augustine
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Es ist nicht so, dass ich dies nicht mehrfach gelesen hätte, Vladimir!
Immer bin ich aber steckengeblieben bei der Verbindung von Rücken und Gebet (das kann ja nur die islamische Gebetshaltung bezeichnen) zum übrigen Text.
Ich nehme an, dass das Gedicht eine Kölner Stadtimpression aus den heißen Sommertagen ist. Ich finde sie großartig!: Erst als der Tag sich davon gemacht hat in die Dämmerung und das Licht samtblau wird, löst sich ein wenig der Druck der Hitze aus den Kleidern, von der Haut, wird leichtere Wahrnehmung möglich ("wie Schaum"). Die ungestalte "Höhlung" der Nacht nimmt immer mehr zu und wird die Glassplitter auf der Straße unsichtbar machen, indem der Schlaf diese Höhlung
auffüllt. Signalement von Gefahr?
Es sind aber die Spiegel, die "stechen". Keine realen vielleicht, sondern das, was einem Flaneur (?) so begegnet und seine Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Aber: was für ein Du, das da am Ende auftaucht?
Und eben: das islamische Gebet; und wieso "bauchweich ummantelt"?
Vielleicht erklärst du etwas dazu, falls du einmal wieder hereinsiehst?
Was ich so großartig finde, ist die ganz eigene Sprache, sind zuvor die Wahrnehmungen im Alltag. Und die Sprache kommt beinahe ganz ohne Neologismen aus und ist dabei ganz und gar eigen für das, was wahrgenommen wird.
Sei gegrüßt von augustine

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