber so:

Ein Korn, eine These.
Daheim in verkehrte Fruchtbarkeit gedrückt.
Da brüht die Antithese.
Die Synthese wird gepflückt.
Ein Fluß voller gespänstischer Gedanken.
Ein Gegensturm auf die Luf.
Die Wahrheit fängt zu schwanken.
Die Frucht fällt in die Gruft.

Wobei:
Vergraben, verhasst, vergessen.
Sie lauert in allen Dingen.
Die Wahrheit ist nicht zu vermessen.
Keiner kann sie umringen.

Spiegelbrüche in unzähligen Stücken.
Da lacht ihr Gesicht.
Den kann man auch nicht pflücken,
nur spüren wie er riecht.

 

      ear



RE: Das Leben eines Künstlers

   05.09.2006, 22:23



Trotz des Unverstaendnisses mit dem man dir begegnet, kommt "ein Regen": staendige, gleichmaessige Bewegung , die sich bei dir in Tanz aufloest und Befreiung bringt.
Dir fehlt aber das "In die Tiefe Gehen", du suchst nach der Wahrheit, die oft wegen ihrer Schwaeche gehuetet und gestuetzt werden muss.
Das Korn, welches nicht zur Reife kommt, weil es abgetoetet wurde: "vergessen, gehasst, begraben": du willst es hueten,weil du durch schmerzende,tragische Erlebnisse den Wert erfahren hast, der uns fehlen kann. Darin liegt deine Staerke und du kannst befreit lachen, wenn der Spiegel bricht. Liebe Gruesse, ear




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