Somewhere Under the Rainbow · wobbegong · ·


Tourette · Forum für Literatur & Germanistik
 

Neue Beiträge   |   Registrierung   |   Lesungen Literatur auf YouTube - Gedichte - Forum für Literatur und Germanistik  |   dradio   |   Archiv   |   l o g i n

 
~ Startseite
kafkaesk
~ Neue Beiträge
~ Beiträge suchen
Literatur
~ Prosa
~ Gedichte
~ Diskussionen
~ Literaturwissenschaft
Literatur
~ Leseliste
~ Forenliste
~ Gäste-Chat
Literatur
~ Impressum

  Online
lost

  Lesungen

  Piep, piep, piep...

  Aktuelle Themen

welt

Kipp-Phänomene: Brillante Rhetorik

Reise durch lit-on

Texte zitieren auf literature-online.de

Mein Buchhändler

Dichte Reime

Zwei Gedichte

Enjambements in Heyms Berlin III

G7sus4 (12-string) --> für chantal

Vatnajökull (prisma)

Achrad (6)

Trahisa (5)

Letzte Nacht

Straße

Glück ^^ Meine schönsten Aporismen !!!!!!!

Feierabendland

Ein Dogma

Distanz

in die nacht

Jahrestage


 

      wobbegong



Somewhere Under the Rainbow

   12.01.2010, 18:11 / 2 x geändert



...

_______________________________________

Edit 18.07.2011

Da der Autor "wobbegong" den Quelltext entfernte,
wird der Faden von Kurzgeschichten
nach Tourette verlegt.
Elise

 

      ruelfig



Somewhere Under the Rainbow

   12.01.2010, 19:05 / 1 x geändert



Hallo wobbegong,
eine berührende Romanze, ein zarter Text über erstes Erwachen von Sehnsucht. Geschickt wird das Thema der sexuellen Erweckung angespielt, die Kerle in der Ferne, einer wie der andere und taub der Ansprache, aber sie sind doch jeder einzig und sie ejakulieren (wahrscheinlich vorzeitig, wie die meisten pubertierenden) und eins der Bläschen (schöne Metapher für Spermium) schnappt sich das Mädchen, doch ach, am nächsten Morgen ist der feuchte Traum vorbei und die bittersüße der Heranreifung lässt das Meermädchen nicht mehr los.
Das Wobbegongsyndrom: plötzliche Verschwindung

... (Warum ein englischer Titel?)

"..." (bleiben Wale stehen? Halten sie nicht eher an oder verharren und sind Wale nicht Säugetiere und damit keine Fische?),"..."(alle gleich groß und alle von der gleichen Sorte?)
"..." (vom), "..." (das verstehe ich nicht, wenn Oben oben ist, dann ist der Grund doch eher unten und dann kann der Grund doch nicht in einen Himmel übergehen, oder?)
"..."(eher silbrigen, es ist ja nicht wirklich aus Silber sondern so wie), "..." (das stimmt so nicht, die Perle ist nicht der Atem, sondern eher quasi ein Produkt der Atmung), "..." (die alte Spiegelgeschichte"..." (wenn es gewusst hätte, was es ist, bevor es erwachsen wurde, hätte es es nicht mehr zu werden gebraucht. Erwachsen wird man im Prozess, nicht durch Ansage) "..."(wie kommen denn jetzt die Perlen von oben nach unten? Vorhin sind sie noch gestiegen) "..."l (zu dir, wenn es zum Himmel spricht)
Aber, wie gesagt, so machen deine Texte gleich viel mehr Spaß.
Grüße, R

 

      lost



zart(e[s]) blasen ...

   12.01.2010, 19:27



ein wunderbar sämiger erguss - chapeau! - von ergiebig viskoser, zart geblasener kitschigkeit. unbedingt rührend (mich). meine tastatur ist feucht benetzt (tränen). doch betrachten wir das werk in aller ruhe schritt für schritt.


Zitat:
Einmal im Jahr kamen die Walfische, wusste das Meermädchen. Es war immer die Zeit, in der das Wasser kälter und bewegter wurde. Sie zogen in Scharen vorbei und blieben nie stehen, zu zehnt, zu Hunderten, zu Tausenden. Das Mädchen konnte sie nicht voneinander unterscheiden, denn einer war wie der andere.

diese introduktion, zwar verhalten im duktus, aber auf sprachlich hohem niveau, evoziert fragen beim leser - warum? woher? wohin? wozu? was soll's? - und reißt ihn dadurch geradezu kataklaptisch in den text hinunter, bevor er sich dessen noch inne wird. großartig gemacht!
aber weiter!


Zitat:
Es rief ihnen stets etwas zu, aber es wusste, dass sie nicht hören würden. Mancher Wal musterte es mit nachdenklichem Blick, aber keiner verharrte oder wich aus dem Kurs. Alles, was von ihnen blieb, waren die silbrigen Blasen, die sie ausstießen, klein wie Perlen die einen, andere größer als das Meermädchen selbst. Die schaumigen Schleier blieben, auch wenn die Herden schon längst wieder fort waren, und stiegen langsam nach oben, wo der trübe gewordene Grund in einen türkisgrünen Himmel überging.Einmal fing sich das Mädchen eine der blitzenden Kugeln und nahm sie mit bis dorthin, wo es die Nacht verbrachte. Für gewöhnlich ruhte es zwischen den Seeanemonen und wartete, bis die Helligkeit wieder kam; jetzt aber spiegelte es sich in dem silbernen Licht, sah sich auf der hauchdünnen Grenze zwischen dem Meer und dem Atem des Wals, sah sich, und zum ersten Mal fühlte es sich allein. Es wusste nicht, was das ist: erwachsen werden. Niemand hatte es ihm gesagt. Das Mädchen spürte Schmerz, nicht als heftige Welle, sondern wie lang anhaltende Dünung, behielt das Leuchten aber im Arm, bis es einschlief.

ein narrativ ausgereifter mittelteil. gründliche entfaltung des dénouements. die geschichte gewinnt an tempo, rast geradezu - noch immer auf annähernd atemberaubend hohem sprachniveau! - ihrer klimax entgegen! unglaublich plastisch die darstellung der hauptfigur! ja, so fühlt es sich an, wenn ein meermädchen erwachsen wird, genauso (vgl. auch ruelfig)! wunderbares szenario, btw., diese blasen, diese latent erotischen tröpfchen und perlen!
neuerliche, womöglich noch tiefere ergriffenheit kommt auf bei mir ("leser"). der bildschirm verschwimmt mir vor augen - doch weiter! dem ende zu! die spannung ist schier unerträglich!
kann es, wird es ein glückliches ende geben? erlösung? wie wird der autor den bogen runden, wie sich, dem meermädchen, dem leser endlich erleichterung, befriedigung verschaffen?


Zitat:
Am nächsten Morgen war die silberne Kugel fort. Das Mädchen dachte erst an einen Traum, sah dann aber die winzigen Perlen an den Rändern des Neptungrases haften. „Ich werde nach oben kommen zu Euch!“, sagte es dem Türkishimmel über sich. „Ich verspreche es!"

ein happy-end! oder interpretiere ich falsch? nein! alles wird gut, der autor verspricht es! omg! das ist literarisches bollywood, das ist viel zuckeriger als die schlussszene in Slumdog Millionär, und die ist immerhin so stark gesüßt, dass man vom bloßen zusehen schon karies bekommt.


fazit: ein durchaus Oscar-verdächtiger text.


disbanding in tears now: lost

 

      wobbegong²



...

   13.01.2010, 01:10



der titel des stückes ist kein zitat: harold arlen schrieb damals “over the rainbow”.

wer in den spuren der walfische nur das sperma erkennen kann, ist selbst schuld – die schwanzsteuerung der cetacea ist eine ganz andere als die der landratten.

auch der schluss dieses texterls erforderte ein wenig fantasie. er setzte voraus, dass in den winzigen, an den rändern von posidonia oceanica anhaftenden perlen eben jene „…“ erkannt würden, die wobbegong da und dort bei seinen streifzügen drunten im www zurücklässt. er bittet den user ruelfig, das komplettzitat wieder zu löschen. es bleibt nämlich erhalten, wenn der teppichhai mitsamt seinem texterl wieder auftaucht – und das mag er nicht, wie er schon einmal zu verstehen geben musste.

dass er damit nicht jedermanns freund sein oder werden kann, bedauert er. aber er kann nicht anders.

er bittet um verständnis.


[pdf] turquoise_0001

 

      Enola



Somewhere Under the Rainbow

   13.01.2010, 12:21 / 3 x geändert



Für mich ist es eine Geschichte über das Ende des Einsseins und das Entstehen des Vereinzelns und der Sehnsucht. Die Unterwasserbilder verleihen ihr etwas Märchenhaftes. Das Bild der Leuchtkugel, die man eine kurze Weile festhalten kann, die selbst, wenn sie zerplatzt noch Perlen zurücklässt, Spuren von anderen Möglichkeiten, Erinnerungen genau wie Hoffnungen und Träume, finde ich sehr gelungen. Das Ende bleibt offen, nicht unbedingt ein Happy End, drückt nur ein Verlangen aus, keine Wunscherfüllung.

Kitsch, Romantik? Und wenn schon, zum Thema passt es und die Geschichte ist in sich stimmig. Das darf dann auch mal wie im Märchen sein.

In der Annahme, dass die Anmerkungen im Zitat von ruelfig ernst gemeint waren, gebe ich meine Sicht dazu:

Zitat:
Das Mädchen konnte sie nicht voneinander unterscheiden, denn einer war wie der andere. (alle gleich groß und alle von der gleichen Sorte?)
Wenn der Unterschied zwischen dem Mädchen und den Walen so gewaltig ist, entgehen die verhältnismäßig kleinen Unterscheidungsmerkmale der Wahrnehmung.

Zitat:
und stiegen langsam nach oben, wo der trübe gewordene Grund in einen türkisgrünen Himmel überging. (das verstehe ich nicht, wenn Oben oben ist, dann ist der Grund doch eher unten und dann kann der Grund doch nicht in einen Himmel übergehen, oder?)
Hab ich so verstanden, dass die Schwebteilchen das Wasser unten trüben und weiter oben das Wasser klar ist.

Zitat:
sah sich auf der hauchdünnen Grenze zwischen dem Meer und dem Atem (das stimmt so nicht, die Perle ist nicht der Atem, sondern eher quasi ein Produkt der Atmung) des Wals
Für mich steht da nicht, dass die Perle der Atem ist, sondern dass die Perle den Atem umschließt, ihre Oberfläche die Grenze zwischen zwei Elementen bildet.

Zitat:
Am nächsten Morgen war die silberne Kugel fort. Das Mädchen dachte erst an einen Traum, sah dann aber die winzigen Perlen an den Rändern des Neptungrases haften (wie kommen denn jetzt die Perlen von oben nach unten? Vorhin sind sie noch gestiegen).
Da die Kugel während der Nacht platzte, entstanden die Perlen, die sich unten am Grund im Neptungras verfingen. Das Aufsteigen holen sie sicher noch nach.

Zitat:
„Ich werde nach oben kommen zu Euch!“, sagte es dem Türkishimmel (zu dir, wenn es zum Himmel spricht) über sich.
Nach meinem Verständnis spricht es zu den Walen, die nicht mehr da sind, so dass nur der türkise Wasserhimmel das Versprechen hört.

Gruß
Enola

 

      kirmesbollo



they called him…

   13.01.2010, 19:35 / 3 x geändert



Eine kleine Gruppe von Menschen sitzt in einem Lokal und es wird geschwatzt und getrunken. Die Leute kennen sich leidlich, doch es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Sicherlich, auch kleinere Dispute und Verbalgefechte gibt es, aber sie verfügen über eine funktionierende Streitkultur. Dann kommt jemand in die Kneipe, legt ohne sich zuvor vorgestellt zu haben sein Geschlechtsteil auf den Tisch und sagt: „Ist das nicht schön?“ Die Tischgemeinschaft ist zwiegespalten, die einen äußern sich höflich, ob der Nachfrage des Unbekannten über die Beschaffenheit des ungefragt zurschaugestellten Balzgeschirrs und üben sich in Kritik zu Form, Farbe und Größe, andere wenden sich ab, da ihnen die unvermittelte Präsentation des Schlubbermanns das Bier sauer schmecken lässt. Wieder Andere machen ein Photo des Teiles, lassen es rumgehen und diskutieren anhand des Bildmaterials weiter. Der Unbekannte echauffiert sich über die Photographie und verlangt die Herausgabe unter Androhung von rechtlichen Konsequenzen. Er betont, er möchte das Ding in allen Kneipen seiner Wahl herzeigen, ganz wie es ihm beliebt, auf dass sich die gesamte gastronomische Welt daran erfreuen möge. Dann zieht er weiter, als wäre er nie da gewesen, durch die Kneipen seiner Stadt und verfährt auf diese Weise, wohl wissend, dass er sich nur wenige Freunde macht. Doch das nimmt er in Kauf, er weiß, dass er einen ausgesprochen schönen Schwanz hat. Die Stammtische wenden sich alsbald ab, sobald er den Raum betritt. Gähnen ist zu hören und einmal fasst sich sogar einer ein Herz und gibt dem Intimsphärenignoranten eins aufs Maul. Doch der innere Zwang treibt ihn weiter.

 

      ruelfig



Hallo Wobbi,

   13.01.2010, 21:34



nun weiß ich nicht, wer mir geantblubbert hat aus der Tiefe aber das mit dem Löschen des Zitats ist wohl blödfällig, solange das Original da noch schubbert. Mein Angebot: mach deine drei Pünktchen (oder, wer immer du bist, verbelle deinem Herrchen davon), dann mach ich das auch (oder wer ich auch bin).
Diese Antwort wurde automatisch erstellt.

 

      Enola



...

   13.01.2010, 22:18



Hallo Ruelfig,

meintest Du gerade mich?

Ich bin nur eine Sozialtante, die manchmal gerne Blindenhund spielt. Wenn der Autor in dem Fall nun mal nicht helfen will, wie es scheint, kommt mein Helfersyndrom durch. Aus dem Spiegel blickt mir morgens zwar auch manchmal etwas entgegen, was eher unter Wasser beheimatet sein könnte, aber dieses Wesen enthalte ich der Öffentlichkeit dann doch lieber vor.

Mit wuffigem Gruß
Enola

p.s.: Verzeihung für das off topic, soll nicht wieder vorkommen.

 

      lost



Ein ernstes Wort an Fräulein Enola!

   13.01.2010, 23:05 / 2 x geändert



Enola wrote:

Zitat:
In der Annahme, dass die Anmerkungen im Zitat von ruelfig ernst gemeint waren, gebe ich meine Sicht dazu


Aber liebes Fräulein Enola, wie kommen Sie nur auf den Gedanken, es könnten Herrn ruelfigs Anmerkungen nicht ernst gemeint sein? Alles hier ist vollkommen ernst gemeint. Auch mein bescheidener kleiner Kommentar etwas weiter oben zu User wobbegongs romantisch verschleimtem Erguss ist ernst gemeint und ernst zu nehmen!

Dies ist nämlich - haben Sie es denn noch nicht bemerkt? - ein durchaus ernsthaftes Forum bis tief ins Mark hinein; oder bis in die Gräten, wenn Sie so wollen ...

Man nimmt, seien Sie versichert, die Texte ernst und reagiert empfindlich auf Schund aller Art, und ebenso nimmt man auch die Autoren ernst, und reagiert empfindlich (oder sollte ich für Sie sagen: "empfindsam"?) auf präpotente Anonymhanswürste*, die meinen, sie müssten andere dummschwätzend und säbel- oder schwanzrasselnd zum Narren halten, indem sie läppische, weihnachtskugelbekitschte Blasen hier in den Forenbaum hängen und sich von ihren helfersyndromgebeutelten sweet broken light homies blindenhündisch kommentieren lassen, obwohl es doch viel witziger wäre, wenn sie sich selbst kommentierten!
Aber, nun gut, dies zu tun, fehlt es der Ölsardine aka bluefin aka kipper entschieden an stilistischer Wendigkeit.
So etwas vermögen nur wahrhaft große Fische, nicht wahr, Fräulein Enola?

best, lost

Btw., Herr wobbegong, wie geht es den Stimmen in ihrem Kopf? Diese Schakale, die Sie von Zeit zu Zeit heulen hören, Sie wissen schon, was ich meine ...


____________________________________
* Pardon, Herr Frank, ich zitiere ein von Ihnen verwendetes Wort. Bitte belangen Sie mich nicht! Falls Sie es wünschen, werde ich das Wort selbstverständlich wieder entfernen! Untertänigst ...

 

      ruelfig



...Enola, nein,

   13.01.2010, 23:40 / 2 x geändert



dich meinte ich nicht. Habe deinen Beitrag gar nicht gelesen. Wie aus meiner Überschrift ersichtlich, an wobbel gerichtet. Ansonsten bin ich gleichgeschaltet mit dem Kollegen lost (und danke dafür!). Na ja, unten auf dem Meeresboden ist halt Matsche und jetzt komm schon rüber mit die drei Punkte, Old Wobble ...

 

      wobbegong²



*smile*

   14.01.2010, 07:34 / 1 x geändert



hallo enola,

falls es im geheul der wie immer gleichgeschalteten schakale noch verständlich sein sollte: wie schön, dass du das mit dem glasperlenspiel erkannt hast.

fantasie muss man zulassen und haben können. dass nicht jeder dazu in der lage ist, sollte nicht bekümmern, sondern heiter stimmen.


[pdf] mermaid_NEW

 

      Enola



teilweise doch noch mal off topic

   14.01.2010, 12:43



@Dear Mr. Lost,
wenn Sie mich so formell ansprechen, möchte ich Ihnen die Antwort nicht schuldig bleiben.
Ob Fische einen Stil imitieren können, weiß ich nicht. Obwohl, es gibt sicher Mimikry-Arten, denen dies zuzutrauen wäre. Mit der Größe dürfte das wenig zu tun haben.
Was den Ernst der Sache angeht, gewinne ich den Eindruck, dass er zu hoch bewertet wird. Insbesondere, weil besagter Ernst sich hier der nicht ganz so fein gesponnenen Ironie bedient. Ein Paar, das mir nicht allzu glücklich scheint, besonders wenn der Bote statt der Botschaft den Trauzeugen gibt und die Hochzeitsgesellschaft paranoide Züge aufweist.
With friendly regards ...

@ruelfig: dann war es wohl ein Missverständnis meinerseits.
Zitat:
Old Wobble ...
hieß Wabble und konnte nicht schwimmen.

@wobbegong:
Hallo Meeresbewohner, mein Gehör ist in der Lage zwischen den Lauten zu differenzieren.
Und, um zum Text zurück zu kommen: Zum Lesen braucht es manchmal Phantasie, vielleicht auch den unverfälschten Zugang eines Kindes. Die Geschichte ist sicher nicht geeignet für Leser, die sich gerade in kämpferischer Stimmung befinden. Aber, wenn ich das so kitschig äußern darf: Bei den kleinen Leuten von Swabedoo wäre sie eines der Fellchen.
Gruß nach Unterwasser ...

 

      wobbegong²



old surehand eins

   14.01.2010, 18:33 / 2 x geändert



hallo enola,

wer obig bezeichneten band gelesen und (noch) intus hat, dass old wabble nicht wirklich schwimmen konnte, kann unmöglich ein mädchen sein...

gruß nach überwasser

 

      lost



   14.01.2010, 18:47 / 1 x geändert



Zitat:
Insbesondere, weil besagter Ernst sich hier der nicht ganz so fein gesponnenen Ironie bedient.


Ich bin stets bemüht, mich beim Formulieren meiner Botschaften an den Möglichkeiten des Empfängers zu orientieren.

Die "nicht ganz so fein gesponnene Ironie" ist folglich dem simplen Umstand geschuldet, dass Dein Rezeptionsorgan, Enola, für die feiner gesponnene eben taub zu sein scheint; ist es etwa mit einem jener unsäglichen Fellchen umwickelt; oder vielleicht durch den exzessiven Genuss von Waldröhnung oder -tran fühllos geworden?

Interessant übrigens ist, dass Du paranoide Hochzeitsgesellschaften halluzinierst, wo w. heulende Schakale hört (ob sich das auf Dauer glücklich verbindet ...). Was treibt Menschen dazu, an einem solchen Ort des schrägen Horrors zu verweilen, wo statt warmer Fellchen kalter Zynismus ausgegeben wird? Wäre es nicht besser, sich ein sweet Swabeedoo zu suchen und dort mit verwandten Seelen glücklich zu sein?

lost

 

      Enola



old surehand eins

   14.01.2010, 20:53



@Wobbegong: Du würdest Dich wundern, was Mädchen so alles lesen (oder eher vor einem Dritteljahrhundert gelesen haben). Und die Szene, in der Old Wabble beinah die ganze Rettungsaktion verpatzt, weil er mit seinen Schwimmkünsten angegeben hat, ist eine der spannendsten in dem Band. ;-) Gruß, Enola

@Lost: Find ich doch nett, dass wir wieder per Du sind. :-)
Zitat:
Die "nicht ganz so fein gesponnene Ironie" ist folglich dem simplen Umstand geschuldet, dass Dein Rezeptionsorgan, Enola, für die feiner gesponnene eben taub zu sein scheint; ist es etwa mit einem jener unsäglichen Fellchen umwickelt; oder vielleicht durch den exzessiven Genuss von Waldröhnung oder -tran fühllos geworden?
Das allerdings klingt beinahe, als hätte ich Dich verärgert. Sonst sähe ich wenigstens keinen Grund dazu, gleich persönlich zu werden.

Zitat:
Was treibt Menschen dazu, an einem solchen Ort des schrägen Horrors zu verweilen, wo statt warmer Fellchen kalter Zynismus ausgegeben wird?
Dass hier ein Ort schrägen Horrors sei, habe ich nie und nimmer behauptet. Ich habe mir lediglich erlaubt, meinen Eindruck des Verlaufs dieses Fadens wiederzugeben. Auch den kalten Zynismus habe ich nicht unterstellt. Dass Du die kleinen Leute von Swabedoo mit ihren Fellchen unsäglich findest, ist Deine Angelegenheit, ich mag sie.

In diesem Sinne, regards ...

 

      wobbegong²



...

   14.01.2010, 21:32 / 6 x geändert



...


[pdf] old surehand eins_0001

 

      lost



"Eindruck des Verlaufs ...

   14.01.2010, 22:04 / 1 x geändert



... dieses Fadens":

Erheiternd, Enola, und eine schöne Klimax ("Verlauf") ist doch in der Tat, dass User w. (they called him ...) sich nicht entblödet, Phantasie und Heiterkeit totaliter für sich und Dich okkupieren zu wollen.

(O-Ton w.: "fantasie muss man zulassen und haben können. dass nicht jeder dazu in der lage ist, sollte nicht bekümmern, sondern heiter stimmen.")

---

"Sie" und "Du":

Ich switche gern between, weißt Du, und daran dürften Sie sich beizeiten gewöhnen, Fräulein E., denn dies ist meine Art der Phantasie und Heiterkeit - und falls Du die unsäglich finden solltest: Deine Angelegenheit, ich mag sie, meine Art ...

---

Verärgerung:

Es geschieht selten, dass ich wirklich verärgert bin. Sie würden es sofort merken, ohne den geringsten Rest eines Zweifels.
Ich spiele ein wenig mit Ihnen, mehr ist es nicht. Ich spiele ... und ich werde nicht "persönlicher" als User w. zu werden pflegt(e) (nicht Dir gegenüber, aber anderen gegenüber; leider ist es nicht mehr zu lesen, wobbegong-Syndrom . . . nicht wahr . . .).

---

Zynismus und Kälte:

Mir ist als hätt'st Du Dich beschwert darüber, dass es hier so ... ... mag aber sein, ich verwechselte Dich mit dieser oder jenem.



lost

 

      ruelfig



unterwasserwobbeln

   14.01.2010, 22:06 / 1 x geändert



Ja, du, das kann ich jetzt echt gut nachempfinden, ich hatte auch mal ein Aquarium, aber das war evangelisch und mein Bruder hat immer nachts den Heizstab hochgedreht (wenn ich draußen auf der Strasse war, um Adolf von Thadden einen Hitlerschnäuz anzumalen auf den Wahlplakaten und am nächsten Tag war schon wieder alles überklebt und mein Freund Rüdiger und ich mussten uns die Kellerschlüssel mopsen, heimlich uns schleichen und schwarze Farbe für die Schnäuzer in Eimer gießen, die wir uns vom Munde abgespart hatten (die Farbe, nicht die Eimer)) und dann haben nur die Guppys überlebt, alle Wale waren tot und Bücher habe ich nie im Aquarium gehalten, eher im Schrank. Aber schön, dass du auch Winnetou magst, ich liebe bekennende Schwucken. Vielleicht sollten wir uns mal treffen, du, ganz privat, so unter Wasser und nur Gummihäute zwischen uns oder wir halten das mehr so blatonich, wie jetzt gerade überkömmt mich ein Gelüste auf Wal (bitte gehen sie an die Säugetiertheke, hier gibt es nur Fisch). Walfischstäbchen, die könnten wir uns füttern, du?
LG,
immer dein R ...

 

      wobbegong²



anhänge

   15.01.2010, 07:52 / 3 x geändert



ich habe nichts dagegen, rülfig, dass du an meinem dialog mit enola deiner art gemäß partizipierst. jedoch darf ich dich um die ausführung folgender deiner ankündigungen bitten:

Zitat:
nun weiß ich nicht, wer mir geantblubbert hat aus der Tiefe aber das mit dem Löschen des Zitats ist wohl blödfällig, solange das Original da noch schubbert. Mein Angebot: mach deine drei Pünktchen (oder, wer immer du bist, verbelle deinem Herrchen davon), dann mach ich das auch (oder wer ich auch bin).
Diese Antwort wurde automatisch erstellt.
.

soviel fairness sollte, bei aller schäumender wut, die dir innewohnt, schon noch sein. da hass offenbar blind macht, geb ich dir einen kleinen tipp: unter wobbegongs "old surenhand eins" findet sich ein bläßlicher anhang. den klick an, und du ersparst dir künftig tiraden gegen alles mögliche. wie wär das?

 

      ruelfig



Von Wobbelong lernen

   15.01.2010, 08:24



heißt siegen lernen. Lehr mich soziale Inkompetenz, oh Meister der Pünktchen.




Views heute: 5.420 | Views gestern: 5.897 | Views gesamt: 5.493.358