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Gerd
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01.07.2006, 02:05 / 3 x geändert
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der Mond
zittert
unter meiner Hand
scheint fremd
im Dunkel
atmet schwer
Perlen
rinnen
über die Nacht
aufgelöst
flechten sich
Deine Samtbänder
heiß
in meine Finger
nichts
soll uns bedecken
nur
ein kühler Schatten

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arisia (Gast)
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Hi, Gerd
gut finde ich das Gedicht, kann ich was mit anfangen, intensiv und federleicht bis, ...Spannung---
auf eine Zeile, die ist mir persönlich zu "schwer" für den Rest dieses schwebenden Gedichtes, obwohl, ein fremd erscheinender Mond könnte auch eventuell schwer atmen, wer weiß das schon? :)
Ganz subjektiver Eindruck, kann es nur so beschreiben:
Ich fühle mich bei dieser Zeile aus der Schwebe gerissen, (bekomme einfach den "schwer atmenden Mond nicht aus dem Kopf), finde aber wieder hinein und vergesse die Zeile fast.
Habe das Gedicht daraufhin mehrmal zu unterschiedlichen Zeiten gelesen, aber: selbe Stelle, selbes Spiel.
Bon, mein Eindruck eben;
gefällt mir, das Gedicht
lg
arisia

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augustine
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Lieber Gerd, wunderschön dies Gedicht: ein Liebesspiel im Mondlicht - nicht der Mond zittert, sondern der/die berührte andere zittert vor Erwartung und Begierde, daher der Atem schwer, daher der Schweiß, dessen Tropfen im Mondlicht zu Perlen werden; als einzelne aufgelöst und ineinander als zwei verflochten wie die Samtbänder, heiß; und dann/danach: die Kühlung des Schattens über zweien, die sich wieder voneinander gelöst haben.
So etwa?
Was für eine Bereicherung! augustine

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zuppanova
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ja, Gerd, da ist augustine mir um ein paar minuten zuvorgekommen ... ich sage nur noch so stichworte: la lune (die Mondin), le soleil (Helios), Margarita (die perle - die Geliebte) könnte auch eine überschrift sein ... ja, es ist gut gewoben, vielleicht würde ich die bänder "weich" flechten, wer weiß -
darf ich es auch so lesen, als vorschlag "III" ? zumindest für eine gewisse zeitspanne zweie "tragend"?
servus, sagt die lächelnde zuppa.

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Gerd²
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Ihr Lieben,
so tief Euer Nachempfinden, nicht nur etwa. Ich danke Euch.
Wie sich jene Bänder flechten mögen, zu Zeiten weich, zu Zeiten ...
Auch Vorschlag III hat seine Berechtigung. Was im Schatten verwoben ist, vermag sich womöglich nicht mehr vollständig zu trennen und trägt zuweilen noch im Licht.
Herzliche Grüße an Euch, die Ihr mir so nahe seid.
Gerd

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Jolante
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18.11.2006, 19:27 / 1 x geändert
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Hallo Gerd,
um den Eindruck einiger aktueller (un)erotischer Texte hier im Forum zu verwischen, überfiel mich der Wunsch, in deinen Gedichten zu stöbern. Und siehe da, ich bin unter "Liebe" fündig geworden und möchte nun auch gerne ein paar Zeilen zu diesem "Liebesspiel im Mondlicht" (Zitat augustine) beisteuern.
Ich habe das Gedicht erneut auf mich wirken lassen und es genossen wie einen samtigen schweren Rotwein. - Hmm, gut, einfach guuut !
Es hätte einen Platz bei den von Gretchen initiierten Mondgedichten verdient, willst du es nicht dort einstellen ? Ich glaube, gerade dieses Gedicht könnte Gretchen Karo inspirieren.
Liebe Grüße
Jolante

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juey dai jia ren
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da muss ich Jolante recht geben. Eine fragile subtile Sprache wirkt wesentlich erotischer als die plumpe, direkte Sprache, die man leider oft liest.
Es ist der gleiche Unterschied wie zwischen direkter Nacktheit und einem Körper, der nicht alles zeigt, sondern manches nur erahnen lässt.
Insofern lässt sich dein Gedicht mit wunderschönen Dessous vergleichen.
juey

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Littlefoot
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Hallo, Gerd,
ein wunderschönes, knisterndes Gedicht.
Mich persönlich stört nur "unter meiner Hand". Ohne diese Zeile fänd ich es stimmig, und der Fantasie kann freien Lauf gelassen werden. .
Die Hand verstärkt den "schweren Atem". Ist aber gar nicht nötig, denn so schwer soll das Folgende ja auch wieder nicht sein, oder ? :)
Toll, dass ein Mann Gefühle so wunderschön verpacken kann!!!
Gruß
Littlefoot

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