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gregor libkowsky
mmazzurro
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augustine
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26.08.2006, 18:47 / 2 x geändert
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LIEBES-LEBENS-LAUF
Die Liebe der jungen Anfänger. Wen lieben sie denn, sie, die erstmals in sich spüren die sprudelnden Brunnen ihres Begehrens? Lieben sie nicht vor allem dies neue Gefühl, dies bisher nicht gekannte, ganz andere Empfinden von allem und allen, dies: die Welt umarmen wollen, diese Empfindung, sie seien es wert, sie zu haben?
Wenn aber dann das Neue nicht mehr das Neue ist - und es kann ja das Neue nicht bleiben -, so suchen sie's anderswo, immer erneut, bei andern, die auch jung sind und auch ernüchtert, dass es nicht blieb und die das kaum fassen.
Und danach? Wilde Suche, abwehrender Rückzug? Vielleicht erkennen sie dann, diese Jungen, das war noch nicht Liebe, dies Schmetterlingstaumeln von Blüte zu Blüte, immer erneut, denn man hat sie ja zu haben, die Schmetterlinge im Bauch, und muss drüber reden, immerzu. Sonst taugt man nichts. Sagt jedenfalls der Zeitgeist.
Aber – sagen vielleicht manche Älteren aus erbarmungsloser Erfahrung -: Ein jeder braucht auch das Leiden, braucht es: zu sehen, dass Anfänge enden. Dann wünscht einer erstmals vielleicht: Der ANDERE möge sich wohl fühlen bei ihm, geliebt. Spürt: Liebeleien meinen nicht ihn.
Vielleicht wagen es zwei, zusammen zu bleiben nach einiger Zeit. Vielleicht wagen sie Kinder. Die verändern die Liebe vom Grund her. Wo ein Paar das nicht verlässlich weiß, werden die beiden nicht Eltern. Wo ein Mann vor einer Geburt zur Nutte geht, wo es kein Gespräch gibt über das Kind, die Kinder, die Liebe und ihre Veränderung, da hauen zwei Egoisten jeder den andern und hacken einen Abgrund auf zwischen sich.
Manchmal gelingt es später, eine Brücke darüber zu bauen, dünne Stränge zuerst, gesponnen aus Sprechen und Zuhören, Zuhören und Sprechen. Einer mag wagen, sie zu betreten. Die könnte dann aushalten, haltbarer werden und haltbar.
Noch zweimal verändert sich Liebe, wenn sie geblieben ist:
Irgendwann sind die alten Eltern allein. Und irgendwann ist nur noch einer von ihnen da. Der Zurückgebliebene lebt eine Weile im Schmerz der Trennung. Der ist notwendig. Aber er kann sanfter werden. Er kann sich verwandeln in Gedenken und Dank.
Ein solches Liebes-Leben – ist nur ein Ideal? Ja. Fast immer. Wir sind Egoisten, die haben wollen, fast alle. Oder vielfach Gekränkte, die resignierten. Manchmal aber gelingts. Darin allein liegt die Hoffnung der anfänglich Liebenden.
Wir müssen es wieder lernen, zu jeder Lebenszeit: Erfüllte Gegenwart ist nur, wenn in sie eingeschlossen sind die nie mehr zu verändernde Vergangenheit und die Zukunft, die immer neu zu ergreifen ist. Die letzte Zukunft: der Tod.
"Denk es, o Seele."

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ear
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27.08.2006, 09:35 / 1 x geändert
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Lieben Gruss aus dem spaetsommerlichen Suffolk.Dein Essay gibt in konzentriertester Form ein Thema, welches nicht davor zurueckschreckt, den Tod als "letzte Zukunft" zu deuten. Moerikes Gedicht-Titel , nur 18 Verszeilen, tief empfunden in den Lied-Vertonungen von Hugo Wolf und Hans Pfitzner, welche Wort und Ton verschmelzen in ueberhoehter Weise,besagen das Gleiche,das du so gut in Prosa ausdruecktest.
Wege, welche man als Ehepartner und Elternteil gewaehlt hat, bleiben von Dornen umstellt . Hoffnung auf "erfuellte Gegenwart" treibt einen voran in dem Wunsch, das man sie "immer neu" ergreifen koenne. ear

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Moulin
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So wie uns das schöne Gefühl leitet,
unweigerlich in ein Land über den Regenbogen führen kann,
so bringt es uns bei schlechter Wahl,
verblendet wie eine Motte in´s falsche Licht.
Es gibt 'das Ideal', die 'erfüllte Gegenwart',
deshalb lohnt sich auch die Suche,
und wenn es sein muß bis zum letzten Ring.

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Elise
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27.08.2006, 22:56 / 1 x geändert
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Ach, wie es auch sein mag:
mit 'dem Ideal', mit der 'erfüllten Gegenwart', mit dem Suchen, Finden, Nichtfinden, Sehnsuchen ---
es ist auf alle Fälle ein gut gelungener Essay, reflektiert geschrieben, aus einem 'Überblicken' des Themas heraus formuliert, mit eigenem Sprachduktus, ein weiter Bogen wird geführt, ohne unnötige Abschweifungen und Nebensächlichkeiten. Sehr klar, durchdacht, un-emotional, doch nicht kalt.
'Reizvoll', wenn ich mich so ausdrücken darf, und klug (vom Textgestalterischen her gesehen): der Hinweis 'Denk es, o Seele' als letzter Satz. Pointierende Bündelung des vorstehenden Textes, zugleich Anregung, 'Sprungbrett' für den Leser, über den Text hinaus zu gehen (bzw. zu lesen ... ).
Viele Grüße an alle, und : immer "Danke", augustine. Elise.

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Gretchen
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Heia, augustine!
Der Essay hält, was der Titel verspricht: zeigt den Liebes-Lebens-Lauf, ein großer Atemzug, sozusagen. Es ist sehr gut gearbeitet, "augustinisch".
(Sollte der Buchenstab hier schon mitgeraunt haben .... aber nein, das glaub ich eigentlich nicht ... )
Sicherlich hat Lebenserfahrung (wie ich sie nicht besitze) sich hier kondensiert, zugleich wird ein "Ideal" sichtbar (was mir immer etwas Angst macht, weil es mir selbst, idealbesitzlos, wie ich bin, ganz schwerfallen würde, in irgendeinem Zusammenhang eines zu formulieren zu postulieren ... ).
Detail:
| Zitat: |
| Wo ein Mann vor einer Geburt zur Nutte geht, |
das passt natürlich, um zu transportieren, was transportiert werden soll (inhaltlich), aber es kommt mir zu gesucht vor, so irgendwie "aus dem vorigen Jahrhundert" - gäbe/gibt es nicht andere "Grausamkeiten", heutigere? Die Nutte, ach, die könnte ich mir "in Absprache" vorstellen.
Grüße vom Gretel. Und: guten Morgen. Ich sitze an einem Fenster, vor dem es langsam hell wird. Das mag ich. (war gez off-topic, wie man so schön sachcht ...)
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Jolante
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28.08.2006, 13:30 / 1 x geändert
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Neue Erkenntnisse habe ich durch den Essay zwar nicht gewonnen, aber es hat mir gefallen, das "erbarmungslos" Selbst-Erfahrene in diesem leisen und dennoch eindringlichen Text so unprätentiös und klug reflektiert zu finden. Tröstlich finde ich die Botschaft, dass es sich trotz aller Widrigkeiten lohnt, nach dem Ideal zu streben, weil es ja manchmal gelingt. - Trotzdem plädiere ich für die Schmetterlinge im Bauch, sie sind erste Qualität, und auf die sollte -wenigstens am Anfang der Liebe- niemand verzichten. Und die Nutte, ja die muss es auch geben, meine ich. Ein Gang zu ihr sollte -unter bestimmten Voraussetzungen- die Liebe zweier Partner nicht ernsthaft gefährden.
"Denk es o Seele", ein Schluss, der zum Weiterdenken anregt. Danke, augustine.

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arisia (Gast)
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hi, Augustine,
das ist ein wichtiges Thema, das du da in deinem Essay verarbeitet hast. Du beschreibst sehr genau, wie Beziehung heute beginnt und scheitert, das Verwechseln der ersten Verliebtheitsgefühle mit Liebe, die oft immerwährende Suche nach einem Ideal, das es so, von sich aus nicht gibt, es sei denn, es wird von uns mit viel Arbeit und Geduld geschaffen.
Zu dieser Verwirrung tragen die Medien mit bei, und nicht nur seit es Ton und Bild aus der Konserve gibt. Auch Minnesänger und Bücher waren Medien, die das "Ideal" der Liebe, eigentlich der überspitzten 2er Beziehung (ohne Kinder) überall verbreiteten.
Dadurch entstanden Sehnsüchte, die so von der Allgemeinheit nicht gelebt werden konnten. Mit der einsetzenden Individualisierung der Allgemeinheit, vor ca. 150 Jahren, nahmen die beschriebenen Formen der "exclusiven Liebe" immer bizarrere Formen an, die sich heute dann in sog. "Liebesromenen (Groschenheftchen) und Fernseh-Soaps niederschlagen.
Ich denke es gehört eine gewisse Kunst dazu, eine erfüllte Beziehung zu leben, ein gewisses Können also, etwas, was gelernt und geübt werden muß. Kein bildender oder schreibender Künstler käme auf die Idee, daß er ohne Übung zu Meisterschaft in seinem Fach gelangte, aber auf die zwischenmenschliche Beziehung bezogen benehmen wir uns oft so, als seien wir mit der Fertigkeit, eine gute Beziehung leben zu können, vom Himmel gefallen.
"Aber manchmal gelingt's." Ja, das gibt dann wieder Mut sich die Arbeit anzutun.
Liebe Grüße
arisia

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augustine²
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Hallo! Zwei von Euch, das wollte ich nicht unerwähnt lassen, Jolante und Gretchen, haben sich gewundert, dass ich es wirklich in hohem Grad unpassend, verratend &c. finde, wenn ein Mann, also werdender Vater, vor einer Geburt zur Nutte geht. Das mag in anderen Lebenszeiten (dezent hoffentlich) geschehen; aber um eine Geburt herum finde ich es: Verrat, ja. Es ist sexuelle Bedürftigkeit, die mann sich auch vielleicht nur einbildet, und die, verdammt nochmal, auszuhalten wäre. Schließlich muss frau sie auch aushalten! Wer bedenkt denn das??? Bloß: augustine?

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Gretchen
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Oh-oh, hmm -
naive Logik meinerseits wahrscheinlich -
ich dächte so: wenn er Bedürfnisse hätte und ich auch, dann wäret kein Problem, dann täten wir uns halt zusammen wie immer und keine/r bräuchte was auszuhalten.
Wenn aber ich KEINE hätte und er hätte welche, dann müßte er sehen, wie er klarkäme. WIE er das Klarkommen anstellt, wär mir egal ... glaube ich.
Aber meine Aussagen und Statements hier sind alle rein theoretischer Natur,
denn ich war nie in schwangerem Zustand,
kanns mir auch nicht richtig vorstellen -
insofern vermutlich alles meinige wenig durchdacht.
Ich glaube, vorsichtshalber nehme ich alles zurück und geh in mich.
Neu-Ansatz.
Leicht verwirrte Grüße von Gretchen.

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Moulin
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06.09.2006, 08:29 / 1 x geändert
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| Zitat: |
Zitat augustine
Das mag in anderen Lebenszeiten (dezent hoffentlich) geschehen; aber um eine Geburt herum finde ich es: Verrat, ja. Es ist sexuelle Bedürftigkeit, die mann sich auch vielleicht nur einbildet, und die, verdammt nochmal, auszuhalten wäre.
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Da bin ich jetzt ein bischen überrascht, da ich meine dass ein Verrat an einer Beziehung durch Fremdgehen unabhängig von dem Zeitpunkt oder den Umständen ist.
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zuppanova
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servus -
ich nehm dieses "um eine Geburt herum zur Nutte gehen" als bild dafür, dass etwas ungesundes, un-stimmiges zwischen den partnern geschieht: verletzungen, grausamkeiten, was auch noch ...
aber welches konkrete verhalten in einer konkreten beziehung, zwischen 2 ganz bestimmten menschen, dann jeweils als grausam/verletzend/missachtend empfunden wird, mag sehr verschieden sein. insofern, denke ich, kann "zur Nutte gehen" verallgemeinert werden als metapher, aber nicht als konkrete verhaltensweise.
lg, zuppa.
PS 1: die diskussion um das elend der prostituierten wäre noch 1 anderer faden.
PS 2: zur Gretchen-logik muss i noch was sagen, da fehlt ja noch ein casus 3, nämlich: was passiert denn, Gretchen, wenn am ende Du dann bedürfnisse hast, und er hat keine ... könnt ja theoretisch auch sein, oder ?

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Jolante
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06.09.2006, 18:36 / 2 x geändert
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Hallo, augustine, und alle:
Oh, hätte ich doch nur geschwiegen ! Aber nun ist es zu spät, und ich will mich um eine Antwort nicht herumdrücken. Nein, als Verrat kann ich es nach wie vor nicht empfinden, wenn ein Mann in besagtem Falle, sozusagen triebgesteuert, "zur Nutte geht" (rein theoretisch). Verrat wäre für mich, wenn ein Mann eine -wenn auch nur kurze- Affaire hätte, bei der auch Gefühle mit im Spiel sind. Ich räume allerdings ein, dass ich dies heute aus einer abgeklärten Sicht heraus sehe. Ob und wie ich damit klargekommen wäre, als ich schwanger war oder sonst irgendwie dauerhaft "unpässlich", steht auf einem anderen Blatt. Pardon an alle, die mich für unmoralisch halten. Vielleicht haben sie recht.
Leicht zerknirscht, aber ungebrochen
grüßt Jolante

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augustine²
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Danke, dass so viele von Euch auf die Frage, die ich noch mal in den Raum gestellt habe, geantwortet haben; ausdrücklich dafür, dass es auch zwei Männer getan haben.
Das lyrische Ich (dieser Essay hatte ein Vorstadium als Gedicht-Versuch) ist in nie bestimmbaren Anteilen natürlich doch immer auch das biographische. Mir ist das passiert, und anscheinend habe ich es noch nicht verwunden. Erfahren habe ich es immerhin erst hinterher (so, als sei es ja nun nichts Besonderes).
Ich wollte nicht moralisieren. Ich kann und will keinen Moralkodex aufstellen. Nur diese Situation: da sind zwei dabei, Eltern zu werden, die halte ich doch für eine besondere. Da für ein paar Wochen auf einiges zu verzichten oder nicht, das sagt doch etwas über den Grad an Reife eines Paares aus.
(Gegenbeispiel, das ich seit sehr langer Zeit kenne und schrecklich finde: Franz Werfel und Alma haben alles medizinisch Gebotene in den Wind geschlagen. "Ich schonte sie nicht" ist etwa wörtlich. Das Kind kam zerschunden zur Welt und hat nicht lange gelebt.)
Liebe Grüße an "alle", augustine

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Moulin
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| Zitat: |
...erfahren habe ich es erst hinterher...
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und das ist der Teil dessen, den ich als Verrat empfinde,
denn wenn etwas in gegenseitigem Einverständnis passierte,
wäre es damit dann legitim, wenn man genau dieser Art
Beziehung führt.
(an dieser Stelle folgten noch einige Sätze, die ich aber wieder gestrichen habe,
weil ich gar nicht weiß, ob darüber jetzt noch weiter diskutiert werden sollte.)
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arisia (Gast)
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hi, augustine, und alle
ich weiß nicht, wie ich als junge Frau, in einer solchen Situation reagiert, empfunden hätte.
Heute sehe ich die Dinge SEHR zwiespältig. Dadurch, daß ich mich sehr viel mit Martriarchatsforschung beschäftigt habe, hat sich mein Blick, zumindest der theoretische, sehr gewandelt.
Nur in unserer patriarchalen Leistungsgesellschaft ist so ein Verhalten (zu Huren gehen) überhaupt möglich und nötig. Ich habe von Kulturen gelesen, in denen es normal ist, daß ein Mann, wenn die Frau schwanger ist, seine sexuellen Bedürfnisse, die in diesem zeugungfähigen Alter normal sind, bei der Schwester, Freundin, Nebenfrau e.t.c. stillt. Das ist dann weder Betrug noch Verrat, die Frau ist aufgehoben in der Sippe, der Familie, ihr wird nichts weggenommen, es entsteht kein emotionaler Verlust, sie ist nicht so sehr angewiesen auf den Kindsvater, wie wir Frauen am Endpunkt einer patriarchalen Kultur, Zuspitzung der Individualität, in dieser unserer westlich christlichen Gesellschaft.
Erst diese exclusive Form der Zweierbeziehung, vom Staat so hoch gelobt, (doch was steckt dahinter? Teile und herrsche. Denn wer ist erpressbarer als ein Kleinfamilie?) macht Frau so bedürftig.
Ich habe deinen Text als Essay verstanden, (unter der Rubrik steht es) das heißt für mich, eine distanzierte, glossierte Art im Umgang mit dem Thema.
Gleichermaßen ist für mich der Beruf der Hure so gut wie jeder andere, es wird ein Bedürfnis gestillt, daß durch unsere Lebensweise, der sexuellen Restriktion durch unsere Kirchen, entstanden ist. Wer die Sexualität eines Menschen eines Volkes kontrolliert, der hat wahrhaftig die Macht.
Ich vermute sehr stark, daß unser sexuelles Verhalten anerzogen ist, und das es möglich ist, anders damit umzugehen, solange die emotionale Sicherheit aller Beteiligten gewahrt bleibt.
Hm, letztendlich sind Verletzugen Verletzungen, und wir müssen sehen, wie wir damit zurechtkommen. Wenn ich mich in den Finger geschnitten habe, will ich, daß die Wunde heilt, warum tuen wir uns bei psychischen Wunden so schwer die Heilung zu wollen?
Auch das ist etwas, was ich nicht nur über Bücher, sondern auch selbst anders in einer anderen Kultur erfahren habe, nämlich in der noch einigermaßen intakten Kultur der Hopi, die mit psychischen Verletzungen nicht anders umgehen als mit körperlichen. Heilung soll erfolgen, der Eiter der Wunde soll abfließen, Punkt. Heilung wird dann auch gesucht und gefunden, bei der Medizinfrau/dem Medizinmann, der ganzen Sippe oft. Verletzungen jedweder Art werden nicht verheimlicht, nicht als Egoschändung erlebt, sondern als Verletzung, die es zu heilen gilt.
nachdenklich fragend bleibt zurück und grüßt
arisia

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Moulin
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Hallo arisia,
das sind ganz interessante Gesichtspunkte, die Du da entsprechend Deiner
Forschungen aufgeführt hast.
Das könnte beiden Partnern im Fall der Fälle sogar als eine Art Rechtfertigung
dienen.
Aus meiner Sicht, weder religiös noch gesellschaftlich vorgeknetet ist die Basis
einer Beziehung das Vertrauen, was gleichzeitig voraussetzt, dass man sich
kennt.
Unter diesem einen, kleinen Gesichtspunkt muß man dann die Entscheidung
treffen ob man zu einer Hure geht, und damit den Anderen verletzt, oder nicht.
Auch denke ich, sollte man emotionale Prioritäten setzen können.
Will ich ein Kind, ist das das Gefühl was überwiegt.
Das war gar nicht überlegt sondern kam automatisch.

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Gerd
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Hallo Ihr Lieben,
mangelnde Achtung durch den Partner und Bagatellisierung dieses Verfehlens, sind langfristige Zerstörung des Selbst. Dies findet Plastizität an einem gipfelnden Beispiel, in welchem Bewusstheit und Schmerz in besonderem Maße konzentriert sind. Für mich werden hier keine Moralvorstellungen hoch gehalten, sondern die Folgen des Entzugs elementarer Bestandteile menschlicher Beziehung verdeutlicht.
Ich respektiere den empfundenen Schmerz.
Noch eine Anmerkung zu alternativen Beziehungsentwürfen - mit dem Glauben an die dauerhaft emotionale Funktionalität einer so genannten offenen Beziehung (insbesondere im Rahmen europäischer Sozialisation) tue ich mir selbst schwer, da ich ebenfalls nicht daran Glaube, dass 1 + 1 gleich 2 ist (1 + 1 ist eine Abstraktion – existiert nicht) und der Mensch zu rein objektivem Denken fähig ist.
Herzliche Grüße Euch allen
Gerd

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Gerd
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Hallo acerdoux,
ich möchte dem Problem noch zwei Charaktereigenschaften anfügen, die sich mir aufdrängen: Narzissmus und Egoismus.
Grüße in die Nacht
Gerd

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Moulin
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Mit Wahrnehmung und dem daraus resultierenden Bewustsein kann man
seine eigene Disziplin stärken, wenn es nötig ist.
Wichtig ist dabei der Respekt.
Die "Partnerin" respektiere ich als Mensch, Frau, Freundin und die, die ich liebe.
Ich brauche mich somit nur an diese kleine und bewusst gelebte Richtlinie zu
halten um einer Beziehung von meiner Seite aus eine gesicherte Basis zu
geben.

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Ingar
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Nun, das Thema vermag zu beschäftigen!
Erlaube mir, das Stichwort Kommunikation einzubringen: Fähigkeit dazu, oder Bereitschaft - schon die bedeutet viel, von beiden Seiten muß sie da sein!
Auch Kommunikation ins eigene Innere hinein, Wahrhaftigkeit.
Nur Stichworte, gewiß nichts weltbewegend Neues, jedoch mit Grüßen
en passant als Mann an augustine
Ingar.

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Gretchen
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So, ich muß da gezz nochmal was sagen, wahrscheinlich iss der Faden dann schon bald überdehnt.
Also, ich respektiere auch einen Schmerz, den jemand erlitten hat (wobei der Schmerz im Essay als solchem ja dann nichts zu suchen haben darf) - aber ich frage mich trotzdem immer und immer für mich selbst und rein theoretisch, weil Praxis hab ich ja keine:
warum, warum, warum ist diese Zweierkiste so die exclusive Lösung, warum darf ich auf eine bestimmte Art und Weise immer nur einen einzigen Menschen gern haben und begehren, warum muß sexuelles Begehren immer so kanalisiert werden ("Treue"), warum darf es nicht "Parallelwelten" geben, warum ist es denn immer eine Pyramide, und oben steht dann in trostlos einsamer Zweisamkeit "das Paar" und einer hat alles dem andern zu sein und wie soll denn das gehen - also, ich weiß nicht, ich bin irgendwie anders gestrickt (glaube ich jedenfalls), ich kann mir vielerlei vorstellen, verwoben, zugleich, miteinander - ohne daß das unbedingt schmerzhaft sein müßte für (eine/n) Beteiligte(n).
Wahrscheinlich hab ich irgendwo Kurzschlüsse drin, oder es ist die mangelnde Lebenserfahrung, oder ich hänge ohne es zu merken einer abgefahrenen Utopie an. Weiß nicht! Beschäftigt mich abba ...
Gretchen, Perle, grüßt.

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arisia (Gast)
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hi, Gretchen und alle,
um in etwa und nur im Anriß Gretchens WARUM zu beantworten und den Thread wieder in Richtung Essay zu bringen.
Diese exklusive Zweierkiste ist geworden, als das Patriarchat immer mehr Oberhand bekam, die Erbfolge umgedreht wurde, (davor war die Erbfolge matrilinear), und Mann sicher sein wollte, daß die Erben seine Abkömmlinge seien. Das ganze hat mit Privateigentum und Machtgewinnung- und Erhalt zu tun.
Bis vor ca. 6000 (+, -) Jahren wußten die Menschen nicht einmal darum, wie Kinder gezeugt wurden, verwandt waren nur die von einer bestimmten Mutter geborenen Kinder, die männlichen Bezugspersonen waren die Brüder der Mütter. Auch waren die Kinder nicht so der Besitz einzelner, sondern gehörten dem Stamm, auch die Mutter hatte nicht diese herausragende Position, die sie in unserer Gesellschaft innehat. (siehe: Diskussion, Themen: Mutter und Gesellschaft)
Die Mädchen bekamen früh, in einem biologisch günstigen Alter ihre Kinder, feste Partnerschaften entstanden erst ab dem 30igsten Lebensalter. (Es gab auch in vorhistorischen Zeiten schon langlebige Kulturen).
Aber zu keiner Zeit der Geschichte waren 2 Individuen so aufeinander angewiesen wie in den letzten 150 Jahren, seit die Industrialisierung die Kleinfamilie favorisierte, da, wenn nur ein Ernährer vorhanden, dieser leichter finanziell erpressbar ist als jemand, der in einer Großfamilie lebt, oder einer Sippe angehört.
Aus der Not wurde eine Tugend gemacht, die romantische Liebe fürs Volk war geboren. Unterstützt wurde dies durch die damals aufkommenden Medien, ganz vehement dann über den Film. Die exklusive Kleinfamilie, Zweierbeziehung ist jedwedem Staat sehr dienlich, da Menschen, die emotional nur auf einen anderen Menschen bezogen sind, leicht manipulierbar und abhängig zu halten sind.
Dem westlichen Menschen unserer Zeit fehlt die emotionale Aufgehobenheit in einer Sippe, Großfamilie, daher die ungesund starke Fixierung auf den jeweiligen Partner, was häufig Klammerverhalten auslöst, auch dies ist einer gesunden Beziehung nicht förderlich.
Ich spreche hier nicht gegen eine vertrauensvolle Partnerbeziehung. NUR: Sie ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Die meisten Ehen gehen schief, weil viel zu viel auf einen Partner projeziert wird, er/sie ist verantwortlich für all meine Bedürfnisse. Das kann nicht gut gehen. Wenn ich mir die Statistiken der Depression, der Tabelettenabhänigkeiten von Frauen anschaue, den Alkoholkonsum von Männern, dann sehe ich die ungesunden Auswirkungen eines solchen Lebensstils in seiner ganzen Tragweite.
Damit ich richtig verstanden werde:
1. eine vertrauensvolle Zeierbeziehung ist etwas Wunderbares,
2. sie entspricht nicht der Regel
3. wenn sie funktioniert gut, wenn sie nicht funktioniert muß es auch gut sein, d.h. es ist immer günstig sich ein emotionales Umfeld zu schaffen, das mich auffängt, wenn eine Zweierbeziehung kippt.
4. Unsere Gesellschaft muß in absebarer Zeit lernen anders mit Beziehung umzugehen, wenn sie überleben will
5. Das gelebte WIE von Beziehung und Sexualität ist anerzogen, nicht angeboren
6. Wichtig ist, daß der einzelne ein intaktes emotionales Umfeld besitzt.
Als Anfangslektüre geeignet:
Die Göttin und ihr Heros
Heide Göttner-Abendroth
Frauenoffensive
ISBN: 3-88104-234-2
Im Buch gibt es dann Hinweise auf andere Lektüre, einfach weiterhangeln, oder gleich bei google gucken.

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Jolante
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Hallo Gretchen und alle:
arisia war mit ihrer Antwort schneller als ich und ist schon sehr detailliert auf deinen Beitrag eingegangen. So möchte ich nur noch eins dazu sagen: Alle deine Fragen sind berechtigt und keineswegs Ausdruck von irgendwelchen Kurzschlüssen oder mangelnder Lebenserfahrung. Ich habe mir diese Fragen immer gestellt und stelle sie auch heute noch, o b w o h l ich seit 42 Jahren mit demselben Mann verheiratet bin. Probleme der genannten Art entstehen in einer Zweierbeziehung häufig durch reines Besitzdenken (mein Partner gehört mir ganz alleine). Ich will keiner offenen Partnerbeziehung das Wort reden, aber ein gewisses Maß an Toleranz halte ich schon für wichtig, auf beiden Seiten übrigens. Beeindruckt bin ich von den "treuen" Männern, die sich bisher im Forum zu diesem heißen Thema geäußert haben :)
Gerührte Grüße
Jolante

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Gretchen
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Mhhhm, diese Zusammenhänge und Forschungen
sind mir nicht unbekannt, arisia, ich verstehe die Botschaft.
Dieses warumwarumwarum - hat so auflehnenden Charakter, da ist ein Teil drin, der nicht beantwortet werden kann, und dieser Teil ist auch Schmerz, ein ganz anderer Schmerz wieder - naja.
Jolante: was du über die Männer hier sagst - jaja, dat scheinen direkt gaa keine Tiere zu sein, woll, -
OK, sag gezz abba nix mehr hier. Gretchen.

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Moulin
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Liebe Jolante,
mit Deinem Satz
| Zitat: |
...Beeindruckt bin ich von den "treuen" Männern...
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möchte ich mich hiermit ganz deutlich vom allgemeinen
Klischee distanzieren.
Sonst könnte meine Antwort nur lauten:
| Zitat: |
...beeindruckt bin ich von den "intelligenten" Frauen...
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ear
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Darf ich noch einmal auf zuppas Hinweis zurueckkommen, wie es denn mit dem Elend der Nutten staende.
Gehen sie freiwillig in die Prostitution? War es ihr Ziel, Nutte zu werden?
Wurden sie durch die erweiterten europaeischen oder asiatischen Laender gewaltmaessig eingeschleusst?Koennte eine Nutte gegen einen Arbeitsausfall wegen Krankheit klagen?Muessen Steuern bezahlt werden oder kassiert der Zuhaelter alles? Ich weiss nur sehr wenig darueber, ear.

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Gerd
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Hallo Ihr Lieben,
gesellschaftliche Normen müssen in Frage gestellt werden, sind immer im Wandel und so nie die letzte Wahrheit. Damit gibt es auch keine ewig „gültige“ Form von Partnerschaft. In einer Gesellschaft werden i. d. R. bestimmte Formen von Partnerschaft gestützt, da diese der Funktionalität der Gesellschaft dienlich sind. Somit ist es schwierig alternative Formen von Partnerschaft in einer Gesellschaft zu etablieren, wenn diese den gelernten Wertestrukturen widersprechen.
Ich sehe an keiner Stelle des Essays, noch in der Diskussion, die Glorifizierung der monogamen Partnerschaft. Mangelnde Achtung, Rücksicht und Toleranz sind der Tod jeder Form menschlicher Beziehung und auf Dauer das Ende einer sozialen Gesellschaft. Die letzte Zukunft, individualisiert, egozentrisch und beziehungsunfähig, wird dann sehr einsam sein.
Grüße Euch allen
Gerd

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rollerball
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Ein Text, zu dem ich ohne Einschränkung JA sagen kann, sowohl seinen Inhalt als auch seine Form angehend, vielleicht weil er sich weitgehend mit meinen Erahrungen und Empfindungen überschneidet und trotz seiner scheinbar nüchtern-sachlichen Sprache tief berührt. Eine wirklich geglückte Beziehung, sei es mit oder ohne Ring und Trauschein, über einen längeren Zeitraum in gegenseitigem Respekt und Vertrauen zu leben war wohl nie leicht, wird jedoch heute in seiner vielschichtigen Problematik viel transparenter dargestellt als in früheren Zeiten, mit wenigen Ausnahmen ...

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