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SimonLore
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Erleben Sie jetzt zum ersten Mal in der Literaturgeschichte: sämtliche bekannten Hinrichtungsmethoden in einem Gedicht vereint!
Verbluten, Ersticken, Enthaupten, Ertränken,
Würd‘st Du dabei an Gerechtigkeit denken…
Vergiften, Vergasen, Zerreißen, Zerbrechen
Elektifizieren, Lebendigbegraben,
Einmauern, Zerteilen, Rädern, Niederstechen
Dich im Geheimen nicht doch daran laben…
Zerschmettern, Verhungern, Verdursten, Erschießen,
Es nicht aus vollem Sadismus genießen…
Zerquetschen, Verbrennen, Erhängen, Erfrieren,
Zerstückeln, Erschlagen, Enthäuten, Vierteilen
Kreuzigen, Zersägen, Pfählen, Amputieren
Würd‘st Du bei einer Methode verweilen…

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Willimox
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16.08.2010, 17:04 / 2 x geändert
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Schläft ein Lied in allen Dingen
Verbluten, Ersticken, Enthaupten, Ertränken,
Würd‘st Du dabei an Gerechtigkeit denken…
Vergiften, Vergasen, Zerreißen, Zerbrechen
Elektifizieren, Lebendigbegraben,
Einmauern, Zerteilen, Rädern, Niederstechen
Dich im Geheimen nicht doch daran laben…
Zerschmettern, Verhungern, Verdursten, Erschießen,
Es nicht aus vollem Sadismus genießen…
Zerquetschen, Verbrennen, Erhängen, Erfrieren,
Zerstückeln, Erschlagen, Enthäuten, Vierteilen
Kreuzigen, Zersägen, Pfählen, Amputieren
Würd‘st Du bei einer Methode verweilen…
1. Faktur
Tja, der Tenor: Weg, weit weg von der Harmonie lyrischer Zeilenbindung, ein Katalog der Unmenschlichkeiten menschlichen Erfindungsgeistes.
Weit weg von Eichendorff. Was sich reimt sind hochsprachliche,poetische Codewörter wie "verweilen" und sie reimen sich hier auf "vierteilen".
Eine grobe Zweiteilung in den Strophen, eine grobe Zweiteilung in der Kommunikationstechnik:
Im nichtkursiven Versfluss eine Reihung von Tötungsarten (auch ein paar Sterbensarten), in den Kursivzeilen eine Art reflektierend, provozierende Stimme.
Provozierend, denn:
Würd‘st Du dabei an Gerechtigkeit denken…
Das ist eine eher rhetorische Frage: Sie impliziert unter anderem, dass die Tötungsverben auch im Justizbereich zu finden waren und zu finden sind. Sie impliziert, dass der Gerechtigkeitsaspekt eine eher formale Zuordnung ist: Wer rechte Introspektion zulässt, wird dabei eher ein magisches Gewaltkino erleben.
Und richtig, der nächste Kursivsatz
Dich im Geheimen nicht doch daran laben…
thematisiert kulturellen Vorbehalt und Abscheu und signalisiert über das „nicht doch“ die Lust an der aggressiven Grausamkeit der Tötungsvorgänge, seien sie nun juristisch gefärbt oder nicht.
Das reflektierende Ich bringt das dann - wortspielgestützt - auf eine sozialpathologische Formel samt Begriff:
Es nicht aus vollem Sadismus genießen…
Aus der Redensart „aus vollem Herzen genießen“ wird das "Herz" getilgt und die Lücke mit dem Erklärungslexem „Sadismus“ gefüllt. Ein latenter Hinweis, dass Sadismus zum Gemütsapparat des Menschen gehört, mehr oder weniger gedämpft und gehemmt oder auch nicht. Und das Herz nix Herziges sein muss.
Die letzte gepunktete Frage Würd‘st Du bei einer Methode verweilen… ist besonders hinterhältig: Wer bei einer Methode verweilt, malt sie sich wohl genießerisch aus. Wer das nicht tut, spielt im Geiste das Floriglegium menschlicher Tötungsmethoden durch.
In beiden Fällen ist das Du als kultur- und zivilisationsfremder Wilder entlarvt. Damit ist dann die Überschrift – sie lässt eine Ekloge auf den menschlichen Erfindergeist erwarten – in ihrer grotesken Höhe markiert und so stürzt ihre hehres Kürzel in den amoralischen Abgrund sadistischer Triebe.
2. Details
Zunächst einmal mag es ein wenig stören, dass nicht alle Verben das Agens-Sem besitzen und daher nur bedingt transitiv sind:
Verbluten, Ersticken, Verhungern, Verdursten, Erschießen, Erfrieren …
Ist es ein gewünschter Effekt, dass sie aus dem Tötungskatalog herausfallen?
Ist „Elektifizieren“ (Auslese und Elektrizität) ein wirkungsvoller Neologismus?
3. Die Botschaft
Biologisch gesehen dürfte es klar sein, dass wir Menschen Altruismusprogramme, Sadismusprogramme, Ausrottungsprogramme, Kooperationsprogramme in unserem animalisch-anthropologischen Inventar besitzen, dass sie uns bis zu einem bestimmten Grad steuern und dass sie bis zu einem bestimmten Grad durch Reflexion zu dämpfen sind. Aber auch zu höchster technischer Perfektion zu führen sind.
Und es dürfte auch klar sein, dass solche Programme ihre Befriedigung finden, ihre Attraktion entfalten - Belege:
a) Der Thriller und der Krimi befriedigt oft beides: Die Mordlust und die Aufdeckung des Mörders und seine Bestrafung, die Bestrafung in mehr oder weniger kanalisierten Formen.
b) Das Killerspiel und seine Lust, das Indianer- und Trapperspiel, die Kriegsgesänge, sie dokumentieren alle ein menschliches Modul als existent „Blutrausch und Lust“.
c) Die mittelalterliche, die römische, die talibanische, die amerikanisch-elektrische Art der Bestrafung und ihre speichelziehende Attraktion ...
Kaum fraglich, dass die Evolution vor allem das Überleben dann sichert, wenn wir uns als Spezies den Widrigkeiten unserer Umwelt widersetzen und ihnen trotzen. Wer nicht genug Futter gefunden hat oder einem Raubtier ins Maul lief, der war aus dem großen Rennen geschieden.
Die Konkurrenz aber um Fortpflanzungschancen liegt gewiss auf einem anderen Level und sie hat mit Gewaltprogrammen zu tun. Mit Aggression und Töten. Vielleicht oft mit sexueller Lust gepart.
Ist damit das Strafmuster unserer Gesellschaft ad absurdum geführt? Wenn denn das Gedicht diese eher einfache Botschaft insinuiert?

greets
wiwa

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Gretchen
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| Zitat: |
Zunächst einmal mag es ein wenig stören, dass nicht alle Verben das Agens-Sem besitzen und daher nur bedingt transitiv sind:
Verbluten, Ersticken, Verhungern, Verdursten, Erschießen, Erfrieren …
Ist es ein gewünschter Effekt, dass sie aus dem Tötungskatalog herausfallen? |
mich persönlich stört das agens-sem-unddannwiedernicht-durch'nander sehr. und ich behaupte zudem dreist, dass der effekt nicht gewünscht war/ist, sondern sich schlichter auktorialer wirrnis schuldet.
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| Zitat: |
| Ist „Elektifizieren“ (Auslese und Elektrizität) ein wirkungsvoller Neologismus? |
dreiste behauptung nummer zwei: die elektifizierung ist ein tippfehler und sollte eigentlich ein elektrifizieren mit dem errrrr sein.
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so summarundrum find ich, dass das echt 'n blutiger killertext ist, der mir persönlich ästhetisch voll den horror rein zu dolchen vermag. behaupte also ein drittes dreistes, nämlich: die leserin, der nicht spätestens nach dem ersten sinneinheitenpäckchen das blut in den adern geschockfrostet ist, müsse frigide sein.
naja, was soll ich noch sagen - bin total fertig jetzt, weil: so viel des insinuitiv gut gepredigten hab' ich schon lange nicht mehr zu genießen bekommen.
. . . . . . . . . . komplett totgekillt:
. . . . . . . . . . . . . Xirze . . . . 
ps: kommandant und ww bitte in die pn-box guggn. danke.
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Jolante
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16.08.2010, 19:32 / 1 x geändert
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Die Botschaft hör ich wohl, versteh sie auch ohne moxische Interpretationshilfe, doch das Design der Verpackung gefällt mir nicht. Möchte gar vermuten, es sei eine auf billige Effekte zielende Mogelpackung. Vielleicht liegts aber auch daran, dass ich zur Zeit unter einer Betroffenheitsdrüsenunterfunktion leide, ausgelöst durch "menschlichen Erfindungsgeist".
Verzeih mir, SimonLore, ich bin heute ein wenig unwirrrsch.
Es grüßt Jolante

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SimonLore²
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16.08.2010, 20:30 / 1 x geändert
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Mist, schon wieder gepredigt! Aber ist es nicht eine Kunst, aus einer Aufzählung von Hinrichtungsarten eine Predigt zu machen?
Ich will doch auch gar keine Betroffenheit erzielen, wüsste auch gar nicht so recht, worüber man hier betroffen sein soll. Mein Ziel war eher Ekel, wie Gretchen richtig erkannte.
Na, und da war nichts drreist oder unwirrsch in den Kommentaren. Zu diesem Zweck habe ich dieses Ding hier eingestellt. Nehmt's auseinander, es ist nur Worttüftelei, meines Dichterherzens Blut steckt da nicht drin. Ich wollte schlicht alle bekannten Hinrichtungsmethoden reimend und annähernd metisch vereinen.
Inspiration war der entsprechende [Wikipedia-Artikel]. Da sind allerdings mittlerweile neue Ausgeburten des menschlichen Erfindungsgeistes hinzugekommen, so dass ich vielleicht noch ein wenig daran feilen kann ("Bitte nicht!" hör ich rufen).
Mir ist klar, dass ein Mensch verdursten kann. Und man kann ihn verdursten lassen. Natürlich kann ich nicht sagen: "Ich habe ihn verdurstet." Es gibt allerdings diese Hinrichtungsart. Wie also soll das sonst in diesem Rahmen umzusetzen sein? Breche ich die logische Kohärenz oder die Vorgaben des Formats (Tue ich ja schon mit "lebendig begraben", was gegen die Ein-Wort-Vorgabe verstößt). Hab mich für ersteres entschlossen. Kann ich mich hier auf die dichterische Freiheit berufen, oder muss ich weiter als Wirrkopf gelten?
Die in kursiv gesetzten Zeilen ergeben
Würd‘st Du dabei an Gerechtigkeit denken [und]
Dich im Geheimen nicht doch daran laben,
Es nicht aus vollem Sadismus genießen, [dann]
Würd‘st Du bei einer Methode verweilen…
Wobei man das - war mir selbst nicht bewusst - auch wie willimox Als "gepunktete" Frage lesen kann, was dem Ganzen eine weitere Bedeutungsebene gibt.
Das ist auch schon die Moral von der Geschichte. Der Mensch hätte nicht diese Kreativität aufbringen müssen, einen Menschen ins Jenseits zu befordern, wenn der Mensch nicht eine allzu menschliche Freude daran hätte. Das soll nicht einmal auf die Moralin-Drüse drücken, sondern einfach eine kleine zynische Feststellung sein.
Gretchen hat natürlich recht und Elektifizieren ist ein Tippfehler auf Simon-Lore-Niwo.
Es ist von vielen Seiten betrachtet ein hässliches Gedicht. Ein vernünftiges Versmaß kommt ja auch nicht zustande, trotzdessen ich es versucht habe. Aber divergiert diese Hässlichkeit tatsächlich mit der dahinter stehenden Absicht?
Danke fürs Lesen und verzeiht, wenn ich hier mal wieder etwas veröffentlicht habe, das nicht unbedingt ein literarischer Hochgenuss ist.

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Gretchen
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17.08.2010, 01:50 / 1 x geändert
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1. Von denen Predigten
| Zitat: |
| Aber ist es nicht eine Kunst, aus einer Aufzählung von Hinrichtungsarten eine Predigt zu machen? |
Es gibt ja so bollenmäßig fetzige Predigten, die zünden und packen und machen ganz kirre und lassen das Blut hoch wallen und pushen den Adrenalinspiegel wie der Wonderbra die erschlafften Büsten pusht --- ja, aaah, und man hört zu und hört zu, und plötzlich springt man auf und steht da und spricht unter Tränen in Zungen und ist E-R-L-E-U-C-H-T-E-T hallelujaaberauch; und wiederum gibt es mitunter so Predigten, die predigen sich so vor, und man hört zu und denkt insgeheim ganzganzinnen gottgottchen, issernichbaldfettischmanno ...
2. Hässlichkeit als Stilmittel bei bester Absicht
| Zitat: |
| Es ist von vielen Seiten betrachtet ein hässliches Gedicht. Ein vernünftiges Versmaß kommt ja auch nicht zustande, trotzdessen ich es versucht habe. Aber divergiert diese Hässlichkeit tatsächlich mit der dahinter stehenden Absicht? |
Mein Hauptproblem mit dem Gedicht ist, dass es der Leserin nichts zu bieten hat außer seiner Hässlichkeit und der allzu offensichtlich sich anbiedern wollenden "Absicht". Aber ach, dies 1. und 2., das ist ja
3. absolut subjektiv gesagt aus einem Zustand unterschwelliger Zerrüttung heraus, hat also womöglich mehr mit persönlicher Trübigkeit als mit dem Text zu tun; kann auch sein, dass ich zu wenig Respekt vor der Freude anderer habe; vllt. sollt' ich einfach mal in Urlaub fahren, irgendwohin als Touristin ...
. . . . . . . . . . . . Nfu, Grete
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SimonLore²
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17.08.2010, 07:45 / 1 x geändert
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Ach jaa, Urlaub. Meine Zeit als Freelancer ist zwar erst seit zwei Wochen vorbei, aber Urlaub könnt ich jetzt schon vertragen.
Nur um ein Kontrastprogramm zu bieten: Folgendes Gedicht war eine Art Vorgänger des hier diskutierten. Es ist eines meiner "frühen Werke". Ich stelle es aus tiefstem Sadismus hier ein...
Die Bestie Mensch
Kannst einen Augenblick Du nur
Alle Menschen als ein Mensch sehen
Siehst Du wie grausam diese Kreatur
Sich selbst ist, kannst Du es verstehen?
Wie er sich selbst zerbombt, erschießt
Sich quält und foltert und zerstört
Wie er sein Blutgeschäft genießt
Sein eigen Gnadenflehen nicht hört...
Kannst Du auch nur für den Moment
Das kalte Grauen darin fühlen
Gliedmaßen, Köpfe abgetrennt
Messer in Eingeweiden wühlen?
Wie er sich grinsend selber schlachtet
Wie er sich schneidet, brennt und schändet
Sein eigen Dasein so verachtet
Und elend an sich selbst verendet...
Kannst Du Dich wirklich dazu bringen
Zu Greifen dies mit Beiden Händen
Und selbst so mit dem Tod zu ringen
Und Deinen Blick nicht abzuwenden?
Dich als ein Teil der Bestie schauen
Die sich Mensch nennt und nie ist;
Als Ursprung von Vernichtung, Grauen
Ja, dass Du, Mensch, die Bestie bist?
So übel kann dat nämlich aussehen, wenn ich Anfang, zu predigen. Mir ist auch nichts zu peinlich, ne?
Kpl, Slore

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aswad
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| Zitat: |
| Mir ist auch nichts zu peinlich, ne? |
WARUM?
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Willimox
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17.08.2010, 10:46 / 4 x geändert
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dear freelancer Slor,
die Sache mit bloß zynisch-eklige Aufzählung no predigtton mag zwar intendiert sein, aber die Struktur der zwei Strophen legt da wohl doch die Lesart stärkeres Engagement nahe:
Man vergleiche etwa dieses schon etwas abgetakelte Bachmann-Gedicht:
Ingeborg Bachmann
Reklame
Wohin aber gehen wir
ohne sorge sei ohne sorge
wenn es dunkel und wenn es kalt wird
sei ohne sorge
aber
mit musik
was sollen wir tun
heiter und mit musik
und denken
heiter
angesichts eines Endes
mit musik
und wohin tragen wir
am besten
unsre Fragen und den Schauer aller Jahre
in die Traumwäscherei ohne sorge sei ohne sorge
was aber geschieht
am besten
wenn Totenstille
eintritt
Die nichtkursiven Teile sind als eine Art innerer Monolog zu lesen, ein Angst- und Sorgemonolog. Die kursiven Teile als säuselnde Stimme des einlullenden Werbens mit ein bisschen Störmaterial ("Traumwäscherei").
Der Denkanstoß massiver Art liegt wohl in den letzten beiden Zeilen, die durch eine Leerzeile mit Ausfall der Säuselstimme besonders markiert sind.
Eine eher indirekte Art der Gedankenführung.
Im Vergleich dazu eben doch relativ direkt der kursive Frage-Band-Wurm mit finitem Verb ("würdest") in Kopfstellung bis hin zu "genießen", dann Neuansatz der Freage. Wohl eine Reflektorstimme, die den Menschengeist-Text durchzieht und das erwartete Preislied demon/mentiert.
Würd‘st Du dabei an Gerechtigkeit denken...
Dich im Geheimen nicht doch daran laben ...
Es nicht aus vollem Sadismus genießen...
Würd‘st Du bei einer Methode verweilen…
Das Frame Fragesatz lang scheint mir naheliegender als dein Frame Verkappter Wenn-Satz mit Folgerung "dann würdst du bei einer Methode verweilen". Für die Kondizionalsache sollte ein "wenn" und zumindeste ein "dann" im Text gesetzt sein. Sonst springt man eher auf die andere Lesart.
Würd‘st Du dabei an Gerechtigkeit denken [und]
Dich im Geheimen nicht doch daran laben,
Es nicht aus vollem Sadismus genießen, [dann]
Würd‘st Du bei einer Methode verweilen…
Also doch sehr viel weniger Indirektheit und sehr viel mehr Anleitung zur Introspektion mit "erkenne deinen Sadismus" in diesem Textprogress und den Bildern , die in deinem Bewusstsein mit einiger Freude (?) aufgerufen werden.
Das - kombiniert mit der Überschrift - macht den Text für manche predigtnah. Und repeat: Das hängt doch sehr mit seiner Fügung/Faktur/..... zusammen und weniger mit der - gähn - Wahlfreiheit des göttlich inspirierten Auges des Betrachters.

greets
wiwa

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sid
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Hallo,
also Ekel kommt bei mir nicht auf. Gerade weil diese Tötungsweisen nominalisiert und schnell hintereinander gereiht werden, verlieren sie eher ihre Wirkung als dass sie an Eindruck gewinnen.
Zum anderen verliert das Gedicht auch an Schrecklichkeit, weil es so unordentlich ist. Es sieht aus wie in meinem Werkzeugkasten, alles liegt durcheinander. Egal wo man hingreift, irgendwas ist da, aber es hätte auch woanders stehen können. Es formt sich kein Sinn, der über die Zeilen hinausgeht.
Die beiden Abschnitte sind auch nicht innerlich zu erklären. Warum nicht einfach alles zusammenschreiben?
Außerdem hast du viele Foltermethoden vergessen.
Ich erinnere mich an ein Buch über Foltermethoden am chinesischen Kaiserpalast: da gab es noch das Augenauslöffeln, dann hat man Kakerlaken oder Maden in die Augenhöhlen eingelassen, dass sie sich langsam in das Gehirn hineinfressen, beim lebendigen Leibe natürlich.
Eine im Vergleich dazu saubere Sache war dann schon eher, dass man alles abgeschnitten hat, was am Kopf zu übersteht: also die Nase zum Beispiel, und dann die Ohren, und dann die Lippen und die Zunge und so weiter, bis halt nichts mehr da war. Und dann hat man ihn oder sie verbluten lassen.
Und berühmt ist (und von den Japanern dann kopiert) natürlich noch die Qual, unter einem ganz langsam tropfenden Wassereimer angebunden zu sein. Die Tropfen durchlöchern nach Monaten oder sogar Jahren ganz langsam deine Schädeldecke, nach dem Motto: steter Tropfen hölt den Stein.
Also du siehst, mit etwas mehr Recherche lässt sich Ekel richtig aufbuttern. Die Frage ist nur, wer will das lesen? Und was will man damit bezwecken?
Wenn der Sinn nur auf Ekel hinausgehen soll, so welchem Umdenken kann das führen? Der Ekel ist genauso angeboren, wie die Fähigkeit, ekelerregende Verbrechen auszuführen.
Wenn du den Ekel in Gedichtform packen willst, musst du schon etwas mehr auf die Kacke hauen.
Vielleicht probierst du es ja noch einmal.
sid

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Willimox
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22.08.2010, 18:48 / 3 x geändert
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| Zitat: |
Wenn du den Ekel in Gedichtform packen willst,
musst du schon etwas mehr auf die Kacke hauen.
Sid zu Sloe |
Sag mal, Sid, bist Du doch eine alternative Spiel- und Lebensform von diesem Simon Lore?
Na, wie auch immer. Hier eine Blütenlese für ähnliche Anlässe, also gewiss doch beim weiteren Abfeuern poetologischer Aphorismen von Nutzen:
# Wir sollten keine Kacke als Kultur exportieren. (Quelle: welt.de vom 01.03.2005)
# "Wenn der Schnee schmilzt, sehen wir die Kacke", hat er hübsch zum Schiri-Skandal gesagt. (Quelle: spiegel.de vom 08.03.2005)
# Wenn du schon ab dem fünften Lebensjahr jeden Tag diese Kacke erlebst, bist du verdorben. (Quelle: archiv.tagesspiegel.de vom 02.06.2005)
# Die im Gebäude ausgestellten Videos, Fotos, Skulpturen und Environments ließen keinen Zweifel daran: Der Künstler haut auf die Kacke, auch wenn sie nur so aussieht, es sich in Wirklichkeit aber um Schokoladensoße handelt. Wahrscheinlich, ne vielleicht mit unserem Schoki-Künstler Darlone liiert? (Quelle: fr-aktuell.de vom 02.07.2005)
# Ich bin mir "Tätärätäää" auch nicht zu schade, den kleinen, mir anvertrauten Erdenbürgern die Kacke vom Hintern zu wischen. (Quelle: ngz-online.de vom 21.01.2006)
# Tokio Hotel: 'Wer die Kacke findet, ist selber Kacke!' (Quelle: stern.de vom 27.01.2006)
# Mensch mein Gedicht ist wirklich Kacke! (Quelle: ngz-online.de vom 12.02.2006)
# Ein Anrufer erzählt: "Wir waren beim Fußball in München und sind noch vor der Kacke in Fürstenfeldbruck von der Autobahn runter und jetzt schon daheim im Schwarzwald." (Quelle: merkur-online.de vom 06.03.2006)
# Es gehe nicht an, so Kubald gestern zornig an die Adresse der FR, "dass ihr nach 16 Jahren Einheit noch immer so eine gequirlte Kacke schreibt". (Quelle: fr-aktuell.de vom 30.03.2006)
# Fakt ist: Wer selber in der Kacke wühlt, wird doch mal mit Klabusterbeeren schmeißen dürfen! (Quelle: ngz-online.de vom 01.04.2006)
# Paßlack rief dem Schiri dann zu, dieser solle "nicht so eine Kacke pfeifen". (Quelle: ngz-online.de vom 19.04.2006)
# Die Leute fragten mich enttäuscht: Wo ist denn die Kacke? (Quelle: berlinonline.de vom 22.04.2006)
# Ich wollte nur sagen, dass es nicht jedem Kollegen zusteht, ein Buch über sein Leben zu schreiben, vor allem, wenn es verlogene Kacke ist. Sid, Du bist doch ehrlich geblieben? (Quelle: stern.de vom 26.09.2006)
greets
w
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Bärbel Kokoff
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| Zitat: |
Ich erinnere mich an ein Buch über Foltermethoden am chinesischen Kaiserpalast: da gab es noch das Augenauslöffeln, dann hat man Kakerlaken oder Maden in die Augenhöhlen eingelassen, dass sie sich langsam in das Gehirn hineinfressen, beim lebendigen Leibe natürlich.
Eine im Vergleich dazu saubere Sache war dann schon eher, dass man alles abgeschnitten hat, was am Kopf zu übersteht: also die Nase zum Beispiel, und dann die Ohren, und dann die Lippen und die Zunge und so weiter, bis halt nichts mehr da war. Und dann hat man ihn oder sie verbluten lassen.
Und berühmt ist (und von den Japanern dann kopiert) natürlich noch die Qual, unter einem ganz langsam tropfenden Wassereimer angebunden zu sein. Die Tropfen durchlöchern nach Monaten oder sogar Jahren ganz langsam deine Schädeldecke, nach dem Motto: steter Tropfen hölt den Stein.
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Tolldas finde ich sehr interessant. Ich würde mich für dieses Buch sehr interessieren wenn ich den Titel haben kann bitte.
Ich würde das gerne lesen es macht bestimmt eine Gänsehaut.
Zum Gedicht jetzt fallen mir keine Worte ein natürlich ist es eine prima Grundide auch ich würde gerne so etwas schreiben wenn ich mich traue. Die Grundidee ist schon mal ganz gut an der Ausführung könntest du noch ein wenig feilen xD nicht jeder ist Goethe oder Schiller wir lernen alle noch das macht nichts. ^^
Für mich kann ich sagen es ist eine schöne sache ich habe nichts dagegen.
Wie gesagt das Buch über Voltermethoden interessiert mich. ^^
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sid
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Willimox>
Ich habe gehört und auch schon früher in anderen Forum erlebt, dass es immer wieder Menschen gibt, die es für wahnsinnig spannend finden, multiple Persönlichkeiten im Net zu entwickeln.
Da du dies schon zum zweiten Mal anfragst, ist dir dieses Phänomen anscheinend sehr vertraut, vielleicht hast du ja auch selbst die eine oder andere multiple Persönlichkeit in diesem Forum.
Da ich wenig schreibe, kann ich es mir erlauben, nur sid zu sein. Und da ich grundsätzlich nur schreibe, was ich jemandem auch persönlich ins Gesicht sagen könnte, schreibe ich auch nur als sid.
Bärbel>
Gerne, ich habs sogar online gefunden:
http://books.google.com/books?id=boyYx5uLfVAC&printsec=frontcover&dq=%E9%85
%B7%E5%88%91&hl=en&ei=NHxxTKWAE4qsOI661LAL&sa=X&oi=book_result&ct=result&re
snum=1&ved=0CCUQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false
Viel Spaß!
sid

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Willimox
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22.08.2010, 22:34 / 2 x geändert
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Nein, dear sid,
mir selber ist das Mehrfachspiel ein bisschen suspekt, auch wenn ich es nicht für ablehnenswert halte. Aber es bindet beim ernsthaften Schreiber sehr viel energie. Egal, ob man nun selber mehrgleisig operieren muss. Oder ob man dauernd bedenken muss, dass das Schreiben an eine Maske geht und ins Leere läuft.
Das ist etwas, was ich auf jeden Fall vermeiden oder reduzieren möchte. Und daher ist es mir auch lieb, dass sich einige in diesem Forum in ihren Mehrfachmasken zu erkennen geben.
So kannst Du also sicher sein:
Ich tauche in diesem Forum nur als Willimox auf.
Und wenn es mir zu blöd oder anstrengend wird, dann gehe ich aus einem Puppenspielforum raus. Und vorher frage ich, auch wenn das manchmal Überdruss zu wecken vermag, öfters nach, ob ich mit einer Multiidentität zu tun habe.
greets der herzlichen Art
w

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ruelfig
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22.08.2010, 23:38 / 1 x geändert
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Hallo SimonLore,
meine Lieblingstötungsart ist das leider aus der Mode gekommene Pfählen. "Dem Verurteilten wird entweder mit der Spitze des aufgerichteten Pfahls die Brust durchbohrt, so dass der Oberkörper überhängt, oder der Verurteilte wurde auf einen abgerundeten und eingefetteten Pfahl gesetzt; durch das Gewicht des menschlichen Körpers drang der Pfahl dann langsam durch Anus oder Vagina ein, und das Opfer kam langsam und qualvoll zu Tode, was oft mehrere Tage dauerte. Da der Pfahl abgerundet war, verletzte er keine lebensnotwendigen Organe, sondern schob sich langsam durch den ganzen Körper und verlängerte somit die extreme Qual." (Wikipedia)
Als Meister dieser Schinderei wird der rumänische Fürst Vlad III Draculea angesehen, der sein Handwerk bei den Osmanen als Geisel unter Mehmet II, dem Eroberer und Schänder Konstantinopels, gelernt hat. Selbst dieser besonders hinterlistige und grausame Sultan war wohl von den Gräueltaten des auch als "Pfähler" bekannten Despoten derart beeindruckt, dass er sich zurückzog und die weiteren Feldzüge seinen erfolglosen Stellvertretern überließ. Später wurden dann nur noch die abgeschlagenen Köpfe der Feinde auf Pfähle gesteckt, eine bedauerliche Verweichlichung.
Das von dir nebenbei ins Feld geführte Vergasen könnte wohl noch etwas differenziert werden, in "Feldversuche 1. Weltkrieg" und industrielle Tötung von Menschen durch durch und durch vernünftige, einer Idee verschworene, hart und ehrlich arbeitende Männer und Frauen einer Rasse, die gleich Vlad Tepes den Feind erkannt hatte und im Angesicht ihrer eigenen "Bedrohung" nichts anderes wussten, als zur Verrohung zu greifen, zu foltern, zu töten, zu Bestien zu werden.
Insofern mag mir dein Text nicht gefallen, eine einfache Aufreihung von Todesarten mit eingeschobener Wertung führt nur zur "moralischen" Abwehr, nein, so sind wir nicht und werden es niemals werden. Ein Gedicht gegen die feigen Schlächter der Hamas, die Frauen und Kinder als lebende Schutzschilder missbrauchen, da würde ich anders drüber denken. Aber hier hast du auch noch vergessen, dass "wir" die noblen Indianer mit Pockenverseuchten Decken getötet haben.
Grüße,
R

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SimonLore²
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23.08.2010, 07:38 / 1 x geändert
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Morgen zusammen!
Tatsächlich muss ich feststellen, dass meine "verdichtete" Liste der Hinrichtungsmethoden alles andere als vollständig ist. Wie ich oben schon schrieb, ist das ganze also durchaus erweiterbar. Was, lieber ruelfig, allerdings der Nahost-Konflikt hier verloren hat, das entzieht sich meinem lichten Verständnis.
Vlad Tepes hatte übrigens die sympathische Eigenschaft, unter den Augen seiner gepfählten Opfer ausgiebige Mahlzeiten einzunehmen. Offensichtlich empfand er den Anblick als appetitanregend.
Sid, ich wollte keinen Ekel vor den Hinrichtungsmethoden evozieren, sondern Ekel vor dem Menschen.
Was eigentlich an dem Gedicht meine Herausforderung war (an der ich leider scheiterte) war der Amphibrachys-Versfuß, der an ein Fallbeil gemahnen sollte, und der nur in den moralinsauren Zeilen gebrochen hätte werden sollen.
Ich, Simon Lore, erkläre hiermit feierlich, dass ich keine weiteren Identitäten in diesem Forum habe, nachdem mein einziger Versuch in diese Richtung nur nach wenigen Stunden von einem gewissen militaristischen Monster-Mädel genuked wurde.
Wieder ein ad-hoc-Kommentar vor der Arbeit. Eine fruchtbare Woche wünsche ich allen Einwohnern von Planet Lit-On.
Grüße
Slore
EDIT:
Ex-Freischaffender, Willimox. Habbich doch geschrieben.

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Willimox
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23.08.2010, 12:12 / 5 x geändert
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@slore freelancer, der zur arbeit muss
Verbluten, Ersticken, Enthaupten, Ertränken,
Würd‘st Du dabei an Gerechtigkeit denken…
Interessante Sache, das mit dem Amphibrachys und seinem Brechen im Kursivteil.
Ich war bei der zweiten Zeile mit zweifacher Prosodie befasst:
Amphibrachys und Daktylus in der zweiten Zeile- Verbluten, Ersticken, Enthaupten, Ertränken, - Würd‘st Du dabei an Gerechtigkeit denken… - Würd‘st Du dabei an Gerechtigkeit denken…
Vergiften, Zerschmettern, Zerreißen, Zerbrechen.
Nein tu´s nicht, du wirst doch gewiss dafür blechen!
greets
w
Post Scrotum:
Du kennst wahrscheinlich diese feine Sache neueren Datums
(clever, die Übersetzung)
Stephen Fry (2008):
Feigen, die fusseln.
Entfessle den Dichter in dir.
Berlin, Aufbauverlag.
http://tinyurl.com/35ya72a

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