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augustulus
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Akteon schrieb mir heute eine Nachricht: Ein Sonett.Der Ausdruck "soap sonett" könnt ihm gefallen,
wenn man ihm erklärt, welche Bewandtnis es damit hat.
Sie hatte grad in Rosenöl gebadet.
Ich gaffte,wollte zu ihr niedersteigen,
mit ihr zu baden in der Nixen Reigen.
Oh Mann! wie so ein Anblick blendet, schadet!
Oft siehst Du eine, glaubst, du bist begnadet,
willst mit Grandezza dich verneigen...
Oh Mann! muß dir das Schreckliche nun zegen:
wie sie die Armbrust spannt und ladet -
Das war kein Astloch in der Bretterwand -
doch voller Anblick! sie hat mich erkannt .
Der erste Pfeil, er zischt an mir vorbei,
aus meinem Kopfe wuchs mir ein Geweih.
Oh Mann, lebwohl! aus wars mit der Pirsch:
Die eignen Hunde fraßen mich als Hirsch.

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arisia (Gast)
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hi, Augustulus,
eine gelungene Wiedergabe des antiken Dramas um Diana, die jungfräuliche Jägerin und Akteon, der eigentlich nichts darür konnte, daß er zur falschen Zeit, am falschen Platz war. "laut lach"
Schön, daß Gretchen auch dich inspiriert hat, das wird sie freuen und auch verlegen machen (böse Arisia), eher freuen.
Soap=Seifenoper=Melodramatik in Vortsetzungen, (überwiegend im Fernsehen), mehr weiß ich auch nicht , schau mir sowas auch nicht an, aber super Idee, wie Gretchen das mit Hilfe eines Sonetts in die Literatur, und uns allen zum Spaß umgesetzt hat. Hat ja, so wie es aussieht, sogar einen Augustulus gereizt, sich dazu, noch dazu, in so höfischer Form zu äußern. Großes Schulterklopfen.!!!!!
Übel, die Geschichte mit den Hunden, laß dich nicht erwischen!!!
Keine Panik, alles nur Spaß von mir, aber gut gemacht von Dir.
Wie würdest du als Hirsch schmecken?
Soap=triviale Fernsehfortsetsunggeschichte, melodramatisch, meistenx früher eher als USA Import, (Denvr, Dallas) heute machen deutsche Fernsehanstalten das auch selbt. Siehe:
"verliebt in Berlin". Kenne selbst nur den Titel. Aber in der Form, wie Gretchen das in Zusammenhang mit der zeilenweisen Darbietung ihress Sonetts gebracht hat, das ist schon gut.!!!
für Spaß begeisterte
arisia

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Gretchen
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Da ist arisia die Eifrige mir zuvorgekommen und hat schon einiges erklärt. Gut so!
Dieses Sonett erfreut natürlich Gretchens Herz! Leserwirksam gewählt die Bade/Spanner/Szene, Nixen, Rosenöl, sehr sinnlich, ich rieche geradezu den Duft des Rosenöls. Und dann natürlich die Sache mit dem Pfeil: ein Gretchen wäre manchmal auch gern eine Artemis! Es gefällt auch die Pointe, dazu sagt Gretchen: dem Herrn wächst die (Selbst-)Erkenntnis quasi aus dem Kopf. So einen Hirsch hätte ich auch gern.
Nun will ich aber noch etwas zum "soap sonett" sagen! Ich bin so frei und zitiere einmal, was augustulus in einem Brief dem Gretchen schrieb:
"Wenn ein Sonett gut ist, läßt sich daraus ein ganzer Roman schreiben: es ist ein Kosmos, in dem ein Stück Leben komprimiert ist, ein starker innerer Druck wird in Form gebracht, und damit ist es ein Antidoton für eine in unsrer Gegenwartsliteratur grassierende Krankheit: die Logorrhöe."
Ja, ich dachte, daß sich doch also so ein Sonett auch wie eine "soap" schreiben lassen sollte, wie eine dieser Fernsehserien ohne Anfang und Ende. So ist das Soapsonett entstanden, denn ich kann ja kein ernsthaftes Sonett schreiben, ich will rumprobieren und spotten: über "die Liebe" und "das Leben" und so und ich möchte etwas Altes (Sonett) und etwas Neues (Soap) zusammenmontieren ...... und die oben zitierte Aussage von augustulus zum Sonett finde ich sehr bedenkenswert: die "soap" stehe also für die Logorrhoe, sie ist der zeitgenössisch logorrhoeische Subtext zum Sonett --- na, und insofern bin ich ja sogar "kritisch", medienkritisch und gesellschaftskritisch und wat da allet iss ... und zu dem Akteon-Sonett liesse sich gewiß auch eine schöne "soap" erfinden: dann WÄRE es ein Soapsonett.
Aber bevor ich nun wirklich Sprechdurchfall krieg: Cordialen Gruß vom Gretel.

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