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Rumpelstilz
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Guten Abend liebe Lesefreunde,
habe seit kurzer Zeit wieder Daniel Glattauers Roman "Gut gegen Nordwind" ausgekramt. Seit dem bin ich wieder tief in die Welt der E-mail-Schreibenden eingetaucht. Doch eine Frage lässt mich nicht los...
Kann man Emmy und Leo als literarische Figuren sehen?
Wie steht Ihr zu dieser These? Würde mich über zahlreiche Antworten freuen...
Literarische Grüße
Rumpelstilz

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augustine
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Dieser Glattauer ist mir glatt entgangen. Hat aber, sehe ich, auch Rezensionen in ernsthaften Zeitungen erhalten.
Vielleicht hat ja jemand hier den Roman gelesen. Du könntest aber noch sagen, warum du die Frage gestellt hast; das wäre hilfreich für eine Antwort;
ob du gleich "zahlreiche" davon erhältst, wagt mal zu bezweifeln
augustine

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Rumpelstilz²
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Ich habe den Roman vor einem Jahr gelesen und nun wieder hervorgeholt...Wir setzen und gerade in einem Seminar mit dem Inhalt des Buches außeinander und ein Komillitone warf die interassante Frage in den Raum, ob es sich bei Emmy und Leo um literarische Figuren handelt. Mich hat die Frage weiterhin beschäftigt und da (sicherlich) eine längerfristige Arbeit zu diesem Thema geben wird, hier schon einmal ein Diskussionsthema!

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Marcel Frank
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1. http://de.wikipedia.org/wiki/Literarische_Figur
2. "Am 4. Mai 1771 / Wie froh bin ich, daß ich weg bin! Bester Freund, was ist das Herz des Menschen!"
3. Oder zielte die Frage darauf ab, ob der Text überhaupt "literarisch" / "Literatur" sei?
Du bist ja offenbar mit einer gewissen Energie dabei, deshalb sind Fragen, auf die sich spontan mit "ja" oder "nein" antworten lässt: Tabu. Sie würden auch nicht besser, wenn man die Arbeit sehr germanistisch mit "Emmy und Leo als (!) literarische Figuren" betitelt. Omg. Gibt der Text denn was her so à la "W@rther"?

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zuppanova
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Was spricht dagegen, dass Emmi und Leo literarische Figuren sind?
Oder:
Wenn Emmi und Leo nicht literarische Figuren sind - was sind sie dann?
http://de.wikipedia.org/wiki/Literarische_Figur
--- ja, da ist mf mir zuvorgekommen ---
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Die Rubrik Romane ist für selbst verfasste Roman(auszüg)e gedacht. Ich verschiebe den Faden nach Lektüren.

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augustine
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Doch noch schnell was, weil mir grad eingefallen ist:
Kathrin Schmidt, Du stirbst nicht.
Das ist ja nun offenbar eine selbst erlebte Krankheitsgeschichte, die als Roman erzählt wird. Da taucht vermutlich in den Rezensionen, die du im Netz reichlich findest, diese Frage auf.
augustine

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Gretchen
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also, die frage, ob emmi und leo literische figuren seien oder nicht, die wurde ja bereits behandelt (vgl. @minz + zuppa).
die frage nach der literarizität des glattauer-romans - und das ist die spannendere! - aber nicht. was sind denn die kriterien für "literatur"? da wirz interessant. wann ist ein roman mehr als triviale, an den gerade herrschenden hype angepasste unterhaltung, welche die standardthemen behandelt, die eine virtuelle romanze im neuen jahrtausend eben behandeln muss - ängste, erwartungen, sehnsüchte - damit das identifikationspotential beim lesen, bei den lesern, gewahrt bleibt? und/oder: ist glattauers Gut gegen Nordwind mehr als mainstreamkompatible soap?
ich hab Gut gegen Nordwind geschenkt bekommen, als cd, zum anhören, vom schwager meiner mutter, und hab ein ganzes stück reingehört. flockig gemacht, handwerklich solide gebaut, okeeh, aber ich zweifle, ob das teil mehr als eine ein- oder zweitagsfliege ist. hab im netz eine rezension gefunden, die ungefähr das wiedergibt, was ich auch dazu schreiben würde, und weil ich's mir einfach machen will: hier der link.
so, das alles, damit in einem faden, der Gut gegen Nordwind betitelt ist, auch was von Gut gegen Nordwind drinsteht. jau.
und übrigens, gute fragen für germanistische tiefbohrungen gibbett noch hier.
muss ich demnächst auch mal in die galerie pinnen.
grütze vom gretchen

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