Frage an Hanns den Wanderer · arisia · ·


Gäste-Lounge · Forum für Literatur & Germanistik
 

Neue Beiträge   |   Registrierung   |   Lesungen Literatur auf YouTube - Gedichte - Forum für Literatur und Germanistik  |   dradio   |   Archiv   |   l o g i n

 
~ Startseite
kafkaesk
~ Neue Beiträge
~ Beiträge suchen
Literatur
~ Prosa
~ Gedichte
~ Diskussionen
~ Literaturwissenschaft
Literatur
~ Leseliste
~ Forenliste
~ Gäste-Chat
Literatur
~ Impressum

  Online

  Lesungen

  Piep, piep, piep...

  Aktuelle Themen

Texte zitieren auf literature-online.de

Kipp-Phänomene: Brillante Rhetorik

Mein Buchhändler

welt

Dichte Reime

Zwei Gedichte

Enjambements in Heyms Berlin III

G7sus4 (12-string) --> für chantal

Reise durch lit-on

Vatnajökull (prisma)

Achrad (6)

Trahisa (5)

Letzte Nacht

Straße

Glück ^^ Meine schönsten Aporismen !!!!!!!

Feierabendland

Ein Dogma

Distanz

in die nacht

Jahrestage


 
        arisia
        (Gast)

Frage an Hanns den Wanderer

   16.06.2006, 21:12



Hi, Herr Vagabund

er kommt doch viel rum in den Welten, kann er mir eventuell ein Frag' beantworten?
Ich, mir selbst, bin mir nicht so sicher mit den "Ismen", so wollte ich von Ihm erfahren,
ob denn "Die Hütte der Zauberin" unter dem angemessenen Thema stünde.

In spannungsvoller Erwartung einer Antwort

arisia

 
        H.vanderPursch
        (Gast)

... die ...ismen.

   16.06.2006, 23:41



Nun, man sagt so:

Während der naturalistische Dichter es als seine Aufgabe ansieht, die gesellschaftliche Wirklichkeit so deutlich wie möglich zu beschreiben, interessiert sich der symbolistische Dichter nicht für die gesellschaftliche Wirklichkeit, er beschreibt sie nicht wie Realisten und Naturalisten und versucht noch weniger, sie zu verändern, sondern schafft eine ideell-ästhetische Welt. Im Gegensatz zu Romantik und Impressionismus geht es ihm weder darum, persönliche Empfindungen noch subjektive Reaktionen auf äußere Ereignisse darzustellen. Der symbolistische Dichter schafft aus Bruchstücken der realen Welt Symbole, Sinnbilder, die, neu zusammengesetzt, eine Welt der Schönheit ergeben sollen. Also beschreibt ein symbolistisches Gedicht die Sache, beziehungsweise den höheren Sinn, nicht direkt, sondern umschreibt es immer wieder von allen Seiten, bis der Mittelpunkt, beziehungsweise der höhere Sinn, unmissverständlich darliegt. Die Symbolisten unterstellen die Sache dem Gesetz der Kunst. Die Wirklichkeit ist von der Form bestimmt. Innere und äußere Welt sind nicht mehr getrennt. Ihre wichtigste Gattung ist die strenge Form der Lyrik. Die Symbolisten bestreiten die objektive Erkennbarkeit und Darstellbarkeit der Wirklichkeit. Wichtig ist ihnen die Wiedergabe subjektiv-sinnlicher Eindrücke und Stimmungen. Sie haben eine kritische Distanz zum Alltagsleben, zu den selbstzufriedenen Bürgern. Sprache soll nicht abbilden, sondern bilden.

Ich denke also, es sei diskutabel ---- aber:
warum fraget Ihr nicht, arisia, den wertgeschätzten Meister M.? Der ist der Hausherr hier (er bin ich nicht!), und sollte wissen, welche Chaiselongue in welches Kabinett zu stellen sei!

Mit Gruß: der nichtswürdige van der Pursch.

 
        arisia
        (Gast)

RE: ... die ...ismen.

   16.06.2006, 23:48 / 4 x geändert



na, ja, Herr Wanderer, Wikipedia und ähnliches Gelehrtes hab' ich auch gelesen, allein mir fehlt es am Beweis, sozusagen am Werkimmamenten.

Der Hausherr hat grad wenig Zeit,
so dacht ich unbeschwerten Mutes,
der Hanns, der tut es.

vergnügliche Grüße

arisia

 
        H.vanderPursch
        (Gast)

jaja, ... die ...ismen.

   17.06.2006, 00:36



Süße arisia, Ihr seid aber auch eine - so schnell mich zu durchschauen!

Das Werkimmanente braucht Zeit. Zwar bin ich ein recht beweglicher Bursch, allein:
auch ein Hanns
kann(s)
nicht immer sofort.

Lasset die Hütten doch getrost erst einmal symbolistisch stehen, wenns auch so ganz nit paßt ... !

Euer van der Pursch, der nunmehro sich in sein für diesmal wieder glücklich gefundenes Nachtquartier begibt.




Views heute: 2.153 | Views gestern: 5.897 | Views gesamt: 5.490.091