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Werner
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20.08.2006, 21:15 / 2 x geändert
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schwermut tropft schwarz
aus meinen augen
abgepflückt die blüte
meines lächelns
herausgerissen das werdende
leben meiner poesie
der atem meiner gedichte
vom herzschlag der geliebten

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arisia (Gast)
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20.08.2006, 23:47 / 1 x geändert
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hi, Werner,
eine bedrückende Stimmung, die das lyr. Ich da zeichnet.
Ich kann direkt plastisch die Tropfen der Schwermut sehen,
wie sie heruntertropfen, und nebendran die Blüte auf dem Boden, verwelkt, fast schon ein sehr düsteres Stilleben.
Ausgelöst scheint das Geschehen zu werden
| Zitat: |
"vom Herzschlag der Geliebten"
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Da verstehe ich jetzt was nicht.
Dieses Bild, das das lyr. Ich da zeichnet, würde ich als ausgelöst durch den Verlust einer geliebten Person vermuten.
Wie kann ihr Herzschlag das tun? Vielleicht kannst du das aufklären.
Innerhalb der ersten beiden Zeilen
| Zitat: |
"Schwermut tropft schwarz mir
Aus meinen Augen"
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wäre es eleganter das doppelte von "mir" u. "meinen" zu vermeiden.
Entweder so:
Schwermut tropft schwarz (mir weglassen)
Aus meinen Augen
oder so:
Schwermut tropft schwarz mir
Aus den Augen (von meinen ->den)
dann wären die beiden Zeilen auf flüssig und würden sich den anderen anpassen. So wie es jetzt da steht holpert es ein wenig.
Auf jeden Fall zeigt der Text ein gutes Sprachgefühl und nicht alltägliche Bilder.
lg
arisia

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Werner²
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21.08.2006, 10:34 / 3 x geändert
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Hallo arisia,
Du hast Recht, Dein Änderungsvorschlag wäre wohl eleganter, flüssiger... Eben schlanker, proportionierter auch im Zusammenhang, schöner auf den Punkt gebracht. Doppelt-gemoppelt wirkt besonders in lyrischen Texten meist schwülstig und läßt das Gemeinte nur selten sinniger erscheinen...
[gelöscht]
lg
werner

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arisia (Gast)
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22.08.2006, 10:16 / 1 x geändert
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hi, werner,
ich verstehe, was du sagen willst, aber der Satz
| Zitat: |
"Schwermut tropft schwarz mir
Aus meinen Augen"
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ist ohne mir oder meiner auch nicht mißzuverstehen, und so, wie er das steht, ist es einfach kein gutes Deutsch.
zum Herzschlag der Geliebten:
es gibt so für den Leser gar keinen Anhaltspunkt um was es geht. Und ohne Information ist keine Ausdeutung möglich, auch keine Annähernde, weil auch der Lesende/die Lesende keine Identifikation findet.
Klar, wenn wir die Texte für uns alleine schreiben, dann ist für uns natürlich alles logisch und klar, aber sobald die Texte in die Öffentlichkeit gehen, ist es schon geschickt sie nochmal daraufhin abzuklopfen, ob überhaupt eine Verständigungsebene nach draußen da ist. Wir wüssen alle immer mal wieder an unsern Texten arbeiten, daß ich ja auch gerade hier im Forum an den Beiträgen ersichtlich.
Wenn nicht genügend Information da ist, kann der Lesende/die Lesende nicht mitgenommen werden. :)
liebe Grüße
arisia
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Werner²
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22.08.2006, 11:45 / 10 x geändert
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Hi arisia,
danke Dir für Deine Kritik und -
ich denk drüber nach...
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Frage: Was aber, wenn ich meinte "...der atem meiner *gedichte vom herzschlag der geliebten*" ?
Muß Lyrik auf Anhieb verständlich sein?
lg
Werner

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