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      Deutschflüster



Stehpinkler

   27.02.2010, 09:14



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Edit 26.07.2010

- Faden von *.TXT nach Entwürfe verschoben - Elise
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Stehpinkler sind... und anstatt der drei Punkte folgt dann, in fast schon gewohnter Manier, eine Kanonade aneinandergereihter Schimpfworte übelster Sorte. Diese Beschimpfung gilt jener Person, welche sich erdreistet stehend zu urinieren. Nein, das müssen nicht immer Männer sein, dennoch sie als bevorzugtes Objekt gelten. Auch die Weiblichkeit ist mit von der Partie, wenn es ums Wasserlassen geht.

Frauen schaffen „es“ zwar auch im Stand, schaffen es aber auch gerne aus der Hocke, wie man im Freien selbst ohne Fernglas erkennen kann. Die Damen sehen sich gerne als sogenannte Sitzpinkler. Hier geht es keinesfalls um die Bequemlichkeit, obgleich sitzen erheblich komfortabler ist, als vergleichsweise stehen. Auch liegt es nicht an der Anatomie, denn auch die weibliche Harnröhre lässt sich „steuern“. Eine damit verbundene Treffsicherheit wäre somit gewährleistet.

Selbst die Mediziner bestätigen, dass es kaum einen Unterschied macht, ob man sitzend oder stehend sein Geschäft zu verrichten in der Lage ist. Die Blase wird in beiden Fällen gut geleert, was nur im eigentlichen Sinne der Verrichtung sein kann. Liegt es womöglich an der Garderobe? Männer hätten vorne immer so gelbe Flecken, heißt es. Frauen haben Slipeinlagen, heißt es. Sollten Männer also auch zu diesen Mitteln greifen? Wäre das Thema dann vom Tisch? Ich fürchte nein.

Auf allen Vieren.

Der Alltag gestaltet sich meist althergebracht. Der Mann geht das Geld verdienen und die Frau versorgt den Haushalt. Sie kauft ein, kocht, wäscht und bügelt, stopft, näht und repariert, bekommt Kinder, zieht diese groß und poliert die Bude auf Hochglanz. Dazu gehört das Bad und jene Porzellanschüssel, welche der Mann beim Pinkeln partout nicht zu treffen vermag, heißt es. Rings umher befinden sich Urinspuren, als sei das Terrain mit der Rasensprenganlage bearbeitet worden.

Unter Einsatz des ganzen Körpers und auf allen Vieren durchs heimische Badezimmer krauchend, beseitigt frau nun die Unliebsamkeiten männlichen Fehlverhaltens. Das geschieht Tag für Tag, Jahr für Jahr und je nach Laune der Natur ein Leben lang. Säße der Herr Gemahl auf der Brille, anstatt sie zu ignorieren, hinge der Haussegen an manchen Tagen lotrechter. Offensichtlich ist und bleibt dies ein ewiger Kampf zwischen den Geschlechtern, zumindest aber zwischen den jeweiligen Auffassungen, denn manche Männer beugen sich.

Beim gemeinschaftlichen Pinkeln auf der Herrentoilette der Stammkneipe sieht man ihn eher weniger. Aber zuhause, wenn er allein, oder mit seinen Familienangehörigen zusammen ist, da setzt er sich hin. Der Mann, der überzeugte Sitzpinkler. Der, der seiner Frau nicht zumutet, seine Spuren zu beseitigen, zumal er schließlich der wahre Verursacher ist. Eine Erwähnung dieses Unterfangens im Kreise seiner Kollegen würde ihn unweigerlich als „Weich-Ei“ oder als „Weißbrotlutscher“ abstempeln.

Feigheit vor dem Feind.

Darüber spricht man nicht, aber das tut man kollektiv. Männer müssen Helden sein, und eine Welt ohne sie gibt es nicht. Ob Männer auch Stehpinkler sein müssen, geht aus den Geschichtsbüchern nicht hervor. Allein jedoch die Vorstellung, dass Superman ein Sitzpinkler sein könnte, verhagelt einem die Tageslaune. Der Reißverschluss an der Hose ist dort nicht aus Langeweile angebracht worden, sondern zum Pinkeln und das im Stehen. Röcke besitzen ebenfalls einen Reißverschluss, allerdings hinten und das soll Hinweis genug sein.

Schotten tragen zwar auch einen Rock, aber nichts darunter. Na bitte. In gleichgeschlechtlichen Beziehungen, in denen die Rolle der Frau nicht klassisch besetzt ist, klappt es mit dem Pinkeln doch auch. Hörte man jemals Beschwerden aus diesen Reihen? Aha. Über die unmittelbaren Gründe ließe sich demnach noch diskutieren. Aber mit wem bloß?! Vielleicht sind die Kloschüsseln im Durchmesser lediglich zu klein. Darüber hat wohl noch keiner ernsthaft nachgedacht.

Und dass der letzte Tropfen immer in der Hose zu landen hat, liegt erstens an der Physik, von wegen Vakuum und so, zweitens an der oftmals erheblich längeren Harnröhre und ist drittens schweigend hinzunehmen.

 

      Margret v. G.



9:14

   27.02.2010, 10:56



Sehr geehrter User "Deutschflüster",

bitte drosseln Sie Ihre Textejakulationsfrequenz
Man kommt ja mit dem Schlucken gar nicht nach.

Mit Dank und fG,

Margret von dem Güldenmund,
Szweigztu-Institut für kulturell wertvolle Kondensationen, Golgostan/Schtschutschinsk



Derrière les décors
De l'existence immense, au plus noir de l'abîme,
Je vois distinctement des mondes singuliers ...

(Charles Baudelaire, La Voix)

 

      Jolante



Flüstere nicht !

   27.02.2010, 11:45



Deutschflüster, szweig ztu entzlich ? Bitte hör auf Margret von dem Güldenmund, die sich in ihrem Institut redlich um die Reinhaltung der tzeutsken Sprache plagt.
Bei all deinen Textausstößen denke immer daran; Vom Sande kommst du und zum Sand kehrst du zurück.

Jolantzka
Antiermüdungsprogramm für gelangweiligte Lesetanten

 

      Elise



Stehpinkler

   28.02.2010, 18:11



Zur "Textejakulationsfrequenz"

Es gelte: 4x in den top ten.
Mehr ist zu jätender Wucher.

Elise

 

      ruelfig



Abgeschüttelt?

   01.03.2010, 23:06 / 1 x geändert



Wars das schon, alles abgepieselt? Na dann, trag ihn weiter:




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