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Gerd
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14.07.2006, 15:03 / 2 x geändert
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sacht eingeschlagen
in
zartes Orangenpapier
habe ich
Dein
goldenes Lachen
bewahrt
wie Du es mir
umarmt
in jener Nacht
so frei
geschenkt
mit
jedem Mal
springt es wieder
an mein Herz
da ich
Dich strahlen höre
kleine Sonne
die
ich als Kind
im Park
zwischen den Rosen
geküsst

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arisia (Gast)
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hi, Gerd
so filigran, so zauberhaft gewoben dieses Gedicht, daß frau sich kaum wagt einen Kommentar abzugeben.
Das ist die Schwierigkeit mit so stimmigen Texten, wie Augustine auch schon bemerkte, nicht nur ernsten, sondern auch/und wirklich guten Texten, daß eine andere Sprache als die poetische da einfach nicht mehr heranreicht. Und dieses "Gespinst" von Text jetzt nach allen Regeln der Kunst zu zerpflücken, da fehlt mir auf der einen Seite das Anwenden der adäquaten Sprache, wenn ich sie auch verstehe, und auf der andern Seite der Wille.
Kann mich einfach nur darin ergehen zu sagen: schön, zauberhaft, feenleicht.
Doch eins möchte ich bemerken, positiv, "da ich dich strahlen höre", ja ich verstehe das, diese Erweiterung der Sinne, die Transformation des einen in den anderen Sinn, nicht festgelegt zu sein auf die übliche Erfahrung von Sinn und Sinnen.
Schön auch, daß es auch dich anreget, wenn einer/eine den Faden legt, den Faden aufnimmt und weiterspinnt.
Das ist einer der Vorzüge des Forums hier, das wir noch wenige genug sind, daß die gegenseitige Inspiration noch durchscheint, sichtbar, erkenbar ist. Das ist noch mal eine ganz andere Qualität und greift auch tiefer, so denke ich mir das jedenfalls mal. Es hat was "hier" zu sein, wo auch immer im virtuellen Raum das ist.
Eins führt zum anderen, von der "Sonne" zum "Mond" und zurück zu "le soleil", von da vielleicht zu den Sternen, zur Erde zum Tod zur Auferstehung oder auch nicht. Und zwischendurch landen wir alle mal wieder im "hier und jetzt" in Ipswitch zum Beispiel, bei ganz konreten, jetzt und hier stattfinden Ergeignissen des Lebens und/oder den uns umgebenden gesellschaftlichen und politischen Ergeignissen.
Schön, so eine Beziehung, die so früh beginnt und immer noch ihren Zauber bewahrt.
lg
arisia

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ear
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lieber Gerd, arisia hat bereits hervorgehoben, wie filigranhaft dein Gedicht gelang. Schon die erste Zeile "sacht eingeschlagen" zeigt dieVorsicht, die Kostbarkeit der Erfahrung dieser geschenkten Liebe. Das Vermischen der Sinne, die Anrufung der Sonne,das goldene Lachen und die Zeile"springt es wieder an mein Herz" koennte es die Liebe zu einem deiner Kinder sein? Es strahlt vor Lebensfreude und Lebenslust. Wunderschoen, dass wir in der LyrikCommunity so etwas Positives lesen koennen.

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Jolante
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Hallo, Gerd,
auch mir hat "le soleil" das Herz erwärmt und erhellt. Alles sonst Wichtige ist schon gesagt worden, besser, als ich es vermag. Danke für dieses reizende Gedicht !
Jolante

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Gretchen
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Heia, Gerd!
Das Orangenpapier ist eine ganz feine Sache: ohne daß sie erwähnt würde, sehe ich sofort die Orange vor mir - das hat so etwas Sinnliches, Sinnenhaftes. Orange: rund, leuchtend (orangefarben, schön), prall, saftig - also, ein guter Einstieg ins Gedicht!
Was mir nicht gefällt: das goldene Lachen - kann man sich so eines inzwischen nicht in jedem Ramschladen für 10 Cent kaufen? Könnte das goldene Lachen vielleicht einfach nur ein Lachen sein, ohne Adjektiv? Oder was für ein Adjektiv gäbe es noch? (augustine soll mal dazu was sagen: eine Idee ...???)
Favorit für mich von deinen Gedichten ist: aufgelöst im Schatten. Prima, daß du hier schreibst.
Grüße vom Gretchen.

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zuppanova
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servus Gerd,
darf "le soleil" auch als weiterer versuch III verstanden werden? wenn ja, und wenn es konveniert, dann möchte ich bittschön nachziehen dürfen, auch mit einem weiteren versuch III, der wird halt eher á la zuppa sein, und wird eher bei den Quickies stehen (soweit ichs im moment überblicken kann). bis baldigst!
ganz lg, die zuppa.

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augustine
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Gretchen, Du möchtest, ich soll was zum "goldenen Lachen" in Gerds neuem Gedicht sagen. Anders als Du finde ich: es soll stehen bleiben. Es ruft auch wohl eine Tradition auf, in der 'golden' für 'vollkommen' steht. Außerdem, glaube ich, kommt es an auf den Kontext, und der ist kein "Ramschladen" lyrischer Allerweltsmetaphern.
Liebe Grüße von augustine

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Gretchen
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Gut, soll so gelten, augustine, denn da hast du zweimal recht:
- golden / Gold / Vollkommenheit, das leuchtet auch mir ein
- Kontext: seh ich wie du
Es grüßt das Gretchen, erfreut ob Antwort.

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Gerd²
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17.07.2006, 00:58 / 2 x geändert
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Ihr Lieben,
intensiv empfinde ich das Teilen meiner Welt mit Euch.
arisia, Beziehungen, die so früh beginnen und immer noch ihren Zauber bewahren, sind Bereicherung/Magie, für die ich sehr dankbar bin.
ear und zuppa, die von Euch unterschiedlich gelesenen Ebenen von Liebe sind jeweils beide in meinen Zeilen existent, insofern sind beide Lesarten in meiner Absicht auch zutreffend. Jedoch entsteht das Gedicht erst beim Leser, darum möchte ich die zwei differenten Ansätze nicht als abschließend verstehen und für weitere offen lassen.
zuppa, von Tragfähigkeit haben wir schon gesprochen, ich freue mich schon auf den Quickie a la III.
Gretchen, wie wurnderbar, konntes Du die Orange evtl. sogar riechen? Ich hatte kaum zu hoffen gewagt, dass die Assoziation so lebendig werden könnte. Der Ramschladen ist mir jedoch sehr fern.
augustine, auch ich danke Dir für die Antwort an Gretchen.
Herzliche Grüße und Danke Euch allen
Gerd

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