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Deutschflüster
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Manchmal sitze ich da oder laufe herum und versuche mich zu konzentrieren. Natürlich gibt es unzählige Dinge, über die noch niemand berichtete. Umstände eben, die evtl. noch in einiger Zeit aktuell sein könnten, so wie der Start einer Rakete. Sich über Benzinpreise auszulassen widerstrebt mir, da ich persönlich davon ausgehe, dass sich der Mensch der Zukunft mit alternativen Energien begnügen und befassen muss.
Wen würde also - sagen wir mal in 500 Jahren - meine Meinung zu diesem Thema interessieren? Eben. Das ist der Punkt. Das stimmt mich nachdenklich und das hält mich wach. Über alles Mögliche kann man irgendetwas lesen oder in Erfahrung bringen, und sei es bloß die Meinung meines Frisörs. Vielleicht hat Reinhard Mey schon ein Lied zu einem dieser Themen besungen und es ist mir nicht bekannt.
Eventuell liegen in irgendwelchen Schubladen schon längst in Vergessenheit geratene und unbeachtete Manuskripte mir völlig unbekannter Autoren herum. Auf Dachböden vermoderte und mit einer Schnur zusammen gezurrte Blätter, die einst als Tagebuch einer Person dienten und diese ihre Seele täglich darin ausschüttete. Sich zeilenweise ergoss, um sich einem Dialog mit einer imaginären Person zu übereignen.
Vielleicht wurde noch nie über den Dreitagebart gesprochen. Mag auch sein, dass das Thema „Bart“ eher stachelig und daher vermeidbar wirkt. Eine Frau zu diesem Thema zu befragen, bringt nicht viel Beute mit sich. Manche mögen Bärte und manche nicht. Das ist überschaubar und von daher eher reizlos. Was sagen denn die Bartträger selbst? Macht sich ein solcher 3-Tagebart-Besitzer eigentlich klar, was er im Gesicht spazieren trägt?
Auch die Frage, wann das mit dem Dreitagebart begann, interessiert mich immer wieder. War es die Bequemlichkeit, die zu diesem Entschluss führte? Allein die Tatsache, dass man es einem Dreitagebart nicht auf Anhieb ansieht, ob er nun 3 oder gar 4 Tage alt ist, führt zu unerwünschten Verquickungen. Führt ein solcher Barteigner Buch über diese Dinge und dokumentiert es akribisch? Ist er sich permanent darüber im Klaren, wann-zum-Geier er sich zuletzt rasierte?
Ist der Dreitagebart sogar völlig zeitlos und eine Art „natürlich gewachsene Gesichts-Jeans“, mit der man immer korrekt angezogen daherkommt und sie sich jedem Anlass anzupassen vermag? Besonders auffällig mussten doch die ersten 2 Tage gewesen sein, als der Chef evtl. fragte, was da so alles im Gesicht sprießt. Passierte das ganze Unterfangen mit einer schriftlichen, gar verbalen Vorankündigung? „Chef, falls ich Ihnen in den nächsten Tagen unrasiert erscheinen sollte, liegt es an meinem Vorhaben, mir einen Dreitagebart wachsen zu lassen…“ „Aha…weitermachen…“
Wurden auch Familienmitglieder gefragt, eine demokratische Abstimmung initiiert und das künftige Erscheinungsbild des Familienvorstandes diskutiert? Oder entschied der Reputationsignorant über alle Köpfe hinweg? Wäre hier nicht eine Art Diktatur erkennbar? Bestimmt! Vielleicht besaß das Gesicht den Bart schon zum Zeitpunkt des Kennenlernens und frau beugte sich ihrer hormonbedingten Entscheidung?!
Das wahre Aussehen eines Gatten / Lebensabschnittgefährten / Partners oder Erblassers ist somit nur auf Bildern vergangener Epochen zu erkennen und nur dort. Trotziges und aufbegehrendes Verhalten seitens der Weiblichkeit dem gleich zu tun und sich auch einen Bart wachsen zu lassen, sind oftmals hoffnungslos und scheitern schon im Ansatz. Ist hier die Grenze der Emanzipation zu erkennen? Hoffentlich...

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augustine
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26.02.2010, 19:45 / 1 x geändert
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Herr Flüsterer,
sind Ihre Texte deshalb vern@tzte, weil sie schon anderswo im N@tz zu finden sind?
Sowas kommt hier reichlich vor und erfüllt eigentlich nicht, wie ich inzwischen höchst (oder zutiefst) zerknirscht einsehe, die Anforderungen der Kategorie:
siehe: http://www.literature-online.de/thema1083.htm
augustine

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Deutschflüster²
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27.02.2010, 09:38 / 1 x geändert
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Der mit dem „FEY-Gen“ (for ever young) manipulierte Lutz Spilker (ca. 7000 Jahre alt/jung), wurde nun einer Reihe von Straftaten überführt, welche die Kriminologen seit der Antike nicht aufzuklären vermochten.
Spilker, so geht aus der uns zugespielten Polizeiakte hervor, ist schon als Kleinkind Opfer einer außerirdischen Entführung geworden. Nach etlichen Tests und Versuchsreihen, die er qualvoll über sich ergehen lassen musste, implantierte man ihm – sozusagen als Wiedergutmachung – das FEY-Gen.
Spilker ist verdammt immer zu leben. Als ihm das klar wurde, besann er sich auf Rache...
Wer wiegelte seinerzeit die Israeliten auf, ein Goldenes Kalb zu gießen, es anzubeten und Götzendienst zu treiben, während Moses die Zehn Gebote aus den Händen des Herrn da selbst empfing? Spilker war’s.
Er war auch der uns allseits bestens bekannte Judas Ischariot, welcher Jesus Christus persönlich ans Messer, in diesem Falle ans Kreuz lieferte. Nicht genug dessen, nein, er war es auch, der den Schwamm in Essig tränkte. Wie kann man nur...
In die Rolle des Nero geschlüpft, zündete er Rom an und ließ links und rechts der Via Appia, zur Befriedigung seiner gestörten Sinne, jeweils 300 Gekreuzigte aufstellen. Getarnt als erster Kreuzritter und alias Gottfried von Bouillon fiel er mit seinen Mannen ins Heilige Land ein und brandschatzte in übler Manier. Auch das war Lutz Spilker. Unfassbar.
In der Larve eines Cheruskerfürsten verwüstete er Landstriche und Städte, raubte und plünderte monatelang unbescholtene Familien aus, beraubte brave Kleinsparer ihrer Habe und machte sich mit fremden Geld einen sonnigen Nachmittag. Wie gnadenlos...
Benebelt vom Rausch des Weines und von Sinnen, zettelte er als Mafia-Boss so manchen brutalen Krieg an, erfand sowohl das Glücksspiel als auch das Falschgeld und legte den Grundstein für Las Vegas. Hinzu kamen Prostitution und Rauschgifthandel im weltumspannenden Stil. Spilker schuf das Böse.
In einem Moment der Unachtsamkeit, zog er den Stöpsel seiner überdimensionierten Badewanne und versenkte dabei die Titanic. Nobody is perfect....
Bei einem seiner unzähligen Straßenrennen in den Metropolen dieser Welt, drängte er den Wagen von Prinz Charles’ Nochehefrau und Dodi al-Fayed derart geschickt ab, so dass er gegen einen Betonpfeiler raste und alle Insassen starben. Spilker war der Erste an der Ampel. Sehr unsportlich...
Doch schon Jahre vorher ging sein Bild durch die Weltpresse. Als Lee Harvey Oswald getarnt erschoss Spilker völlig unmotiviert J.F. Kennedy und ging danach gemütlich einen Kaffee trinken. Auch die Brüder standen auf seiner Abschussliste. Nur nicht drängeln, es kommt jeder an die Reihe...
Spilker warf die erste Atombombe ab, ist Hauptverantwortlicher des Korea,- des Vietnam, des Ersten und Zweiten Weltkrieges und war nachweislich der Tanzlehrer von A.H. Er entwarf die Uniformen der Roten Armee und „legte die Tower in Manhattan schlafen“. Spilker kreierte das AIDS-Virus, die Vogelgrippe und den Fußpilz. Human ist das nicht...
Niemand anderes als Lutz Spilker erfand die Abseitsfalle, die Linkskurve und überredete Dieter Bohlen zur Gründung von „Modern Talking“. Er ist verantwortlich für Gefrierbrand, jeden zu spät eintreffenden Intercity und das ungemachte Bett, das missratene Kind und das harte Frühstücksei.
Jedes Missgeschick und jede Ungerechtigkeit geht auf sein Konto. Er hat gründliche Arbeit abgeliefert und als diese Welt zu klein wurde, erfand Lutz Spilker das Internet...

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