der verliebte Uhu · Tintolino · ·


Märchen, Mythen · Forum für Literatur & Germanistik
 

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      Tintolino



der verliebte Uhu

   07.01.2010, 13:21 / 1 x geändert



puhhhhh,
wirklich "rotten"...... wie peinlich ...Asche auf mein Haupt....
ich hoffe, ich habe jetzt zumindest die gröbsten Schnitzer korrigiert.

Wieee guht tasss jehder hir weis das ich nuhrr Tinttolllino heise....

Der verliebte Uhu

Uhu Bubu wohnte am Hang einer Bergkette in einer komfortablen Höhle mit einem wunderbaren Blick über die angrenzenden Felder und Wälder.

Sonnenauf – und untergänge konnte er auch auf seinem Stammsitz, dem Ast einer knorrigen Kiefer betrachten und schmackhafte Beute gab es genug in dieser schönen Welt.
Eigentlich das ideale Leben für einen jungen Uhu, der noch ungebunden und voller Tatenkraft war.
Doch eine innere Unruhe und unerklärliche Neugierde trieb ihn, seine nächtlichen Beutezüge weiter auszudehnen, wobei er immer mehr in die Nähe eines kleinen Dörfchens kam.
Dort, fand er bald heraus, gab es neben einer alten Steinkirche, unter deren Dach ganze Familien von frechen Dohlen hausten, auch einen Friedhof.
Hier wohnte in einer Eiche ein geschwätziges Käuzchen, das ihm etwas angeberisch von dem wunderbaren Mäusevorkommen berichtete, welches es hier auf dem Friedhof und auch in der alten Kirche gäbe.
Durch ein Loch im Dach hätte es Zugang zu dieser Speisekammer gefunden.
Gemeinsam flogen sie am nächsten Abend zur Kirche und das Käuzchen zwängte sich durch ein Loch unter dem Giebel und Bubu kletterte hinterher.

Das Mondlicht erhellte den Raum spärlich, aber Eulengetier braucht ja auch kaum Licht, um die kleinen Nager zu entdecken.
Davon gab es hier in der Tat eine reichliche Anzahl, die sich in trügerischer Sicherheit wiegten und zwischen dem Gestühl hin und her wuselten.
Sogar auf dem Altar saßen sie und kicherten frech.
Das Lachen verging ihnen recht schnell und Käuzchen und Uhuh saßen bald darauf gesättigt auf der obersten Balustrade.
Da ging unten im Kirchenschiff ein Licht an und eine junge Frau betrat den Raum.
Sie ging die knarzende Treppe hinauf, den Gang entlang und setzte sich an etwas, das Bubu noch nie gesehen hatte.
Etwas Geknister und Gescharre und die Frau streckte die Arme aus und bewegte die Finger über etwas, das wie ein Brett aussah.
Plötzlich füllte ein Klang den hohen Raum, den unser Uhu noch nie in seinem Leben zuvor vernommen hatte.
Schöner als aller Vogelsang, so schein es ihm.
Und dann machte diese Menschenfrau auch noch ihren Mund auf und zwitscherte dazu.
Uhus fühlen sich ja immer etwas minderwertig, weil ihr Gesang in der Vogelwelt keinen hohen Rang hat, ja man wird sogar abschätzig als Grufti beschimpft.
Aber kein Vogel konnte so singen wie diese Menschenfrau, fand er.
Und in diesem Moment verliebte er sich.
Es war ihm natürlich gar nicht klar, was mit ihm da passierte, denn er hatte sich noch nie zuvor verliebt.
Nun saß er Nacht für Nacht in seinem Versteck und wartete und hoffte seinen zwitschernden Schwarm wiederzusehen.
Bald hatte er heraus, dass seine Angebetete jeden 2. oder 3. Abend kam und für ihn sang.
Als Dank für diese wunderbare Musik und Zeichen seiner Ehrerbietung legte er ihr heimlich in der Nacht köstliche Spitzmäuse oder fette Feldmäuse auf den Stuhl, auf den sie sich immer setzte.

Als Beweis dafür, dass er genau ihren Geschmack genau getroffen hatte es es ihr gut bekommen war, nahm er die Tatsache, dass sie alles restlos aufgefuttert haben musste, da nicht einmal Gewölle zurückgeblieben war, wenn er wieder Nachschub brachte.
Heute Abend hatte er sich eine besondere Überraschung ausgedacht.
Er war früher als sonst losgeflogen, hatte ein kleines Kaninchen erbeutet und nun so früh auf den Geschenktisch gelegt, dass sie es heute Nacht noch verspeisen konnte.
Er flog zu seinem Logenplatz und wartete auf seine geliebte Sängerin.

Aber dass sie sich so freuen würde und ihre Stimme zu diesem hohen Tremolo anschwellen würde, hatte er nicht erwartet.
Auch nicht, dass sie sich gleich schlafen legen würde.
Als er sie nun betrachtete, wie sie so dalag, fragte er sich, ob sie vielleicht von ihm träumen würde.

 

      Mary Poppins



ich liebe dir?

   07.01.2010, 16:49 / 1 x geändert



hallor , libbe Tintolino . !


uh-oh and jeez me off. I'm just at a loss of words.
what a fuzzy piece of rotten pellet is this?
makes me laugh my ass off. so great.
(you're not serious, are you?)
(this is not my cup of tea.)



know Kurti Schwitters?

"O du, Geliebte meiner siebenundzwanzig Sinne, ich liebe dir!"
[Kurt Schwitters, An Anna Blume, 1920]


deinen Mary Popo

 

      Tintolino²



ich liebe dir?

   07.01.2010, 16:56



uhhh danke... ist als nat. kleiner Scherz gemeint... zwinker

Tinto

 

      Mary Poppins



! firecracker !

   07.01.2010, 17:05 / 1 x geändert



it is a big banger, really ... you must be a very much merry person .. . *twink * *twink* .. ..

 

      lost



Liebe macht blind

   08.01.2010, 01:10



Ein Promythion oder Epimythion könnte lauten:

Liebe macht blind; und zwar, wenn sie nichts weiter ist als schiere Projektion, vor allem für das Wesen und Wollen des Liebesobjektes.

Die Art, wie das Sprichwort hier bebildert und in Szene gesetzt wird, entbehrt - finde ich - nicht eines gewissen skurrilen Charmes. Mir gefällt die Idee der verliebten Eule. Allerdings ist die Ausführung suboptimal, hier müsste nachfrisiert werden, gekürzt, durchgestuft, modelliert, ein Satz-Styling wäre angebracht. Die äußer(st)e Form, Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung - hm-hm ... schändlich vernachlässigt (da muss ich Mary Poppins zustimmen, das ist "a fuzzy piece of rotten pellet", "ein fusseliges Häufchen Gammelgewölle" - etwas frei übersetzt).
Schade, denn die Idee - wie gesagt - ist doch hübsch.


regards, lost


Deine Geschichte, Tintolino, gab mir eine Anregung: Wer nun ein wenig sich belesen möchte über die Fabel als literarische Gattung, der folge mir ins -> Nebenzimmer.

 

      Tintolino²



Relativität derWahrnehmung oder Projektion

   08.01.2010, 08:11 / 1 x geändert



ja stimmt, ich habe den Text nicht mit der notwendigen Sorgfalt bearbeitet. Er ist so ganz spontan entstanden und so auch aufgeschrieben worden.
Das werde ich jetzt nachholen...vorher muss ich noch mal schnell googeln was denn "Satz-Styling" bedeutet ... grins...
Gruß
Tinto

 

      augustine



Einfall und Aufschreiben

   08.01.2010, 15:02 / 4 x geändert



Der Text - aber sie [die Geschichte] sei spontan entstanden, schreibst du, Tintolino. Es ist ja schön für dich, dass dir so etwas Nettes einfällt. (Ich würde übrigens eher die Kategorie Märchen für passend halten.) Es ist nicht schön für uns, dass du es uns quasi unbearbeitet vorsetz(tes)t.
Zwischen dem Einfall und einer Veröffentlichung muss unbedingt die Phase der Bearbeitung stehen, eine lange Phase vielleicht.
Dass dies kein Forum wie andere ist, kannst du z. B. daran sehen, dass lost (unermüdet) gattungstheoretische Verweise gibt. Wer aber, der so etwas ihm spontan Einge-(Ent-)fallenes hier rein stellt, wird das wirklich zum Anlass nehmen, sich mit dem zu befassen, was er (noch??) nicht kann?

fragt sich und andere augustine

googeln bringt immer Erkenntnisse. Wenn du dieser Ansicht vermutlich auch bist, bestätigt der dort ausgestellte 'lyrische' Text meine Meinung.

 

      Tintolino²



Einfall und Aufschreiben

   08.01.2010, 17:19 / 1 x geändert



Sehe ich absolut ein, siehe oben : ist mir peinlich...
Bin aber lernfähig, hoffe ich, und den Hinweis nehme ich dankend an.
Weitere Beiträge werden nur noch nach gründlicher Überarbeitung hier reingestellt...

LG
Tinto




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