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wetter
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22.08.2010, 18:55 / 1 x geändert
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aufgerissene körper
monsterbrüste ausgegossen
hochgehackt
erstarrt
die geilheit
der depression entwachsen
stolz
heldischer gewinner
krieger
hier
hochglanzsehnsüchte

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Willimox
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22.08.2010, 19:02 / 5 x geändert
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Und doch, und doch,
dieses Forum gleicht dem rieselnden Bach,
der die Kiesel vor sich her treibt und reinspült
und den Bernstein finden lässt ,
dort, wo das Wasser die überhangenden Blumen küsst.
Dagegen liegt faulendes Wasser
ruhig im Teiche, ungesunde Dünste
steigen aus ihm empor, ekelhafte Quakfrösche
brüten im Schlamme zwischen
dem Schilf an seinem Ufer.
Und ach, wir wünschen,
dass es zur Pfütze eintrocknen
und am Ende
gänzlich versiegen
möge.
Das faulende, stehende Wasser.
Bewegung ist Leben.
Nun denn alsoi:
Lieber Wetter, vielleicht einmal weg von stehendem Gewässer und fadem Standard, viellicht eine andere Probe deiner Gedichtkunst?
Fern von der Hackstück-Poetik
nach der Maxime rechts bündig, Flattersatz links?
Oder war das umgekehrt?
fragt sich


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Bärbel Kokoff
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22.08.2010, 19:02 / 7 x geändert
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ganz große Klase!!!!
Wirklich es nimmt mich ziemlich her wenn ich so etwas lese.
Das erinnert mich an eine Friundin die hat sich die Brust vergrößern lassen nur wegen einem Typen und dann war der doch weg es war schlimm für sie. Eine schlimme Erfahrung!!!!!!!!!!
Aber sie ist da durch gekommen!
Das hast du sehr gut rübergebracht, die ganzen Gefühle dabei und alles. Sex sollte nicht alles sein., In der Beziehung zählen stark auch andere Werte. Meine Meinung , kann natürlich jeder machen wie er will! =)))
weiter so!!!!!!!!!
edit
Man merkt richtig das du dass alles selbst erlebt hast genau wie dein anderes Gedicht. Selbst erlebt ist immer besser als Fickzion finde ich.
Liliana Matthäus hat sich auch die Brust vergrößern lassen und Celulite absaugen und dann wieder verkleinern und nu ist Trennung ist doch kacke wirklich. Vielleicht hätte da eine schicke Frisur gereicht das würde billiger gewesen sein als operativ. Ich sage dass auch, weil ich auf Friseuse lerne und auch am Büffeln für den Heilpraktikerschein bin und ich hoffe, wenn ich
Bärbels Capsalon
erst eröffne mit homöopathischen Haarwurzelbehandlungen, dann hoffe ich das ich bekannt werde und sich manche Frau diese Schönheits OP dadurch ersparen kann. Mancher Mann auch. Männer machen das ja auch. Schönheit ist sowieso überbewerte die innerlichen Werte sind wichtiger. Nur Meine Meinung. Kann jeder wie er will.
Ich musste das sagen das gedicht löst bei mir eine menge aus.
hier, Liliana und Lothar. zwei schöne Menschen aber auf dem falschen Pfad irgendwie.


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ruelfig
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22.08.2010, 22:20 / 1 x geändert
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Alle Wetter, das erinnert, ich muss damals in der Sexta gewesen sein, ca 1966, da habe ich eigentlich noch Perry Rhodan gelesen, aber meine Mutter putzte bei so einem Grafen, das war die absolute Oberschau, freischwebende Treppen und ein Swimmingpool im Keller (wir hatten damals Kohleheizung) und ein Klavier und weiße Möbel, irgendwas aus Schweden und Bambus im Garten, kein Gemüse wie mein Onkel, wenn man da durchging in kurzer Hose hat es immer so gekribbelt im Schritt und im Wohnzimmer eine Braun-Anlage in Plexiglas, keine Schlager im Plattenregal oder "Hör Zu - Mal richtig tanzen", sondern abstrakte Cover, unleserlich, ich glaube mich an Bossa Nova erinnern zu können und benagelte Holzscheiben an der Wand, meine Mutter meinte, von Uecker, aber vielleicht haben die die auch selbst behämmert, er war ja Architekt und ist dann früh gestorben, man hat damals geraucht wie gestört und seltsame Flaschen in allen Formen und Farben und unter dem Plexiglastisch in der versenkten Sitzecke mit weißem Flokati lagen sie, die Sexheftchen, Playboys. Wenn Mutter oben die Küche putzte und die Gästezimmer hatte ich freie Fahrt, solange der Staubsauger röhrte konnte ich stieren, aufgerissene Körper, Monsterbrüste und hassenichgesehn. Naja, das hat mich dann ziemlich verdorben, irgendwie bin ich aus dem Sumpf nicht mehr rausgekommen, es ging mit Drogen, Selbstverstümmelung, Verfall sämtlicher Werte und Verrohung weiter, lebendige Frauen sah ich nur noch im Tiefglanz und war zu keiner dauernden Beziehung mehr fähig, irgendwann wollte ich sie nur noch in der Mitte aufklappen und anstarren, das haben Mädchen natürlich nicht so gerne, es kam zu Anzeigen und ungerechtfertigten Verurteilungen, die deutsche Justiz war damals so was von miefig, das kennt heute keiner mehr, wo Youporn und so das Geschäft bedrohen, weil wenn alle immer nur umsonst wollen, dann läuft bald gar nix mehr. Darum finde ich die Idee mit den Heftchen auch gut, da wird die Jugend noch so richtig verdorben und muss dafür bezahlen, es sei denn, sie fände die Magazine im Altpapier, aber da dürfen die gar nicht rein, was zu einem echten Entsorgungsproblem führt, weil verbrennen kann man die auch nicht. Da sollte sich die EU drum kümmern, dass so was wieder heimlich passiert,
meint R

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gregor libkowsky
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22.08.2010, 22:38 / 1 x geändert
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Na, jetzt habe ich dich aber ganz schön geleimt. Kaschubke, der Name hat mich aber sicherlich schon verraten. K - a - s - c - h - u - b - k - e, dir dämmert es? Ja genau, der Ortsvorsteher Kaschubke. Also mit der christlichen Fahrradjugend das war gelogen.
Und gegen Sexheftchen habe ich auch nichts einzuwenden. Ein begehrtes Zahlungsmittel - damals in Golgostan.
Dein Gedicht kämpft gegen Sexheftchen. Ein Gedicht jedoch sollte so etwas nicht wollen. Vielleicht könnte man versuchen, sich poetisch einer der vielen Motive zu nähern, die im menschlichen Trieb gegründet sind oder die womöglich dahinter verborgene Angst vor Vergänglichkeit oder oder ... vielleicht aber auch nicht.
Hier sehe ich nur einige Brocken dahingeworfen, heruntergebrochen auf eine Kampfaussage "gegen", und bitteschön auf keinen Fall die Wortverknappung und das Stakkato mit Verdichtung verwechseln.
Wie gesagt, ein Gedicht sollte so etwas nicht wollen müssen.
Mit frdl. Gruß
Kaschubke
Edit: Was für ein köstlicher Kommentar, ruelfig, allein deswegen lohnt sich der Faden. Lachtränen. Klasse.

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wetter²
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23.08.2010, 12:32 / 3 x geändert
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zunächst mal danke für die rechtschreibkorrektur
und die antworten, meinungen und erfahrungen.
ich verstehe nichts von germanistik, literatur oder gedichten, ich wollte nicht bekehrerisch aktiv werden oder gegen irgend was und - wen wettern.
sondern
habe einfach nur eine erfahrung in mich einströmen lassen und versucht diese sprachlich zu fassen.
mehr nicht.
ob ich was anderes zustande bekommen könnte, keine ahnung.

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Willimox
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23.08.2010, 12:43 / 2 x geändert
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@wetter
Hm,
Einströmen lassen ist wichtig, dann noch polieren können
auch: vielleicht bringt Dir der Stephen Fry nützlichen Spaß?
Der deutsche Titel mag komisch sein, das Buch ist anregend und hilfreich.
Stephen Fry (2008):
Feigen, die fusseln.
Entfessle den Dichter in dir.
Berlin, Aufbauverlag.
http://tinyurl.com/35ya72a
greets
w

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Heidrun X.
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wetter:
| Zitat: |
| ob ich was anderes zustande bekommen könnte, keine ahnung. |
Meine große Schwester Gretchen, die meistens ziemlich direkt ist, die würde Dich wahrscheinlich jetzt auffordern, Dich den von ww anempfohlenen fussing figgies (Wortspiel, hihi ...) zu widmen, nebenbei hier so ganz leise mitzulesen und den nächsten Beitrag tatsächlich erst über lit-on hereinströmen zu lassen, wenn Du mehr Ahnung hast; also, wenn Du mehr Ahnung hast, ob Du was anderes als Waffelbruch zustande bekommen könntest. --- Aber ich, ich trau' mich sowas nicht sagen, bin viel zu anxious.
. . . . . . . . . . Grüße von
. . . . . . . . . . Xirze . . . . 
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SimonLore
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24.08.2010, 00:25 / 1 x geändert
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Das Lektorieren eines Gedichts während autoerotischer Betätigung:
aufgespreizte körper
sich windend
im zwange
seelenloser geilheit
Das lose fleisch
der brüste eingeschnürt
dem stolz entwachsen
depressiv der krieger
nach freudlos
getanem werk.
taschentuch.

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