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Moritz Reiser
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12.12.2005, 17:57 / 7 x geändert
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Marcel Frank
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Die vierte Versgruppe entschädigt für die 3. (Frieden, Phantasie, Sprache, Klangspiegel: uff). Die beiden ersten vorbedingen hingegen die letzte. Idee ! Das Analogie-Bilden (sagen wir, Zentrum: web) ist spannend zu lesen, kommen doch idiomatische und fachsprachliche Ausdrücke zum Vorschein, die übereinandergelegt werden. Wozu ? Um dieser error404-Kognition (heute-damals) mit einem Vorverständnis (spider) zuvorzukommen, noch bevor sie "uns" erreicht ? Aber das braucht nicht beantwortet zu werden, "wen" schon gar nicht: Ihr wird auf den Zahn gefühlt. In gebotener Kürze: Effizient. Und: Man kann froh sein, dass man einige Dinge nicht sofort kapiert: ketoprofen, riot (das kann noch mehr sein), oder Pseudo-Kollokationen* wie "baby arachne, agnostic drive" geben genug zu tun ("watt bedeutet datt eigentlich ?"). *Was für eine semantische Beziehung steht dahinter ? Hängengeblieben bin ich allerdings (genau) hier: "das herz ... liegt" / "ihr leben existiert nicht sondern wird" / 1. Zeile der 3. Gruppe. Im Ruhrpott sacht macht: Datt brinkt nix (also: Was bringt es denn ?). Ich bin mir noch nicht sicher, was es ist. Zufriedenstellende Unsicherheit. | Nachtrag: Ay, "Klangspiegel" könnte ich noch mit "riot" zusammenbringen, ein interessantes Verhältnis, evtl. auch mit "schreit sie" (nungut), aber "Frieden": "to be fucked (fucked)".

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Moritz Reiser²
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berechtigter einwand, die idee dahinter jedoch: frieden ist stillstand, das gegenteil des "werdens". vielleicht ist phantasie (als wort) das letzte, was dahingehört, aber immerhin eine antithese, die als zeichen für immanenz fungiert. (ist das schon kitsch?) "werden", "immanenz", "dezentralität" /netze/, damit wäre das wesentliche auf den punkt gebracht. der hermeneutische versuch ist aber ein performativer selbstwiderspruch, hier und anderswo. einen mittelpunkt gibt es nicht (error404). gedicht und lesart können noch verbessert werden. in progress.

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Marcel Frank
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durchdacht ! d.h. die erläuterung ! ob es kitsch ist oder nicht: "frieden" ist ja ziemlich besetzt. das kann man von "riot-star" nicht behaupten (guter wurf !). bei frieden schaltet man ab. auf "stillstand" zu kommen (ja, in der tat ist das ein hintergründiger begriff von frieden), muss man schon ganz tief in die merkmalssemantischen zweige eintauchen (in welche richtung ?). ja: muss man auch bei "riot-star" und co., aber da ohne "mutterknoten", sondern: "voll rein". das war gut. den leser nicht schonen. mit "frieden" wissen "die guten unter uns" einfach zuviel anzufangen. ihn nicht geben. in der netz-analogie bleiben. die stärkste versgruppe ist eindeutig 4. 1 + 2 sind starke zuarbeiter. schaue mir jetzt die anderen an ...

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Moritz Reiser²
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die dritte versgruppe ist überarbeitet, der rest weitgehend gleichgeblieben. ich finde den austauch sehr konstruktiv.
gruß,
mr

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